Der Chogan Vergütungsplan basiert auf einem Punktesystem, bei dem 1 Punkt 1,25 Euro entspricht. Je mehr Punkte du persönlich und über dein Team generierst, desto höher steigst du in den Karrierestufen auf – und desto mehr Provision erhältst du auf jede Bestellung. Die Stufen reichen vom ersten aktiven Berater bis hin zu Diamond, und jede Stufe bringt konkret höhere Prozentsätze mit sich.
Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit Vergütungsplänen verschiedenster Network-Marketing-Firmen, und Chogan hat dabei eines der übersichtlicheren Punkt-basierten Systeme. Was mich dabei immer wieder fasziniert: Die wenigsten Partner, die ich kennenlerne, kennen die genauen Prozentzahlen ihrer eigenen Stufe. Sie wissen, dass es Karrierestufen gibt – aber welche Provision sie aktuell wirklich erhalten, bleibt oft unklar. Dabei ist das Verständnis des eigenen Vergütungsplans der erste Schritt zu jedem echten Fortschritt.
Das Fundament: Was sind Chogan Punkte?
Ein Punkt im Chogan-System entspricht 1,25 Euro. Punkte entstehen durch persönliche Einkäufe, durch Verkäufe an Endkunden sowie durch die Umsätze deines Teams. Dabei unterscheidet Chogan zwischen zwei Punktearten: den monatlich aktiven Punkten (AP), die deine laufende Qualifikation bestimmen, und den kumulierten Gesamtpunkten, die über Karrierestufen entscheiden.
Aktive Punkte vs. Gesamtpunkte
Aktive Punkte sind jene Punkte, die du innerhalb eines Kalendermonats generierst – also entweder durch eigene Bestellungen oder durch direkte Kundenverkäufe. Diese Punkte bestimmen, ob du in einem bestimmten Monat für Provisionen qualifiziert bist. Gesamtpunkte hingegen akkumulieren sich über die gesamte Laufzeit deiner Berater-Karriere und bilden die Grundlage für langfristige Karrierestufen.
Damit du überhaupt Provision auf Netzwerkumsätze erhältst, brauchst du in der Regel ab 500 eigenen aktiven Punkten pro Monat. Unterhalb dieser Schwelle verdienst du zwar die 50% Handelsspanne beim Direktverkauf, jedoch noch keine Netzwerk-Provisionen.
Die Karrierestufen im Überblick
Die folgende Tabelle zeigt die Hauptstufen des Chogan Vergütungsplans mit den zugehörigen Punkteanforderungen und Provisionssätzen. Ein Muster, das ich so ähnlich schon viele Male begleitet habe: Partner sehen die Prozentzahlen und rechnen sie direkt auf ihren Umsatz hoch – ohne zu berücksichtigen, dass diese Prozentsätze auf den Netzwerkumsatz und nicht auf den Endkundenpreis gerechnet werden.
| Karrierestufe | Benötigte Punkte (monatlich/kumulativ) | Provision auf Netzwerkumsatz | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Neuberater | 0–99 Punkte | 0 % | 50 % Rabatt auf Produkte, keine Netzwerkprovision |
| Aktiver Berater | ab 100 Punkte | 4 % | Erste Provisionsstufe aktiv |
| Junior Leader | ab 500 Punkte | 8 % | Netzwerkprovisionen greifen |
| Leader | ab 1.000 Punkte | 12 % | Erhöhte Teamprovisionen |
| Senior Leader | ab 2.500 Punkte | 16 % | Zusätzliche Leistungsprämien möglich |
| Onyx | ab 3.500 Punkte | exklusive Boni | Zugang zu Führungspositionen |
| Diamond | ab 5.000 Punkte | höchste Provisionssätze | Exklusive Reisen, Events, Partnerschaften |
Diese Zahlen bilden das Grundgerüst. Dazu kommt das Ambassador-Programm, das Chogan zusätzlich eingeführt hat und weitere Qualifikationsstufen wie Platinum Ambassador enthält.
