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Der Cevitalis Vergütungsplan: Wieviel Verdienst in welchen Stufen möglich?

Der Cevitalis Vergütungsplan schüttet bis zu 63 % in Provisionen aus – und das ohne typische Breakaway-Konstruktionen oder hohe Aktivstatusanforderungen. Bereits ab dem ersten Partner im Team greift die Teamprovision, und zwar sofort auf den ersten drei Ebenen kombiniert mit 45 %. Wer die Zahlen hinter diesem Unilevel-Hybridplan wirklich versteht, weiß auch, wo realistische Verdienstgrenzen liegen und was es braucht, um monatlich 300 Euro, 1.000 Euro oder deutlich mehr zu erzielen.

Ich beobachte seit Jahren, wie Vergütungspläne kommuniziert werden – und dabei fällt mir auf, dass die Zahl „bis zu 63 %“ meistens die einzige Information ist, die nach einer Firmenpräsentation wirklich hängen bleibt. Das reicht aber nicht, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Deshalb schlüssele ich in diesem Artikel auf, wie der Plan konkret funktioniert, welche Stufen es gibt und was in den einzelnen Stufen tatsächlich verdienbar ist.

Was Cevitalis überhaupt ist

Cevitalis ist ein deutsches Network-Marketing-Unternehmen mit Sitz in Steinhagen in Ostwestfalen, gegründet von Stephan Blankenburg und Ralf Schönwerth. Der offizielle Start fand im April 2024 statt, nachdem Anfang des Jahres eine Prelaunch-Phase eingeleitet wurde. Das Unternehmen positioniert sich im Wellness- und Gesundheitsbereich und ist aktuell in zahlreichen europäischen Märkten aktiv, darunter Deutschland, Österreich, die Schweiz und über 20 weitere Länder.

Das Produktportfolio umfasst unter anderem ein Collagen Spray, CBD-Pflegeöl, Colostrum sowie weitere Gesundheits- und Beautyprodukte. Das Besondere am Businessmodell: Kein Starterpaket, kein Lagerzwang und ein Aktivstatus, der bereits ab 40 Euro monatlich greift.

Der Grundaufbau: Unilevel-Hybridplan

Der Cevitalis Vergütungsplan basiert auf einem sogenannten Unilevel-Hybridplan mit Dynamic Compression. Das bedeutet: Es gibt keine klassische Breakaway-Struktur, bei der ausgekaufte Beine aus dem Vergütungsplan herausfallen. Stattdessen kombiniert Cevitalis einen Unilevel-Aufbau – bei dem alle Partner direkt untereinander angeordnet sind – mit dynamischer Komprimierung in den tiefen Ebenen.

Der wichtigste Unterschied zu klassischen Differenzbonus-Systemen: Bei Cevitalis erhältst du auch dann die volle Provision, wenn ein Teampartner in deiner Linie dieselbe Bonusstufe erreicht wie du. In einem reinen Differenzplan wäre die Differenzprovision in diesem Fall null, weil kein Unterschied mehr besteht – bei Cevitalis greift stattdessen die Dynamic Compression, sodass aktive Partner übersprungen und Provisionen trotzdem ausgezahlt werden.

Die Provisionsstruktur im Detail

Hier liegt das Herzstück des Plans. Die folgende Tabelle zeigt die Grundstruktur der Teamprovision nach Ebenen:

Ein Muster, das ich so schon viele Male gesehen habe: Die meisten Partner schauen nur auf die erste Ebene und übersehen dabei, dass Ebene 3 mit 15 % höher vergütet wird als Ebene 2 mit 10 % – das ist ungewöhnlich und strategisch relevant.

EbeneTeamprovision
Ebene 120 %
Ebene 210 %
Ebene 315 %
Ebenen 1–3 gesamt45 %
Ebenen 4–6 (Dynamic Compression)weitere 15 %
Ebenen 1–6 gesamtbis zu 60 %
Differenzbonus ab Ebene 7+bis zu 3 %
Gesamtausschüttung maximalbis zu 63 %

Hinzu kommt der persönliche Einkaufsrabatt von 20 % dauerhaft auf alle Produkte im eigenen Onlineshop – unabhängig von der Qualifikationsstufe.

