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LR Auto Leasing: (versteckte) Kosten

Das LR Autokonzept klingt auf den ersten Blick fast zu gut: Neuwagen, null Euro Anzahlung, Leasingraten ab wenigen Euro monatlich – weil LR einen Autobonus draufzahlt. Doch der tatsächliche Kostenblock entsteht nicht bei der Leasingrate allein, sondern durch eine Reihe von Positionen, die im Angebotsflyer schlicht nicht auftauchen.

Ich begleite seit vielen Jahren LR-Partner durch genau diese Fragen. Dabei fällt mir immer wieder auf: Die meisten sehen das Auto zuerst als Statussymbol und erst danach als Kostenpunkt. Das ist kein Vorwurf – das Konzept ist so aufgebaut, dass die günstige Rate im Vordergrund steht. Wer aber alle Positionen einmal nebeneinanderlegt, bekommt ein deutlich klareres Bild davon, was das Fahrzeug wirklich kostet. Genau das liefert dieser Artikel – transparent, vollständig, ohne Beschönigung.

Was das Konzept grundsätzlich verspricht

Das LR Autokonzept richtet sich an Partner ab Junior Manager-Stufe. LR Health & Beauty handelt als einer der größten Neuwagenankäufer Sonderkonditionen bei den Herstellern aus und gibt diese vergünstigten Leasingraten an qualifizierte Partner weiter. Zusätzlich zahlt LR einen monatlichen Autobonus, der die Rate weiter reduziert.

Das klingt nach einem klaren Vorteil – und das ist es auch, sofern die Qualifikationsvoraussetzungen dauerhaft erfüllt werden. Sobald das nicht mehr der Fall ist, ändert sich das Kostenmodell grundlegend.

Die Leasingrate: Was wirklich draufsteht

Die beworbenen Raten – zum Teil unter 10 € monatlich – ergeben sich erst nach Abzug des Autobonus. Ohne Bonus trägt der Leasingnehmer die volle Rate allein. Wie hoch diese ist, hängt vom gewählten Modell ab.

Ein Muster, das ich so schon viele Male begleitet habe: Partner wählen zunächst ein Basismodell mit niedriger Bruttolistenpreis, steigen dann aber auf ein höherwertiges Modell um – weil das Autohaus Sonderausstattungen anbietet. Die Rate steigt, der Bonus bleibt gleich, die monatliche Differenz wächst. Das passiert nicht aus böser Absicht, sondern weil niemand vorher ausgerechnet hat, was die Aufpreiskonfiguration in der Gesamtrechnung bedeutet.

Der Autobonus: Bedingungen und Grenzen

Wie hoch ist der Autobonus je nach Stufe?

KarrierestufeUmsatz-Voraussetzung (Gesamtumsatz)Autobonus (netto/mtl.)
Junior Manager4.000 PW + mind. 100 PW Eigenumsatz55,00 €
Manager8.000 PW + mind. 100 PW Eigenumsatz110,00 €
Ab OrganisationsleiterFKB-Bezugkein Autobonus (Leasingzuschuss entfällt)

Diese Tabelle zeigt einen Punkt, der in vielen Gesprächen übersehen wird: Wer zum Organisationsleiter aufsteigt und Führungskräftebonus erhält, verliert gleichzeitig den Leasingzuschuss. Die Leasingrate läuft weiter – der Bonus nicht mehr.

Der Bonus kommt immer einen Monat versetzt. Wer das Fahrzeug am 7. November übernimmt, erhält den ersten Autobonus über die Bonusabrechnung für November – also Mitte Dezember. Bis dahin läuft die volle Leasingrate ohne Gegenbuchung.

Bonus oder kein Bonus – was wirklich entscheidet

Der häufigste Irrtum, den ich bei Partnern zu dieser Frage korrigiere: Viele gehen davon aus, dass der Autobonus automatisch weiterläuft, solange das Fahrzeug gefahren wird. Tatsächlich hängt die Zahlung jeden Monat an einer neu erfüllten Qualifikation – nicht an einer einmaligen Freischaltung.

