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Der OVB Karriereplan / Provisionsplan: Verdienst in welchen Stufen?

Der OVB Karriereplan funktioniert nach dem Prinzip des Differenzprovisions-Stufenplans: Je höher deine Karrierestufe, desto höher dein Provisionssatz – und desto mehr verdienst du an der Differenz zu den Stufen unter dir. Die exakten Prozentsätze pro Stufe veröffentlicht OVB nicht öffentlich, aber das Grundprinzip lässt sich klar erklären.

Ich kenne das Konstrukt des OVB Karriereplans aus jahrelanger Beobachtung – nicht als aktiver OVB-Partner, sondern als Trainer und Analyst im Strukturvertriebsumfeld. Ich habe in meiner Arbeit mit Hunderten von Vertriebspartnern immer wieder gesehen, dass genau dieser Punkt die meiste Verwirrung stiftet: Was bekomme ich wann – und wofür? Wer den Plan versteht, trifft klarere Entscheidungen. Wer ihn nicht versteht, rätselt jahrelang, warum der Verdienst nicht stimmt.

Was ist der OVB Karriereplan überhaupt?

Der OVB Karriereplan ist das Aufstiegssystem für selbstständige Finanzberater innerhalb der OVB Vermögensberatung. Jeder Partner startet auf einer Einstiegsstufe und kann sich – durch eigene Leistung, Ausbildung und Umsatz – Stufe für Stufe nach oben arbeiten. Das Besondere dabei: Nicht ein Vorgesetzter entscheidet über den Aufstieg, sondern ausschließlich die eigene Leistung.

OVB bezeichnet sich selbst als Strukturvertrieb, was bedeutet: Der Karriereplan regelt nicht nur deinen persönlichen Provisionssatz, sondern auch, wie viel du an den Umsätzen deiner selbst aufgebauten Struktur verdienst. Daher hat der Karriereplan bei OVB eine doppelte Funktion – Vergütung des Eigenumsatzes und Beteiligung am Teamumsatz.

Wie viele Stufen gibt es?

OVB gibt auf seiner österreichischen und deutschen Karriereseite an, dass jeder Finanzberater „einen qualifizierten und mehrstufigen Karriereplan“ durchläuft, nennt aber keine konkreten Stufenbezeichnungen öffentlich. Aus der Branchenstruktur und verfügbaren Informationen lassen sich folgende typische Ebenen ableiten, die bei OVB – analog zu vergleichbaren Strukturvertrieben – Anwendung finden:

KarrierestufeTypische BezeichnungFokus
EinstiegTrainee / JuniorberaterEigenumsatz, Ausbildung
Stufe 2FinanzberaterEigenumsatz + erste Teamstruktur
Stufe 3Teamleiter / GruppenleiterTeamaufbau, höhere Differenzprovision
Stufe 4BezirksdirektorFührung mehrerer Gruppen
Stufe 5Landesdirektor / DirektorGroße Strukturen, höchste Differenzsätze

Hinweis: Die genauen Stufenbezeichnungen variieren und sind intern geregelt. Die Tabelle zeigt das typische Muster in vergleichbaren Strukturvertrieben.

Diese Tabelle wirkt auf den ersten Blick simpel – und genau da liegt der Haken. Viele Partner, die ich in meiner Arbeit begleitet habe, schauen nur auf die Stufenbezeichnung, nicht auf die konkreten Qualifikationsanforderungen dahinter. Das macht einen enormen Unterschied.

Was steckt hinter dem Differenzprovisionsmodell?

Der häufigste Irrtum, den ich zu diesem Thema immer wieder korrigiere: Viele glauben, beim Aufstieg in eine höhere Stufe bekämen sie einfach mehr Provision für denselben Abschluss. Das stimmt zwar – aber nur für den Eigenumsatz. Die eigentliche Mechanik dahinter ist die Differenzprovision.

Das Prinzip funktioniert so: Jede Stufe hat einen definierten Gesamtprovisionssatz. Wenn du in Stufe 3 bist und dein Partner noch in Stufe 1, kassierst du die Differenz zwischen deinem Satz und seinem Satz – auf seinen Umsatz. Das klingt nach Kleinigkeit, doch sobald du eine große Struktur hast, summiert sich diese Differenz auf beachtliche Beträge.

Das versteht man erst wirklich, wenn man die Mechanik am konkreten Rechenbeispiel durchläuft. Und nicht selten erlebe ich, dass Partner jahrelang auf einer Stufe stagnieren – weil sie nicht verstehen, dass der nächste Aufstieg nicht durch mehr Umsatz allein, sondern durch eine Kombination aus Umsatz, Ausbildung und Teamstruktur entsteht.