Was die meisten beim Provisionssystem falsch rechnen
Der häufigste Irrtum, den ich zu dieser Frage korrigiere: Partner addieren die 50% Handelsspanne und die Netzwerkprovision und kommen auf bis zu 67,5% Gesamtverdienst – und denken dabei, diese Prozentsätze beziehen sich auf denselben Basiswert. Das stimmt so nicht.
Die 50% Handelsspanne entsteht beim Direktverkauf an Endkunden: Du kaufst das Produkt zum Beraterpreis und verkaufst es zum Endkundenpreis. Die Differenz beträgt rund 50% des Verkaufspreises. Das ist eine Handelsmarge, keine Provision im klassischen Sinne – denn du kaufst das Produkt tatsächlich und trägst das Inventarrisiko.
Die Netzwerkprovision hingegen – also die 4%, 8%, 12% oder 16% – rechnet sich auf den Gruppenvolumenumsatz (GV) deines Teams. Dieser Umsatz basiert auf den Einkaufspreisen, nicht auf den Endkundenpreisen. Demnach ergibt sich der tatsächliche Eurobetrag der Provision aus dem GV multipliziert mit deinem Provisionssatz.
Konkret sieht das so aus: Erzielt dein Team in einem Monat einen GV von 10.000 Punkten (entspricht 12.500 Euro Einkaufsvolumen), und du bist auf der Leader-Stufe mit 12%, dann erhältst du 1.200 Punkte als Provision – also 1.500 Euro brutto. Das ist ein solides Einkommen, aber kein Ergebnis, das man mit einfachen Hochrechnungen aus dem Bauch heraus trifft.
Für die eigene Planung gilt daher: Trenne gedanklich Handelsspanne und Netzwerkprovision. Beide sind echte Einkommensquellen, aber sie folgen unterschiedlichen Berechnungslogiken. Wer das von Anfang an versteht, plant sein Business deutlich realistischer – und erlebt weniger Überraschungen beim ersten Blick auf die Abrechnung.
Die Direktverkaufs-Handelsspanne: 50 % erklärt
Chogan bietet Beratern ab der ersten Aktivierung eine Handelsspanne von 50% auf alle Produkte. Das bedeutet: Du bestellst zum Beraterpreis (50% unter dem offiziellen Endkundenpreis) und verkaufst zum vollen Preis weiter. Diese Marge steht dir unabhängig von deiner Karrierestufe zu – sowohl Neuberater als auch Diamond erhalten diesen Vorteil.
Wie die Handelsspanne in der Praxis aussieht
Ein Chogan Parfum kostet den Endkunden beispielsweise 50 Euro. Du als Berater bezahlst dafür 25 Euro. Der Unterschied von 25 Euro bleibt als Rohertrag bei dir. Davon gehen noch eventuelle Versandkosten oder sonstige Eigenkosten ab. Es handelt sich also um eine klassische Direktvertriebs-Marge, wie sie auch andere Direktvertriebsunternehmen anbieten.
Da Chogan-Produkte – insbesondere die Parfüm-Dupes – einen erkennbaren Preisunterschied zu den Original-Düften haben, entsteht für viele Kunden ein spürbares Preis-Leistungs-Argument. Dadurch lässt sich diese Handelsspanne im Direktverkauf tatsächlich aktivieren, sofern man Zugang zu kaufbereiten Endkunden hat.
Was das Provisionssystem über die Zeit zeigt
Nach 16 Jahren in dieser Branche weiß ich, dass der Unterschied zwischen Vergütungsplänen oft weniger in den Prozentzahlen liegt als in der Produktakzeptanz am Markt. Ich habe Firmen gesehen, die höhere Provisionssätze anboten – aber mit Produkten, die kaum jemand nachkaufen wollte. Und ich habe Firmen gesehen, die mit moderaten Sätzen arbeiteten, aber mit einer Nachkaufrate, die echte passive Einkommenströme möglich machte.
Bei einem punktebasierten System wie dem von Chogan ist deshalb eine entscheidende Frage: Kaufen Kunden die Produkte regelmäßig nach, ohne dass der Berater aktiv nachfassen muss? Je höher diese organische Nachkaufrate, desto mehr Punkte entstehen im System – und desto stabiler bleibt die Qualifikation auf einer Karrierestufe, ohne dass man jeden Monat aktiv Neukunden gewinnen muss.