Das bedeutet konkret: Wer in einem Monat die Umsatzbedingungen nicht erfüllt, erhält für genau diesen Monat keinen Bonus. Die Leasingrate zieht das Konto trotzdem. Wer das nicht auf dem Schirm hat, erlebt eine unerwartete Lücke in der Kalkulation.

Der Mechanismus dahinter ist eindeutig: LR koppelt den Bonus an aktive Leistung. Das ist kein verstecktes Konstrukt, sondern ein zentrales Prinzip des Vergütungsplans. Wer den Bonus einplant, muss also gleichzeitig die Umsatzstabilität im Blick behalten – dauerhaft, über die gesamte Leasinglaufzeit.

Ein weiterer Punkt, der oft fehlt: Der Junior Teamleiter und der Teamleiter erhalten den Leasingzuschuss nur dann, wenn sie keinen Führungskräftebonus beziehen. Wer in der Karriereleiter aufsteigt und FKB erhält, fällt automatisch aus der Bonusförderung heraus – unabhängig davon, ob das Auto noch läuft oder nicht.

Praktisch läuft das so ab: Partner qualifiziert sich zum Junior Manager, bestellt das Auto, kommt gut in Fahrt – und qualifiziert sich dann wenige Monate später weiter. Plötzlich greift die FKB-Regelung. Wer das nicht im Vertrag oder in den FAQ gelesen hat, steht vor einer monatlichen Differenz, die vorher nicht eingeplant war.

Die laufenden Kosten: Was die Rate nicht enthält

Vollkaskoversicherung

Jedes Leasingfahrzeug im LR Autokonzept muss vollkasko versichert werden. Das schreibt die Leasinggesellschaft verbindlich vor. Für Mercedes-Fahrzeuge gilt zusätzlich: Der Abschluss der Kfz-Versicherung erfolgt ausschließlich über das Autohaus Senger. Bei allen anderen Marken (Audi, BMW, VW, Mini) kann der Partner die Versicherungsgesellschaft selbst wählen und seinen Schadensfreiheitsrabatt einbringen.

Der monatliche Versicherungsbeitrag hängt von Modell, Zulassungsgebiet, Schadensfreiheitsklasse und Tarif ab. Da dieser Betrag nicht in der beworbenen Leasingrate enthalten ist, kommt er zur monatlichen Grundrate oben drauf.

Kraftstoff, Kfz-Steuer und Wartung

Der Leasingnehmer trägt alle Betriebskosten vollständig selbst. Das umfasst:

  • Kraftstoff und Betriebsstoffe
  • Kfz-Steuer (bei nicht über LR zugelassenen Fahrzeugen kommt der Bescheid direkt vom Hauptzollamt; bei Mercedes-Fahrzeugen mit BE-LR-Kennzeichen berechnet LR die Steuer weiter – zzgl. Mehrwertsteuer)
  • Wartung und Inspektionen laut Serviceplan
  • Verschleißreparaturen, sofern nicht durch Herstellergarantie gedeckt

Optional bieten Autohäuser Wartungs- und Verschleißpakete an, die monatlich zur Leasingrate hinzugebucht werden können. Diese Pakete decken Inspektionskosten, Ölwechsel, Elektrikdefekte und ähnliche Positionen ab – gegen einen festen Monatsbetrag.

In meiner täglichen Arbeit mit Partnern sehe ich immer wieder, dass diese laufenden Positionen in der Anfangsplanung fehlen. Ein Wartungspaket kostet je nach Modell und Anbieter zwischen 20 und 50 € monatlich – das ist kein dramatischer Betrag, ändert aber das monatliche Gesamtbild spürbar, wenn man es vorher nicht eingerechnet hat.

Kosten, die nur einmal anfallen – aber trotzdem anfallen

Einmalige Kostenblöcke tauchen in keinem Leasing-Flyer prominent auf, weil sie nicht zur monatlichen Rate zählen. Dennoch sind sie reale Ausgaben, die beim Fahrzeugstart anfallen.