Genau deshalb wirkt das System anfangs undurchsichtig, obwohl es eigentlich logisch aufgebaut ist. Wer das Modell einmal wirklich durchdenkt, erkennt: Die größten Einkommenssprünge entstehen nicht durch mehr Eigenumsatz, sondern durch den Aufbau einer aktiven Teamstruktur – und durch den Aufstieg in eine höhere Differenzstufe.

Wie die Differenzprovision konkret funktioniert

Als Beispielrechnung – die tatsächlichen Zahlen bei OVB variieren je nach Produktkategorie und aktuellem Karriereplan:

Ein Muster, das ich so oder ähnlich schon viele Male in Strukturvertrieben gesehen habe: Stell dir vor, der Gesamtprovisionssatz liegt bei 100 % des Provisionsvolumens. Die Stufen verteilen sich dann so:

StufeAnteil am ProvisionsvolumenDifferenz zur nächst-niedrigeren Stufe
Stufe 1 (Einsteiger)60 %
Stufe 265 %5 % Differenz zu Stufe 1
Stufe 370 %5 % Differenz zu Stufe 2
Stufe 475 %5 % Differenz zu Stufe 3
Stufe 5 (Direktor)80 %5 % Differenz zu Stufe 4

Dies ist eine Beispielrechnung zur Illustration der Differenzprovisionsmechanik. Die tatsächlichen OVB-Sätze sind vertraglich geregelt und nicht öffentlich.

Wie steigt man bei OVB auf?

In meiner täglichen Arbeit mit Vertriebspartnern aus verschiedensten Strukturvertrieben sehe ich immer wieder, dass der Aufstieg im Karriereplan an drei klaren Faktoren hängt – und wer einen davon ignoriert, bleibt stehen.

Das erste Kriterium ist der Eigenumsatz. OVB verknüpft jede Karrierestufe mit bestimmten Mindestproduktionsanforderungen. Das bedeutet: Du musst persönlich ein definiertes Volumen an Vertragsabschlüssen erbringen – gemessen in Einheiten oder Bewertungssummen, je nach Produktkategorie.

Das zweite Kriterium ist die fachliche Weiterbildung. OVB macht den Aufstieg von Aus- und Weiterbildungen abhängig. Wer die Seminare, Prüfungen und Zertifizierungen für die nächste Stufe nicht absolviert, kommt nicht weiter – unabhängig vom Umsatz. Das unterscheidet OVB von rein umsatzgetriebenen MLM-Plänen.

Das dritte Kriterium – ab einer bestimmten Stufe – ist der Gruppenaufbau. Führungsstufen wie Teamleiter oder Direktor erfordern eine aktive Eigenstruktur mit Partnern, die selbst produzieren. Nur dann fließen Differenzprovisionen auf das Team.

Diese drei Faktoren greifen ineinander. Wer nur einen davon optimiert, kommt irgendwann an eine Decke. Das ist kein Zufall, sondern Systemdesign.

Wie schnell ist ein Aufstieg möglich?

Das hängt direkt davon ab, wie aktiv du sowohl im Eigenumsatz als auch im Teamaufbau bist. OVB setzt keine fixen Zeitvorgaben, sondern orientiert sich ausschließlich an der Leistung – also an den erreichten Umsatzschwellen und abgeschlossenen Ausbildungsmodulen. Wer beides parallel aufbaut, kann innerhalb von wenigen Jahren mehrere Stufen durchlaufen. Wer sich auf eine Dimension konzentriert, braucht entsprechend länger.

Was verdient man auf den einzelnen Stufen?

Konkrete OVB-interne Provisionssätze sind nicht öffentlich zugänglich, da sie vertraglich geregelt und nicht veröffentlicht werden. Verfügbare Marktdaten aus Vergleichsportalen geben jedoch Orientierungswerte für Verdienstspannen:

Position/StufeDurchschnittlicher Jahresverdienst (Marktdaten)
Finanzberater (Einsteiger)ca. 30.000 – 50.000 €
Finanzberater (erfahren)ca. 50.000 – 80.000 €
Bezirksdirektor / Gruppenleiterca. 80.000 – 120.000 €
Direktor / Landesdirektorca. 120.000 € und darüber

Quelle: Marktdaten aus Gehaltsvergleichsportalen. Tatsächliche Verdienste hängen stark vom persönlichen Umsatz, der Teamgröße und der Produktpalette ab.

