Der Sorgenta Marketingplan besteht aus drei Teilen mit insgesamt 16 Karrierestufen – von 4 % Provision in Stufe 1 bis hin zu 20 % Basisvergütung plus umfangreicher Bonusstruktur in der Diamond-Klasse. Wer versteht, wie die Differenzverprovisionierung, der Royalty Bonus und der Superbonus zusammenspielen, kann realistische Zahlen berechnen – und bekommt ein vollständiges Bild davon, was in welcher Stufe tatsächlich möglich ist.
Ich beschäftige mich seit Jahren intensiv mit Vergütungsplänen im Network Marketing – und zwar quer durch viele Firmen und Systeme. Den Sorgenta Marketingplan kenne ich deshalb nicht aus Werbefolien, sondern aus der konkreten Analyse mit Partnern, die mir ihre Abrechnungen gezeigt haben. Das macht einen Unterschied. Denn auf dem Papier sieht ein Vergütungsplan immer gut aus. Was zählt, ist, was am Ende des Monats wirklich überwiesen wird.
Die drei Teile im Überblick
Der Sorgenta Marketingplan gliedert sich in drei klar getrennte Ebenen. Jede hat ihre eigene Logik – und wer nur Teil 1 kennt, versteht das Gesamtbild nicht.
- Teil 1 (Sorgenta 1 bis Team Leader): Provisionen von 4 % bis 20 %, basierend auf monatlich generierten Punkten
- Teil 2 (Junior Manager bis General Manager): Fixe 20 % Basisvergütung plus stufenabhängige Royalty-Boni über mehrere Generationen
- Teil 3 (Diamond White bis Diamond Black): Ebenfalls 20 % Basis plus deutlich erweiterte Generationenboni und Superboni in Euro
Die Punkte (PC = Punkte, auch PV) sind die Währung des Systems. Dein monatlicher Umsatz aus eigenen Bestellungen, Kundenbestellungen und Teamumsätzen fließt zusammen – und ergibt deinen Gesamtpunktestand, der deine Provisionsstufe bestimmt.
Teil 1: Die Einstiegsstufen im Detail
Sorgenta 1 bis Team Leader – Tabelle der Stufen
Hier beginnt es. Ab 50 Punkten im Monat erhältst du bereits 4 % Provision – ein Einstieg ohne Mindestkauf-Verpflichtung.
| Stufe | Punkte pro Monat | Provisionssatz |
|---|---|---|
| Sorgenta 1 | ab 50 PC | 4 % |
| Sorgenta 2 | ab 500 PC | 8 % |
| Sorgenta 3 | ab 1.000 PC | 11 % |
| Junior Leader | ab 2.000 PC | 14 % |
| Senior Leader | ab 4.000 PC | 17 % |
| Team Leader | ab 7.000 PC | 20 % |
Dazu kommen ab 1.000 Punkten bereits Royalty-Boni – dazu weiter unten mehr.
Ein Muster, das ich so schon viele Male begleitet habe: Neue Partner rechnen sich im ersten Gespräch auf Basis ihrer eigenen Punkte hoch und fragen, warum der Auszahlungsbetrag am Ende kleiner ausfällt als erwartet. Der Grund liegt fast immer in der Differenzverprovisionierung – und darin, dass die 20 % eben nicht auf den Gesamtumsatz anfallen, sondern als Differenz zum Teampartner-Level berechnet.
Wie die Differenzverprovisionierung funktioniert
Das ist das Herzstück von Teil 1. Du bekommst NICHT einfach deinen Provisionssatz auf den gesamten Teamumsatz. Du bekommst die Differenz zwischen deiner Stufe und der Stufe deines jeweiligen Direktpartners – und das multipliziert mit dessen Punkten.
Beispielrechnung (aus einer Teamkonstellation, wie ich sie regelmäßig analysiere):
- Du bist Team Leader mit 20 %
- Dein Direktpartner steht bei 11 % (Sorgenta 3)
- Differenz: 20 % − 11 % = 9 %
- Dein Partner hat 1.500 Punkte erzielt
- Deine Differenzprovision: 1.500 × 9 % = 135 €
Jeder deiner Direktpartner auf anderem Level generiert eine andere Differenz. Das ergibt sich dann monatlich als Summe aller Einzeldifferenzen – je nachdem, wie viele Partner du hast und auf welchem Level die jeweils stehen.
