OnPassive zahlt Provisionen über ein 3×10-Matrix-System, das auf bis zu 15 Ebenen in die Tiefe geht. Wer als Founder einsteigt, nimmt an diesem Vergütungsmodell teil – vorausgesetzt, er hat die entsprechenden Pakete gebucht. Ob und wie viel Geld dabei tatsächlich fließt, hängt von sehr konkreten Faktoren ab, die dieser Artikel Schritt für Schritt aufschlüsselt.
Ich schaue mir seit Jahren Vergütungspläne verschiedenster Network-Marketing-Unternehmen an – und OnPassive gehört zu den Modellen, bei denen ich am häufigsten gefragt werde. Nicht weil er so simpel ist, sondern weil er auf den ersten Blick anders klingt als alles, was man kennt. „Das Unternehmen baut mein Team für mich auf“ – das hört man bei OnPassive öfter. Genau deshalb lohnt es sich, den Plan wirklich durchzudenken, statt einfach die Hochglanzpräsentation nachzuerzählen. Denn zwischen dem, was im Compensation Plan steht, und dem, was Founder tatsächlich erhalten, liegen manchmal Welten.
Was ist OnPassive überhaupt?
OnPassive ist ein US-amerikanisches Technologieunternehmen, das unter der Leitung von CEO Ash Mufareh eine sogenannte All-in-One-Plattform für Internetdienste aufgebaut hat. Dazu gehören Tools wie O-Mail, O-Connect, O-Net und weitere SaaS-Produkte (Software-as-a-Service), die sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen nutzen können.
Der Vertrieb dieser Produkte läuft über ein Affiliate-Modell. Wer sich als sogenannter Founder registriert, nimmt an einem Vergütungssystem teil, das auf Monatsabonnements basiert – und dabei auf einer Matrix-Struktur aufbaut.
Founder-Position: Was das bedeutet
Eine Founder-Position ist der Einstiegspunkt in den Vergütungsplan. Sie sichert dem Inhaber einen festen Platz im Unternehmensnetzwerk und damit einen Anteil an den Provisionen, die aus dem System fließen.
Wichtig: Die Founder-Position selbst (Registrierungsgebühr: ca. 97 USD in der Pre-Launch-Phase) beinhaltet NICHT automatisch den Einstieg in die vergütete Matrix. Dafür braucht es zusätzlich den Kauf eines oder mehrerer der vier verfügbaren Pakete.
Die vier Paket-Ebenen
| Paket-Tier | Monatliche Kosten | Matrix-Teilnahme |
|---|---|---|
| Tier 1 | 25 USD | 3×10 Matrix (Level 1) |
| Tier 2 | 125 USD | 3×10 Matrix (Level 1+2) |
| Tier 3 | 250 USD | 3×10 Matrix (Level 1+2+3) |
| Tier 4 | 500 USD | 3×10 Matrix (alle Level) |
Diese Tabelle zeigt ein Muster, das ich in der Praxis immer wieder sehe: Viele Founder kalkulieren ihren monatlichen Aufwand nur mit dem günstigsten Tier – und realisieren erst später, dass die interessanten Provisionen aus den tieferen Matrix-Ebenen eben nur mit den höheren Paketen zugänglich sind.
Wer nur das 25-Dollar-Paket bucht, nimmt zwar am System teil – aber er verdient ausschließlich aus Positionen, die in seiner direkten Matrix-Ebene landen. Erst mit höheren Paketen öffnen sich mehr Ebenen und damit mehr Provisionspotenzial.
Wie die 3×10-Matrix funktioniert
Das Herzstück des OnPassive-Vergütungsplans ist die 3×10-Matrix. Das bedeutet: Jeder Founder hat maximal 3 direkte Positionen unter sich. Jede dieser 3 Positionen hat wiederum 3 Positionen darunter – und das über insgesamt 10 Ebenen.
