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Der Prowin Stufenplan / Vergütungsplan: Wieviel Provision pro Stufe? Der wahre Verdienst

Der Prowin Stufenplan reicht von 20 % auf Beraterstufe bis zu 58 % auf Direktionsniveau. Dazu kommt eine Differenzprovision von bis zu 38 % auf alle Teamumsätze bis in die unendliche Tiefe der Struktur. Was das konkret in Euro bedeutet – aufgeschlüsselt nach jeder Stufe, mit echten Zahlenbeispielen – zeigt dir dieser Artikel.

Ich begleite seit vielen Jahren Vertriebspartner aus verschiedenen Direktvertriebsfirmen, darunter viele aus dem Prowin-Bereich. Und das, was mich dabei immer wieder trifft: Die meisten kennen den Stufenplan irgendwie, aber kaum jemand rechnet ihn wirklich durch. Nicht einmal ansatzweise. Man kennt die Prozentzahl auf der eigenen Stufe – und denkt, das wäre das Verdienst. Das ist es nicht. Der wahre Verdienst entsteht aus zwei Einkommensquellen gleichzeitig, und die meisten Partner rechnen nur eine davon.

Wie der Stufenplan grundsätzlich funktioniert

Prowin verwendet einen klassischen Stufenplan im Direktvertrieb. Das Prinzip ist simpel, aber in seinen Konsequenzen mächtiger, als es auf den ersten Blick aussieht.

Jede Stufe definiert, wie viel Prozent Provision du auf deinen eigenen Umsatz erhältst. Gleichzeitig entsteht durch den Unterschied zwischen deiner Stufe und der Stufe deiner Teammitglieder eine Differenzprovision – und die gilt bis in die unendliche Tiefe der Struktur.

Das heißt konkret: Du profitierst nicht nur von dem, was du selbst verkaufst. Sobald du Partner gesponsert hast, verdienst du auf deren Umsatz zusätzlich – und das nicht nur auf die erste Linie, sondern auf alle Linien unterhalb von dir, solange dort niemand auf deiner Stufe oder höher ist.

Die Stufen im Überblick

Prowin unterscheidet zwei Planebenen: den Basis-Stufenplan für Berater und Teamleitungen sowie den erweiterten Stufenplan für Führungskräfte ab Direktionsniveau.

Der maximale Provisionssatz im Basis-Stufenplan beträgt 43 %. Ab der Stufe Vertriebsleitung gilt ergänzend der erweiterte Plan mit Provisionen bis zu 58 %.

Die folgende Tabelle zeigt die Stufen und ihre ungefähren Provisionsanteile. Die genauen Schwellenwerte findest du immer aktuell auf prowin.net oder in deinen offiziellen Partnerunterlagen – denn Stufenpläne können angepasst werden.

Ich erinnere mich noch daran, wie ich diesen Plan zum ersten Mal gesehen habe. Mein erster Gedanke war: „Das klingt nach viel Theorie.“ Erst als ich anfing, konkrete Zahlen einzusetzen, wurde aus Theorie echte Motivation.

StufeProvision auf Eigenumsatz (ca.)Monatlicher Gruppenvolumen-Richtwert
Berater20–30 %Einstieg, kein Mindestumsatz
Teamleitung 1~33–35 %ab ~4.500 €
Teamleitung 2~40 %ab ~8.000–10.000 €
Teamleitung 3~43–45 %ab ~16.000 €
Vertriebsleitung / Direktionab 50 %ab ~21.000 €
Höhere Directionsstufenbis 58 %ab ~80.000 € (Schweizer Stufenplan: bis 400.000 SFr.)

Alle Werte sind Richtwerte auf Basis veröffentlichter Prowin-Unterlagen. Die tatsächlichen Schwellenwerte und Prozentsätze entnimm bitte dem aktuell gültigen Prowin Vergütungsplan.

Was die Differenzprovision wirklich bedeutet

Der häufigste Irrtum, den ich in meiner Arbeit mit Partnern korrigiere: Viele denken, Differenzprovision bedeutet, dass man etwas von dem wegnimmt, was der gesponserte Partner verdient. Das stimmt nicht. Es ist ein vollkommen getrennter Provisionsanspruch.