Ein weiterer Aspekt, den ich über viele Jahre beobachte: Vergütungspläne ändern sich. Firmen überarbeiten Provisionen, Karrierestufen und Boni – manchmal zugunsten der Partner, manchmal mit anderen Auswirkungen. Das gilt für Chogan genauso wie für jede andere Direktvertriebsfirma. Es lohnt sich daher, regelmäßig die aktuellen Planunterlagen direkt bei Chogan zu prüfen, anstatt sich auf ältere Übersichten zu verlassen.
Ein Muster, das ich immer wieder sehe: Partner auf der Leader-Stufe sind oft die aktivsten im System. Sie haben genug Momentum aufgebaut, um echte Teamprovisionen zu erhalten, aber noch nicht den Punkt erreicht, an dem das System spürbar selbstständig läuft. Deshalb ist die Entwicklung von Junior Leader zu Senior Leader oft die anspruchsvollste Phase – und gleichzeitig die Phase, in der am meisten Wachstum stattfindet.
Das Verstehen des eigenen Vergütungsplans ist keine einmalige Aufgabe. Wer regelmäßig seine Punkte, seinen Provisionssatz und seinen GV im Blick hat, trifft bessere Entscheidungen darüber, wo er seine Energie im Business einsetzt. Das ist keine Selbstverständlichkeit – aber es ist der Unterschied zwischen zufälligem Wachstum und strategischem Aufbau.
Das Ambassador-Programm: Neue Stufen bei Chogan
Chogan hat mit dem Ambassador-Programm ein zusätzliches Qualifikationssystem eingeführt, das über die klassischen Stufen hinausgeht. Innerhalb dieses Programms gibt es weitere Karrierelevels wie Platinum Ambassador, die besondere Privilegien, exklusive Geschenke und zusätzliche Vergütungskomponenten beinhalten.
Was Ambassador-Stufen von klassischen Stufen unterscheidet
Die klassischen Karrierestufen (Aktiver Berater bis Diamond) basieren primär auf dem kumulierten Punktevolumen. Das Ambassador-Programm hingegen kombiniert Umsatzziele mit Qualitätsanforderungen im Teamaufbau – also nicht nur Volumen, sondern auch Tiefe und Stabilität des Netzwerks. Konkrete offizielle Zahlen zu den genauen Schwellenwerten des Ambassador-Programms kommuniziert Chogan primär über die eigenen Unterlagen und das Back-Office der Berater.
Der Unterschied liegt auch in den Zusatzleistungen: Ambassador-Stufen bringen neben Provisionen auch Anerkennungsprogramme, besondere Produktzugänge und Event-Einladungen. Dadurch entsteht ein duales Karrieresystem – einerseits die provisionsrelevanten Grundstufen, andererseits das prestige- und bonusgetriebene Ambassador-Level.
Warum das Einkommenspotenzial oft falsch eingeschätzt wird
In meiner täglichen Arbeit mit Partnern sehe ich immer wieder, dass das theoretische Einkommenspotenzial eines Vergütungsplans und das tatsächlich realisierte Einkommen weit auseinanderliegen – und das liegt fast nie am Plan selbst.
Der Vergütungsplan von Chogan ist transparent strukturiert: Wer die Punkteschwellen kennt und wer die Berechnungslogik versteht, kann sein zu erwartendes Einkommen realistisch einschätzen. Das Problem liegt woanders: Viele Partner bauen ihr Teamvolumen auf, ohne genau zu tracken, auf welcher Stufe sie sich gerade befinden. Dadurch verpassen sie manchmal eine höhere Qualifikationsstufe, weil sie in einem Monat knapp unter der Schwelle bleiben – ohne es zu bemerken.