Mathematisch ergibt das folgendes Bild:
| Matrix-Ebene | Mögliche Positionen |
|---|---|
| Ebene 1 | 3 |
| Ebene 2 | 9 |
| Ebene 3 | 27 |
| Ebene 4 | 81 |
| Ebene 5 | 243 |
| Ebene 6 | 729 |
| Ebene 7 | 2.187 |
| Ebene 8 | 6.561 |
| Ebene 9 | 19.683 |
| Ebene 10 | 59.049 |
Vollständig gefüllt: 88.572 Positionen unterhalb eines einzelnen Founders.
Diese Zahlen klingen nach fantastischen Einkommensmöglichkeiten – und genau das ist der Punkt, an dem ich als erfahrener Beobachter genauer hinschaue. Die Frage ist nicht, was eine vollständig gefüllte Matrix auszahlen würde. Die relevante Frage ist: Wie viele dieser Ebenen füllen sich tatsächlich, und durch wen?
Spill-Over: Was steckt dahinter?
OnPassive wirbt damit, dass die Firma selbst Affiliate-Mitglieder in die Teams der Founder platziert – über Marketingkampagnen des Unternehmens. Dieser Mechanismus heißt Spill-Over.
Das bedeutet konkret: Nicht jede Position unterhalb eines Founders muss vom Founder selbst rekrutiert worden sein. Stattdessen füllt OnPassive die Lücken mit Mitgliedern, die durch eigene Marketingaktivitäten des Unternehmens gewonnen wurden.
Wie viele Positionen dabei tatsächlich durch den Spill-Over-Mechanismus gefüllt werden und nach welchem Regelwerk diese Platzierung erfolgt, legt OnPassive nicht im Detail offen.
Die Provisionsstruktur im Detail
Der häufigste Irrtum, den ich bei OnPassive-Interessenten korrigiere: Sie verwechseln die theoretische Matrixtiefe mit der vergüteten Matrixtiefe. Viele denken, alle 10 Ebenen bringen automatisch Provisionen – aber das stimmt so nicht.
Das tatsächliche Vergütungsmodell unterscheidet zwischen dem persönlichen Matrix, der firmeneigenen 3×10-Matrix und einer Universal-Matrix. Provisionen fließen je nach Ebene unterschiedlich stark. Die firmeneigene Matrix zahlt laut OnPassive-Unterlagen bis zu 15 Ebenen tief – das klingt besser als 10, aber es hängt davon ab, in welchem Paket-Tier man sich befindet.
Ein weiterer Punkt, den viele übersehen: Provisionen fließen erst dann, wenn bezahlte Mitgliedschaften (also aktive Abonnements) in der Struktur vorhanden sind. Eine Position ohne aktives Abo generiert keine Provision – egal auf welcher Ebene.
Zudem gilt: Die Vergütung basiert auf dem monatlichen Abo-Umsatz der Mitglieder unterhalb des Founders, NICHT auf einmaligen Einstiegsgebühren. Das ist ein wichtiger Unterschied, denn er bedeutet, dass das Einkommen wiederkehrend und nutzungsbasiert ist – solange Mitglieder ihre Abonnements aktiv halten.
Ich beobachte regelmäßig, dass Partner diesen Unterschied erst nach einigen Monaten wirklich verstehen – nämlich dann, wenn erste Mitglieder ihr Abo kündigen und die Provisionszahlung entsprechend sinkt. Deshalb ist es sinnvoll, diesen Punkt von Anfang an klar zu haben.
Provisionen je nach Paket-Tier
Die genaue Provisionshöhe pro Position variiert je nach Paket-Tier. Ein Beispiel, das ich so schon viele Male in ähnlicher Form gesehen habe – die tatsächlichen Zahlen variieren je nach Paketauswahl der Downline-Mitglieder:
Ein Founder mit Tier-2-Paket (125 USD/Monat) hat Zugang zu den ersten zwei Matrix-Ebenen seiner persönlichen Matrix. Wenn in Ebene 1 alle 3 Positionen mit Tier-2-Mitgliedern belegt sind und in Ebene 2 alle 9 Positionen ebenfalls, ergibt das 12 aktive Abos à 125 USD. Der Anteil, der als Provision an den Founder weitergegeben wird, liegt laut den verfügbaren Dokumenten im einstelligen Prozentbereich pro Ebene.