Prowin zahlt auf jeden Umsatz im System einmal an den verkaufenden Partner – und zusätzlich zahlt Prowin die Differenz zwischen dessen Stufe und deiner Stufe an dich. Zwei separate Auszahlungen aus einem Umsatz.

Konkret: Du bist auf 44 %, ein Partner unter dir ist auf 32 %. Prowin zahlt diesem Partner seine 32 % auf seinen Umsatz. Und dir zusätzlich die 12 % Differenz. Keiner nimmt dem anderen etwas weg.

Das verändert die gesamte Logik des Stufenplans. Weil es bedeutet: Dein Verdienst und der Verdienst deines Teams schließen sich gegenseitig nicht aus. Je besser dein Team verkauft, desto mehr verdienen alle – und du obendrauf.

Dieser Mechanismus gilt dabei nicht nur für deine erste Linie. Er gilt bis in die unendliche Tiefe – solange kein eigener Partner auf deiner Stufe oder höher in diesem Ast sitzt. Wer in seiner dritten Linie einen aktiven Berater hat, verdient also auch auf dessen Umsatz die Differenz. Das Potenzial dieser Tiefenwirkung unterschätzen fast alle.

Was du auf jeder Stufe wirklich verdienst

Stufe: Berater

Als Berater startest du mit einer Provision zwischen 20 und 30 % auf deinen Eigenumsatz. Die genaue Höhe hängt davon ab, welches Produkt du verkaufst und auf welchem Umsatzniveau du dich im jeweiligen Monat befindest.

Ein Zahlenbeispiel, das dem typischen Berater-Einstieg ähnelt – viele Partner, die ich begleite, starten in etwa auf diesem Niveau:

  • Eigenumsatz: 1.000 €/Monat
  • Provision (25 %): 250 € brutto

Keine Differenzprovision, da noch keine gesponserten Partner vorhanden sind.

Stufe: Teamleitung 1

Ab einem Gruppenvolumen von rund 4.500 € monatlich erreichst du Teamleitung 1 mit ca. 33–35 % Provision auf den Eigenumsatz. Jetzt beginnt die Differenzprovision.

Ein Beispielrechnung auf Basis dieser Stufe:

PositionUmsatzProvisionBetrag
Eigenumsatz1.500 €34 %510 €
3 Partner auf Berater (25 %)3.000 €~9 % Differenz270 €
Gesamt4.500 €780 €

Zahlen sind Beispielrechnungen. Tatsächliche Werte abhängig vom aktuellen Stufenplan.

Stufe: Teamleitung 2

Mit ca. 40 % Provision auf den Eigenumsatz und einem Gruppenvolumen ab rund 8.000–10.000 € monatlich öffnet sich Teamleitung 2.

Hier wird die Differenzprovision bereits spürbar stärker, weil du sowohl gegenüber Beratern (~15 % Differenz) als auch gegenüber Teamleitung 1 (~6–7 %) Differenzprovision erhältst.

Beispielrechnung:

PositionUmsatzProvisionBetrag
Eigenumsatz2.000 €40 %800 €
4 Partner auf TL 1 (34 %)4.000 €~6 % Differenz240 €
5 Partner auf Berater (25 %)2.500 €~15 % Differenz375 €
Gesamt8.500 €1.415 €

Zahlen sind Beispielrechnungen auf Basis veröffentlichter Stufenplaninformationen.

Stufe: Teamleitung 3

Teamleitung 3 markiert den ersten echten Wendepunkt im Stufenplan. Mit ca. 43–45 % Provision auf den Eigenumsatz und einem Gruppenvolumen ab rund 16.000 € monatlich beginnt hier die Differenzprovision, den Eigenumsatz in der Relevanz zu überholen.

Ein Muster, das ich so oder ähnlich schon viele Male begleitet habe: Partner erreichen Teamleitung 3 zum ersten Mal und staunen, wenn sie ihre Abrechnung genau durchrechnen – weil die Differenzprovision auf das Team fast genauso groß ist wie ihre gesamte Eigenprovision.