Was der Royalty Bonus bedeutet
Ab Stufe Sorgenta 3 (1.000 PC) kommt ein Royalty Bonus über drei Generationen hinzu. Die Prozentsätze lauten:
- 1. Generation: 2 %
- 2. Generation: 2 %
- 3. Generation: 3 %
Das klingt zunächst nach wenig. Doch bei einem Team Leader mit einem Gesamtteamumsatz von rund 7.500 Punkten, bei dem drei Generationen aktiv sind, ergibt allein der Royalty Bonus laut Beispielrechnung aus dem offiziellen Marketingplan rund 770 € zusätzlich. In Kombination mit der Differenzprovision (675 €) und der persönlichen Vergütung (ca. 10 €) ergibt das als Team Leader ein Gesamteinkommen von rund 1.455 € monatlich bei diesem Beispielumsatz.
Teil 2: Manager-Stufen und ihr Einkommenspotenzial
Das größte Missverständnis, das ich in der Begleitung von Partnern immer wieder korrigiere: Viele glauben, dass ab dem Junior Manager mit 20 % alles gleich bleibt – und der Verdienst deshalb stagniert. Das stimmt so nicht.
Der Basisprovisionssatz bleibt bei 20 %. Was sich aber von Stufe zu Stufe verändert, ist die Tiefe der Royalty-Boni – also über wie viele Generationen und mit welchem Prozentsatz du am Umsatz deines Teams teilhast. Genau das macht den Einkommensunterschied zwischen einem Junior Manager und einem General Manager aus.
Bei einem Senior Manager mit 20.000 Punkten Teamumsatz liegt das Beispieleinkommen laut offizieller Darstellung bereits bei rund 3.750 € monatlich. Dabei spielen mehrere Boni gleichzeitig ineinander: Differenzprovision auf direkte Partner, Royalty über mehrere Generationen und persönliche Vergütung. Wer nur die 20 % sieht, sieht nur einen Bruchteil.
Ich beobachte, dass Partner in dieser Zone häufig aufhören zu rechnen – weil das System auf den ersten Blick komplex wirkt. Dabei lohnt es sich gerade hier, die eigene Teamstruktur Ebene für Ebene durchzurechnen, weil die Royalty-Boni auf tieferen Ebenen einen erheblichen Anteil am Gesamtinkommen ausmachen können.
Ein konkretes Muster aus der Praxis: Partner mit drei bis fünf aktiven Direkten auf Level 17 % oder höher erzielen in der Manager-Zone deutlich andere Ergebnisse als Partner mit zehn Direkten, die alle auf 8 % stagnieren. Die Tiefenstruktur schlägt die Breite – das zeigt sich fast ausnahmslos.
Tabelle der Manager-Stufen
| Stufe | Punkte pro Monat | Basisprovision |
|---|---|---|
| Junior Manager | ab 10.000 PC | 20 % + Royalty-Stufe 1 |
| Senior Manager | ab 20.000 PC | 20 % + Royalty-Stufe 2 |
| Executive Manager | ab 40.000 PC | 20 % + Royalty-Stufe 3 |
| Director Manager | ab 70.000 PC | 20 % + Royalty-Stufe 4 |
| General Manager | ab 110.000 PC | 20 % + Royalty-Stufe 5 |
Die genauen Royalty-Prozentwerte nach Generationen wachsen mit jeder Stufe – von +2,0 % auf der ersten Generation beim Junior Manager bis zu +5,5 % im oberen Bereich beim General Manager, verteilt über bis zu sieben Generationsebenen.