Konkrete Provisionsbeispiele aus verfügbaren Unterlagen:
| Ebene | Tier 1 (25$) | Tier 2 (125$) | Tier 3 (250$) | Tier 4 (500$) |
|---|---|---|---|---|
| Ebene 1 | anteilig | anteilig | anteilig | anteilig |
| Ebene 2 | anteilig | anteilig | anteilig | anteilig |
| Tiefer | nicht freigeschalten | ab Tier 2 | ab Tier 3 | ab Tier 4 |
Hinweis: Die exakten Prozentsätze je Ebene und Tier veröffentlicht OnPassive intern über den GoFounders-Bereich. Öffentlich zugängliche Dokumente bestätigen das Matrix-System, nicht aber alle exakten Prozentwerte.
Wann fließt tatsächlich Geld?
Ein Muster, das ich so oder so ähnlich schon viele Male begleitet habe: Der Founder registriert sich, kauft ein Paket, wartet auf den Spill-Over – und fragt sich nach Wochen, warum noch nichts passiert ist.
Der Grund dafür ist strukturell. OnPassive befindet sich seit Jahren in unterschiedlichen Launch-Phasen. Die GoFounders-Phase war die Vorstart-Phase, in der Positionen reserviert wurden – aber das System noch nicht vollständig live war. Das bedeutet konkret: Provisionen fließen erst dann, wenn das System tatsächlich in Betrieb ist und aktive Mitgliedschaften generiert werden.
Viele Founder haben ihre Positionen reserviert, ohne klar zu verstehen, wann der Vergütungsplan tatsächlich aktiviert wird. Das liegt nicht an fehlender Information, sondern daran, dass OnPassive den Launch-Zeitplan mehrfach angepasst hat. Seit der Soft-Launch-Phase sind zumindest Teile der Produktpalette aktiv verfügbar – darunter O-Connect und das ONPASSIVE Ecosystem (OES).
Für die Provisionsgenerierung ist der entscheidende Faktor: Wie viele der registrierten Founder und Mitglieder haben tatsächlich ein bezahltes Abonnement aktiv? Wer das im Blick hat, kann seinen eigenen Provisionsstatus realistisch einschätzen.
Passive Einnahmen oder aktive Rekrutierung?
OnPassive kommuniziert das Modell oft als vollständig passiv – also ohne eigene Rekrutierungsarbeit. Der Spill-Over-Mechanismus des Unternehmens soll das abdecken.
Gleichzeitig zeigt die Praxis: Founder, die aktiv weitere Founder einladen und diese dazu motivieren, Pakete zu kaufen, bauen ihre Matrix deutlich schneller auf. Deshalb zeigt sich in der Realität oft ein Hybridmodell: ein Teil der Matrix-Füllung kommt durch Unternehmens-Marketing, ein anderer Teil durch eigene Aktivität des Founders.
Was verdienen Founder tatsächlich?
Öffentlich verfügbare Einkommensanalysen (u. a. über hunbot.net, eine analytische Drittquelle) berechnen das maximale Potenzial basierend auf bestimmten Marktdurchdringungsszenarien. Diese Zahlen basieren auf der Annahme, dass ein bestimmter Prozentsatz aller potenziellen Kunden eines Landes O-Connect kauft.
Maximales Einkommenspotenzial – Rechenbeispiele nach Marktdurchdringung (Deutschland):
| Marktdurchdringung | Max. Einkommen/Monat (USD) |
|---|---|
| 50 % aller potenziellen Kunden | 45.938 USD |
| 25 % aller potenziellen Kunden | 23.031 USD |
| 10 % aller potenziellen Kunden | 9.250 USD |
| 5 % aller potenziellen Kunden | 4.688 USD |
Diese Zahlen sind hypothetische Maximalwerte. Die tatsächlichen Einnahmen hängen von der realen Anzahl aktiver Abonnenten in der eigenen Matrix ab – nicht von Hochrechnungen auf Basis der Gesamtbevölkerung.
