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3 negative Erfahrungen als Forever Living Verkäufer (FBO), die nicht stimmen

Die meisten negativen Berichte über Forever Living kommen von FBOs, die das Geschäft nie wirklich verstanden haben. Drei Aussagen tauchen dabei immer wieder auf – und alle drei stimmen so nicht.

Ich begleite seit Jahren Network Marketer in unterschiedlichsten Firmen. Dabei sehe ich ein Muster, das mich ehrlich gesagt nie aufgehört hat zu faszinieren. Dieselben Sätze. Immer wieder. Bei Forever Living genauso wie anderswo. Wer diese drei Aussagen kennt und einordnen kann, hat einen entscheidenden Vorteil – denn er verliert keine Zeit damit, Mythen zu glauben.

„Die Produkte sind zu teuer“ – was wirklich dahintersteckt

Diese Aussage klingt auf den ersten Blick logisch. Wer kennt das nicht: Man zeigt jemandem ein Aloe-Vera-Produkt, und die erste Reaktion ist ein Blick auf den Preis, gefolgt von einem Kopfschütteln.

ABER – stimmt das wirklich?

Der häufigste Irrtum, den ich zu diesem Thema immer wieder korrigiere, ist die Verwechslung von Preis und Wert. Viele FBOs vergleichen Forever Living Produkte mit dem nächstbesten Drogerieprodukt aus dem Regal. Das ist, als würde man einen handgefertigten Anzug mit einem Modell aus der Massenproduktion vergleichen und sich dann wundern, warum der Preis höher ist.

Der Preisunterschied entsteht nicht zufällig. Forever Living arbeitet mit echtem Aloe-Vera-Gel in einer Konzentration, die in Supermarktprodukten selten vorkommt. Dazu kommt eine internationale Qualitätszertifizierung durch das International Aloe Science Council (IASC), die nicht jeder Hersteller erhält. Diese Zertifizierung kostet Geld – und das schlägt sich im Preis nieder.

Ein Muster, das ich so schon viele Male begleitet habe: Ein FBO nennt den Preis, der Interessent zieht einen Vergleich mit einem billigeren Produkt, und das Gespräch endet dort. Warum? Weil der FBO nie gelernt hat, den Unterschied zu erklären – nicht weil der Preis tatsächlich unfair ist.

Was das für dich als FBO bedeutet: Nicht der Preis ist das Thema, sondern die Erklärung des Wertes. Wer den Unterschied zwischen einem Produkt mit 10 % Aloe-Vera-Anteil und einem mit über 90 % nicht kommunizieren kann, verliert den Vergleich – nicht wegen des Preises, sondern wegen fehlender Information.

Was kosten Forever Living Produkte wirklich?

Hier eine sachliche Übersicht typischer Produktkategorien, damit du selbst einschätzen kannst, wo Forever Living im Marktvergleich steht:

Ein kurzer Hinweis: Diese Tabelle spiegelt Erfahrungswerte wider, die ich in der Begleitung von FBOs gesammelt habe. Tatsächliche Endpreise variieren je nach Region und Zeitpunkt.

ProduktkategorieForever LivingVergleich MassenmarktHauptunterschied
Aloe-Vera-Gel (1 Liter)25–35 €5–15 €Aloe-Anteil, Zertifizierung
Nahrungsergänzung40–70 €15–40 €Reinheit, Bioverfügbarkeit
Hautpflege20–50 €8–30 €Rohstoffqualität, Herstellung
Gewichtsmanagement50–80 €20–50 €Zusammensetzung, Dosierung

Der Preisunterschied liegt in einem Bereich, der für hochwertige Naturprodukte typisch ist. Vergleichbare Bio-Produkte anderer Premium-Marken bewegen sich in derselben Preisklasse – und stoßen dort auf wesentlich weniger Widerstand.

Liegt das Problem beim Preis oder beim Kontext?

Nein. Der Kontext entscheidet darüber, wie ein Preis wahrgenommen wird.

Wer ein Produkt im falschen Umfeld zeigt, wird immer auf Preiseinwände stoßen. Jemand, der bereits gesundheitsbewusst lebt, hochwertige Lebensmittel kauft und Wert auf natürliche Zutaten legt, bewertet denselben Preis anders als jemand, für den der nächste Kauf aus dem Discounter kommt. Das ist keine Frage von Gut oder Schlecht – sondern von Passung.