Ein konkretes Muster: Jemand baut sich über mehrere Monate Richtung Senior Leader auf. Im entscheidenden Monat fehlen ihm 200 Punkte zur Schwelle von 2.500. Er erhält also 12% statt 16% auf seinen GV. Bei einem GV von beispielsweise 10.000 Punkten bedeutet das 400 Punkte (500 Euro) Unterschied in einem einzigen Monat. Über ein Jahr hochgerechnet ist das eine bedeutende Zahl – und eine, die durch simples Tracking vermeidbar gewesen wäre.
Was ich daher empfehle: Richte dir eine eigene Übersicht ein, in der du monatlich deine aktiven Punkte, deinen GV und deine aktuelle Stufe einträgst. Das dauert 10 Minuten pro Monat und gibt dir Klarheit, ob du knapp an einer Qualifikationsschwelle bist – und ob es sich lohnt, noch zusätzliche Aktivität in diesem Monat zu entfalten.
Dieser Tracking-Ansatz klingt banal, aber er hat bei den Partnern, die ich damit begleite, eine spürbare Wirkung. Wer weiß, wo er steht, agiert anders als wer nur grob schätzt. Und im Vergütungsplan ist der Unterschied von einer Stufe zur nächsten oft erheblicher als man auf den ersten Blick annimmt.
Wie sich das Gesamteinkommen zusammensetzt
Das Einkommen bei Chogan besteht aus mehreren Komponenten, die parallel laufen:
- Handelsspanne Direktverkauf: 50% auf jedes direkt an Endkunden verkaufte Produkt
- Netzwerkprovision: 4–16% auf den GV des eigenen Teams, abhängig von der Karrierestufe
- Teambonus / Differenzprovision: Differenz zwischen eigenem Provisionssatz und dem Satz qualifizierter Downline-Partner
- Leistungsboni: Zusätzliche Ausschüttungen bei erreichten Volumenschwellen
- Incentives: Sachprämien, Reisen, Events bei bestimmten Qualifikationen (insbesondere ab Onyx und Diamond)
Durch dieses Schichtungssystem entsteht theoretisch ein Gesamtverdienst von bis zu 67,5% auf das bewegte Volumen – nämlich 50% Handelsspanne plus maximal 17,5% aus Netzwerkprovisionen. Diese Zahl kursiert häufig in Chogan-Präsentationen, weshalb das Verständnis der zugrundeliegenden Berechnungslogik (siehe oben) besonders wichtig ist.
Differenzprovision: Wie sie funktioniert
Die Differenzprovision ist ein zentrales Prinzip in vielen Network-Marketing-Vergütungsplänen, auch bei Chogan. Wenn du auf der Leader-Stufe bist (12%) und ein direkter Partner in deiner Linie auf der Junior-Leader-Stufe steht (8%), erhältst du die Differenz von 4% auf dessen Gruppenvolumen. Dieses Prinzip schützt das System vor unbegrenzter Ausdünnung der Provisionen nach oben – und schafft gleichzeitig einen Anreiz, Partner aktiv auf dem Weg nach oben zu begleiten.
Vom Aktiven Berater zum Leader: Wie der Aufstieg typischerweise verläuft
Ein Verlauf, den ich so oder ähnlich schon viele Male begleitet habe: Jemand startet bei Chogan, kauft das Starterkit, aktiviert sich mit den ersten 100 Punkten und freut sich über die 50% Handelsspanne. Die ersten Wochen dreht sich alles um Direktverkauf – Parfüms an Bekannte, erste Bestellungen, erste Handelsmarge. Das fühlt sich gut an, weil Ergebnisse schnell sichtbar sind.
Ab einem gewissen Punkt entsteht der Wunsch nach einem tiefergehenden Einkommensstrom, also nach Netzwerkprovisionen. Dafür sind 500 eigene aktive Punkte pro Monat notwendig – das ist die Eintrittsschwelle zur Junior-Leader-Stufe und damit zum ersten echten Netzwerkverdienst. Dieser Schritt bedeutet entweder, dass man selbst deutlich mehr Volumen produziert, oder dass man beginnt, Partner aufzubauen, deren Aktivität das eigene Volumen stützt.