Ich sehe es regelmäßig in meiner Arbeit mit Partnern: Die Begeisterung über das günstige Fahrzeug ist groß – und dann kommt der erste Monat mit Zulassung, Überführung, Versicherungserstrate und womöglich GAP-Abschluss. Das summiert sich schnell auf mehrere hundert Euro, die vorher niemand explizit genannt hat.

Dabei ist das kein Konstrukt, das irgendwo versteckt wäre. All diese Positionen stehen in den offiziellen FAQ des LR Autokonzepts. Das Problem liegt darin, dass die meisten Partner die FAQ erst lesen, nachdem sie das Fahrzeug schon bestellt haben.

Was konkret anfällt:

  • Zulassungskosten (z. B. Ahlen): 130,00 € netto / 154,70 € brutto – getragen vom Leasingnehmer
  • Überführungskosten: abhängig vom Abholort; Abholung in der Autostadt Wolfsburg kostet 370,00 € netto / 430,00 € brutto; Abholung in Ahlen 490,00 € netto / 569,00 € brutto
  • Beklebungskosten: LR zahlt einen Zuschuss von bis zu 50,00 € netto. Entstehen höhere Kosten, trägt der Leasingnehmer die Differenz selbst
  • GAP-Deckung: optionaler, aber dringend empfohlener Versicherungsbaustein – einige wenige Euro pro Monat zusätzlich

Gerade der letzte Punkt – die GAP-Deckung – lohnt eine genauere Betrachtung, da viele Partner nicht wissen, was sie ohne diese Deckung im Schadensfall selbst tragen müssen.

Was passiert bei Totalschaden oder Diebstahl?

Die GAP-Deckung im Detail

Bei einem Totalschaden oder Diebstahl des Leasingfahrzeugs zahlt die Vollkaskoversicherung den aktuellen Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs. Das Leasingunternehmen berechnet jedoch den ausstehenden Leasingbetrag laut Vertrag. Zwischen diesen beiden Beträgen entsteht eine Differenz – die sogenannte GAP.

Diese Lücke trägt der Leasingnehmer ohne GAP-Deckung vollständig selbst. Bei Mercedes-Fahrzeugen enthält der Leasingvertrag die GAP-Absicherung automatisch. Bei anderen Marken muss der Partner die GAP-Deckung separat abschließen. Der monatliche Aufpreis dafür ist gering – die finanzielle Wirkung im Schadensfall kann jedoch erheblich sein.

Mehrkilometer und Leasingende

Was kostet ein Kilometer über dem Limit?

Die Standardlaufleistung beträgt 10.000 km pro Jahr. Wer mehr fährt, erhält nach Vertragsende eine Nachberechnung durch die Leasinggesellschaft. Wie hoch der Mehrkilometer-Preis pro km ist, steht im individuellen Leasingvertrag – daher gilt: Vor Vertragsabschluss diesen Wert konkret erfragen und mit der eigenen Fahrleistung abgleichen.

Nach 16 Jahren in dieser Branche ist mir klar, dass 10.000 km jährlich für viele Partner, die das Auto auch beruflich nutzen, schnell zu knapp werden. Wer das vor Vertragsabschluss nicht durchrechnet, zahlt am Ende eine Nachrechnung, die die günstigen Monatsraten zumindest teilweise wieder aufwiegt.

Das Kilometerlimit in der Praxis

Das ist eine Beobachtung, die ich über viele Jahre und viele Partner hinweg gemacht habe: Das 10.000-km-Limit ist bei aktiven Vertriebspartnern oft knapp – besonders wenn das Fahrzeug für Kundenbesuche, Abholungen oder Regionalfahrten genutzt wird. Wer beruflich viel unterwegs ist, fährt im Schnitt schnell 15.000 bis 18.000 km im Jahr.

Warum entsteht dieses Muster immer wieder? Weil beim Abschluss des Leasingvertrags die Mobilität oft unterschätzt wird. Das Fahrzeug ist neu, attraktiv und günstig – der Gedanke ans Jahresende liegt weit weg. Wer dann im November die Jahreskarte zieht und feststellt, dass er bereits bei 13.000 km liegt, hat ein konkretes Kostenproblem.