Was Dynamic Compression bedeutet

Dynamic Compression greift ab Ebene 4, wenn ein Partner in der Linie inaktiv ist oder die Qualifikationsvoraussetzungen nicht erfüllt. In diesem Fall rückt die nächste aktive Person in der Linie vor, sodass keine Provision verloren geht. Das sorgt dafür, dass aktive Aufbaupartner nicht durch inaktive Partner „geblockt“ werden.

Der Differenzbonus ab Ebene 7+

Ab Ebene 8 greift eine Differenzprovision von 0,5 % bis 1 % je Ebene. Dieser Anteil ist im Vergleich zur Provision der ersten Ebenen klein, addiert sich jedoch bei größeren Strukturen spürbar. Die Differenzprovision hier entsteht nicht aus dem klassischen Breakaway-Prinzip – sondern greift nur dort, wo echte Niveauunterschiede zwischen Upline und Downline bestehen.

Aktivstatus: Was brauchst du monatlich?

Um am Vergütungsplan teilzunehmen, benötigst du einen monatlichen Aktivstatus. Dieser liegt regulär bei 60 Euro, reduziert sich jedoch auf 40 Euro pro Monat, wenn du das automatische Lieferservice-Abo (ALS) nutzt.

Das ist einer der niedrigsten Aktivstatus-Beträge im deutschsprachigen Network-Marketing-Umfeld. Viele andere Firmen verlangen 100 bis 500 Euro monatlichen Eigenumsatz, bevor die volle Teamprovision greift.

  • Aktivstatus ohne ALS: 60 Euro/Monat
  • Aktivstatus mit ALS: 40 Euro/Monat
  • Jahresgebühr für die Partnerlizenz: 36 Euro
  • Kein Lagerkauf, kein Startpaketkauf

Was die 63 % wirklich bedeuten

Das häufigste Missverständnis, das mir zu diesem Vergütungsplan begegnet, ist die Annahme, dass jemand 63 % seines eigenen Umsatzes als Provision ausgezahlt bekommt. Das stimmt nicht, und dieses Missverständnis führt in der Praxis zu Enttäuschung – weil die erste Abrechnung dann anders aussieht als erwartet.

Die 63 % sind die Gesamtausschüttungsquote des Plans – also der Anteil am Gesamtumsatz der Struktur, den das Unternehmen insgesamt an das Vertriebsnetz auszahlt. Diese Quote verteilt sich auf alle Ebenen gleichzeitig: auf dich, auf deinen Sponsor über dir, auf dessen Sponsor, und so weiter. Was du persönlich verdienst, hängt davon ab, welchen Umsatz dein Team auf deinen aktiven Ebenen generiert – und das wiederum hängt direkt von der Teamgröße und Teamaktivität ab.

Zum Vergleich: Der Branchendurchschnitt bei Network-Marketing-Unternehmen liegt laut Branchenbeobachtern bei rund 35 % Gesamtausschüttung. Cevitalis liegt mit bis zu 63 % deutlich darüber – das ist ein realer Unterschied, der sich in konkreten Provisionen bemerkbar macht.

Der entscheidende Punkt ist: Die Ausschüttungsquote sagt dir, wie viel vom Gesamtumsatz der Struktur ins Vertriebsnetz fließt. Je höher diese Quote, desto mehr bleibt für Distributoren übrig – und desto weniger behält das Unternehmen für sich. In Systemen mit niedrigeren Ausschüttungsquoten erhält das Unternehmen proportional mehr, während die Partner anteilig weniger bekommen. Das hat direkte Konsequenzen für realistische Einkommensziele bei vergleichbaren Teamstrukturen.

Was ich in der Begleitung von Partnern immer wieder sehe: Wer diesen Unterschied früh versteht, stellt realistische Erwartungen – und wer ihn nicht versteht, vergleicht Äpfel mit Orangen, wenn er seinen Cevitalis-Verdienst mit dem Verdienst eines Partners bei einer anderen Firma mit scheinbar ähnlichem Team vergleicht.