Forever Living positioniert sich bewusst im Premium-Segment. Und dort ist der Preis keine Schwäche, sondern ein Signal.

„Man verdient damit kein Geld“ – die Zahlen dahinter

Diese Aussage höre ich regelmäßig – oft von FBOs, die einige Wochen aktiv waren und dann aufgehört haben.

Stimmt das?

Ein Muster, das ich so oder ähnlich schon viele Male begleitet habe: Jemand startet bei Forever Living, kauft das Startpaket, zeigt es einem Freund, bekommt ein Nein – und entscheidet dann, dass „man damit kein Geld verdienen kann.“ Der Einstieg in das Geschäft war keine Entscheidung für ein Business. Er war der Kauf eines Startpakets, ohne je ein Business aufzubauen.

Der Vergütungsplan von Forever Living funktioniert auf Basis von Produktpunkten (CCs – Case Credits). Wer Produkte verkauft und Kunden aufbaut, generiert Einkommen. Das System belohnt dabei sowohl den persönlichen Verkauf als auch den Aufbau eines Teams. Beides braucht Zeit – genau wie jedes andere Geschäft auch.

Was viele FBOs unterschätzen: Die erste Phase des Einkommensaufbaus dauert typischerweise mehrere Monate. In dieser Zeit baut sich der Kundenstamm auf. Wer in dieser Phase aufgibt, verlässt das Geschäft – nicht weil es nicht funktioniert, sondern weil die Erwartung nicht zur Realität gepasst hat.

Ein FBO, der nach 6 Wochen sagt „das funktioniert nicht“, hat genauso viel Recht wie ein Restaurantbetreiber, der nach 6 Wochen sagt, Restaurants lohnen sich nicht. Die Zeit reicht schlicht nicht, um belastbare Zahlen zu haben.

Was das konkret bedeutet: Die Aussage „man verdient damit kein Geld“ trifft auf FBOs zu, die zu früh aufgehört haben. Über die FBOs, die kontinuierlich gebaut haben, sagt sie nichts aus.

Wie funktioniert der Forever Living Vergütungsplan?

Forever Living nutzt ein mehrstufiges Direktvertriebssystem. Der Einstieg erfolgt als FBO (Forever Business Owner), und von dort aus gibt es klar definierte Qualifikationsstufen:

  • Novus – Einstiegsstufe für neue FBOs
  • Assistant Supervisor – ab einem bestimmten CC-Volumen
  • Supervisor – eigene Downline mit CC-Volumen
  • Assistant Manager – weiterer Aufbau der Organisation
  • Manager – Schlüsselqualifikation für stabile Einkommen
  • Senior Manager bis Soaring Manager – höhere Einkommensebenen mit Boni

Jede Stufe bringt eine andere Provisionsstruktur mit sich. Das Einkommen auf Einstiegsstufe unterscheidet sich damit deutlich von dem eines etablierten Managers – was in jedem Direktvertriebsmodell so funktioniert.

Wann ist ein realistisches Einkommen möglich?

Das hängt direkt davon ab, wie viel Zeit und Konsequenz jemand in den Aufbau investiert.

Forever Living selbst kommuniziert Durchschnittseinkommen auf verschiedenen Stufen. Ein solides Nebeneinkommensmodell entsteht erfahrungsgemäß ab der Manager-Ebene. Darunter handelt es sich typischerweise um ein ergänzendes Einkommen, das mit dem persönlichen Kundenstamm wächst.

Der Fehler liegt oft nicht im System, sondern in der Erwartung: Wer ein Vollzeiteinkommen in drei Monaten erwartet, misst das Ergebnis an einer Erwartung, die das System nie versprochen hat.

„Forever Living ist eine Pyramide“ – was der Unterschied ist

Diese Aussage ist die am häufigsten genannte – und gleichzeitig die am häufigsten falsch verwendete.

Nach 16 Jahren in dieser Branche ist mir klar, dass kaum ein Begriff so inflationär und so falsch verwendet wird wie „Pyramide“. Fast jede Network Marketing Firma bekommt diesen Vorwurf irgendwann zu hören – völlig unabhängig davon, ob das Geschäftsmodell seriös ist oder nicht.