Diese Zahlen zeigen die Richtung – aber ich sage das ganz offen: Wer glaubt, dass eine Stufenbezeichnung automatisch für ein bestimmtes Einkommen steht, liegt falsch. Das Einkommen hängt primär vom tatsächlichen Umsatz ab, nicht vom Titel.

Eigenumsatz vs. Teameinkommen

Nach 16 Jahren in dieser Branche sehe ich mit großer Klarheit, wo der echte Hebel im Karriereplan liegt – und es ist nicht dort, wo die meisten Einsteiger suchen.

Die meisten, die neu in ein Stufensystem wie bei OVB einsteigen, konzentrieren sich fast ausschließlich auf den Eigenumsatz. Verständlich, denn das ist der direkteste Weg zu einer ersten Provision. Dabei übersehen sie, dass das Differenzprovisionssystem erst dann wirklich interessant wird, wenn das Team aktiv ist. Denn dann verdienst du auf Umsatz, den du selbst gar nicht erzeugt hast.

Das Verhältnis dreht sich typischerweise irgendwann um. Wer auf Stufe 3 oder 4 angekommen ist und eine aktive Struktur unter sich hat, erzielt in vielen Fällen mehr Einkommen aus den Differenzprovisionen als aus dem persönlichen Abschluss. Das ist der Mechanismus, der den Karriereplan so attraktiv macht – sofern man ihn konsequent aufbaut.

Das klingt einfach, ist es aber nicht. Denn dazu braucht es aktive Partner, nicht nur registrierte. Und genau das ist der Unterschied zwischen einem Karriereplan auf dem Papier und einem Karriereplan, der tatsächlich ein wachsendes Einkommen erzeugt.

Differenzprovision: ein konkretes Zahlenbeispiel

Als Muster aus der Praxis – die tatsächlichen OVB-Sätze variieren produktabhängig: Angenommen, ein Abschluss generiert 1.000 Euro Gesamtprovision. Du stehst auf Stufe 4 mit 75 % Provisionsanspruch. Dein Partner auf Stufe 1 hat 60 %. Du erhältst dann die Differenz von 15 % auf seinen Umsatz – also 150 Euro zusätzlich zu deinem eigenen Abschlussprovisionssatz. Hast du fünf solcher aktiven Partner, multipliziert sich das entsprechend.

Welche Rolle spielt die Ausbildung?

Bei OVB ist die Ausbildung direkt mit dem Karriereplan verknüpft – und das ist ein struktureller Unterschied zu manchen anderen Strukturvertrieben. Wer die nächste Stufe anstrebt, absolviert parallel theoretische Lernmodule, interne Seminare und oft auch externe Prüfungen im Rahmen der gewerberechtlichen Anforderungen (z. B. §34d oder §34f GewO in Deutschland).

Das bedeutet: Der Aufstieg bleibt nicht dem Zufall überlassen. Wer das Wissen nicht hat, steigt nicht auf – unabhängig vom Umsatz. Das sorgt dafür, dass höhere Stufen auch fachlich qualifizierte Berater bedeuten, nicht nur umsatzstarke.

Wann greifen Differenzprovisionen nicht mehr?

Ein Muster, das ich so oder ähnlich schon viele Male begleitet habe: Ein Partner baut eine Struktur auf, arbeitet hart, rekrutiert aktiv – und wundert sich dann, warum seine Differenzprovision plötzlich sinkt, sobald ein Teammitglied dieselbe Karrierestufe erreicht wie er selbst.

Das ist kein Fehler im System, sondern Systemlogik. Sobald ein Teampartner dieselbe oder eine höhere Karrierestufe erreicht, entfällt die Differenz auf seinen persönlichen Umsatz. Du verdienst dann nicht mehr an ihm direkt – außer du hast Zugang zu übergeordneten Führungsprovisionen auf einer noch höheren Stufe.

Das überrascht viele, die den Plan nie wirklich durchgerechnet haben. Die Konsequenz daraus ist klar: Wer langfristig Differenzprovisionen halten will, muss kontinuierlich neue Partner rekrutieren und auch selbst weiter aufsteigen. Ein statisches Teamgefüge ohne eigenen Karrierefortschritt führt dazu, dass der Provisionsanspruch auf Teamumsatz schrittweise sinkt.