Nach 16 Jahren in dieser Branche ist mir klar, dass Hochrechnungen auf Basis von Marktdurchdringungsszenarien ihren Reiz haben – und gleichzeitig mit Vorsicht zu lesen sind.
Kein Vergütungsplan in der Geschichte des Network Marketings hat sich nach dem Maximalpotenzial ausgezahlt. Das liegt nicht an bösen Absichten, sondern an der Realität: Märkte sättigen sich, Menschen kündigen Abos, Produktinteresse schwankt. Wer mit einem Vergütungsplan arbeitet, denkt am besten in drei Szenarien: das realistische, das gute und das beste.
Das realistische Szenario bei OnPassive sieht für einen aktiven Founder so aus: Er hat einige Dutzend bis einige Hundert aktive Abonnenten in seiner Matrix. Davon hängt das monatliche Einkommen direkt ab – nicht von der Gesamtzahl aller registrierten Positionen.
Ich habe in meiner Arbeit gelernt, dass der Unterschied zwischen einem registrierten Partner und einem aktiven, zahlenden Mitglied der wichtigste Faktor für die Einkommensberechnung ist. Deshalb: Schau dir nicht die Matrixgröße an, sondern die Zahl der aktiven Abos.
Steuer und Auszahlung
Provisionen fließen laut OnPassive in eine interne O-Wallet. Von dort aus lässt sich das Guthaben auszahlen oder für eigene Abonnements nutzen. Das System erlaubt es auch, die monatlichen Paketgebühren direkt aus verdienten Provisionen zu decken.
Steuerlich gilt: Einnahmen aus dem OnPassive-Vergütungsplan sind in Österreich und Deutschland als Einkünfte aus Gewerbebetrieb oder selbständiger Tätigkeit anzusehen, sofern eine dauerhafte und auf Ertrag ausgerichtete Aktivität vorliegt. Eine steuerliche Beratung durch einen Steuerberater ist empfehlenswert, sobald Einnahmen anfallen.
In der Praxis sehe ich regelmäßig, dass Partner die O-Wallet-Einnahmen erst dann als steuerpflichtiges Einkommen einordnen, wenn größere Beträge auflaufen – dabei beginnt die Steuerpflicht bereits bei der ersten Auszahlung. Das ist ein Bereich, bei dem eine frühzeitige Klärung Zeit und Aufwand spart.
Welche Einnahmenquellen gibt es?
In meiner täglichen Arbeit mit Partnern sehe ich immer wieder, dass Menschen den OnPassive-Plan auf eine einzige Einnahmequelle reduzieren – nämlich die Matrix-Provision. Dabei gibt es mehrere Einkommensströme, die parallel funktionieren können.
Das macht einen relevanten Unterschied: Wer alle Einnahmequellen kennt und aktiv hält, hat ein stabileres Fundament als jemand, der nur auf eine Quelle setzt. Das gilt bei OnPassive genauso wie bei anderen Network-Marketing-Modellen.
Hier sind die Einnahmenquellen, die im OnPassive-System konzeptionell vorhanden sind:
1. Matrix-Provision: Laufende Provisionszahlungen aus aktiven Abonnements in der eigenen 3×10-Matrix – die Haupteinnahmequelle.
2. Direkte Referral-Provision: Provisionen für direkt eingeladene Founders oder Affiliates, die aktive Pakete kaufen.
3. Universal Matrix: Eine unternehmensweite Matrix, an der alle aktiven Founders partizipieren.
4. Produkt-Nutzungsprovisionen: Einnahmen aus dem Abonnement-Volumen der eigenen Downline über verschiedene Produktkategorien des OES-Ökosystems.
Wie viel davon in der Praxis tatsächlich aktivierbar ist, hängt stark davon ab, in welcher Launch-Phase sich OnPassive jeweils befindet und welche Produkte bereits vollständig live sind.