Das Interessante daran: Viele Partner wissen theoretisch, dass Mehrkilometer berechnet werden. Aber sie kennen den konkreten Preis pro km aus ihrem Vertrag nicht. Ich empfehle jedem Partner, diesen Wert direkt beim Vertragsabschluss schriftlich zu fixieren und auf der Abrechnung zu suchen.

Was das in Zahlen bedeutet: Ein Mehrkilometerpreis von 0,10 € – was bei Premiumfahrzeugen nicht unrealistisch ist – ergibt bei 5.000 km über dem Limit eine Nachzahlung von 500 €. Das klingt überschaubar, ist aber ein Betrag, der in der ursprünglichen Monatsplanung nicht auftauchte. Ein Muster, das ich so schon viele Male begleitet habe: Partner rechnen am Ende des Leasingvertrags zum ersten Mal nach – und staunen über die Differenz.

Steuerliche Dimension: Geldwerter Vorteil

Muss ich das LR-Auto als geldwerten Vorteil versteuern?

Ob das Fahrzeug steuerlich als geldwerter Vorteil gilt, hängt von der Konstruktion ab. Fahrzeuge, die auf den Namen des Leasingnehmers selbst zugelassen werden (Audi, BMW, VW, Mini), werden vom Leasingnehmer als Halter geführt. Der Partner zahlt die Leasingrate direkt, trägt alle Kosten selbst und ist Vertragspartner der Leasinggesellschaft. Eine klassische Firmenwagenregelung mit 1%-Steuer greift hier nicht, da kein Arbeitgeber das Fahrzeug stellt.

Für Mercedes-Fahrzeuge gilt eine andere Konstruktion: Diese werden über die LR Health & Beauty Systems Beteiligungs GmbH zugelassen. Dort erhält der Leasingnehmer laut Steuerbescheid eine Weiterberechnung der Kfz-Steuer – inklusive Mehrwertsteuer, so wie das Finanzamt es vorschreibt. Die genaue steuerliche Einordnung des Autobonus – ob Einnahme oder Betriebsausgaben-Gegenbuchung – sollte der Partner gemeinsam mit einem Steuerberater klären, da sie von der persönlichen Unternehmensform abhängt.

Ich empfehle jedem Partner, diesen Punkt vor dem Vertragsabschluss konkret mit einem Steuerberater zu besprechen. In meiner Begleitung von Partnern sehe ich immer wieder, dass der Autobonus einfach als Einnahme verbucht wird – ohne zu prüfen, ob er mit der Leasingrate gegengerechnet oder anders behandelt werden sollte. Das kann bei einer Betriebsprüfung zu Nachforderungen führen.

Kosten bei Leasingende und Folgefahrzeug

Was passiert, wenn sich die Qualifikation zum Leasingende nicht erfüllen lässt?

Ob ein Folgefahrzeug bestellt werden kann, hängt von einer erneuten Qualifikation innerhalb der letzten 6 Monate vor Leasingende ab. Entweder einmalig oder – bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen – 2 Monate in Folge. Gelingt die Qualifikation nicht, erfolgt keine automatische Vertragsverlängerung. Der Leasingvertrag läuft regulär aus und das Fahrzeug muss zurückgegeben werden.

Die Rückgabe regelt der ausliefernde Händler. Eventuelle Mängel am Fahrzeug, die über normalen Verschleiß hinausgehen, berechnet die Leasinggesellschaft nach Rückgabe. Das umfasst Kratzer, Lackschäden, Reifenzustand oder zusätzliche Beklebungen, die den Restwert des Fahrzeugs beeinflusst haben.

Zusätzliche Beklebungen – über die von LR vorgesehenen Varianten hinaus – können laut FAQ des Autokonzepts zu einer Wertminderung beim Leasingende führen. Wer sein Fahrzeug also individuell aufklebt, trägt das Restrisiko einer Nachberechnung durch die Leasinggesellschaft selbst.