Teil 3: Diamond-Stufen und der Superbonus
Die fünf Diamond-Level
Ab 200.000 Punkten startet die Diamond-Zone. Hier ändert sich strukturell wenig an der Basis – aber es kommt ein Superbonus in fester Euro-Höhe hinzu, der monatlich zusätzlich zu allen Prozentvergütungen fällig wird.
| Stufe | Punkte pro Monat | Superbonus |
|---|---|---|
| Diamond White | ab 200.000 PC | — |
| Diamond Yellow | ab 400.000 PC | — |
| Diamond Red | ab 600.000 PC | 2.000 € |
| Diamond Blue | ab 800.000 PC | 3.000 € |
| Diamond Black | ab 1.000.000 PC | 4.000 € |
Diese Euro-Beträge stehen pauschal oben drauf – zusätzlich zu allen Differenz- und Royalty-Boni, die weiterhin laufen. Das ist eine Besonderheit, da viele Network-Marketing-Pläne in den oberen Zonen ausschließlich mit prozentualen Boni arbeiten.
Wer viele Vergütungspläne im Vergleich gesehen hat – und das habe ich über 16 Jahre hinweg tatsächlich getan – erkennt bei Sorgenta zwei Dinge, die aus der Masse herausstechen.
Erstens: Der Royalty Bonus startet ungewöhnlich früh, nämlich bereits ab 1.000 Punkten in Stufe 3. Bei vielen anderen Firmen beginnen generationsbasierte Boni erst im Manager-Bereich. Das bedeutet, dass Sorgenta-Partner früher von Teamtiefe profitieren können – sofern das Team entsprechend aufgebaut ist.
Zweitens: Die Superbonus-Struktur in der Diamond-Zone mit fixen Euro-Beträgen gibt es in ähnlicher Form nur bei wenigen europäischen Network-Marketing-Unternehmen. Die meisten Pläne arbeiten ausschließlich prozentual – was bei hohem Umsatz zwar mehr bringt, aber auch volatiler ist. Ein fixer monatlicher Zuschlag von 2.000 bis 4.000 € stellt dagegen eine planbare Komponente dar.
Das bedeutet für die Gesamtbewertung: Der Marketingplan ist strukturell komplex, aber nicht willkürlich komplex. Die Steigerungslogik folgt einer erkennbaren Systematik – wer Zeit investiert, sie zu verstehen, findet klare Zusammenhänge.
Was ich allerdings selten sehe: Partner, die alle drei Teile des Plans wirklich durchdrungen haben, bevor sie starten. Daran lohnt es sich zu arbeiten.
Was Punkte in Euro bedeuten
Wie der Punktewert berechnet wird
Ein Punkt bei Sorgenta entspricht grob einem Euro – genauer liegt der Wert je nach Produktkategorie zwischen 0,50 € und 1,20 €. Für die meisten Berechnungen gilt jedoch die Faustformel 1 Punkt ≈ 1 Euro, da der Großteil des Produktsortiments in diesem Bereich liegt.
Das heißt: 7.000 Punkte entsprechen ungefähr einem Teamumsatz von 7.000 €. Für den Superbonus beim Diamond Red brauchst du rund 600.000 € monatlichen Teamumsatz – das verdeutlicht, dass die oberste Zone nur durch ein sehr großes und aktives Team erreichbar ist.
Persönliche Vergütung durch eigene Bestellungen
Neben der Teamvergütung gibt es eine direkte persönliche Vergütung auf eigene Bestellungen. Diese liegt laut offiziellen Beispielen bei rund 2 bis 10 € pro Bestellung ab 50 Punkten Mindestumsatz. Sie ist kein Haupteinkommensfaktor, bildet aber die Basis der monatlichen Aktivitätsschwelle.
Kritik am Vergütungsplan
Nach 16 Jahren in dieser Branche weiß ich, dass die eigentliche Kritik an Vergütungsplänen selten da liegt, wo die meisten suchen. Die Diskussion dreht sich meist um Prozente und Stufen – dabei liegt das Kernthema woanders.
Bei Sorgenta liegt es in der Komplexität der Differenzverprovisionierung. Das System ist nicht manipulativ konstruiert – es ist aber so aufgebaut, dass man ohne konkretes Zahlenverständnis im Alltag kaum einschätzen kann, was das eigene Team tatsächlich beiträgt. Das führt dazu, dass viele Partner ihre monatliche Abrechnung nicht vollständig lesen können, weil sie die Mechanik dahinter nicht verstehen.
