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Die große Veränderung bei Younique: Was wirklich dahinter steckt

Younique ist kein MLM mehr. Das ist die kurze Antwort. Anfang 2026 vollzog das Unternehmen den Schritt weg vom klassischen Multi-Level-Marketing-Modell hin zu einer Affiliate- und Creator-Plattform namens Curated. Was das konkret bedeutet, welche Strukturen sich verändert haben und wie das neue Modell funktioniert – das erkläre ich dir in diesem Artikel Schritt für Schritt.

Ich begleite seit über 16 Jahren Menschen in dieser Branche. Younique kenne ich, weil ich Vertriebspartner trainiert habe, die genau dort aktiv waren – und weil ich den Aufstieg und die Transformation dieses Unternehmens hautnah beobachtet habe. Als diese Veränderung bekannt wurde, war das Rauschen in der Community enorm. Manche sprachen von Pleite, manche von Zukunft, manche wussten schlicht nicht, was gerade passiert. Damit räumt dieser Artikel auf.

Was Younique ursprünglich war

Younique startete 2012, gegründet von Derek Maxfield und Melanie Huscroft. Das Geschäftsmodell basierte von Anfang an auf Social Selling – also dem Verkauf von Beauty-Produkten über Social Media, insbesondere über Facebook. Das war damals innovativ, denn während andere Direktvertriebs-Unternehmen auf Präsentationen und Heimpartys setzten, nutzte Younique konsequent digitale Kanäle.

Das klassische Younique-Modell kannte zwei Hauptrollen: Brand Ambassadors und Brand Affiliates. Ambassadors bauten Teams auf, sponsorten neue Partner und verdienten Teamprovisionen. Affiliates fokussierten sich rein auf den Produktverkauf und erhielten zwischen 20 % und 40 % Retail Pay, abhängig von ihrem monatlichen Umsatz. Beide Wege existierten innerhalb der klassischen MLM-Struktur – also mit Downline, Teamvolumen und statusgebundenen Boni.

Das System dahinter: Statusränge und Provisionen

Im alten Vergütungsplan gab es statusabhängige Rangstufen. Je nach Umsatz und Teamgröße stiegen Repräsentanten in unterschiedliche Farbanker auf. Retail Pay, Teamprovisionen und spezielle Boni – etwa Auto-Boni für höhere Statusstufen – bildeten das Einkommensbild.

Wenn ich auf 16 Jahre in dieser Branche zurückblicke, fällt mir bei Younique etwas auf, das ich so bei kaum einem anderen Unternehmen in dieser Deutlichkeit gesehen habe.

Younique war von Beginn an eine Social-Media-first-Company. Nicht als Ergänzung zum klassischen Direktvertrieb – sondern als Kern. Das Geschäftsmodell war so eng mit Facebook verknüpft, dass Algorithmusveränderungen bei Facebook direkt auf die Umsätze des Unternehmens durchschlugen. Und genau das passierte auch.

Für mich als Trainer war das lehrreich, weil es zeigt: Wer sein gesamtes Geschäftsmodell auf eine einzige Plattform baut, ohne dahinter eine eigene Community-Struktur aufzubauen, macht sich abhängig von fremden Entscheidungen. Ein einzelner Algorithmuswechsel kann ausreichen.

Younique versuchte über Jahre, diese Abhängigkeit zu reduzieren. Zuerst mit neuen Produktlinien, dann mit Systemanpassungen im Vergütungsplan, dann mit Änderungen im Pay Plan per Juni 2025. Und schließlich mit dem größten Schritt: dem vollständigen Modellwechsel Anfang 2026.

Was mich dabei fasziniert: Das Unternehmen hat sich nicht still verabschiedet. Es hat sich neu erfunden – und dabei eine Richtung eingeschlagen, die tatsächlich dem entspricht, wohin sich Social Selling insgesamt entwickelt.

Der neue Pay Plan ab Juni 2025

Bevor der große Modellwechsel kam, führte Younique im Juni 2025 zunächst einen überarbeiteten Vergütungsplan ein. Dieser neue Pay Plan konzentrierte sich darauf, ein langfristig tragfähiges Einkommensmodell für Brand Ambassadors und Affiliates zu schaffen. Das Unternehmen kommunizierte damals ausdrücklich: Younique bleibe ein traditionelles MLM-Unternehmen, das sowohl Teamaufbau als auch reinen Produktverkauf unterstütze.