Viele Partner bleiben hier stecken – nicht weil der Plan es verhindert, sondern weil dieser Übergang eine veränderte Vorgehensweise erfordert. Beim Direktverkauf ist das Modell klar: Produkt an Endkunde, Marge sofort. Beim Netzwerkaufbau hingegen entsteht das Einkommen zeitversetzt – erst wenn das Team läuft, fließen Provisionen. Wer das Geduldskapital für diese Phase mitbringt, erlebt in der Regel, wie das System ab der Leader-Stufe beginnt, aus sich heraus Momentum zu entwickeln.
Ab Senior Leader mit 16% auf den GV ändert sich die Qualität des Einkommens: Es entsteht ein wachsender Anteil an Einkommen, der weniger direkt von der eigenen Wochentätigkeit abhängt. Der GV des Teams arbeitet weiter, auch wenn man selbst in einer ruhigeren Phase ist. Dieses Stadium macht den echten wirtschaftlichen Unterschied – und es ist der Grund, warum die Stufen zwischen Junior Leader und Senior Leader die entscheidenden Karriereschritte im Vergütungsplan sind.
Was in diesem Aufstieg oft unterschätzt wird: Die Qualifikation einer Stufe muss nicht nur einmalig erreicht, sondern monatlich gehalten werden. Wer im Aufbau ist, plant daher sinnvollerweise nicht nur für den Aufstieg, sondern auch für die Stabilisierung auf der neuen Stufe – damit der höhere Provisionssatz dauerhaft greift.
Einstieg: Was kostet der Start bei Chogan?
Um als Chogan-Berater aktiv zu werden, brauchst du bei der Erstbestellung mindestens 100 Punkte – das entspricht rund 125 Euro. Chogan bietet verschiedene Starterkit-Optionen:
- Basic Kit: ca. 60 Euro – enthält weniger Proben, erfordert eine zusätzliche Bestellung von mind. 60 Punkten (ca. 75 Euro)
- Advanced Kit (empfohlen): ca. 120–130 Euro – enthält einen Duftkoffer mit über 130 Parfüm-Proben à 3 ml und erreicht die 100-Punkte-Schwelle direkt
- Zubehör und Materialien: Zugang zu Lernmodulen und digitalen Materialien, in der Regel kostenlos
Nach der Erstaktivierung gibt es keinen monatlichen Mindestumsatz. Das bedeutet: Du kannst ohne laufende Pflichtbestellung als Berater gelistet bleiben – verlierst aber Provisionansprüche, wenn du unter den monatlichen Aktivitätsschwellen bleibst.
Steuer und rechtliche Einordnung
Provisionen und Handelsspannen aus der Tätigkeit als Chogan-Berater sind Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit. In Österreich wie in Deutschland gilt daher: Diese Einkünfte unterliegen der Einkommensteuer und müssen in der Steuererklärung angegeben werden. Sobald du die Kleinunternehmergrenze überschreitest (in Österreich aktuell 35.000 Euro Jahresumsatz netto, in Deutschland 22.000 Euro), greift die Umsatzsteuer-Pflicht.
Für die Abrechnung von Provisionen stellt Chogan in der Regel monatliche Abrechnungsunterlagen bereit, die du als Einkommensnachweis nutzen kannst. Die Handelsspanne aus dem Direktverkauf gilt steuerrechtlich als Einnahme aus Gewerbebetrieb – das heißt, nicht nur die Provision, sondern der gesamte Verkaufserlös gilt als Einnahme, von dem du den Einkaufspreis als Betriebsausgabe absetzt.
Viele Partner, die ich begleite, unterschätzen anfangs den buchhalterischen Aufwand: Sie rechnen die Handelsspanne als reinen Nettogewinn, ohne zu berücksichtigen, dass der gesamte Verkaufspreis steuerlich als Einnahme gilt. Ein Steuerberater, der Erfahrung mit Direktvertrieb hat, klärt das rasch – und spart langfristig mehr, als er kostet.