Das zweite strukturelle Thema: Die Punkte-Anforderungen für die Diamond-Zone sind substanziell. 200.000 Punkte monatlich bedeuten einen Teamumsatz von rund 200.000 €. Das ist kein Zufallsergebnis, sondern das Ergebnis eines aufgebauten Teams mit vielen aktiven Partnern und Kunden. Wer das nicht realistisch einplant, unterschätzt den Aufwand.
Ein drittes Thema betrifft die Royalty-Boni: Sie sind mit einem Sternchen (*) versehen und werden als „ungefähr“ deklariert. Das ist keine Schwäche des Plans, sondern eine faire Kommunikation – denn diese Boni hängen vom Gesamtumsatz der Firma ab und können variieren. Wer damit plant als wären es fixe Werte, kalkuliert ungenau.
Der Plan belohnt Tiefe mehr als Breite. Das ist eine klare strategische Aussage, die Konsequenzen für den Teamaufbau hat. Wer viele flache Direktpartner ohne eigene Entwicklung aufbaut, verdient weniger als jemand mit weniger, aber tiefer entwickelten Linien.
Was strukturell auffällt
Folgende Punkte sind sachlich feststellbar, wenn man den Sorgenta Vergütungsplan analysiert:
- Die Royalty-Boni sind variabel und abhängig vom Gesamtunternehmensumsatz – kein fixer Wert
- Die Aktivitätsschwelle von 50 Punkten gilt als monatliche Mindestteilnahme, um überhaupt Provisionen zu erhalten
- Karrierestufen gelten monatlich – wer in einem Monat die Punktezahl nicht erreicht, rutscht für diesen Monat zurück in die entsprechende Stufe
- Die Differenzprovision gilt nur für direkte Linien, nicht über alle Tiefenebenen hinweg
- Ab der Manager-Zone wächst der Royalty-Multiplikator pro Generation – das macht den Plan für entwickelte Teams deutlich attraktiver als für flache Strukturen
Was der Plan nicht leistet
Der Sorgenta Marketingplan zahlt keine Residualvergütung ohne laufenden Teamumsatz. Wer nicht aktiv ist und dessen Team keinen Umsatz generiert, erhält auch keine Provision – unabhängig von der Karrierestufe. Das gilt für den überwiegenden Teil aller Network-Marketing-Pläne, ist aber beim Sorgenta-Plan durch die monatliche Punktelogik besonders deutlich abgebildet.
Außerdem: Es gibt keinen einmaligen Bonus für die Einschreibung neuer Partner. Verdienst entsteht ausschließlich durch Umsatz – nicht durch das Eintragen von Personen. Das entspricht dem gesetzlichen Rahmen für Direktvertrieb in Deutschland und ist ein positives Strukturmerkmal.
Steuerliche Einordnung
In meiner täglichen Arbeit mit Partnern sehe ich immer wieder, dass steuerliche Themen zu lange aufgeschoben werden – oft bis zur ersten Auszahlung, die dann unvorbereitet trifft.
Bei Sorgenta gilt, wie bei allen Network-Marketing-Vergütungen in Deutschland, die Einkommensteuerpflicht ab dem ersten Euro Gewinn. Die Tätigkeit als Vertriebspartner gilt in der Regel als gewerbliche Tätigkeit – das bedeutet Gewerbesteuerpflicht ab dem Freibetrag von 24.500 € Jahresgewinn und, ab einer bestimmten Umsatzhöhe, die Pflicht zur Umsatzsteuerregistrierung.
Kleinunternehmer nach § 19 UStG müssen keine Umsatzsteuer ausweisen – sofern der Vorjahresumsatz unter 22.000 € und der aktuelle Jahresumsatz voraussichtlich unter 50.000 € liegt. Das entbindet aber nicht von der Pflicht, die Tätigkeit beim Finanzamt anzumelden.
Wer Provisionen aus anderen EU-Ländern erhält – da Sorgenta aus Italien stammt – sollte außerdem die Reverse-Charge-Regelung prüfen. Das ist ein häufig übersehener Punkt, besonders beim Einstieg.