Die Aktivitätsregel lautete: 250 PRS (Personal Retail Sales) in einem rollierenden Drei-Monats-Zeitraum, exklusive des Einschreibungsmonats. Wer diese Grenze nicht erfüllte, verlor den aktiven Status. Das Retail-Pay-System blieb prozentual gestaffelt, von 20 % bis 40 %, abhängig vom monatlichen Verkaufsvolumen.

Curated: Das neue Modell ab 2026

Was ist Curated überhaupt?

Curated ist eine Creator-Plattform, die Younique gemeinsam mit weiteren ausgewählten Marken betreibt. Wer Teil von Curated wird, erhält Zugang zu einem zentralen Dashboard mit – zum Zeitpunkt des Starts – rund 14 verschiedenen Marken. Diesen Zugang eröffnet eine einmalige Bewerbung als Creator. Nach der Zulassung stehen alle Marken zur Verfügung, ohne separate Bewerbungsverfahren je Marke.

Das Modell funktioniert über Affiliate Links. Creator teilen Produkte der verfügbaren Marken, generieren Käufe über ihre persönlichen Links und erhalten darauf eine Provision. Teamaufbau, Sponsoring und Downline-Strukturen – also die klassischen MLM-Elemente – entfallen im neuen Curated-Modell.

Was sich konkret verändert hat

AspektAltes Modell (MLM)Neues Modell (Curated/Affiliate)
StrukturDownline, Upline, TeamvolumenKein Team, kein Sponsoring
EinkommensquelleRetail Pay + TeamprovisionenNur Affiliate-Provision
MarkenzugangYounique-ProdukteMehrere Marken (ca. 14)
Aktivitätspflicht250 PRS / 3 MonateCreator-Bewerbung nötig
StatusrängeFarbbasierte RangstufenEntfallen
ZielgruppeVertriebspartner / Team-BuilderContent Creator / Empfehler

Diese Tabelle zeigt, wo die tatsächlichen Unterschiede liegen – sachlich und ohne Wertung. Ein Muster, das ich so schon viele Male begleitet habe: Viele Partner lesen zunächst nur eine Zeile dieser Veränderung und schließen daraus auf das Gesamtbild. Das führt zu falschen Annahmen in beide Richtungen.

Das größte Missverständnis, das ich bei dieser Veränderung immer wieder korrigiere: Viele gehen davon aus, dass Younique als Unternehmen aufgehört hat zu existieren. Das ist nicht der Fall.

Younique existiert weiter. Die Produkte existieren weiter. Was sich verändert hat, ist das Vertriebssystem – nicht das Unternehmen selbst. Younique verabschiedet sich vom MLM-Strukturmodell und positioniert sich als Teil einer Multi-Brand-Creator-Plattform.

Dieser Unterschied ist wichtig, weil er bestimmt, was für aktive Repräsentanten konkret relevant ist. Wer jahrelang auf Teamaufbau gesetzt hat, findet im neuen Modell keine Teamprovisionen mehr. Wer sich auf reine Produktempfehlung konzentriert hat, findet ein Umfeld, das in bestimmten Bereichen mehr Flexibilität bietet – nämlich durch den Zugang zu weiteren Marken.

Der Irrtum entsteht auch, weil viele Posts und Nachrichten in sozialen Medien das Ende von Younique dramatisieren. Tatsächlich handelt es sich um eine Modell-Transformation, nicht um eine Liquidation.

Was ich dabei immer wieder beobachte: Je emotionaler die Kommunikation rund um solche Veränderungen wird, desto unklarer wird das Bild für alle Beteiligten. Die sachliche Einordnung fehlt fast immer.

Wie das Curated Creator Modell konkret funktioniert

Schritt 1: Bewerbung als Creator

Wer am Curated-Modell teilnehmen möchte, bewirbt sich über die Plattform curatedby.you. Diese Bewerbung ist einmalig. Nach der Zulassung öffnet sich das Dashboard mit allen verfügbaren Marken.

Schritt 2: Zugang zu den Marken

Nach der Zulassung stehen dem Creator alle Marken der Plattform zur Verfügung. Younique ist eine davon. Eine separate Bewerbung bei einzelnen Marken entfällt, da die Plattformzulassung den Zugang zu allen einschließt.

Schritt 3: Teilen über persönliche Links

Jeder Creator erhält individuelle Affiliate-Links für die jeweiligen Produkte der verfügbaren Marken. Über diese Links erfolgt die Provisionszuordnung. Creator teilen diese Links in sozialen Medien, auf eigenen Plattformen oder über andere Kanäle.