PositionUmsatzProvisionBetrag
Eigenumsatz2.500 €44 %1.100 €
8 Partner auf TL 1 (34 %)8.000 €~10 % Differenz800 €
5 Partner auf Berater (25 %)4.000 €~19 % Differenz760 €
Gesamt14.500 €2.660 €

Zahlen sind Beispielrechnungen. Tatsächliche Werte abhängig vom aktuellen Stufenplan.

Die Direktionsebene und der erweiterte Plan

Nach vielen Jahren in dieser Branche weiß ich: Der erweiterte Stufenplan ist für die meisten Berater ein weißer Fleck. Man kennt die Stufen bis Teamleitung 3, weil die im Einstiegsmaterial stehen. Was danach kommt – ab Direktionsniveau –, bleibt oft vage.

Dabei ist genau dieser Bereich der Plan-Bereich, in dem sich die wirklich großen Einkommensunterschiede abzeichnen. Ab Direktionsniveau steigen die Provisionen sprunghaft an. Der Schritt von 43–45 % auf 50 % klingt nach wenig. Auf einem Teamvolumen von 50.000 € monatlich sind das 2.500 € mehr pro Monat – allein durch die Stufe.

Ab der Direktion gilt zudem ein gesonderter Prowin Vergütungsplan für Führungskräfte, der weitere Bonusstufen, Qualifikationsebenen und Zusatzvergütungen enthält. Dieser Plan ist nicht öffentlich zugänglich – er wird durch die zuständige Führungskraft ab Direktionsniveau weitergegeben.

Was ich aus dem Vergleich verschiedener Stufenpläne in der Branche festgestellt habe: Die Prowin-Direktionsstufen sind außergewöhnlich granular gestaffelt. Statt einem großen Sprung von 45 auf 58 % gibt es viele kleine Zwischenstufen – mit 51, 52, 53, 54, 55 und 58 %. Das bedeutet: Schon kleine Volumensprünge zahlen sich aus, weil man nicht darauf warten muss, eine riesige Schwelle zu überwinden.

Wer das einmal errechnet hat – konkret, mit echten Teamvolumen-Zahlen – sieht den Plan mit anderen Augen. Es ist kein Belohnungssystem für Einzelleistung. Es ist ein Multiplikator, der mit jeder neuen Linie im Team größer wird.

Die Directionsstufen im Überblick

Ab der Direktionsstufe gelten die Werte des erweiterten Stufenplans. Aus dem öffentlich zugänglichen Schweizer Stufenplan lassen sich folgende Richtwerte ableiten:

Monatliches Volumen (ca.)Provision (ca.)
ab ~21.000 €49 %
ab ~30.000 €47–49 %
ab ~41.000 €45–49 %
ab ~60.000 €47 %
ab ~80.000 €49 %
ab ~120.000 €51 %
ab ~160.000 €52 %
ab ~200.000 €53 %
ab ~240.000 €54 %
ab ~320.000 €55 %
ab ~400.000 €58 %

Werte orientieren sich am veröffentlichten Schweizer Prowin Stufenplan. Für Deutschland und Österreich können abweichende Schwellenwerte gelten. Prüfe immer die aktuellen Unterlagen deiner Upline oder auf prowin.net.

Die Werte zeigen: Je höher das Volumen, desto kleiner werden die Schritte zwischen den Stufen – aber jeder Schritt bringt messbar mehr Provision auf dasselbe Team.

Das saubere Dutzend: Ein oft vergessener Bonus

Neben dem Stufenplan bietet Prowin das Bonusprogramm „Sauberes Dutzend“: Wer in einem Quartal 11 WIN-I Geräte verkauft, erhält das 12. kostenlos.

Auf Teamleitung-3-Niveau bedeutet ein kostenfreies WIN-I (UVP ca. 599 €) bei ca. 44 % Provision einen Zusatzbetrag von rund 263 € Gegenwert pro Quartal. Auf Jahresbasis sind das vier solcher Boni – ein Posten, den kaum jemand in seiner Verdienstplanung berücksichtigt.

Prowin selbst nennt Stundenprovisionswerte zwischen 144 und 178 €, je nach Produktkombination und Stufe. Das saubere Dutzend fließt in diese Kalkulation ein.

Was monatlich rolliert – und was das bedeutet

Ein Verlauf, den ich in der Begleitung von Prowin-Partnern immer wieder sehe: Jemand erreicht Teamleitung 3 erstmals, freut sich – und verliert die Stufe im nächsten Monat wieder. Dann folgt Frustration, obwohl das gar kein Rückschritt ist.