Was versteht die Öffentlichkeit darunter? Meist ein illegales Schneeballsystem, bei dem nur die frühen Einsteiger profitieren und die später Kommenden draufzahlen. Das ist ein legitimer Vorwurf – aber er gilt für ein völlig anderes Modell als das, was Forever Living betreibt.

Forever Living verkauft physische Produkte, die unabhängig von der Teamgröße existieren und einen echten Markt haben. Der Vergütungsplan zahlt auf Basis von Produktumsatz – nicht auf Basis von Beitrittsgebühren. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen einem Direktvertrieb und einem illegalen Schneeballsystem.

Die Verwechslung entsteht, weil das Organigramm einer Network Marketing Organisation tatsächlich wie eine Pyramide aussieht. Eine Unternehmensstruktur mit CEO, Management und Mitarbeitern sieht aber genauso aus – niemand nennt das deshalb ein Pyramidensystem. Die Form sagt nichts über die Legalität aus. Der Geldfluss tut es.

Was das konkret bedeutet: Wenn du diesen Vorwurf hörst, lohnt es sich, nachzufragen, welche Definition der andere verwendet. In fast allen Fällen vermischt er zwei völlig verschiedene Konzepte – und eine kurze sachliche Erklärung genügt, um das auseinanderzunehmen.

Was unterscheidet Direktvertrieb von einem Schneeballsystem?

Die rechtliche Unterscheidung ist klar und eindeutig:

MerkmalDirektvertrieb (z. B. Forever Living)Illegales Schneeballsystem
EinkommensquelleProduktverkauf an EndkundenRekrutierungsgebühren
Produkt vorhanden?Ja, physische ProdukteNein oder nur Alibi-Produkt
Verdienst ohne Rekrutierung?Ja, durch eigenen Verkauf möglichNein
RechtsstatusLegal (in fast allen Ländern)Illegal
Behördliche KontrolleUnterliegt Gewerberecht und DirektvertriebsrechtVerboten

Forever Living gehört seit Jahrzehnten zu den größten Direktvertriebsunternehmen weltweit und ist Mitglied der Direktvertriebsverbände in zahlreichen Ländern. Das ist kein Merkmal eines illegalen Systems.

Woher kommt der Pyramiden-Vorwurf wirklich?

Der Vorwurf kommt meist aus zwei Quellen.

Erstens: Von Menschen, die das Geschäftsmodell nicht kennen und „Netzwerk“ mit „Schneeballsystem“ gleichsetzen. Das ist ein Informationsdefizit, kein Beleg. Zweitens: Von FBOs, die das Geschäft mit falschen Versprechen begonnen haben und enttäuscht wurden – und ihren Frust dann in Form dieses Vorwurfs formulieren.

Beides hat mit der tatsächlichen Legalität und Struktur des Forever Living Vergütungsplans nichts zu tun.

Negative Erfahrungen – woher kommen sie wirklich?

Die drei Aussagen oben teilen eine gemeinsame Wurzel, die ich in meiner Arbeit immer wieder sehe.

In meiner täglichen Arbeit mit Partnern sehe ich immer wieder, dass negative Erfahrungen fast nie aus dem Produkt oder dem Vergütungsplan entstehen. Sie entstehen aus einer Lücke zwischen dem, was jemand erwartet hat, und dem, was tatsächlich passiert ist.

Viele FBOs starten mit einer Erwartung, die ihnen jemand vermittelt hat – „Das läuft fast von selbst“, „Du brauchst nur fünf Partner“, „Die Produkte verkaufen sich alleine.“ Das sind keine Forever-Living-Versprechen. Das sind Aussagen einzelner FBOs, die ihren Nachwuchs motivieren wollten – und dabei über das Ziel hinausgeschossen sind.

Wenn die Realität dann anders aussieht, entsteht die negative Erfahrung – nicht weil das Modell falsch ist, sondern weil die Erwartung falsch gesetzt wurde. Das ist ein wichtiger Unterschied.

Wer eine negative Erfahrung als FBO gemacht hat, sollte sich deshalb eine Frage stellen: Was genau hat nicht gestimmt? Das Produkt? Die Firma? Der Vergütungsplan? Oder die Erwartung, mit der gestartet wurde? Die Antwort auf diese Frage zeigt meistens, ob es ein strukturelles Thema gibt – oder ein persönliches.