Schritt 4: Provision erhalten

Die Provisionsstruktur läuft über das Affiliate-Modell. Konkrete aktuelle Provisionssätze gibt das Unternehmen im Rahmen des Creator-Programms bekannt. Das Younique-Affiliate-Programm kannte zuvor Retail-Pay-Sätze zwischen 20 % und 40 %, abhängig vom monatlichen Umsatzvolumen.

Warum dieser Modellwechsel stattfindet

Der Markt hat sich verändert

Das Affiliate- und Creator-Modell wächst seit Jahren. Plattformen wie Amazon, zahlreiche Beauty-Marken und Content-Creator-Netzwerke nutzen dieses Modell intensiv. Der Vorteil liegt in der Reichweite: Creator benötigen keine eigene Produktentwicklung, kein Lager, keine direkte Kundenbetreuung – sondern nur eine Zielgruppe und authentische Empfehlungen.

Younique hat als Social-Selling-Unternehmen von Anfang an auf digitale Reichweite gesetzt. Dieser nächste Schritt – weg von der MLM-Struktur, hin zum Creator-Modell – folgt derselben Logik, nur konsequenter.

Der Trend zur Plattformbündelung

Curated bündelt mehrere Marken auf einer Plattform. Das bietet Creatorn den Vorteil, nicht mehr je nach Produktkategorie verschiedene Affiliate-Programme zu jonglieren. Stattdessen zentrale Verwaltung, ein Dashboard, eine Abrechnung.

Was mir in meiner täglichen Arbeit mit Partnern bei solchen Veränderungen immer wieder auffällt: Die erste Reaktion ist fast nie sachlich.

Wenn ein Unternehmen sein Modell verändert, reagieren Partner zuerst emotional. Das ist menschlich und verständlich. Danach folgt oft wochenlanger Informationsstau, weil niemand eine klare Quelle hat, die die Veränderung sachlich erklärt.

Ich sehe das Muster regelmäßig: Jemand liest einen Post, leitet daraus eine Schlussfolgerung ab, teilt sie weiter – und innerhalb von Tagen kursieren fünf verschiedene Versionen derselben Veränderung. Manche davon haben mit dem Original noch wenig zu tun.

Was wirklich zählt, ist die Dokumentation. Also: Was hat das Unternehmen offiziell kommuniziert? Was steht in den Agreements, in den Business-Updates, in den Pay-Plan-Dokumenten? Diese Quellen sind das, worauf ich mich verlasse – nicht auf Social-Media-Posts, egal wie viral sie gehen.

Für Trainer bedeutet das: Der erste Schritt bei jeder Firmenveränderung ist Primärquellenarbeit. Erst danach folgt Einordnung.

Was aktive Repräsentanten jetzt wissen sollten

Bestandspartner und der Übergang

Die Transformation von einem MLM-Modell zu einem Creator-Modell betrifft alle aktiven Repräsentanten. Der Übergang gestaltet sich je nach Aktivitätsstatus und gewähltem Weg unterschiedlich. Younique hat die Veränderungen offiziell kommuniziert und im Backoffice sowie per E-Mail bekannt gemacht. Die vertraglichen Grundlagen – Ambassador Agreement, Affiliate Agreement, Pay Plan – sind die relevanten Dokumente für den individuellen Status.

Die bisherige Teamstruktur

Im alten Modell hatten Repräsentanten Downlines aufgebaut und Teamprovisionen generiert. Diese Struktur entfällt im Creator-Modell. Repräsentanten, deren Haupteinkommensquelle auf Teamprovisionen basierte, befinden sich damit in einer neuen Ausgangslage. Die Optionen: Wechsel ins Creator-Modell, Fokus auf reine Produktempfehlung, oder Neuorientierung.

Produkte bleiben verfügbar

Younique-Produkte – darunter die bekannten Make-up- und Skincare-Linien – bleiben weiterhin Teil des Sortiments. Der Zugang zu diesen Produkten verändert sich strukturell, die Produkte selbst bleiben bestehen.

Der größere Kontext: Direktvertrieb im Wandel

Younique ist kein Einzelfall. Der gesamte Direktvertrieb durchläuft seit Jahren eine strukturelle Transformation. Das klassische Empfehlungsmarketing mit tiefgestaffelten Teamprovisionen steht unter Druck – von regulatorischer Seite, von Marktveränderungen und von der wachsenden Creator Economy.