Der Prowin Stufenplan ist ein monatliches System. Deine Provisionstufe gilt für den Monat, in dem du das entsprechende Gruppenvolumen erreichst. Im Folgemonat startest du wieder bei Null.

Das ist kein Nachteil. Das ist Logik. Denn umgekehrt bedeutet es: Wer in einem Monat ein außergewöhnlich hohes Volumen hat, wird sofort auf der entsprechenden Stufe abgerechnet – ohne Wartezeit, ohne Qualifikationsperiode.

Was ich dabei regelmäßig beobachte: Partner, die Teamleitung 3 einmal erreicht haben, erreichen sie meist wieder. Weil sie in diesem Monat gesehen haben, was strukturell möglich ist. Wer einmal weiß, welche Partner welches Volumen beigetragen haben, kann gezielt dort nachlegen.

Die, die dauerhaft auf einer Stufe bleiben, unterscheiden sich von den anderen durch ein einziges Merkmal: Sie kennen ihr Gruppenvolumen jede Woche. Nicht jede Abrechnung. Jede Woche. Weil man dann rechtzeitig reagieren kann – und nicht erst rückwirkend.

So funktioniert die Steuerpflicht als Vertriebspartner

Als selbstständiger Vertriebspartner bei Prowin erzielst du Einkünfte aus Gewerbebetrieb (Deutschland) bzw. aus selbstständiger Tätigkeit (Österreich, Schweiz). Das gilt für alle Stufen – von Berater bis Direktion.

Folgende Aspekte sind relevant:

  • Einkommensteuer: Alle Provisionen unterliegen der Einkommensteuer. Der Steuersatz hängt vom Gesamteinkommen ab.
  • Gewerbesteuer (Deutschland): Ab einem Jahresgewinn von 24.500 € fällt Gewerbesteuer an.
  • Umsatzsteuer: Unterhalb bestimmter Umsatzgrenzen gilt die Kleinunternehmerregelung. Darüber musst du Umsatzsteuer ausweisen.
  • Betriebsausgaben: Fahrtkosten, Kommunikationsmittel, Probepakete und ähnliches lassen sich absetzen und reduzieren den steuerpflichtigen Gewinn.

In Österreich und der Schweiz gelten eigene Regelungen – konsultiere jeweils einen lokalen Steuerberater.

Was ich dabei in der Praxis immer wieder sehe: Viele Partner ignorieren die steuerliche Seite zu lange. Dann überrascht sie die erste Steuernachzahlung, obwohl sich das mit einer einfachen Rücklage von Beginn an vermeiden lässt. Ab dem ersten Provisionszahlungseingang empfehle ich, konservativ 20–30 % zurückzulegen – solange kein Steuerberater eine genauere Kalkulation gemacht hat.

Zwei Einkommensquellen, ein Plan

Was der Blick über verschiedene Direktvertriebs-Stufenpläne hinweg zeigt: Prowin hat eine vergleichsweise saubere Transparenz in der Grundstruktur. Der Berufseinstieg mit 20 % Provision klingt nach wenig – aber der Weg nach oben ist klar definiert, mit konkreten Volumen-Schwellen pro Stufe.

Viele andere Pläne arbeiten mit Punktesystemen, Rangstufen-Qualifikationen über mehrere Monate oder verschlüsselten Prozentwerten, die erst nach Berechnung eines Faktors verständlich werden. Prowin ist in dieser Hinsicht direkter: Du machst Umsatz, der Umsatz bestimmt die Stufe, die Stufe bestimmt die Provision.

Was dabei trotzdem oft fehlt, ist der Vergleich zwischen zwei Ebenen. Denn der Stufenplan hat zwei vollkommen unabhängige Einkommenshebel: der Eigenumsatz auf der Stufe und die Differenzprovision auf das Teamvolumen. Viele Partner rechnen immer noch nur einen davon.