Verdienstbeispiele nach Teamgröße

Die folgenden Rechenbeispiele basieren auf typischen Mustern, die ich in der Begleitung von Strukturen immer wieder beobachte. Die tatsächlichen Zahlen variieren je nach Produktwahl und Kaufvolumen der Endkunden.

Einsteiger-Szenario: 3 Ebenen aktiv

Angenommen, du hast auf drei Ebenen je 10 Partner mit einem Umsatz von 100 Euro pro Partner:

EbenePartnerUmsatz pro PartnerTeamprovisionDeine Provision
Ebene 110100 €20 %200 €
Ebene 210100 €10 %100 €
Ebene 310100 €15 %150 €
Gesamt30 Partner450 €

Ein Muster, das ich so schon viele Male gesehen habe: Diese Zahlen sehen auf dem Papier simpel aus – in der Praxis entscheidet die Aktivitätsrate der Partner. Wer 10 Partner in Ebene 1 aufbaut und davon nur 5 wirklich aktiv sind, landet bei der Hälfte dieser Provision.

Mittleres Szenario: Teamvolumen 5.000 Euro/Monat

Wenn dein Team auf den ersten drei Ebenen zusammen 5.000 Euro monatlichen Umsatz generiert, sehen die Provisionen je nach Ebenenverteilung so aus:

  • Ebene 1 (z.B. 2.000 €): 20 % = 400 €
  • Ebene 2 (z.B. 1.500 €): 10 % = 150 €
  • Ebene 3 (z.B. 1.500 €): 15 % = 225 €
  • Gesamtprovision: 775 €

Hinzu kämen ab Ebene 4 bis 6 weitere Prozentpunkte durch Dynamic Compression, sofern dort ebenfalls Umsatz entsteht.

Warum die ersten drei Ebenen entscheidend sind

In meiner täglichen Arbeit mit Partnern sehe ich immer wieder, dass der Fokus der meisten Menschen ausschließlich auf der Rekrutierung liegt – während der Aufbau echter Kundennetzwerke auf den ersten Ebenen vernachlässigt wird.

Das ist strategisch problematisch, denn die ersten drei Ebenen sind beim Cevitalis Vergütungsplan genau dort, wo 45 % der Gesamtprovision ausgeschüttet werden. Wer nur auf Partnergewinnung setzt und keine Endkunden aufbaut, hat auf diesen Ebenen zwar Partner – aber wenig Umsatzvolumen. Und Provision entsteht nicht durch die Anzahl der Partner, sondern durch deren Umsatz.

Ein Muster, das ich dabei regelmäßig begleite: Partner bauen in den ersten drei Monaten 5 bis 10 Partner auf, fragen sich dann, warum die Provision so niedrig ist – und stellen fest, dass diese Partner selbst keine Kunden haben. Das Umsatzvolumen pro Ebene ist dann trotz mehrerer Partner gering, weil Kunden fehlen. Die Konsequenz daraus ist konkret: Teamprovision hängt nicht an Köpfen, sondern an Umsatz.

Was das für dich bedeutet: Wenn du deinen Teampartnern zeigst, wie sie Endkunden aufbauen – nicht nur weitere Partner werben – wächst das Umsatzvolumen auf allen Ebenen gleichzeitig. Das Provisionssystem honoriert genau das, weil es auf Umsatz, nicht auf Kopfzahl kalkuliert.

Der Unterschied zwischen einem Partner mit 3 Kunden und einem ohne Kunden klingt nach Kleinigkeit. Er macht sich aber auf allen Ebenen unter diesem Partner in deiner Provision bemerkbar – direkt und sofort.

Karrierestufen und ihre Qualifikationen

Cevitalis arbeitet mit Karrierestufen, die den Zugang zu weiteren Provisionsprozentsätzen öffnen. Die genauen Stufenbezeichnungen variieren in den offiziellen Kommunikationskanälen, das Prinzip ist jedoch klar: Je mehr Eigenvolumen und Teamvolumen du erreichst, desto tiefer greift deine Provision.