Ich sehe diesen Verlauf regelmäßig. Deshalb sage ich klar: Der Karriereplan bei OVB – wie in jedem Stufensystem – belohnt Bewegung, nicht Stillstand.

Steuerliches und rechtliches Grundverständnis

OVB-Berater sind selbstständige Handelsvertreter. Das bedeutet: Die Provision fließt als Einkommen aus Gewerbebetrieb (in Deutschland) oder als Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit (in Österreich). Einkommensteuer und Sozialversicherungsbeiträge trägt der Berater selbst, da kein Dienstverhältnis besteht.

In Deutschland gilt für Finanzberater, die Versicherungsprodukte oder Anlageprodukte vermitteln, außerdem die Erlaubnispflicht nach §34d bzw. §34f GewO. Das bedeutet: Wer auf den höheren Karrierestufen tätig ist und entsprechende Produkte vermittelt, benötigt die jeweiligen Erlaubnisse – und diese hängen wieder mit den Ausbildungsanforderungen im Karriereplan zusammen. In der Praxis erlebe ich häufig, dass neue Partner den steuerlichen Aspekt erst dann ernst nehmen, wenn die erste größere Provision auf dem Konto landet – das kostet dann doppelt, weil die Rücklage fehlt.

So berechnet sich die Provision praktisch

Grundlage der OVB-Vergütung ist die Bewertungssumme – also ein berechneter Wert je vermitteltem Vertrag, der produktabhängig unterschiedlich ausfällt. Lebensversicherungen, Krankenversicherungen, Investmentprodukte und Bausparverträge haben jeweils eigene Bewertungsfaktoren.

Der Ablauf einer Provisionsberechnung bei einem Stufenplan wie dem von OVB sieht typischerweise so aus:

  1. Abschluss eines Vertrags → Bewertungssumme wird berechnet
  2. Auf diese Bewertungssumme wird der Provisionssatz der aktuellen Karrierestufe angewendet
  3. Übergeordnete Karrierestufen erhalten die Differenz zwischen ihrem Satz und dem des Abschlussvermittlers
  4. Stornoreserven oder Rückforderungsklauseln greifen, wenn ein Vertrag vorzeitig endet
  5. Bestandsprovisionen fließen auf langfristig laufende Verträge – als Folgeentlohnung

Was sich über die Jahre verändert hat

Früher habe ich Stufenpläne wie den OVB-Plan vor allem durch die Brille der Verkaufszahlen betrachtet: Wer viel abschließt, steigt auf. Wer aufsteigt, verdient mehr. Punkt.

Heute sehe ich das deutlich nuancierter. Der Karriereplan ist nicht nur ein Vergütungssystem, sondern auch ein Bindungssystem. Wer tief im Plan verwurzelt ist – mit einer großen Struktur, aufgebautem Bestand und internen Karrierestufen – hat faktisch einen hohen Wechselaufwand. Das ist keine Wertung, sondern eine Beobachtung.

Die Frage, die ich mir mittlerweile bei jedem Stufenplan stelle: Wie viel des Einkommens hängt von der persönlichen Aktivität ab – und wie viel kommt passiv aus dem aufgebauten Team und Bestand? Diese Verteilung verändert sich mit jeder Karrierestufe. Auf den unteren Stufen dominiert der Eigenumsatz. Auf den oberen Stufen verschiebt sich das Verhältnis deutlich.

Wer das versteht, plant anders. Wer es nicht versteht, optimiert jahrelang das Falsche.

Was passiert bei Stornos?

Stornos – also vorzeitig gekündigte Verträge – sind in jedem Strukturvertrieb ein relevanter Faktor. Bei OVB gilt, wie in der gesamten Finanzvertriebsbranche üblich, dass bereits ausgezahlte Provisionen bei Vertragsauflösung innerhalb definierter Zeiträume anteilig zurückgefordert werden können. Diese Rückforderung trifft sowohl den abschließenden Berater als auch die übergeordneten Stufen, die Differenzprovisionen erhalten haben.

Daher empfiehlt es sich, ein internes Tracking der Stornorisiken zu führen – insbesondere bei großem Teamvolumen. Je höher das Stufeninkommen aus Differenzprovisionen, desto stärker wirken sich hohe Stornoquoten auf das Gesamteinkommen aus.

FAQ

Wie viele Karrierestufen hat OVB?

OVB kommuniziert einen mehrstufigen Karriereplan, nennt jedoch keine öffentliche Stufenanzahl. In vergleichbaren Strukturvertrieben liegen die Stufen typischerweise zwischen 4 und 7, inklusive Führungsebenen wie Bezirks- oder Landesdirektor.