Ich habe in meiner Beobachtung verschiedener Firmen und Systeme festgestellt: Egal wie der Plan heißt, egal wie er formatiert ist – wer nur seinen Eigenumsatz als relevante Größe sieht, bleibt systemisch in einem Einkommen gefangen, das an die eigene Arbeitszeit gebunden ist. Der Unterschied zu einem Team-getriebenen Einkommen ist nicht graduell. Er ist strukturell.

Der Prowin Stufenplan ist so gebaut, dass beide Hebel ab der ersten Sponsoring-Aktivität gleichzeitig laufen. Das macht ihn für Einsteiger überschaubar und für Aufbauer belohnend – wenn man beide Hebel kennt und aktiv nutzt.

Hebel 1: Eigenumsatz

Dein eigener Verkaufsumsatz bringt dir die Stufenprovision – also den Prozentsatz, der deiner aktuellen Stufe entspricht. Dieser Hebel ist an deine persönliche Aktivität gebunden.

Hebel 2: Differenzprovision auf das Teamvolumen

Jeder Umsatz, den ein Partner unterhalb deiner Stufe macht, bringt dir die Differenz zwischen seiner Stufe und deiner. Dieser Hebel wächst mit der Tiefe und Breite deiner Struktur – unabhängig von deinem eigenen Eigenumsatz.

Was „wahrer Verdienst“ wirklich heißt

Was ich bei Partnern beobachte, die den Stufenplan wirklich durchdringen – im Unterschied zu denen, die ihn nur grob kennen: Die Zahlen verändern ihr Verhalten.

Partner, die einmal ausgerechnet haben, was 5 Prozentpunkte Differenzprovision auf einem Teamvolumen von 20.000 € bedeuten, fragen nicht mehr: „Wie bekomme ich mehr Eigenvolumen?“ Sie fragen: „Welchen meiner Partner kann ich dabei begleiten, von 500 auf 800 € im Monat zu kommen?“ Das ist eine andere Frage. Und sie führt zu anderen Handlungen.

Was ich über viele Partner hinweg beobachte: Wer seinen Verdienst auf Basis von Eigenumsatz allein plant, arbeitet gegen eine natürliche Kapazitätsgrenze an. Irgendwann ist der Kalender voll. Irgendwann gibt es keine weiteren Stunden im Tag. Der Stufenplan bietet an diesem Punkt eine echte Alternative – aber nur, wenn man versteht, dass diese Alternative im Teamvolumen liegt.

Die, bei denen ich das deutlichste Einkommenswachstum beobachte, sind nie die mit dem höchsten Eigenumsatz. Es sind immer die, bei denen das Teamvolumen groß genug ist, dass die Differenzprovision allein schon ein Vollzeit-Einkommen abbildet.

Wer das einmal in einer eigenen Beispielrechnung nachvollzogen hat – mit echten Stufenprozentzahlen und echten Teamvolumen-Szenarien – versteht, warum der Stufenplan keine Belohnungsstruktur ist. Er ist ein Multiplikator. Und Multiplikatoren entfalten ihre Wirkung erst, wenn man die zugrunde liegenden Zahlen wirklich kennt.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen Direktprovision und Differenzprovision?

Direktprovision ist der Prozentsatz, den du auf deinen eigenen Umsatz erhältst – basierend auf deiner aktuellen Stufe. Differenzprovision ist der zusätzliche Betrag, den du auf den Umsatz deiner Teammitglieder erhältst, basierend auf der Differenz zwischen deiner Stufe und der des Teammitglieds.

Beide Provisionsarten laufen gleichzeitig. Wenn du auf 44 % bist und ein Teammitglied auf 30 %, zahlt Prowin diesem Mitglied seine 30 % auf dessen Umsatz – und dir zusätzlich 14 % auf denselben Umsatz. Keine dieser Zahlungen schmälert die andere. Das gilt für alle Linien in der Tiefe der Struktur, nicht nur für die erste. Wer 10 Partner in der zweiten Linie hat, erhält die Differenzprovision auf alle zehn – auch ohne direkten Kontakt zu diesen Personen.

Wann erreiche ich Teamleitung 1?

Teamleitung 1 erreichst du in dem Monat, in dem dein monatliches Gruppenvolumen rund 4.500 € übersteigt.