Einstiegsstufe: Sofort im Plan

Bereits mit dem ersten aktiven Teampartner bist du im Vergütungsplan. Du brauchst keine Mindestanzahl an Partnern und keine bestimmte Stufe, um die ersten 20 % Teamprovision auf Ebene 1 zu erhalten. Das unterscheidet Cevitalis von vielen Wettbewerbern, wo zunächst ein Mindeststufenranking erforderlich ist.

Qualifikation für Ebene 1–3: 40 Euro Aktivstatus reichen

Mit einem monatlichen Eigenvolumen von 40 Euro (via ALS) qualifizierst du dich sofort für alle drei ersten Ebenen – also für kombiniert 45 % Teamprovision. Das ist die Grundqualifikation, und sie ist bewusst niedrig angesetzt.

Zugang zu Ebene 4–6: Dynamic Compression greift automatisch

Die Dynamic Compression auf den Ebenen 4 bis 6 greift nicht durch eine eigene Qualifikation, sondern automatisch – sobald auf diesen Ebenen aktive Partner vorhanden sind und Umsatz entsteht. Es gibt keine separate Karrierestufe dafür. Das System sorgt dafür, dass inaktive Partner in diesen Ebenen „übersprungen“ werden, sodass du als aktiver Upline trotzdem vergütet wirst.

Was einen Hybridplan von einem klassischen Unilevel unterscheidet

Nach 16 Jahren in dieser Branche ist mir eines sehr klar: Die meisten Partner wählen ein Network-Unternehmen nicht nach dem Vergütungsplan – sondern danach, wer sie angesprochen hat. Das führt dazu, dass der Vergütungsplan erst dann relevant wird, wenn die ersten Abrechnungen kommen. Und dann ist es manchmal zu spät, um sinnvolle Vergleiche zu ziehen.

Der klassische Unilevel-Plan schüttet auf jeder Ebene einen festen Prozentsatz aus – ohne Ausnahme, ohne Dynamik. Das klingt einfach, hat aber einen strukturellen Nachteil: Wenn auf einer Ebene inaktive Partner sitzen, verliert der aktive Upline Provision, weil diese Ebene im Plan „besetzt“ ist. Dynamic Compression löst dieses Problem, indem sie inaktive Ebenen überspringt und Umsatz aus tieferen Linien hochrechnet – was dazu führt, dass aktive Partner nicht bestraft werden, weil ihre Downline gemischte Aktivitätsniveaus hat.

Ein Hybridplan wie der bei Cevitalis kombiniert das Beste aus beiden Welten: die Einfachheit des Unilevel-Aufbaus mit der Effizienz der dynamischen Komprimierung. Das bedeutet in der Praxis, dass du als aktiver Partner auf einer breiteren Basis verdienst – auch dann, wenn nicht jeder in deiner Struktur dieselbe Aktivität zeigt wie du.

Was mich nach all diesen Jahren aber immer noch fasziniert: Die meisten Partner, die diese technischen Unterschiede verstehen, bauen anders auf. Sie fragen nicht mehr „Wie viele Partner brauche ich?“, sondern „Wie viel Umsatzvolumen brauche ich auf welcher Ebene?“ – und genau das ist die richtige Frage.

Dieser Perspektivwechsel macht einen realen Unterschied in der konkreten Vergütung. Wer Provision maximieren will, denkt in Ebenen und Volumen – nicht in Köpfen.

Direkte Kundenprovision vs. Teamprovision

Neben der Teamprovision verdient ein Cevitalis-Partner auch direkt am Eigenkundengeschäft. Wer Produkte an Endkunden verkauft, profitiert vom Preisunterschied zwischen dem eigenen Einkaufspreis (mit 20 % Rabatt) und dem empfohlenen Verkaufspreis.

Das bedeutet konkret:

  • Eigeneinkauf: 20 % dauerhafter Rabatt auf alle Produkte
  • Direktverkauf: Differenz zwischen Einkaufspreis und Verkaufspreis als Handelsmarge
  • Teamprovision: Prozentsatz auf den Umsatz der Teampartner je nach Ebene

Wer also Kunden im Direktverkauf betreut, kombiniert Handelsmarge und Teamprovision – beides gleichzeitig.