Wenn ich verschiedene Firmen über viele Jahre beobachte, zeigt sich ein klares Muster bei Unternehmenstransformationen dieser Art.

Nicht nur Younique reagiert auf den Wandel im Direktvertrieb. Mehrere große MLM-Unternehmen haben in den letzten Jahren ihre Vergütungspläne überarbeitet, Affiliate-Optionen eingeführt oder ihre Modelle hybridisiert. Die Richtung ist branchenweit ähnlich: weg von reiner Teamvolumen-Logik, hin zu produktgetriebenen Provisionen.

Was mich dabei interessiert: Younique geht diesen Schritt radikaler als die meisten. Statt ein hybrides Modell zu schaffen, das MLM und Affiliate verbindet, schneidet das Unternehmen das MLM-Element komplett heraus. Das ist selten.

Ob das langfristig der richtige Weg ist, lässt sich aus heutiger Sicht nicht abschließend beurteilen. Was sich sagen lässt: Die Branche entwickelt sich, und Firmen, die früh auf neue Modelle umschwenken, positionieren sich für ein verändertes Marktumfeld.

Ein Blick über mehrere Unternehmen hinweg zeigt außerdem: Plattformansätze, bei denen mehrere Marken unter einem Creator-Dach gebündelt werden, gewinnen an Gewicht. Curated ist in dieser Hinsicht kein Einzelprojekt, sondern Teil eines größeren Trends.

Was „Curated“ für den deutschsprachigen Markt bedeutet

Curated startete zunächst in den USA. Für den deutschsprachigen Markt – also Deutschland, Österreich, Schweiz – lagen zum Stand der Recherche noch keine vollständigen Details zur lokalen Verfügbarkeit vor. Younique ist in mehreren europäischen Märkten aktiv. Wer im DACH-Raum tätig ist, findet die aktuellen Informationen direkt im Younique-Backoffice sowie in offiziellen Kommunikationen des Unternehmens.

Ein Verlauf, den ich so oder ähnlich schon mehrfach begleitet habe: Partner, die viele Jahre in einem Unternehmen aktiv waren, reagieren auf Modellveränderungen sehr unterschiedlich – und die erste Reaktion sagt fast nichts über den späteren Weg aus.

Manche, die anfangs sagen „Das war’s für mich“, bleiben am Ende und wechseln ins neue Modell. Andere, die zunächst begeistert vom Neuen sind, merken nach einigen Wochen, dass das veränderte Modell nicht zu ihrem bisherigen Weg passt.

Was ich dabei gelernt habe: Die erste Reaktion ist selten eine Entscheidungsgrundlage. Was wirklich trägt, ist die Auseinandersetzung mit den konkreten Fakten – also: Was verdiene ich womit? Was ändert sich an meinen bestehenden Provisionen? Wie funktioniert das neue System konkret?

Wer sich diese Fragen beantwortet, bevor er eine Entscheidung trifft, trifft fast immer die klarere Entscheidung. Egal, in welche Richtung sie geht.

Diese Klarheit entsteht nicht aus dem emotionalsten Post in deiner Timeline. Sie entsteht aus den offiziellen Dokumenten – und aus der Ruhe, sie zu lesen.

FAQ

Was genau hat sich bei Younique verändert?

Younique hat das klassische MLM-Modell beendet und sich als Teil der Creator-Plattform Curated neu positioniert. Teamaufbau, Sponsoring und Downline-Provisionen entfallen. Stattdessen funktioniert das Modell über Affiliate-Links, mit denen Creator Produkte von Younique und weiteren Marken empfehlen.

Younique operierte über mehr als ein Jahrzehnt als Multi-Level-Marketing-Unternehmen mit Statusrängen, Teamprovisionen und einem gestaffelten Vergütungsplan. Dieser Rahmen löst sich auf. Der Wechsel zu Curated markiert die Abkehr vom Rekrutierungsmodell hin zu einem reinen Empfehlungs- und Provisionsmodell über Affiliate Links. Für alle, die ihr Einkommen bisher auf Teamprovisionen aufgebaut hatten, ergibt sich daraus eine veränderte Ausgangslage – weil diese Einkommensquelle im neuen Modell nicht mehr existiert.

Gibt es Younique noch oder ist das Unternehmen pleite?

Nein, Younique ist nicht pleite. Das Unternehmen existiert weiter, die Produkte bleiben verfügbar und der Vertrieb läuft über das neue Curated-Modell weiter.