Wie sich der Blick auf Vergütungspläne über die Jahre verändert
Früher war mein erster Blick auf einen Vergütungsplan immer die Frage: Wie hoch sind die Provisionssätze? Ich habe Prozentsätze verglichen, hochgerechnet und mir vorgestellt, wie das Einkommen bei bestimmten Teamvolumina aussehen würde. Das war nicht falsch – aber es war unvollständig.
Heute frage ich zuerst anders: Wie hoch ist die monatliche Nachkaufrate der Endkunden? Wie stabil bleibt das GV eines typischen Teams über 12 Monate? Denn ein Vergütungsplan mit 20% auf ein fluktuierendes GV bringt weniger als ein Plan mit 12% auf ein stabiles, wachsendes GV. Die Prozentzahl allein sagt wenig – der Kontext, also die Produktnachfrage und die Team-Retention, gibt ihr erst Bedeutung.
Bei Chogan liegt der Fokus traditionell stark auf Parfüm-Duplikaten, also qualitativ hochwertigen Duftzwillingen bekannter Marken zu deutlich geringeren Preisen. Dadurch entsteht ein natürliches Verkaufsargument: Kunden kaufen das Produkt, weil sie ein konkretes Nutzenbedürfnis haben – nicht primär wegen des Business-Modells. Das ist eine günstige Voraussetzung für stabile Nachkaufraten, die das GV des Teams langfristig trägt.
Dieser Perspektivwechsel – von der Jagd nach dem höchsten Provisionssatz hin zur Frage nach der Produktstabilität – hat meinen Blick auf Vergütungspläne grundlegend verändert. Wer sich heute einen Vergütungsplan anschaut, sollte beide Dimensionen gleichzeitig bewerten: den Plan selbst und das Fundament, auf dem er steht.
FAQ
Wie viele Punkte brauche ich, um bei Chogan Netzwerkprovision zu erhalten?
Ab 500 eigenen aktiven Punkten pro Monat (Junior-Leader-Stufe) greift der erste Netzwerkprovisionssatz von 8%. Unterhalb dieser Schwelle erhältst du zwar die 50% Handelsspanne beim Direktverkauf, aber keine Provision auf Teamumsätze.
Die 500-Punkte-Schwelle entspricht einem monatlichen Eigenvolumen von 625 Euro (Einkaufspreis). Das erreicht man entweder durch eigene Käufe für den Weiterverkauf oder durch direkte Kundenbestellungen über dein System. Wer diesen Wert monatlich konstant hält, qualifiziert sich dauerhaft auf der Junior-Leader-Stufe – und damit für echte Netzwerkprovisionen. Beachte: Je nach aktueller Planversion von Chogan können sich diese Schwellen leicht verschieben, deshalb lohnt sich ein Blick ins aktuelle Back-Office.
Was ist der Unterschied zwischen Aktiven Punkten und Gesamtpunkten?
Aktive Punkte entstehen monatlich durch Bestellungen und Verkäufe – sie bestimmen deine laufende Qualifikation für Provisionen. Gesamtpunkte akkumulieren sich über alle Monate und entscheiden über langfristige Karrierestufen wie Onyx oder Diamond.
In der Momentum-Macher-Gruppe taucht genau diese Frage regelmäßig auf, und dabei zeigt sich ein klares Muster: Viele Berater verwechseln die beiden Punktearten und glauben, ihre kumulativen Gesamtpunkte würden automatisch eine monatliche Qualifikation sichern. Das stimmt nicht. Ein Berater mit 5.000 Gesamtpunkten (Diamond-Level) kann in einem Monat ohne Aktivität unter die Qualifikationsschwelle fallen und erhält dann trotz des hohen Gesamtlevels möglicherweise geringere Provisionen. Beide Werte regelmäßig im Blick zu behalten, ist daher unverzichtbar.
Wie viel verdient man auf der Senior-Leader-Stufe?
Auf der Senior-Leader-Stufe (ab 2.500 Punkte) erhältst du 16% Netzwerkprovision auf den Gruppenvolumen-Umsatz deines Teams. Das konkrete Einkommen hängt direkt von der Teamgröße und dem monatlichen GV ab.