Was ich in meiner Begleitung von Partnern immer wieder beobachte: Wer die eigene Erwartung analysiert, bevor er eine Aussage über die Firma macht, trifft wesentlich treffsichere Einschätzungen.

Die häufigsten Quellen negativer FBO-Erfahrungen

  • Fehlende Erwartungsklarheit beim Start: Versprechen, die zu groß waren
  • Fehlende Produktkenntnis: Kein Verständnis dafür, warum die Produkte ihren Preis haben
  • Zu früh aufgehört: Bevor realistische Ergebnisse überhaupt entstehen konnten
  • Falscher Zielmarkt: Produkte an Menschen gezeigt, für die sie nicht relevant sind
  • Mangelnde Begleitung: Kein aktiver Sponsor, der beim Aufbau unterstützt
  • Vergleich mit falschen Maßstäben: Einkommen nach 2 Monaten mit einem vollständig aufgebauten Business verglichen

Diese Liste deckt den Großteil der negativen Berichte ab, die ich in der Praxis kenne.

Was eine faire Beurteilung von Forever Living ausmacht

Jede Beurteilung eines Geschäftsmodells verdient einen fairen Rahmen.

Was der Blick über mehrere Firmen und Jahre hinweg zeigt: Die typischen negativen Erfahrungen bei Forever Living decken sich nahezu eins zu eins mit denen bei anderen Direktvertriebsfirmen – unabhängig von Produkt oder Land. Das legt nahe, dass das Thema weniger firmenspezifisch ist, als es die jeweiligen Berichte vermuten lassen.

Ich habe in der Begleitung von FBOs verschiedenster Unternehmen immer dieselben drei Muster gesehen: Der Preis steht im Weg, das Einkommen bleibt aus, und der Vorwurf der Pyramide taucht auf. Das passiert bei Premium-Nahrungsergänzungen genauso wie bei Hautpflegeprodukten oder Haushaltsgeräten.

Der Unterschied zwischen einem erfolgreichen FBO und einem, der aufgibt, liegt selten im Produkt oder in der Firma. Er liegt darin, ob jemand versteht, wie das Modell tatsächlich funktioniert – und ob er bereit ist, die Zeit zu investieren, die es braucht.

Wer Forever Living fair beurteilen möchte, tut gut daran, nicht nur auf die negativen Berichte zu schauen, sondern auch zu fragen: Von wem kommen diese Berichte? Wie lange war die Person aktiv? Was genau hat sie unternommen? Ohne diese Antworten ist jede Bewertung unvollständig.

Was macht einen seriösen Direktvertrieb aus?

Ein seriöser Direktvertrieb erfüllt folgende Merkmale – und diese lassen sich bei Forever Living überprüfen:

  1. Echte Produkte mit echten Endkunden außerhalb des FBO-Netzwerks
  2. Vergütung auf Basis von Umsatz, nicht auf Basis von Beitrittsgebühren
  3. Mitgliedschaft in Direktvertriebsverbänden (Forever Living ist in der DSA vertreten)
  4. Transparenter Vergütungsplan, der öffentlich zugänglich ist
  5. Rückgaberecht für Produkte, das Endkunden zusteht

Diese Punkte sind kein Ausdruck von Begeisterung für eine Firma – sie sind neutrale Prüfkriterien, die jeder anlegen kann.

FAQ

Sind Forever Living Produkte wirklich so teuer wie behauptet?

Die Preise liegen im Premium-Segment, aber nicht außerhalb des Marktüblichen für zertifizierte Aloe-Vera-Produkte. Vergleiche mit günstigeren Produkten berücksichtigen oft nicht den Unterschied in Qualität, Zertifizierung und Aloe-Anteil.

Das IASC-Zertifikat, das Forever Living für einen Großteil seiner Produkte trägt, ist kein Marketingversprechen, sondern ein unabhängiges Prüfzeichen. Hersteller ohne dieses Zertifikat können Aloe-Vera-Produkte wesentlich günstiger anbieten, weil sie auch wesentlich günstigere Rohstoffe verwenden dürfen. Wer also nur den Preis pro Milliliter vergleicht, misst unterschiedliche Dinge – wie wenn man Traubensaft mit einem zertifizierten Biowein vergleicht. In meiner täglichen Arbeit mit Partnern sehe ich immer wieder, dass dieser Unterschied der erste Schritt ist, den FBOs erklären lernen müssen, bevor Preisgespräche sinnvoll verlaufen.