In der Momentaufnahme der Veränderung kursierten zahlreiche Posts in sozialen Netzwerken, die das Ende von Younique ankündigten. Tatsächlich handelt es sich nicht um eine Unternehmensauflösung, sondern um einen strategischen Modellwechsel. Younique-Produkte aus den Bereichen Make-up, Skincare und Lippenpflege bleiben Bestandteil des Sortiments, allerdings jetzt als Teil der Curated-Plattform neben weiteren Marken. Wer auf der Suche nach einer konkreten Bestätigung des Unternehmensfortbestands ist, findet diese direkt im offiziellen Younique-Backoffice und auf der Unternehmenswebsite.

Was ist Curated und wie funktioniert es?

Curated ist eine Creator-Plattform, die mehrere Marken – darunter Younique – unter einem gemeinsamen Dashboard bündelt. Nach einer einmaligen Bewerbung als Creator erhält man Zugang zu allen Marken und kann Produkte über Affiliate Links empfehlen.

In meiner täglichen Arbeit mit Partnern sehe ich immer wieder, dass der Begriff „Creator-Plattform“ anfangs abstrakt wirkt – bis man versteht, wie nah das an dem ist, was viele bereits tun. Wer Produkte in sozialen Medien empfiehlt und dabei auf Resonanz stößt, betreibt bereits im Kern dasselbe wie das Curated-Modell – nur ohne den strukturierten Provisionsrahmen. Curated formalisiert diesen Ansatz, indem es mehrere Marken zentral zugänglich macht. Zum Stand des Launches waren rund 14 Marken auf der Plattform verfügbar. Alle Share- und Provisionsaktionen laufen über persönliche Links, die im Creator-Dashboard verwaltet werden. Creator teilen nur, was sie selbst authentisch empfehlen möchten – und erhalten für Käufe über ihre Links eine Provision.

Wie hoch ist die Provision bei Curated/Younique?

Das bisherige Younique-Affiliate-Modell kannte Retail-Pay-Sätze zwischen 20 % und 40 %, abhängig vom monatlichen persönlichen Verkaufsvolumen. Für das neue Curated-Modell gibt das Unternehmen die aktuellen Konditionen im Rahmen der Bewerbung bekannt.

Ein Muster, das ich schon viele Male so oder ähnlich begleitet habe: Die Frage nach der genauen Provisionshöhe steht für viele ganz am Anfang – noch bevor das Modell insgesamt verstanden ist. Das führt häufig dazu, dass Zahlen verglichen werden, ohne den Kontext dahinter zu kennen. Bei Affiliate-Provisionen kommt es nicht nur auf den Prozentsatz an, sondern auch auf die Reichweite, die man als Creator aufbaut, und auf die Konversionsrate der eigenen Links. Wer 40 % Provision auf einen einzigen monatlichen Verkauf generiert, verdient weniger als jemand mit 25 % auf viele Verkäufe. Der Kontext zählt immer mehr als der nackte Prozentsatz.

Wie bewirbt man sich bei Curated?

Die Bewerbung erfolgt über die Plattform curatedby.you. Dort gibt es den Bereich „Creator Studio“ mit einem Anmeldeformular. Nach der Prüfung durch das Plattformteam erhält man Zugang zum Dashboard mit allen verfügbaren Marken.

Nach der Zulassung entfällt jede separate Bewerbung bei einzelnen Marken. Der Plattformzugang schließt alle verfügbaren Marken ein. Das bedeutet konkret: Wer zugelassen ist, kann Younique-Produkte genauso teilen wie Produkte der anderen Plattform-Marken – ohne zusätzliche Schritte.

Verlieren bestehende Younique-Partner ihre Provisionen sofort?

Nach der Langzeiterfahrung von 16 Jahren in dieser Branche zeigt sich: Firmen kommunizieren Modellwechsel in der Regel mit einer Übergangsphase – sofortige Komplettumstellungen ohne jede Ankündigung sind die Ausnahme, nicht die Regel. Younique hat die Veränderungen über das Backoffice und per E-Mail an aktive Partner kommuniziert.

Konkrete Übergangsfristen und individuelle Auswirkungen auf bestehende Provisionen hängen vom jeweiligen Status und dem vereinbarten Agreement ab. Die relevanten Dokumente dafür sind das Ambassador Agreement, das Affiliate Agreement und der aktuelle Pay Plan – diese stehen im persönlichen Backoffice zur Verfügung. Wer seinen genauen Status und die damit verbundenen Konditionen kennen möchte, findet alle Antworten direkt in diesen offiziellen Dokumenten.