Gesamtkosten im Überblick

Was Partner wirklich bezahlen

In der Momentum-Macher-Gruppe taucht genau diese Frage regelmäßig auf – und dabei zeigt sich, dass die meisten Partner die Gesamtkosten erst dann wirklich kennen, wenn sie alles einmal schriftlich aufgelistet haben. Der Unterschied zwischen der Summe der monatlichen Positionen und der beworbenen Leasingrate ist oft größer als erwartet.

Warum passiert das so häufig? Weil die Werbung für das Autokonzept bewusst mit der Nettorate nach Bonusabzug arbeitet. Das ist keine Täuschung – der Bonus ist real. Aber er setzt eben eine dauerhaft erfüllte Qualifikation voraus, während alle anderen Kostenpositionen fix bleiben.

Ein konkretes Beispiel aus der Praxis – als Musterrechnung, da die tatsächlichen Zahlen je nach Fahrzeugwahl, Region und persönlichem Versicherungstarif stark variieren: Junior Manager, Leasingrate 159 € monatlich, Bonus 55 € = verbleibende Rate 104 €. Dazu kommen Vollkasko ca. 80–120 €, Kfz-Steuer anteilig ca. 15–25 € monatlich, Kraftstoff ca. 80–150 €. Das ergibt – ohne Wartung, ohne Mehrkilometer – eine monatliche Gesamtbelastung von ca. 279–399 €. Das ist nicht erschreckend, aber ein anderes Bild als „5 € im Monat“.

Ein Muster, das ich in der Community immer wieder sehe: Partner vergleichen das Konzept mit einem herkömmlichen Firmenwagen und rechnen dabei die 1%-Regelung gegen. Diese Gegenüberstellung ergibt für viele Karrierestufen einen klaren Vorteil des LR Autokonzepts – aber nur dann, wenn die Qualifikation stabil läuft und alle Kostenpositionen bekannt sind. Wer nur die Bruttolistenpreis-Regel kennt, aber nicht alle Positionen im LR Modell, vergleicht Äpfel mit Orangen.

KostenpositionEinmaligMonatlichHinweis
Leasingrateje nach ModellVor Bonusabzug
Autobonus LR (Junior Manager)− 55,00 € nettoNur bei Qualifikation
Autobonus LR (Manager)− 110,00 € nettoNur bei Qualifikation
Vollkaskoversicherungca. 80–120 €Pflicht, Tarif individuell
Kfz-Steueranteilig ca. 15–25 €Je nach Fahrzeugtyp
Zulassungskosten154,70 € bruttoEinmalig bei Anmeldung
Überführung (Wolfsburg)430,00 € bruttoJe nach Abholort
Überführung (Ahlen)569,00 € bruttoJe nach Abholort
GAP-Deckungwenige €Empfohlen, teils automatisch
Wartung/Inspektionoptional, ca. 20–50 €Als Paket zubuchbar
Mehrkilometernachträglich berechnetÜber 10.000 km/Jahr

Die Tabelle zeigt, was ich in Gesprächen mit Partnern oft erlebe: Der Schock kommt nicht durch eine einzelne Position, sondern durch die Summe aller Positionen zusammen – weil vorher niemand das Gesamtbild ausgebreitet hat.

Bonität und Leasinggesellschaft

Was passiert, wenn die Bonität nicht ausreicht?

Die Leasinggesellschaft prüft die Bonität des Antragstellers unabhängig von der LR-Qualifikation. Voraussetzungen für eine positive Bewertung sind ein geregeltes Einkommen oberhalb der Pfändungsfreigrenze sowie ein sauberer Schufa-Eintrag. Kein Insolvenzverfahren darf laufen. Schüler, Studenten, Auszubildende und Personen in befristeten Arbeitsverhältnissen oder Probezeit erhalten für sich allein keinen Leasingvertrag.

Falls ein Partner die Bonitätsprüfung nicht besteht, besteht die Möglichkeit, einen abweichenden Leasingnehmer bei LR anzufragen – also eine andere Person, die den Vertrag als Leasingnehmer zeichnet. Diese Person muss eine gültige DE-Partnernummer vorweisen können. Der Junior-Manager-Status ist für die andere Person dabei nicht zwingend erforderlich.