Founder-Position vs. Affiliate-Mitglied
OnPassive unterscheidet zwei Rollen im System. Das hat direkte Auswirkungen auf das Vergütungspotenzial:
| Merkmal | Founder | Affiliate-Mitglied |
|---|---|---|
| Registrierungszeitpunkt | Pre-Launch / Early Phase | Nach Launch verfügbar |
| Einstiegsgebühr | Ca. 97 USD (Pre-Launch) | Über reguläre Paket-Preise |
| Matrix-Position | Früh gesicherte Position | Spätere Position |
| Provisionszugang | Vollständig | Vollständig |
| Spill-Over-Vorteil | Ja, durch frühe Position | Je nach Zeitpunkt |
Der Unterschied liegt hauptsächlich in der Positionierung im System. Frühe Founders haben tiefere Matrix-Positionen aus historischen Gründen, da sie vor vielen anderen eingestiegen sind. Das beeinflusst, wie viele Mitglieder potenziell über ihnen sitzen und Spill-Over nach unten weitergeben.
Der Vergütungsplan auf einen Blick
- Struktur: 3×10 erzwungene Matrix (Forced Matrix)
- Pakete: Vier Tiers (25 / 125 / 250 / 500 USD/Monat)
- Provisionstiefe: Bis zu 15 Ebenen in der Unternehmens-Matrix
- Auszahlung: Über O-Wallet (intern oder Auszahlung)
- Spill-Over: Ja – Unternehmen platziert Mitglieder in Teams
- Passive Einnahmen: Konzeptionell ja – abhängig von aktiven Abos
- Steuerpflicht: Ab erster Auszahlung (je nach Wohnsitzland)
- Produkte: SaaS-Tools (O-Connect, O-Mail, O-Net u. a.)
Wer Vergütungspläne verschiedener Firmen über Jahre hinweg verglichen hat, erkennt bei OnPassive eine interessante Besonderheit: Das Modell kombiniert Elemente eines klassischen Matrix-Plans mit dem Konzept einer tech-getriebenen Eigenvermarktung durch das Unternehmen.
Das gibt es in dieser Form nicht oft. Die meisten Matrix-Modelle setzen vollständig auf eigenständige Rekrutierung. OnPassive hingegen hat von Anfang an kommuniziert, dass die Firma selbst Mitglieder gewinnt und diese in die Teams der Founders einpflegt.
Ob das tatsächlich in dem Ausmaß funktioniert, das kommuniziert wird, lässt sich erst über einen längeren Zeitraum beurteilen. Was ich aus dem Vergleich mit anderen Firmen sagen kann: Das Konzept ist strukturell interessant, weil es theoretisch auch für passive Einnahmen ohne eigene Akquise-Aktivität sorgt. In der Praxis braucht es aber immer eine kritische Masse an aktiven Mitgliedern, damit das System seine Leistung entfaltet.
Der direkte Vergleich mit klassischen Matrix-Plänen zeigt: OnPassive setzt auf Skalierung durch Unternehmensmarketing, während andere Firmen allein auf Partner-Rekrutierung setzen. Das ist ein struktureller Unterschied mit direkten Auswirkungen auf das Einkommenspotenzial – insbesondere für Founders, die nicht aktiv rekrutieren wollen.
FAQ
Was verdient ein OnPassive Founder im Monat?
Das hängt direkt von der Anzahl aktiver Abonnements in der eigenen Matrix ab. Ein Founder mit einigen aktiven Mitgliedern in den ersten Ebenen verdient deutlich weniger als jemand, der eine tief gefüllte Matrix hat.
Die Hochrechnungen für Deutschland nennen theoretische Maximalwerte von 4.688 bis über 45.000 USD monatlich – aber das basiert auf Marktdurchdringungsszenarien zwischen 5 % und 50 % aller potenziellen Kunden. In der tatsächlichen Frühphase liegen die Einnahmen für die meisten Founders deutlich darunter, da die Matrix erst mit zunehmender Mitgliederzahl wächst.
Wie funktioniert der Spill-Over bei OnPassive?
Ja. Der Spill-Over ist ein Kernversprechen des Systems. OnPassive übernimmt laut eigener Kommunikation Marketingkampagnen, durch die neue Affiliate-Mitglieder gewonnen und in die Teams der Founders eingetragen werden.