Der praktische Hinweis aus meiner Begleitung vieler Partner: Hol dir frühzeitig einen Steuerberater, der Erfahrung mit Direktvertrieb hat. Nicht erst, wenn das erste Jahresergebnis vorliegt – sondern von Anfang an.
Verdienst nach Stufe – eine realistische Einschätzung
Was ist in welcher Zone realistisch?
Die Tabelle zeigt Richtwerte für das monatliche Einkommen je nach Teamumsatz – als Orientierung, nicht als Garantie. Die tatsächlichen Zahlen hängen immer von der konkreten Teamstruktur und den Stufen der Direktpartner ab.
Hinweis: Die folgenden Zahlen basieren auf den offiziellen Beispielrechnungen aus dem Sorgenta Marketingplan. Die tatsächlichen Beträge variieren je nach Teamstruktur, Produktwahl und Aktivität.
| Stufe | Teamumsatz (ca.) | Monatliches Einkommen (ca.) |
|---|---|---|
| Team Leader | 7.500 € | ca. 1.455 € |
| Senior Manager | 20.000 € | ca. 3.750 € |
| Diamond Red | 600.000 € | 20 %+ Royalty + 2.000 € |
Die mittlere Zone – also alles zwischen Senior Manager und General Manager – ist die Zone, in der realistische fünfstellige Monatseinkommen entstehen. Voraussetzung ist immer ein strukturiertes Team mit mehreren aktiven Linien auf unterschiedlichen Ebenen.
Ein Verlauf, den ich so oder ähnlich schon viele Male begleitet habe: Ein neuer Partner startet motiviert, baut in den ersten Wochen fünf bis zehn Direktpartner ein – und fragt nach drei Monaten, warum das Einkommen nicht wächst. Der Grund ist fast immer derselbe.
Die Direktpartner kaufen sporadisch oder gar nicht. Sie sind eingetragen, aber nicht aktiv. Das bedeutet: kein Umsatz, keine Punkte, keine Provision. Der Plan rechnet nur mit dem, was tatsächlich bestellt wird – nicht mit dem, was eingetragen ist.
Der Unterschied zu denjenigen, die nach sechs bis zwölf Monaten in die Manager-Zone kommen: Sie haben nicht mehr Direktpartner, sondern tiefer entwickelte. Zwei bis drei Linien mit je drei bis fünf aktiven Personen bringen mehr als zehn schlafende Direkteinträge.
Was das für die Planung bedeutet: Die Anzahl eingeschriebener Partner ist kein relevanter Leistungsindikator – der einzig relevante Wert ist der monatlich generierte Umsatz der aktiven Personen im Team. Daran lohnt es sich von Anfang an die eigene Energie auszurichten.
FAQ
Was verdient man bei Sorgenta als Einsteiger?
Als Einsteiger erhältst du ab 50 Punkten monatlichem Gesamtumsatz 4 % Provision – das entspricht bei einem Teamumsatz von 50 € rund 2 €. Aussagekräftig wird der Verdienst erst ab der Team-Leader-Zone, also ab rund 7.000 Punkten Teamumsatz.
Erst ab Sorgenta Stufe 3 (1.000 Punkte) kommt der Royalty Bonus über drei Generationen hinzu, der den Gesamtverdienst spürbar erhöht. In den ersten Monaten liegt der Fokus bei den meisten Partnern deshalb auf dem Aufbau aktiver Kundenbestellungen und der Entwicklung der ersten Direktpartner auf höhere Stufen, weil das die Differenzprovision positiv beeinflusst.
Wie funktioniert die Differenzverprovisionierung bei Sorgenta genau?
Du erhältst die Differenz zwischen deinem Provisionssatz und dem deines jeweiligen Direktpartners – multipliziert mit dessen Punkten. Bist du bei 20 % und dein Partner bei 14 %, erhältst du 6 % auf seine Punkte als monatliche Provision.