Warum hat Younique diesen Schritt gemacht?

Younique positionierte sich als Reaktion auf die Entwicklung im Social Selling und der Creator Economy. Affiliate-Modelle wachsen, das Interesse an Multi-Brand-Creator-Plattformen steigt, und die klassische MLM-Struktur steht branchenweit unter strukturellem Druck.

Der häufigste Irrtum, den ich zu dieser Frage korrigiere: Viele gehen davon aus, der Schritt sei ausschließlich eine Reaktion auf wirtschaftliche Schwierigkeiten. Dabei zeigt der Kontext, dass dieser Trend branchenübergreifend stattfindet. Creator Economy und Affiliate Marketing wachsen deutlich schneller als klassische MLM-Strukturen. Younique folgt damit einer Bewegung, die in der Direktvertriebsbranche seit Jahren erkennbar ist – und setzt sie konsequenter um als viele andere. Ob das der einzige Grund ist oder ob wirtschaftliche Faktoren ebenfalls eine Rolle spielen, lässt sich von außen nicht abschließend beurteilen. Die offizielle Kommunikation des Unternehmens betont die strategische Ausrichtung auf Social Selling und Creator-Economy-Trends.

Was passiert mit der Younique Foundation und dem Saprea-Engagement?

Younique hatte seit seiner Gründung eine gemeinnützige Mission – einen Teil des Umsatzes floss in die Saprea Foundation, die sich gegen sexuellen Missbrauch bei Kindern einsetzt. Diese gesellschaftliche Komponente war Teil der Unternehmensidentität.

Ob und in welcher Form diese Mission im neuen Curated-Modell weitergeführt wird, ist zum aktuellen Zeitpunkt den offiziellen Kommunikationen des Unternehmens zu entnehmen. Wer aktiv bei Younique war und das Saprea-Engagement als Teil seiner persönlichen Motivation gesehen hat, findet die aktuellen Informationen dazu direkt auf der Younique-Website.

Kann man bei Younique noch Produkte kaufen?

Ja. Younique-Produkte bleiben weiterhin verfügbar. Der Kauf läuft über Affiliate Links von Creatorn oder direkt über die Unternehmenswebsite.

Die Produktlinie von Younique umfasst weiterhin Bereiche wie Make-up, Lippenpflege, Skincare und Zubehör. Der Vertriebsweg verändert sich, die Produkte selbst bleiben bestehen. Kunden, die bisher über einen Repräsentanten bestellt haben, orientieren sich jetzt an Creator-Links oder direkt an der Markenwebsite.

Was bedeutet die Veränderung für den DACH-Markt konkret?

Younique ist in mehreren europäischen Märkten aktiv, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die Transformation zum Curated-Modell betrifft grundsätzlich alle Märkte, in denen das Unternehmen operiert.

Konkrete Verfügbarkeit, Startzeitpunkte und spezifische Konditionen für den DACH-Markt kommuniziert Younique direkt über das Backoffice und per E-Mail an aktive Partner. Wer im deutschsprachigen Raum aktiv ist und konkrete Fragen zu seinem Status hat, findet die verlässlichsten Antworten in den offiziellen Unternehmenskommunikationen – nicht in Social-Media-Posts, so gut gemeint sie auch sein mögen.

Was du jetzt weißt – und die meisten anderen noch nicht

Younique hat einen Schritt gemacht, den viele als Ende lesen – obwohl es tatsächlich eine Neupositionierung ist. Das Unternehmen existiert, die Produkte existieren, und das neue Modell folgt einem Trend, der in der gesamten Branche sichtbar ist.

Das Interessante daran: Wer die Transformation versteht, ist genau dort, wo man im Network Marketing immer sein sollte – nämlich einen Schritt früher als alle anderen.

Ich sage das nicht, um dich in eine Richtung zu drängen. Ich sage das, weil ich nach mehr als 16 Jahren in dieser Branche eines weiß: Die, die Veränderungen frühzeitig verstehen und einordnen, treffen klarere Entscheidungen. Und klare Entscheidungen – egal wohin sie führen – sind immer besser als Entscheidungen aus dem Rauschen heraus.

Rock it!
Dein Willi

PS: So gewann ich +800 Erstlinien bei Fitline.