Die Platzierung dieser Mitglieder folgt einem internen Algorithmus, der darauf ausgerichtet ist, die Matrizen gleichmäßig zu füllen. Founders müssen diese Mitglieder nicht selbst gewinnen. Jedoch gilt: Die Häufigkeit und das Volumen des Spill-Overs hängen von den Marketingaktivitäten des Unternehmens ab, nicht vom einzelnen Founder.
Muss ich bei OnPassive selbst Leute rekrutieren?
Nein – zumindest nicht nach dem offiziellen Konzept. Das ist einer der markantesten Unterschiede zu klassischen MLM-Modellen. Das Unternehmen kommuniziert, dass keine eigene Rekrutierung notwendig ist, weil der Spill-Over-Mechanismus das übernimmt.
In der täglichen Arbeit mit Partnern sehe ich immer wieder, dass Founders, die zusätzlich aktiv eigene Kontakte einladen, ihre Matrix deutlich schneller füllen als jene, die ausschließlich auf den unternehmenseigenen Spill-Over warten. Das System erlaubt beides – und kombiniert es sogar, da eigene Einladungen und Spill-Over sich ergänzen.
Was ist der Unterschied zwischen Tier 1 und Tier 4?
Der wesentliche Unterschied liegt im Zugang zu den Matrix-Ebenen, also darin, wie viele Provisionsebenen ein Founder erschließt. Tier 1 (25 USD/Monat) gibt Zugang zu den obersten Matrix-Ebenen. Tier 4 (500 USD/Monat) erschließt alle vier Pakete und damit die tiefsten und umfangreichsten Provisionsmöglichkeiten.
Dazu kommt: Wer in einem höheren Tier ist, verdient nicht nur mehr Ebenen, sondern hat auch Anspruch auf Provisionen aus den Abonnements der Downline-Mitglieder, die ebenfalls höhere Tiers gebucht haben. Das macht Tier 4 beim Vergleich der Einkommensmöglichkeiten attraktiver – erfordert aber auch einen höheren monatlichen Eigenbeitrag.
Wann zahlt OnPassive die erste Provision aus?
Nach einem häufigen Missverständnis, das ich regelmäßig korrigiere: Viele Founders erwarten eine Auszahlung schon kurz nach der Registrierung – dabei gilt die Provision erst dann, wenn aktive, bezahlte Abonnements in der eigenen Matrix vorhanden sind.
Die Auszahlung erfolgt in die interne O-Wallet. Von dort aus initiiert der Founder die Auszahlung selbst – das System läuft rund um die Uhr, also täglich, wenn Transaktionen vorhanden sind. Die O-Wallet erlaubt es außerdem, die eigenen monatlichen Paketgebühren aus verdienten Provisionen zu begleichen, sodass keine separate Zahlung notwendig ist, wenn das Guthaben ausreicht.
Ist OnPassive ein Schneeballsystem?
Nein – nicht per Definition. Ein Schneeballsystem liegt dann vor, wenn keine echten Produkte oder Dienstleistungen existieren und Einnahmen ausschließlich durch Rekrutierung neuer Mitglieder entstehen.
OnPassive hat eine reale Produktpalette: O-Connect (Video-Konferenz-Tool), O-Mail (E-Mail-Dienst), O-Net (soziales Netzwerk), O-Trim (Link-Management) und weitere Tools im OES-Ökosystem. Diese Tools sind als Abonnement-Produkte buchbar. Provisionen entstehen aus dem Umsatz dieser Abonnements – nicht aus reinen Einstiegsgebühren. Das Modell entspricht damit strukturell einem Affiliate-basierten Software-Vertrieb. Ob die Produkte im Markt langfristig Nachfrage erzeugen, ist eine eigene Frage – aber rein strukturell unterscheidet sich OnPassive von einem klassischen Schneeballsystem.
Wie meldet man sich als Founder an?
Die Registrierung erfolgt direkt über die OnPassive-Plattform (onpassive.com) oder über eine persönliche Einladung eines bestehenden Founders. In der GoFounders-Phase (Pre-Launch) war die Registrierungsgebühr mit 97 USD festgesetzt.