Nach 16 Jahren in dieser Branche ist mir klar, dass diese Logik intuitiv klingt – aber in der Praxis nur dann gut funktioniert, wenn Partner kontinuierlich Umsatz generieren. Ein Direktpartner auf 14 %, der in einem Monat nur 200 Punkte macht, bringt dir 6 % × 200 = 12 € Differenzprovision. Wächst er aber auf 1.000 Punkte, steigen deine 6 % auf 60 € – ohne dass du etwas anders machst. Das ist der eigentliche Hebel des Systems.
Ab welcher Stufe kann man bei Sorgenta ernsthaft Geld verdienen?
Ab dem Senior Manager (20.000 Punkte Teamumsatz) sprechen die offiziellen Beispielrechnungen von rund 3.750 € monatlich. Das ist die Zone, in der Royalty-Boni, Differenzprovision und persönliche Vergütung gemeinsam ein Einkommen ergeben, das sich als ernsthaft bezeichnen lässt.
Bis zur Manager-Zone bedeutet Sorgenta für die meisten Partner ein Nebeneinkommen – relevant, aber nicht existenzsichernd. Der Übergang von Team Leader zu Junior Manager (10.000 Punkte) ist dabei die erste nennenswerte Schwelle, weil sich dort die Royalty-Struktur deutlich erweitert.
Welche Punkte brauche ich für welche Karrierestufe?
In der Momentum-Macher-Gruppe taucht genau diese Frage regelmäßig auf, und dabei zeigt sich oft, dass Partner Teil 1 gut kennen, aber ab Junior Manager aufhören, die Stufenlogik weiterzuverfolgen. Hier die vollständige Übersicht:
- Sorgenta 1: 50 PC / 4 %
- Sorgenta 2: 500 PC / 8 %
- Sorgenta 3: 1.000 PC / 11 %
- Junior Leader: 2.000 PC / 14 %
- Senior Leader: 4.000 PC / 17 %
- Team Leader: 7.000 PC / 20 %
- Junior Manager: 10.000 PC
- Senior Manager: 20.000 PC
- Executive Manager: 40.000 PC
- Director Manager: 70.000 PC
- General Manager: 110.000 PC
- Diamond White: 200.000 PC
- Diamond Red: 600.000 PC + 2.000 € Superbonus
- Diamond Blue: 800.000 PC + 3.000 € Superbonus
- Diamond Black: 1.000.000 PC + 4.000 € Superbonus
Muss ich monatlich einkaufen, um Provisionen zu bekommen?
Nein, eine feste Kaufverpflichtung gibt es nicht. Allerdings gilt eine Mindestaktivitätsschwelle von 50 Punkten Gesamtumsatz pro Monat – also aus eigenen Bestellungen oder Kundenbestellungen – um überhaupt an der Provisionsberechnung teilzunehmen.
Das ist ein wichtiger Unterschied zu einer starren Pflichtbestellung: Die 50 Punkte können vollständig durch Kundenumsätze abgedeckt sein. Wer also Kunden hat, die regelmäßig bestellen, braucht selbst nichts zu ordern, um aktiv im System zu bleiben.
Sind die Royalty-Boni bei Sorgenta garantiert?
Nein. Die Royalty-Boni sind im offiziellen Marketingplan mit einem Sternchen und dem Hinweis „ungefähr“ gekennzeichnet. Sie hängen vom monatlichen Gesamtumsatz der Firma ab und können variieren.
Der häufigste Irrtum, den ich zu genau dieser Frage korrigiere: Viele Partner planen ihre Einkommenserwartung auf Basis der Royalty-Beispielzahlen so, als wären es fixe Werte. Das sind sie nicht. Die offiziellen Zahlen in der Präsentation zeigen Richtwerte bei angenommenen Unternehmensgesamtumsätzen. Die tatsächliche Auszahlung weicht monatlich ab – sowohl nach oben als auch nach unten. Wer realistisch plant, rechnet deshalb mit einem Korridor, nicht mit einem Fixbetrag.
Wie unterscheidet sich der Sorgenta Marketingplan von anderen MLM-Plänen?
Zwei Merkmale stechen im Branchenvergleich heraus: Der Royalty Bonus startet bereits ab Stufe 3 (1.000 Punkte) – das ist früher als bei vielen vergleichbaren Systemen, wo Generationenvergütung erst im Manager-Bereich beginnt. Außerdem gibt es in der Diamond-Zone fixe Euro-Superboni von 2.000 bis 4.000 € monatlich, zusätzlich zu allen Prozentsätzen.