Unterhaltszahlungen sowie Kinder- oder Pflegegeld zählen bei der Bonitätsbewertung nicht als reguläres Einkommen. Das ist ein Punkt, den Partner mit solchen Einkommensanteilen vorab bei der Leasinggesellschaft abklären sollten.

Sonderfall: Elektro- und Hybridfahrzeuge

Gelten andere Regeln für E-Autos und PHEVs?

Für Hybrid- (PHEV) und Elektrofahrzeuge (BEV) gelten zwei abweichende Bedingungen: Die Leasinglaufzeit beträgt 24 Monate statt 12 Monate. Außerdem muss die Qualifikation zum Junior Manager für diese Modelle 2 Monate in Folge erfüllt werden – eine einmalige Qualifikation reicht nicht aus. Das gilt sowohl für die Erstbestellung als auch für das Folgefahrzeug.

Diese Regelung bedeutet: Wer ein Hybridfahrzeug wählt, geht eine längere Bindung ein – sowohl was die Laufzeit als auch was die Anforderungen an die Qualifikationskontinuität betrifft.

FAQ

Wie hoch ist die monatliche Leasingrate wirklich, nach allen Abzügen?

Die Rate nach Bonusabzug hängt von Fahrzeugmodell und Karrierestufe ab. Ein Junior Manager mit 55 € Bonus und einer Grundrate von 159 € zahlt netto 104 € monatlich – aber nur, wenn die Qualifikation in diesem Monat erfüllt ist.

Die beworbenen Raten von unter 10 € entstehen, wenn der Bonus die Rate nahezu vollständig deckt – also bei günstigeren Fahrzeugmodellen kombiniert mit dem Manager-Bonus von 110 €. Wer ein höherwertiges Modell wählt oder individuelle Sonderausstattungen hinzubucht, erhält eine deutlich höhere Grundrate, gegen die der Bonus nur einen Teil aufwiegt. Die Differenz bleibt dauerhaft beim Leasingnehmer.

Was passiert, wenn ich den Bonus einen Monat nicht erhalte?

In diesem Monat trägt der Leasingnehmer die volle Leasingrate ohne Gegenbuchung. Die Leasinggesellschaft zieht die Rate direkt vom Konto ein – unabhängig davon, ob LR den Autobonus für diesen Monat auszahlt oder nicht.

Nach meiner Beobachtung passiert das besonders in Monaten, in denen Partner krank sind, reisen oder aus persönlichen Gründen den Umsatz nicht voll aufrechterhalten. Wer das einkalkuliert, plant am besten mit der vollen Rate als Basisbetrag – und betrachtet den Bonus als Entlastung, nicht als Fixbetrag. Das verändert die Risikowahrnehmung komplett und führt zu einer stabileren Finanzplanung rund um das Fahrzeug.

Muss ich das Auto in einer bestimmten Farbe nehmen?

LR-Sondermodelle werden laut offiziellen Angaben immer in Schwarz geliefert. Basismodelle lassen sich gegen Aufpreis individuell konfigurieren – inklusive anderer Lackfarben. Der Aufpreis trägt der Leasingnehmer allein und erhöht damit die monatliche Grundrate.

Kann ich das Fahrzeug auch privat nutzen?

Die Fahrerlaubnis regelt der individuelle Versicherungsvertrag. Darin steht, wer neben dem Versicherungsnehmer das Fahrzeug fahren darf – z. B. Lebenspartner, erwachsene Kinder oder Eltern mit gültiger Fahrerlaubnis. Das Fahrzeug selbst unterliegt keiner Beschränkung auf rein berufliche Nutzung durch den Leasingvertrag.

Was kostet die Rückgabe am Ende der Laufzeit?