Die Stufenanzahl allein sagt wenig darüber aus, wie schnell man aufsteigen kann. Entscheidend sind die Qualifikationsanforderungen pro Stufe – also die Kombination aus Umsatzschwellen und Ausbildungsmodulen. In der Praxis sind diese Anforderungen vertraglich geregelt und werden intern kommuniziert, nicht öffentlich veröffentlicht.

Was verdient man als OVB Einsteiger im ersten Jahr?

Im ersten Jahr hängt der Verdienst fast ausschließlich vom Eigenumsatz ab, da eine Teamstruktur zu diesem Zeitpunkt noch nicht aufgebaut ist. Realistische Orientierungswerte liegen zwischen 20.000 und 40.000 Euro im ersten Jahr – stark abhängig von der persönlichen Aktivität und der Anzahl der vermittelten Verträge.

Differenzprovisionen spielen in der Anfangsphase eine untergeordnete Rolle, da ein aktives Team erst aufgebaut werden muss. Nach meiner Beobachtung über viele Jahre hinweg braucht es in Strukturvertrieben typischerweise zwei bis drei Jahre, bis das Teameinkommen einen spürbaren Anteil am Gesamtverdienst ausmacht. Die erste Phase ist daher fast immer geprägt von hohem Eigeneinsatz und entsprechend direktem Provisions-Feedback.

Wie funktioniert die Differenzprovision bei OVB?

Du erhältst die Differenz zwischen deinem Provisionssatz auf deiner Karrierestufe und dem Satz deines Teampartners auf dessen niedrigerer Stufe – berechnet auf seinen Umsatz. Diese Differenz ist dein zusätzliches Einkommen, ohne dass du den Abschluss selbst gemacht hast.

Sobald ein Teampartner dieselbe Karrierestufe erreicht wie du, fällt die Differenz auf seinen persönlichen Umsatz weg. Das ist systemimmanent und kein Fehler, sondern das Grundprinzip jedes Breakaway-Plans. In der Community der Momentum Macher taucht genau diese Frage regelmäßig auf – und dabei zeigt sich, dass viele Partner das erst dann verstehen, wenn es sie zum ersten Mal trifft. Deshalb lohnt es sich, das Modell bereits vor dem ersten Stufenaufstieg eines Teampartners durchzudenken.

Wie schnell kann man bei OVB aufsteigen?

Ein Aufstieg hängt von drei Faktoren ab: Eigenumsatz, Teamstruktur und Ausbildungsabschlüssen. Wer alle drei parallel aufbaut, kann innerhalb von ein bis drei Jahren mehrere Stufen durchlaufen. Es gibt keine fixen Zeitvorgaben.

OVB betont ausdrücklich, dass der Aufstieg leistungsabhängig und nicht hierarchisch gesteuert ist – also nicht durch Vorgesetzte entschieden wird. Das klingt verheißungsvoll, bedeutet aber auch: Wer stagniert, hat keine externe Ausrede. Das System gibt dir Kontrolle über das Tempo.

Verdient man bei OVB an jedem Teamabschluss mit?

Nein, nicht an jedem. Du verdienst als übergeordnete Stufe nur dann Differenzprovision, wenn dein Teampartner auf einer niedrigeren Karrierestufe steht als du. Ist er auf gleicher oder höherer Stufe, entfällt die Differenz.

Außerdem gibt es in Strukturvertrieben häufig Regelungen, dass Differenzprovisionen nur auf direkt gesponserte Generationen oder auf Generationen bis zu einer bestimmten Tiefe gezahlt werden. Welche Tiefenregelung bei OVB konkret gilt, ist vertraglich festgelegt und sollte im individuellen Beratervertrag nachgelesen werden.

Wie berechnet sich die Bewertungssumme bei einem Abschluss?

Die Bewertungssumme ist ein produktspezifischer Rechenwert, der nicht identisch mit der Vertragsprämie oder dem Anlagebetrag ist. Bei einer Lebensversicherung beispielsweise fließen Laufzeit, Eintrittsalter und monatlicher Beitrag in die Berechnung ein.

Jedes Produkt hat dabei eigene Bewertungsfaktoren, die OVB intern definiert. Der konkrete Provisionsbetrag ergibt sich dann aus Bewertungssumme multipliziert mit dem jeweiligen Provisionssatz der Karrierestufe. Da diese Faktoren produktabhängig stark variieren, unterscheidet sich der Verdienst je Abschluss erheblich – selbst bei ähnlichen Beitragsvolumina.