Was kostet der Einstieg?

Der Einstieg bei Cevitalis funktioniert ohne klassisches Starterpaket. Folgendes ist notwendig:

  1. Jahresgebühr für die Partnerlizenz: 36 Euro pro Jahr
  2. Produktkauf nach Wahl: kein festgelegtes Startpaket
  3. Monatlicher Aktivstatus: 40 Euro (mit ALS) oder 60 Euro

Das bedeutet: Im ersten Jahr liegen die Fixkosten allein durch die Lizenz bei 36 Euro – dazu kommt der monatliche Aktivstatus. Versteckte Mindestlagermengen oder Pflichtpakete gibt es nicht.

Realistischer Einkommensaufbau: Monat 1 bis Monat 12

Ein Verlauf, den ich in dieser Form schon viele Male begleitet habe: Im ersten Monat verdienen Partner ausschließlich durch direkte Kundenrabatte und erste Kleinstprovisionen aus Ebene 1. Das Volumen ist gering, weil das Team noch klein ist – aber es ist sofort etwas da, was motiviert weiterzumachen.

Ab Monat 3 bis 4 entsteht in den meisten Strukturen ein Moment, in dem sich Ebene 2 zu füllen beginnt. Die Teampartner aus Ebene 1 bringen ihrerseits erste Kunden und Partner, sodass auf Ebene 2 erstmals relevante Umsätze entstehen. Obwohl Ebene 2 mit 10 % die niedrigste Provision im Plan hat, ist es dieser Moment, in dem viele Partner erstmals spüren, wie das System funktioniert – weil Provision entsteht, ohne dass sie selbst direkt etwas getan haben.

Der typische Wendepunkt liegt zwischen Monat 6 und 12, wenn Ebene 3 aktiv wird. Mit 15 % ist Ebene 3 höher vergütet als Ebene 2, was sich dann spürbar in der monatlichen Abrechnung zeigt. Partner, die in dieser Phase konsequent am Volumensaufbau ihrer Ebene 1 arbeiten, erleben, wie sich die Provisionssumme durch Ebene 3 nahezu verdoppeln kann – ohne dass sich an der eigenen Struktur viel verändert hat.

Was das für die Planung bedeutet: Wer nach 12 Monaten ein stabiles Einkommen aus dem Vergütungsplan erwartet, braucht keine riesige Struktur – sondern eine qualitativ aktive Struktur auf mindestens drei Ebenen. Die Tiefe des Plans zahlt sich früher aus als viele denken, weil Ebene 3 höher vergütet wird als Ebene 2.

Steuern und Rechtliches

Als selbstständiger Vertriebspartner bei Cevitalis bist du kein Angestellter des Unternehmens. Das bedeutet: Alle Provisionseinnahmen gelten als Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit und unterliegen der Einkommensteuerpflicht.

Relevant sind dabei folgende Punkte:

  • Kleinunternehmerregelung: Bis zu einem Jahresumsatz von aktuell 22.000 Euro (Grenze variiert je nach nationalem Steuerrecht) lässt sich die Kleinunternehmerregelung in Deutschland nutzen, sofern du keine Umsatzsteuer ausweist
  • Umsatzsteuerpflicht: Ab Überschreiten der Kleinunternehmergrenze gilt Umsatzsteuerpflicht auf Rechnungen gegenüber dem Unternehmen
  • Betriebsausgaben: Lizenzgebühr, Aktivstatus-Produkte zur betrieblichen Nutzung und weitere Kosten lassen sich als Betriebsausgaben geltend machen
  • Österreich und Schweiz: Andere Freigrenzen und steuerliche Regelungen gelten – hier ist der jeweilige nationale Steuerberater zuständig

Ich sehe in der Begleitung von Partnern immer wieder, dass die Frage nach Steuern erst dann auftaucht, wenn die erste nennenswerte Provision auf dem Konto ist. Dann ist es wichtig, bereits strukturiert zu sein – sprich, eine ordentliche Einnahmen-Ausgaben-Aufzeichnung zu führen, auch wenn die Beträge noch klein sind.