Nach der Registrierung wählt der neue Founder das gewünschte Paket-Tier und gibt damit an, welche Matrix-Ebenen er erschließen möchte. Die Zahlung erfolgt über das integrierte Zahlungssystem der Plattform. Nach erfolgreicher Buchung erhält der Founder Zugang zum Mitgliederbereich und zum Provisionstracking in der O-Wallet.
Kann man von den OnPassive-Provisionen leben?
Das ist realistisch erst dann möglich, wenn eine substanzielle Anzahl aktiver Mitglieder in der eigenen Matrix vorhanden ist. Ein Rechenbeispiel (Beispielrechnung – tatsächliche Provisionssätze variieren je nach Tier und Ebene): 500 aktive Tier-2-Mitglieder à 125 USD Monatsabo und eine Provision von ca. 5 % ergeben 3.125 USD monatlich – das ist kein Spitzeneinkommen, aber ein ernsthafter Nebenverdienst.
In der Momentum-Macher-Gruppe taucht diese Frage regelmäßig auf, und dabei zeigt sich: Die meisten, die von OnPassive wirklich leben wollen, brauchen eine gut gefüllte Matrix in den mittleren bis tiefen Ebenen. Und dafür braucht es entweder viel Geduld auf den Spill-Over oder eine aktive eigene Einladungsstrategie – oder beides zusammen.
Gibt es ein Einkommensdisklaimer bei OnPassive?
Ja. Wie bei allen MLM- und Affiliate-Modellen gilt auch bei OnPassive: Die kommunizierten Einkommensmöglichkeiten sind theoretische Maximalwerte, keine Garantien. Das Unternehmen weist in seinen Materialien darauf hin, dass individuelle Ergebnisse stark variieren.
Die Ergebnisse hängen von Faktoren ab wie: Zeitpunkt des Einstiegs (frühe Founders haben positionelle Vorteile), Paket-Tier, Aktivität im System sowie der tatsächlichen Marktdurchdringung der OnPassive-Produkte. Founders, die früh eingestiegen sind, haben strukturell günstigere Positionen – aber auch sie verdienen nur dann, wenn ihre Matrix aktive, zahlende Mitglieder enthält.
Was passiert, wenn Mitglieder in der Matrix ihr Abo kündigen?
Kündigt ein Mitglied sein Abonnement, entfällt die Provision aus dieser Position für den Founder. Das Abonnement ist die Basis der Vergütung – deshalb ist die Aktivität und Treue der Downline-Mitglieder ein relevanter Faktor für das Gesamteinkommen.
Das System sieht vor, dass offene Positionen durch neues Spill-Over oder neue Rekrutierungen aufgefüllt werden können. Ob und wie schnell das passiert, hängt von den Unternehmens-Marketingaktivitäten und der eigenen Aktivität des Founders ab. Langfristig stabile Einnahmen entstehen also dann, wenn die Matrix laufend Nachbesetzungen erfährt.
Was du jetzt weißt
Der OnPassive-Vergütungsplan ist kein einfaches Konstrukt – aber er ist auch kein undurchschaubares Mysterium. Die 3×10-Matrix, vier Paket-Tiers, Spill-Over durch das Unternehmen und Provisionszahlungen aus monatlichen Abonnements: Das sind die vier Säulen, auf denen der gesamte Plan steht.
Was bleibt? Die Einnahmen sind direkt an aktive Abonnements gebunden – nicht an Registrierungen, nicht an Hochrechnungen, nicht an Versprechen. Wer das verstanden hat, kann realistisch kalkulieren, statt auf Fantasiezahlen zu warten.
Hier ist etwas, das die meisten nie so formuliert hören: Ein Vergütungsplan ist immer nur so real wie die Abonnements, die in der Matrix tatsächlich aktiv sind. Nicht die Größe der Matrix entscheidet – sondern die Aktivität darin.
Deshalb ist die wichtigste Zahl in jedem Matrix-System nicht die Anzahl der Positionen, die theoretisch möglich sind – sondern die Anzahl der Menschen, die jeden Monat zahlen. Die Matrix ist das Gerüst. Das Einkommen baut das Leben darin.
Rock it!
Dein Willi