Ist Forever Living ein Schneeballsystem?

Nein. Forever Living ist ein registrierter Direktvertrieb mit physischen Produkten und einem Vergütungsplan, der auf Produktumsatz basiert – nicht auf Rekrutierungsgebühren.

Der Begriff „Schneeballsystem“ beschreibt ein illegales Modell, bei dem Einkommen ausschließlich durch das Einwerben neuer Mitglieder entsteht und kein reales Produkt zugrundeliegt. Forever Living hat über 150 Produkte im Sortiment, die unabhängig von der Teamgröße an Endkunden verkauft werden. In der Europäischen Union unterliegt Direktvertrieb klaren gesetzlichen Rahmenbedingungen, und Forever Living ist in zahlreichen nationalen Direktvertriebsverbänden registriert.

Warum machen so viele FBOs negative Erfahrungen?

In der Momentum-Macher-Gruppe taucht genau diese Frage regelmäßig auf, und dabei zeigt sich ein klares Bild: Die meisten negativen Erfahrungen entstehen nicht durch das Produkt oder den Vergütungsplan, sondern durch eine Lücke zwischen gesetzter Erwartung und tatsächlichem Aufwand.

Viele FBOs starten mit unrealistischen Zeiterwartungen. Wer nach 4–8 Wochen kein signifikantes Einkommen hat, zieht daraus oft den Schluss, dass „es nicht funktioniert“ – obwohl ein vergleichbares Selbstständigenmodell in jeder anderen Branche mindestens 6–12 Monate braucht, um erste stabile Ergebnisse zu zeigen. Dazu kommt, dass die Startphase oft ohne klare Strategie oder ohne qualifizierte Begleitung durch den Sponsor verläuft, was die Startphase unnötig verlängert.

Kann man als FBO wirklich Geld verdienen?

Ja – aber der Zeitraum, der dafür nötig ist, hängt direkt vom persönlichen Einsatz und der Konsequenz ab.

Nach 16 Jahren in dieser Branche ist mir klar, dass Einkommen im Direktvertrieb einer klaren Logik folgt: Wer regelmäßig Produkte an echte Kunden verkauft und dabei konsequent einen Kundenstamm aufbaut, erzielt ein wachsendes Einkommen. Wer sporadisch aktiv ist und auf den nächsten Schwung wartet, stagniert. Das ist keine Forever-Living-spezifische Realität – das gilt für jedes provisionsbasierte Modell. Die Frage ist nie, ob das Modell Geld produziert, sondern wer bereit ist, die Arbeit dafür zu leisten.

Wie viele CCs brauche ich als FBO für welches Einkommen?

Ein Muster, das ich so schon viele Male begleitet habe: FBOs rechnen nur mit den Provisionen auf den eigenen Umsatz und vergessen die Bonus-Pools und Team-Provisionen, die ab bestimmten Qualifikationsstufen dazukommen.

Als grobe Orientierung: Die folgenden Zahlen sind Beispielrechnungen – tatsächliche Beträge variieren je nach Stufe, Teamvolumen und Land.

  • Personal-FBO mit 2 CCs/Monat: kleines Zusatzeinkommen im zwei- bis dreistelligen Bereich
  • Supervisor mit 25 CCs Teamvolumen: mehrere Hundert Euro monatlich möglich
  • Manager mit aktiver Downline: Einkommen im vierstelligen Bereich realistisch, abhängig vom Teamvolumen

Diese Zahlen entstehen nicht automatisch, sondern durch aktiven Aufbau.

Was ist der Unterschied zwischen einem FBO und einem Endkunden?

Ein FBO kauft Produkte zum FBO-Preis und hat das Recht, diese weiterzuverkaufen sowie ein eigenes Team aufzubauen. Ein Endkunde kauft zum Endkundenpreis, ohne Geschäftsmöglichkeit.

Der Unterschied liegt damit in zwei Dimensionen: erstens im Einkaufspreis (FBOs erhalten Rabatt), zweitens in der Möglichkeit, Provisionen auf eigene Verkäufe und auf den Umsatz des eigenen Teams zu erhalten. Ein FBO trägt auch mehr Verantwortung – etwa für die korrekte steuerliche Behandlung des Einkommens, das aus dem Direktvertrieb entsteht.