Cevitalis im Vergleich zu anderen Vergütungsplänen

Wer über viele Jahre und viele verschiedene Firmen hinweg Vergütungspläne analysiert, sieht Muster, die von außen nicht sichtbar sind. Cevitalis unterscheidet sich in mehreren konkreten Punkten von typischen Plänen, die ich in dieser Branche kennengelernt habe.

Das erste Unterscheidungsmerkmal ist der Aktivstatus. Viele Firmen verlangen zwischen 100 und 500 Euro monatliches Eigenvolumen, bevor die volle Teamprovision greift. Cevitalis liegt bei 40 Euro – das ist eine echte Besonderheit, keine Marketingaussage. In der Praxis bedeutet das, dass der Aktivstatus durch Eigenbedarf oder wenige Kundenkäufe realisierbar ist, ohne dass ein Partner Produkte „vorfinanzieren“ muss.

Das zweite Unterscheidungsmerkmal ist die Gesamtausschüttungsquote. Der Branchendurchschnitt liegt bei rund 35 %. Cevitalis liegt mit bis zu 63 % fast doppelt so hoch. Dieser Unterschied zeigt sich konkret in den Abrechnungen, wenn man denselben Teamumsatz durch verschiedene Pläne rechnet. Bei einem Teamumsatz von 10.000 Euro würde ein Plan mit 35 % Ausschüttung rund 3.500 Euro ins Vertriebsnetz fließen lassen – ein Plan mit 60 % rund 6.000 Euro. Diese Differenz verteilt sich auf alle aktiven Partner in der Linie.

Das dritte Unterscheidungsmerkmal ist die Abwesenheit eines Breakaway-Plans. In Breakaway-Systemen verlässt ein Partner, der eine bestimmte Stufe erreicht, die aktive Downline des Sponsors – was bedeutet, dass auf diesen Partner keine volle Provision mehr fließt. Bei Cevitalis bleibt jeder Partner in der Linie. Lediglich ab Ebene 7 greift ein kleiner Differenzbonus von 0,5 bis 1 % – aber kein vollständiger Ausschluss aus dem Plan.

Wer diese drei Punkte kombiniert betrachtet, erkennt, dass der Plan nicht als Marketingversprechen konzipiert ist, sondern als strukturelle Entscheidung zugunsten der Vertriebspartner. Das bedeutet umgekehrt auch, dass das Unternehmen selbst einen kleineren Anteil des Umsatzes behält – was eine bewusste Positionierungsentscheidung ist.

FAQ

Wie viel kann ich mit Cevitalis im ersten Monat verdienen?

Im ersten Monat hängt der Verdienst fast ausschließlich davon ab, wie viel Eigenkundenumsatz du generierst. Teamprovision entsteht erst, wenn Teampartner eigene Umsätze erzielen – das braucht etwas Anlaufzeit.

Realistisch betrachtet: Wer im ersten Monat 3 bis 5 aktive Kunden mit je 50 bis 100 Euro Umsatz aufbaut, verdient durch Handelsmarge und ersten kleinen Provisionen aus Ebene 1 zwischen 50 und 150 Euro. Wer zusätzlich erste Teampartner einschreibt, die sofort aktiv werden, kann im ersten Monat auch 200 bis 300 Euro erreichen – das ist aber von der Aktivität dieser Partner abhängig, nicht von dir allein.

Wie viel Teamumsatz brauche ich für 1.000 Euro Provision im Monat?

In meiner täglichen Arbeit mit Partnern sehe ich, dass diese Frage oft mit einer Zahl beantwortet werden will – dabei hängt die Antwort stark von der Ebenenverteilung ab. Bei einem Durchschnitt von 30 % auf die ersten drei Ebenen kombiniert brauchst du rund 3.300 Euro Teamumsatz pro Monat für 1.000 Euro Provision. Wenn der Umsatz stark auf Ebene 3 liegt (15 %), sinkt das nötige Gesamtvolumen – liegt er auf Ebene 2 (10 %), steigt es. Eine realistische Planung rechnet daher mit verschiedenen Szenarien je nach Teamtiefe.