Ein Beispielrechnung (die tatsächlichen Zahlen variieren je nach Produktwahl und Teamaktivität): Bei einem monatlichen GV von 15.000 Punkten (entspricht 18.750 Euro Einkaufsvolumen) ergibt sich eine Provision von 2.400 Punkten – also 3.000 Euro brutto. Dazu kommt die persönliche Handelsspanne aus eigenem Direktverkauf. Auf der Senior-Leader-Stufe beginnt das Gesamteinkommen, aus mehreren stabilen Quellen zu fließen: Handelsmarge, Netzwerkprovision und Leistungsboni. Wie hoch der Bonus-Anteil ist, hängt von der jeweiligen monatlichen Chogan-Aktion und dem aktuell gültigen Plan ab.
Welche Vorteile bringt die Diamond-Stufe konkret?
Die Diamond-Stufe (ab 5.000 Punkte) bringt die höchsten Provisionssätze des Grundplans, dazu exklusive Incentives wie Luxusreisen, besondere Events und eine strategische Partnerschaft mit Chogan als Unternehmen. Konkrete Prozentzahlen für die Diamond-Stufe kommuniziert Chogan direkt über seine offiziellen Vergütungsplan-Unterlagen.
In meiner täglichen Arbeit mit Partnern sehe ich immer wieder, dass die Diamond-Stufe für die meisten Berater ein langfristiges Ziel darstellt – kein schneller Aufstieg. Der Weg dorthin erfordert ein stabiles, aktives Team mit kontinuierlichem GV und eine eigene monatliche Aktivität, die das notwendige Volumen trägt. Wer Diamond anstrebt, plant deshalb sinnvollerweise rückwärts: Welches Team-Setup produziert dauerhaft 5.000+ qualifizierte Punkte pro Monat? Das gibt die notwendige Richtung vor.
Gibt es bei Chogan einen Pflicht-Mindestumsatz pro Monat?
Nach der Erstaktivierung gibt es keinen festen monatlichen Mindestumsatz. Allerdings brauchst du monatlich aktive Punkte, um für Provisionen qualifiziert zu sein – ohne Aktivität greift kein Provisionssatz.
Das bedeutet konkret: Wer in einem Monat keine Bestellungen generiert, bleibt im System gelistet, verdient aber weder Netzwerkprovision noch profitiert er von Boni. Der Vorteil dieses Modells liegt in der Flexibilität: Es gibt kein erzwungenes Eigenkonsum-Volumen für den Verbleib im System. Gleichzeitig bedeutet es, dass nur aktive Monate echte Einkünfte aus dem Netzwerk produzieren.
Wie berechnet sich die Differenzprovision bei Chogan?
Die Differenzprovision entsteht, wenn du auf einer höheren Stufe stehst als ein direkter Partner in deiner Linie. Du erhältst die Differenz zwischen deinem eigenen Provisionssatz und dem Satz deines Partners – auf dessen Gruppenvolumen.
Beispiel: Du bist Senior Leader mit 16%, dein direkter Partner ist Leader mit 12%. Erzielt dein Partner einen GV von 5.000 Punkten (6.250 Euro), erhältst du 4% darauf – also 200 Punkte (250 Euro) als Differenzprovision. Dieses System bedeutet, dass du wirtschaftlich profitierst, wenn deine Partner wachsen und aufsteigen. Gleichzeitig verschwindet diese Differenzprovision, sobald ein Partner deine eigene Stufe erreicht – dann trägt dieser Partner komplett seine eigene Provision und du erhältst nichts mehr auf seinen Umsatz. Deshalb zahlt es sich aus, Partner auf dem Weg nach oben aktiv zu begleiten, bevor sie die eigene Stufe erreichen.
Kann ich bei Chogan als Nebenberuf starten?
Ja. Chogan lässt sich ohne Mindestvolumen und ohne zeitliche Pflichten als Nebenberuf betreiben. Du entscheidest selbst, wie viel Aktivität du in einem Monat einbringst – der Plan skaliert mit deinem Einsatz.