Kann man als FBO Produkte auch einfach nur selbst nutzen, ohne zu verkaufen?

Ja. Viele FBOs beginnen als Eigennutzer und entscheiden sich erst im Laufe der Zeit für den aktiven Aufbau.

Der FBO-Status bietet dabei einen preislichen Vorteil gegenüber dem regulären Endkundenpreis. Wer dauerhaft nur für den Eigenverbrauch einkauft, ohne aktiv zu verkaufen oder ein Team aufzubauen, erzielt damit natürlich kein Einkommen – sondern spart lediglich beim Einkaufspreis. Das ist eine legitime Nutzung des FBO-Status und keine Ausnahme, sondern ein bekannter Teil des Modells.

Wie lange dauert es, bis man als FBO erste Ergebnisse sieht?

Der häufigste Irrtum, den ich zu dieser Frage korrigiere: Viele FBOs erwarten, dass „Ergebnisse“ ausschließlich Geld bedeuten. Tatsächlich sind die ersten Ergebnisse oft Produktrückmeldungen von Kunden – und die kommen oft schon in den ersten Wochen.

Das erste merkliche Einkommen entsteht typischerweise dann, wenn ein FBO fünf bis zehn regelmäßige Kunden aufgebaut hat, die kontinuierlich nachbestellen. Dieser Aufbau dauert je nach Zielgruppe und Methode unterschiedlich lang. Wer dabei systematisch vorgeht, erreicht diesen Punkt schneller als jemand, der unstrukturiert vorgeht. Als grobe Orientierung nennen erfahrene FBOs einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten für die erste stabile Kundenbasis.

Was sagen unabhängige Bewertungen über Forever Living?

Unabhängige Bewertungsplattformen zeigen ein gemischtes Bild – das bei nahezu jeder Direktvertriebsfirma ähnlich aussieht.

Positive Bewertungen kommen typischerweise von FBOs und Kunden, die langfristig positive Produkterfahrungen gemacht haben. Negative Bewertungen stammen häufig von FBOs, die das Geschäft früh aufgegeben haben, oder von Kunden, die nur einmalig bestellt haben. Eine einzelne Bewertung gibt damit keinen repräsentativen Überblick. Wer eine fundierte Einschätzung möchte, schaut auf die Verteilung und auf den Kontext der Bewertungen – nicht nur auf die auffälligsten Einzelmeinungen.

Ist Forever Living in Österreich / Deutschland legal aktiv?

Ja. Forever Living ist in beiden Ländern legal tätig und operiert als registrierter Direktvertrieb im Rahmen der geltenden Gewerbe- und Handelsgesetze.

In Österreich unterliegt der Direktvertrieb dem Gewerberecht und den allgemeinen Konsumentenschutzbestimmungen. In Deutschland gelten vergleichbare Regelungen. Beide Länder haben klare gesetzliche Unterschiede zwischen legalem Direktvertrieb und illegalen Schneeballsystemen definiert. Forever Living erfüllt die Anforderungen für den legalen Direktvertrieb – sonst wäre eine Geschäftstätigkeit in diesen Ländern nicht möglich.

Was diese drei Aussagen über Network Marketing verraten

Alle drei negativen Erfahrungen, die du in diesem Artikel kennengelernt hast, stammen aus derselben Quelle: aus einer Lücke zwischen Erwartung und Realität – nicht aus einer Schwäche des Modells.

Wer einen FBO fragt „Stimmt das wirklich?“ und dann nachschaut, findet meistens eine Geschichte dahinter, die mehr mit dem Start als mit der Firma zu tun hat. Das ändert nichts daran, dass die Erfahrung real war. Aber es ändert alles daran, was man daraus schlussfolgert.

Etwas, das ich mir in 16 Jahren sehr klar gemacht habe: Negative Erfahrungen in dieser Branche sind fast immer lehrreich – für den, der sie analysiert, anstatt sie als abschließendes Urteil zu akzeptieren.

Network Marketing funktioniert. Nicht immer, nicht für jeden, und nicht sofort. Aber für Menschen, die verstehen, wie es wirklich läuft – und die bereit sind, konsequent dranzubleiben – öffnet es Türen, die ein klassisches Angestelltenverhältnis schlicht nicht hat.

Rock it!
Dein Willi

PS: So gewann ich +800 Erstlinien bei Fitline.