Was ist der Unterschied zwischen Einkaufsrabatt und Provision?

Der Einkaufsrabatt von 20 % ist kein Verdienst, sondern ein Preisvorteil beim eigenen Produktkauf. Provision entsteht dagegen aus Umsätzen, die deine Teampartner generieren.

Konkret: Wenn du selbst ein Produkt für 80 Euro kaufst (statt 100 Euro), sparst du 20 Euro – das ist kein Einkommensposten, sondern eine Ersparnis. Wenn dein Teampartner in Ebene 1 dasselbe Produkt für 80 Euro kauft, bekommst du 20 % auf dessen 80 Euro = 16 Euro Teamprovision. Beide Mechanismen laufen parallel und unabhängig voneinander.

Gibt es bei Cevitalis ein Breakaway-System?

Nein. Der Cevitalis Vergütungsplan enthält kein Breakaway-Element in den ersten sieben Ebenen. Partner verbleiben dauerhaft in der Linie, und die Provision fließt auf alle aktiven Ebenen ohne Ausschluss.

Ab Ebene 8 greift ein kleiner Differenzbonus von 0,5 bis 1 % – aber selbst das ist kein klassisches Breakaway. Der Differenzbonus bei Cevitalis ist im Vergleich zu vielen anderen Systemen minimal und betrifft nur tiefe Strukturen, in denen ohnehin nur kleine Einzelbeträge entstehen. Das Grundprinzip „kein out of Payline“ gilt über alle relevanten Ebenen hinweg.

Wie hoch ist der monatliche Mindestaufwand, um im Vergütungsplan zu bleiben?

Der häufigste Irrtum, den ich zu dieser Frage korrigiere: Viele Partner denken, der Aktivstatus bedeute, dass sie selbst monatlich für 40 Euro Produkte kaufen müssen – aus eigener Tasche. Das ist aber nicht zwingend so, denn dieser Umsatz entsteht auch durch Kundenkäufe, die über deinen persönlichen Link laufen.

Der Aktivstatus beträgt 40 Euro monatlich bei Nutzung des Automatisc Lieferservice (ALS) oder 60 Euro ohne ALS. Dieser Betrag deckt sich bei wenigen aktiven Kunden von selbst. Wer regelmäßige Käufer in seinem Kundenstamm hat, erreicht den Aktivstatus oft, ohne selbst zusätzlich einzukaufen. Wichtig ist jedoch, dass der Aktivstatus tatsächlich jeden Monat erfüllt wird – entsteht er in einem Monat nicht, ruht in diesem Monat die Teamprovision.

Was passiert mit meiner Provision, wenn ein Teampartner dieselbe Stufe erreicht wie ich?

In der Momentum-Macher-Gruppe taucht genau diese Frage regelmäßig auf, und dabei zeigt sich, wie unterschiedlich Vergütungspläne in diesem Punkt aufgebaut sind. Bei Cevitalis greift kein klassischer Differenzbonus auf den ersten sieben Ebenen – das bedeutet, du verlierst keine Provision, wenn ein Partner unter dir dieselbe Aktivitätsstufe erreicht wie du selbst.

Lediglich ab Ebene 8 gibt es einen minimalen Differenzbonus von 0,5 bis 1 %, der erst dann entsteht, wenn du einen höheren Status hast als dein Downline-Partner auf dieser Ebene. In der Praxis ist das ein Randaspekt für tiefe Strukturen. Die wesentliche Vergütung auf Ebene 1 bis 6 bleibt unberührt davon, ob deine Teampartner aufsteigen oder nicht.

Muss ich Umsatzsteuer auf Provisionen zahlen?

Das hängt vom eigenen steuerlichen Status ab, nicht von Cevitalis. Als selbstständige Vertriebspartnerin oder Vertriebspartner erbringst du eine Dienstleistung gegenüber dem Unternehmen und erhältst dafür eine Provision.