Was Sorgenta mit den meisten anderen Plänen teilt: Das System belohnt Tiefe stärker als Breite. Wer viele flache Direktpartner mit wenig Aktivität aufbaut, verdient strukturell weniger als jemand mit tieferen, aktiv entwickelten Linien. Das ist keine Schwäche des Plans, sondern eine transparente strategische Aussage darüber, welche Teamstruktur das System bevorzugt.
Wann zahlt Sorgenta Provisionen aus?
Sorgenta zahlt monatlich per Banküberweisung. Die Abrechnung erfolgt auf Basis der im jeweiligen Kalendermonat generierten Punkte und Teamumsätze. Ein bestimmter Stichtag für die Erfassung der Monatspunkte gilt – wer kurz vor Monatsende noch Punkte generiert, erhält diese in der Abrechnung des jeweiligen Monats.
Für die steuerliche Erfassung gilt der Zufluss im Monat der Überweisung. Da Sorgenta ein italienisches Unternehmen ist, lohnt sich eine Prüfung, ob Reverse-Charge-Regelungen für die Umsatzsteuer relevant sind – das hängt vom eigenen steuerlichen Status ab.
Gibt es bei Sorgenta eine Provision für die Einschreibung neuer Partner?
Nein, direkte Einschreibeprämien für die Registrierung neuer Partner gibt es nicht. Der gesamte Verdienst basiert ausschließlich auf dem generierten Umsatz durch Produktbestellungen – entweder eigene, Kunden- oder Teambestellungen.
Das entspricht dem gesetzlichen Rahmen für legalen Direktvertrieb in Deutschland und ist ein positives Strukturmerkmal. Denn damit ist sichergestellt, dass die Vergütung produktbasiert ist und nicht für das bloße Anwerben von Personen erfolgt.
Was ist der Superbonus bei Sorgenta – und wie bekommt man ihn?
Der Superbonus ist ein monatlicher Fixbetrag in Euro, der ab Diamond Red (600.000 Punkte) zusätzlich zu allen anderen Vergütungen ausgezahlt wird. Er beträgt 2.000 € bei Diamond Red, 3.000 € bei Diamond Blue und 4.000 € bei Diamond Black.
Da 600.000 Punkte einem Teamumsatz von rund 600.000 € entsprechen, ist der Superbonus klar in der Kategorie „Top-Leader-Vergütung“ einzuordnen. Er ist für Einsteiger kein relevanter Planungsfaktor, sondern ein Anreiz für Vollzeitführungskräfte mit großem aktiven Team. Was ihn interessant macht: Er kommt als fixer Betrag oben drauf – also unabhängig davon, wie hoch der prozentuale Royalty-Betrag in diesem Monat genau ausfällt.
Was du jetzt weißt – und die meisten nicht
Der Sorgenta Marketingplan ist kein einfaches Provisionsmodell, sondern ein dreistufiges System, dessen Stärke in der Tiefe liegt. Wer alle drei Teile kennt und die Wechselwirkung zwischen Differenzprovision, Royalty Bonus und Superbonus versteht, kann realistisch planen – und hat eine ganz andere Gesprächsgrundlage, als jemand der nur die Prozentsätze kennt.
Der häufigste Fehler ist kein Rechenfehler. Es ist der Denkfehler, dass mehr eingetragene Partner automatisch mehr Einkommen bedeuten. Das tun sie nicht. Was zählt, ist aktiver Umsatz – Monat für Monat.
Ich finde es interessant, wie viel Energie in Gespräche darüber fließt, ob ein Plan „gut“ oder „schlecht“ ist – während die eigentliche Frage lautet: Verstehst du, wie er genau funktioniert? Denn ein verstehbarer Plan, den du wirklich durchdrungen hast, ist immer besser als ein „guter“ Plan, der dir unklar bleibt.
Wer seinen Vergütungsplan kennt wie seinen Kontostand, trifft bessere Entscheidungen. Jeden Tag.
Rock it!
Dein Willi