Kann man bei OVB auch passives Einkommen aufbauen?

Ja. Das Differenzprovisionssystem ermöglicht genau das: Sobald eine aktive Teamstruktur existiert, erzielst du Einnahmen aus Abschlüssen, die deine Teampartner machen – ohne selbst dabei zu sein.

Hinzu kommen Bestandsprovisionen auf laufende Verträge im Portfolio, die als Folgevergütung fließen. Der Anteil des passiven Einkommens steigt mit jeder erreichten Führungsstufe, da sowohl die Tiefe der Differenzprovision als auch das Bestandsvolumen wachsen. In der Praxis erlebe ich, dass Partner diese Dimension des Systems erst dann wirklich schätzen, wenn sie selbst auf einer Führungsstufe angekommen sind und sehen, wie das Monatseinkommen auch ohne eigene Aktivität weiterläuft.

Muss ich als OVB Berater Umsatzsteuer abführen?

Das hängt vom Umsatz ab. In Deutschland gilt die Kleinunternehmerregelung bis zu einem Jahresumsatz von 22.000 Euro (ab 2024: 25.000 Euro), in Österreich bis 35.000 Euro Nettoumsatz. Wer diese Grenzen überschreitet, wechselt in die Regelbesteuerung und muss Umsatzsteuer ausweisen und abführen.

Da Versicherungsvermittlung in Deutschland nach §4 Nr. 11 UStG umsatzsteuerfrei ist, kommt es auf die Produktzusammensetzung an – wer ausschließlich Versicherungen vermittelt, bleibt möglicherweise umsatzsteuerbefreit. Anlage- und Finanzprodukte unterliegen dagegen anderen Regelungen. Der häufigste Irrtum, den ich hier korrigiere: Viele Einsteiger gehen davon aus, dass „selbstständig“ automatisch „umsatzsteuerpflichtig“ bedeutet – und sind dann überrascht, wenn genau das für ihre Produktpalette nicht gilt.

Wie unterscheidet sich der OVB Plan von anderen Strukturvertrieben?

Der strukturelle Aufbau ähnelt dem der DVAG, Swiss Life Select oder anderen klassischen Strukturvertrieben – alle arbeiten mit Stufenplänen und Differenzprovisionen. Der spezifische Unterschied liegt in den Produktportfolios, den Provisionssätzen pro Stufe und den Qualifikationsanforderungen.

OVB ist in mehreren europäischen Märkten aktiv, was bedeutet: Wer in Ländern wie Österreich, Deutschland oder Polen tätig ist, arbeitet unter jeweils länderspezifischen Karriereplänen. Die Grundmechanik ist dieselbe, die konkreten Sätze und Anforderungen variieren jedoch je nach Markt.

Gibt es Rückzahlungspflichten wenn man OVB verlässt?

Ja, das ist ein Punkt, der in Strukturvertrieben generell besteht. Wenn ein Berater das Unternehmen verlässt und innerhalb der Stornohaftungszeit Verträge aus dem eigenen Portfolio storniert werden, entstehen Rückforderungsansprüche auf bereits ausgezahlte Provisionen. Diese sind im Handelsvertretervertrag geregelt.

Darüber hinaus gibt es in manchen Strukturvertrieben Regelungen zu Ausbildungskosten oder Materialgebühren, die bei frühem Ausscheiden zurückgefordert werden können. Der konkrete Vertrag regelt alles – deshalb lohnt es sich, diesen vor dem Einstieg sorgfältig zu lesen und im Zweifel rechtlich prüfen zu lassen.

Den Plan wirklich verstanden

Wer den OVB Karriereplan nach diesem Artikel noch für ein einfaches Provisionssystem hält, hat einen entscheidenden Aspekt übersehen: Es sind eigentlich zwei Systeme in einem. Ein Vergütungssystem für deinen persönlichen Abschluss – und ein Einkommenssystem für das, was dein Team aufbaut. Wer nur eines davon aktiviert, schöpft höchstens die Hälfte des Potenzials aus.

Die wirkliche Frage ist nicht, wie viel Prozent du auf welcher Stufe bekommst. Die eigentliche Frage ist: Auf welchem Level bist du, wenn dein Team beginnt, aktiv zu produzieren? Denn genau dann zeigt der Plan, was er wirklich kann.

Rock it!
Dein Willi

PS: So gewann ich +800 Erstlinien bei Fitline.