In meiner täglichen Arbeit mit Partnern sehe ich immer wieder, dass die Teamleitung 1 oft schneller erreicht wird, als man denkt – nämlich dann, wenn man bereits 2–3 aktive Partner gesponsert hat, die selbst regelmäßig verkaufen. Dein Eigenumsatz von beispielsweise 1.500 € plus drei Partner mit je 1.000 € ergibt bereits 4.500 € Gruppenvolumen. Ab diesem Punkt profitierst du von der Differenzprovision auf alle Partnerumsätze – was dein monatliches Einkommen spürbar erhöht, auch wenn sich dein eigener Verkaufsumsatz nicht verändert hat.

Wie viel Differenzprovision kassiere ich auf Direktionsniveau?

Auf Direktionsniveau mit ca. 49–58 % liegt die Differenzprovision gegenüber einem Berater auf 25 % zwischen 24 und 33 Prozentpunkten.

Das bedeutet: Bei einem Berater, der 2.000 € Umsatz macht, erhältst du allein durch die Differenzprovision zwischen 480 und 660 € – auf einen einzigen Partner, in einem einzigen Monat. Sobald du eine Struktur mit 20, 30 oder 50 aktiven Partnern auf Beraterstufe hast, summiert sich dieser Effekt auf das gesamte Teamvolumen. Das ist der Mechanismus, der erklärt, warum die Direktionsstufen im Prowin Stufenplan mit steigendem Volumen immer attraktiver werden – nicht trotz der höheren Schwellenwerte, sondern genau wegen ihnen.

Zählen Partnerumsätze auf höheren Stufen noch zu meinem Gruppenvolumen?

Nein. Partner, die dieselbe Stufe wie du oder eine höhere Stufe erreicht haben, zählen nicht mehr vollständig in dein Gruppenvolumen ein.

Nach 16 Jahren in dieser Branche ist mir klar, dass das einer der am häufigsten missverstanden Mechanismen im Stufenplan ist. Wenn ein Partner in deiner Struktur dieselbe Stufe erreicht wie du, beginnt er, sein eigenes Gruppenvolumen aufzubauen. Das Volumen darunter wird dann seinem Gruppenvolumen zugeordnet – und nicht mehr deinem. Deshalb gilt: Je mehr Führungskräfte du in deiner Struktur hast, desto wichtiger wird die Breite deiner Organisation gegenüber der Tiefe. Breite sichert, dass du stets genug Volumen von Partnern unterhalb deiner Stufe beziehst.

Gilt die Differenzprovision auch für die zweite und dritte Linie?

Ja. Prowin zahlt die Differenzprovision bis in die unendliche Tiefe der Struktur.

Solange kein eigener Partner auf deiner Stufe oder höher in einem bestimmten Ast sitzt, erhältst du auf jeden Umsatz in diesem Ast die Differenzprovision. Das gilt für die zweite, dritte, vierte Linie und tiefer. Konkret: Ein Partner in deiner dritten Linie, der 1.500 € Umsatz macht und auf 30 % ist, während du auf 44 % bist, bringt dir 210 € Differenzprovision – auch wenn du diese Person nie persönlich kennengelernt hast. Dieser Tiefenmechanismus ist der Grund, warum der Aufbau einer breiten, mehrstufigen Struktur langfristig deutlich mehr Einkommen erzeugt als ein hoher Eigenumsatz allein.

Muss ich als Prowin-Vertriebspartner ein Gewerbe anmelden?

In Deutschland ja. Als Vertriebspartner im Direktvertrieb übst du eine gewerbliche Tätigkeit aus und meldest ein Gewerbe beim zuständigen Gewerbeamt an.

Die Anmeldung kostet zwischen 15 und 65 € und ist unabhängig davon erforderlich, ob du neben- oder hauptberuflich tätig bist. In Österreich gilt eine Gewerbeberechtigung nach Gewerbeordnung, in der Schweiz eine Handelsregisterpflicht ab einem bestimmten Jahresumsatz. Steuerlich gilt für alle Länder: Alle Provisionen – Direktprovision und Differenzprovision – sind einkommensteuerpflichtig. Die Kleinunternehmerregelung greift in Deutschland unterhalb von 22.000 € Jahresumsatz und befreit von der Umsatzsteuerpflicht. Ein Steuerberater gibt dir hier von Beginn an Sicherheit.