Beim Nebenbetrieb gelten steuerlich dieselben Grundregeln wie beim Hauptberuf: Alle Einnahmen aus Handelsspanne und Provision sind zu versteuern. In Österreich und Deutschland gilt für Direktvertrieb eine gewerbliche Einordnung, sobald die Tätigkeit regelmäßig und mit Gewinnabsicht ausgeübt wird. Wer Chogan ernsthaft als Nebeneinkommensquelle betreibt, meldet daher sinnvollerweise ein Gewerbe an – oder klärt das vorab mit dem Steuerberater.
Was ist der Punktewert bei Chogan in Euro?
1 Chogan-Punkt entspricht 1,25 Euro. Das gilt sowohl für die Aktivierungsschwelle als auch für die Berechnung von Provisionen und Boni.
Dieser feste Umrechnungskurs ist ein Orientierungspunkt, der die Berechnung von Vergütungen und Qualifikationsschwellen transparent macht. Wenn du weißt, dass ein GV von 1.000 Punkten 1.250 Euro Einkaufsvolumen entspricht, kannst du jeden Provisionssatz direkt in Euro ausdrücken. Bei 12% auf 1.000 Punkte erhältst du also 120 Punkte = 150 Euro. Das macht die Planung eigener Einkommensziele deutlich greifbarer als abstrakte Prozentangaben.
Wie unterscheidet sich das Ambassador-Programm von den klassischen Stufen?
Das Ambassador-Programm ist ein ergänzendes Karrieresystem bei Chogan, das zusätzlich zu den klassischen Punktestufen (Aktiver Berater bis Diamond) existiert. Ambassador-Stufen wie Platinum Ambassador kombinieren Volumenanforderungen mit Qualitätsanforderungen im Teamaufbau.
Während klassische Stufen primär über kumulierte Punktzahlen qualifizieren, geht das Ambassador-System einen Schritt weiter: Es berücksichtigt auch die Tiefe und Stabilität des Netzwerks. Dadurch entsteht ein duales Karrieresystem – der Volumenaufstieg über Punkte einerseits, der anerkennungsbasierte Ambassador-Status andererseits. Welche konkreten Voraussetzungen für welche Ambassador-Stufe gelten, kommuniziert Chogan offiziell in den aktuellen Marketingplan-Unterlagen, die über den zuständigen Sponsor oder das Chogan-Back-Office zugänglich sind.
Was passiert mit meiner Karrierestufe, wenn ich einen Monat wenig aktiv bin?
Deine kumulierten Gesamtpunkte bleiben erhalten – die Karrierestufe, die auf kumulativen Werten basiert, bleibt also bestehen. Was sich ändert, sind deine monatlich aktiven Punkte: Liegst du unter den Qualifikationsschwellen, sinken die Provisionssätze in diesem Monat entsprechend.
Das ist ein wichtiger Unterschied zu Systemen, bei denen ein inaktiver Monat einen dauerhaften Rangrückfall auslöst. Bei Chogan arbeitet das kumulative System als Sicherheitsnetz: Du verlierst nicht deinen erarbeiteten Status, wenn ein Monat schwächer läuft. Allerdings verdienst du in diesem Monat proportional weniger aus dem Netzwerk. Praktisch bedeutet das: Wer längere Pausen plant, verliert keine Karrierestufe, muss aber die aktive Qualifikation im nächsten Monat wieder aufbauen, um erneut den vollen Provisionssatz zu erhalten.
Zahlen verstehen – Stufen nutzen
Der Chogan Vergütungsplan ist strukturierter als er auf den ersten Blick wirkt. Wer das Punktesystem, die Karrierestufen und die Berechnungslogik kennt, hat alles, was er für realistische Planung braucht – und braucht keine Schätzungen.
Das Einzige, was ich nach all den Jahren wirklich glaube: Ein gut verstandener Vergütungsplan ist kein Vorteil – er ist die Grundlage. Wer ihn kennt, plant besser. Wer ihn wirklich durchdringt, handelt anders. Und der Unterschied zwischen „ich habe das mal grob gelesen“ und „ich weiß genau, was mein nächster Schritt bringt“ zeigt sich früher oder später in jedem Konto.
Rock it!
Dein Willi