In Deutschland gilt die Kleinunternehmerregelung bis zu einem Jahresumsatz von aktuell 22.000 Euro – wer darunter liegt, stellt keine Umsatzsteuerrechnung und schuldet keine Umsatzsteuer auf die Provision. Wer über dieser Grenze liegt, ist umsatzsteuerpflichtig und muss dies in der Abrechnung mit Cevitalis berücksichtigen. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Freigrenzen und Regelungen. Ein Steuerberater mit Erfahrung im Direktvertrieb kann hier am präzisesten helfen – und das ist keine Empfehlung zur Vorsicht, sondern eine praktische Zeitersparnis.

Wie lange dauert es, 500 Euro Monatsprovision zu erreichen?

Ein Muster, das ich so oder ähnlich schon viele Male begleitet habe: Wer strukturiert aufbaut – also auf Ebene 1 sowohl Kunden als auch aktive Teampartner – erreicht 500 Euro Provision typischerweise zwischen Monat 4 und 8. Wer ausschließlich Partner rekrutiert, ohne Kunden zu betreuen, kann selbst nach 12 Monaten darunter liegen, weil das Umsatzvolumen trotz vieler Partner gering bleibt.

500 Euro Monatsprovision setzen bei einem Provisionsdurchschnitt von 30 % auf die ersten drei Ebenen ein Teamumsatz von rund 1.700 Euro voraus. Das entspricht etwa 17 Partnern mit je 100 Euro Aktivvolumen über drei Ebenen verteilt – oder weniger Partnern mit höherem Umsatz pro Person. Der Weg dahin ist keine Frage der Zeit allein, sondern der Qualität der aufgebauten Struktur.

Kann ich Cevitalis als Haupteinkommen aufbauen?

Ja, das ist vom Plan her möglich – denn die Deckelung nach oben existiert nicht. Wer auf sechs Ebenen ein aktives Team mit relevanten Umsätzen aufbaut, kann theoretisch weit über 10.000 Euro monatlich erreichen.

Realistisch betrachtet gilt: Als Haupteinkommensquelle braucht das Business typischerweise 12 bis 36 Monate konsequenten Aufbaus, bevor die Struktur stabil genug ist, um ein vollständiges Gehalt zu ersetzen. In dieser Phase läuft das Business für die meisten parallel zum bestehenden Einkommen. Die monatliche Auszahlung erfolgt bei Cevitalis ohne Mindestbetrag – das bedeutet, auch kleine Provisionen aus den ersten Monaten werden vollständig ausgezahlt.

Wann werden Provisionen ausgezahlt?

Cevitalis zahlt Provisionen monatlich aus. Eine Mindestgrenze für die Auszahlung gibt es nicht – auch kleine Beträge aus dem ersten Monat kommen vollständig zur Auszahlung.

Die genauen Auszahlungstermine und -modalitäten sind im persönlichen Backoffice einsehbar, das jedem Partner nach der Registrierung zur Verfügung steht. Änderungen an Auszahlungsdetails kommuniziert das Unternehmen direkt über das Backoffice oder den eigenen Kommunikationskanal für Partner.

Was du jetzt weißt – und viele nicht

Der Cevitalis Vergütungsplan ist kein magisches System, das automatisch Einkommen erzeugt. Aber er ist einer der wenigen Pläne in der Branche, der konsequent auf Aktivpartner ausgelegt ist – ohne hohe Einstiegshürden, ohne Breakaway-Fallen und mit einer Gesamtausschüttung, die fast doppelt so hoch liegt wie der Branchendurchschnitt.

Was wirklich zählt: Du weißt jetzt, dass 63 % die Gesamtausschüttungsquote ist – kein persönliches Einkommensversprechen. Du weißt, dass Ebene 3 mit 15 % höher vergütet wird als Ebene 2. Und du weißt, dass Dynamic Compression dafür sorgt, dass inaktive Partner deine Provision nicht blockieren. Das sind drei Informationen, die die meisten Partner nie bekommen haben.

Wer die Zahlen versteht, plant anders. Und wer anders plant, baut anders. Das ist kein Zufall – das ist Struktur.

Rock it!
Dein Willi

PS: So gewann ich +800 Erstlinien bei Fitline.