Wie berechnet sich das Gruppenvolumen genau?

Das Gruppenvolumen setzt sich aus deinem Eigenumsatz plus den Umsätzen aller Vertriebspartner in deiner Struktur zusammen, die unterhalb deiner aktuellen Stufe liegen.

In der Momentum-Macher-Gruppe taucht genau diese Frage regelmäßig auf – und dabei zeigt sich, dass die meisten Partner nur an die erste Linie denken. Dabei fließen bei einem gut entwickelten Team die zweite und dritte Linie oft stärker ins Gruppenvolumen ein als die erste. Wer also berechnen möchte, wie weit er noch von der nächsten Stufe entfernt ist, rechnet sämtliche aktiven Partner in der gesamten Tiefe seiner Struktur ein – mit Ausnahme der Partner, die selbst auf seiner Stufe oder höher qualifiziert sind.

Was passiert, wenn ich die Stufenschwelle in einem Monat knapp verpasst?

Du wirst für diesen Monat auf der niedrigeren Stufe abgerechnet, auf der dein tatsächliches Gruppenvolumen liegt.

Prowin rechnet jeden Monat individuell ab. Es gibt keine Mindestdauer oder Übergangsregel. Wenn dein Gruppenvolumen in einem Monat 14.000 € beträgt und die Teamleitung-3-Schwelle bei 16.000 € liegt, wirst du auf Teamleitung-2-Niveau abgerechnet. Das klingt hart, hat aber auch eine positive Seite: Im umgekehrten Fall – wenn dein Volumen in einem Monat deutlich über der Schwelle liegt – profitierst du sofort von der höheren Provisionstufe, ohne eine Qualifikationsperiode abwarten zu müssen.

Was verdiene ich auf dem WIN-I Gerät pro Verkauf?

Das hängt von deiner aktuellen Stufe ab. Ein Zahlenbeispiel auf Basis eines UVP von ca. 798 €:

StufeProvisionVerdienst pro WIN-I
Berater (25 %)25 %ca. 200 €
Teamleitung 1 (34 %)34 %ca. 271 €
Teamleitung 2 (40 %)40 %ca. 319 €
Teamleitung 3 (44 %)44 %ca. 351 €
Direktion (50 %)50 %ca. 399 €

Alle Werte sind Beispielrechnungen auf Basis des UVP. Tatsächliche Provisions-Grundlagen entnimm dem aktuellen Prowin Stufenplan.

Gibt es bei Prowin einen Bonus für neue Partner oder Eigenbestellungen?

Ja. Neben dem Stufenplan und dem sauberen Dutzend gibt es weitere Bonuselemente, darunter Qualifikationsboni für Neustarter und Aktionsprogramme, die Prowin zu bestimmten Kampagnenzeiträumen ausschreibt.

Der häufigste Irrtum, den ich zu dieser Frage korrigiere: Viele denken, diese Boni seien ein separates System neben dem Stufenplan. Sie sind es nicht. Sie ergänzen ihn. Die Grundstruktur bleibt immer der Stufenplan mit Direkt- und Differenzprovision – alles andere läuft zusätzlich. Wer den Stufenplan wirklich kennt, kann die Bonuselemente gezielt in seine Monatsplanung einbauen, anstatt sie zufällig mitzunehmen.

Zahlen gelesen. Was jetzt?

Der Prowin Stufenplan ist keine Überraschungsbox. Er ist ein klar strukturierter, öffentlich nachvollziehbarer Vergütungsrahmen mit zwei Einkommenshebeln – und wer beide kennt, rechnet anders.

Ich sage das nicht als Theorie. Ich sage es, weil ich gesehen habe, was passiert, wenn jemand seinen Plan zum ersten Mal wirklich durchrechnet – mit eigenem Umsatz, mit Teamumsätzen, mit Differenzprovisionen in die Tiefe. Der Gesichtsausdruck ändert sich. Die Fragen ändern sich. Die Prioritäten ändern sich.

Nicht weil der Plan plötzlich anders ist. Sondern weil er zum ersten Mal wirklich verstanden wurde. Und das verändert alles, was danach kommt.

Rock it!
Dein Willi

PS: So gewann ich +800 Erstlinien bei Fitline.