In der Momentum-Macher-Gruppe taucht genau diese Frage regelmäßig auf – und dabei zeigt sich, dass Partner oft überrascht sind, wenn bei Rückgabe Kosten entstehen, die sie nicht auf dem Schirm hatten. Die Rückgabe selbst ist kostenlos, sofern das Fahrzeug in einem Zustand ist, der normalem Verschleiß entspricht. Abweichungen – etwa Kratzer, Lackschäden oder Reifen unter Mindestprofil – berechnet die Leasinggesellschaft nachträglich. Wer zusätzliche Beklebungen angebracht hat, die über die LR-Vorgaben hinausgehen, riskiert eine Wertminderungsberechnung, da unterschiedliche Beanspruchung des Lacks den Restwert beeinflussen kann.

Welche Kosten entstehen bei mehr als 10.000 km im Jahr?

Der Mehrkilometer-Preis steht im individuellen Leasingvertrag und variiert je nach Fahrzeug und Leasinggesellschaft. Typische Werte bei Premiumfahrzeugen liegen zwischen 0,08 und 0,15 € pro Kilometer. Wer also 5.000 km über dem Limit liegt, zahlt bei 0,10 € Mehrkilometerpreis nach Vertragsende 500 € nach.

Ein Muster, das ich schon viele Male begleitet habe: Partner buchen das Auto mit 10.000 km, planen aber parallel Kundenbesuche und Teamaktivitäten ein – und vergessen dabei, dass das Limit schnell erreicht ist. Ein einfaches Tracking der monatlichen Kilometerleistung ab dem ersten Monat hilft, rechtzeitig zu reagieren.

Ist eine Sonderkonfiguration des Fahrzeugs möglich?

Basismodelle lassen sich gegen Aufpreis individuell zusammenstellen. LR-Sondermodelle hingegen haben eine feste Konfiguration. Das Autohaus berät bei der Fahrzeugauswahl und informiert über die Mehrkosten für Sonderausstattungen. Jede Zusatzausstattung erhöht die Leasingrate, ohne dass der Autobonus entsprechend steigt.

Wie läuft die Beantragung konkret ab?

Erstmalig qualifizierte Junior Manager und Manager erhalten von LR ein Anforderungsformular zugesandt. Dieses Formular geht an die Abteilung Car-Service bei LR – per Fax an 023 82 – 70 60 239 oder per E-Mail an incentives@lrworld.com. LR leitet das Formular ans entsprechende Autohaus weiter, das sich dann beim Partner meldet.

Wichtig dabei: Die Bestellung muss innerhalb von 6 Monaten nach erstmaliger Qualifikation erfolgen. Wer dieses Zeitfenster verpasst, qualifiziert sich erneut, bevor er eine Bestellung aufgeben kann. Für das Folgefahrzeug gilt dieselbe Frist – Qualifikation innerhalb der letzten 6 Monate vor Leasingende.

Was passiert mit dem Auto, wenn ich zum Organisationsleiter aufsteige?

Wer während der Leasinglaufzeit zum Organisationsleiter aufsteigt und Führungskräftebonus erhält, verliert den monatlichen Autobonus. Das Fahrzeug bleibt bestehen und läuft bis zum regulären Vertragsende weiter – als Zweitwagen, falls gewünscht. Eine Umschreibung des Vertrags auf einen anderen Partner ist nicht möglich, da die Verträge personenbezogen und auf 12 Monate begrenzt sind.

Zahle ich auf den Autobonus Umsatzsteuer oder Einkommensteuer?

Der Autobonus ist eine Sonderbonuszahlung von LR und erscheint in der monatlichen Bonusabrechnung. Ob Umsatzsteuer ausgewiesen wird, hängt vom Steuerstatus des Partners ab: Umsatzsteuerpflichtige Unternehmer erhalten den Bonus mit MwSt.-Ausweis, Kleinunternehmer ohne. Die einkommensteuerliche Behandlung – ob Betriebseinnahme, Aufwandsgegenbuchung oder Sachlohn-Äquivalent – klärt der jeweilige Steuerberater. Ich empfehle, diesen Punkt bei der jährlichen Steuererklärung aktiv anzusprechen, da die Verknüpfung von Bonus und Leasingrate steuerlich unterschiedlich bewertet werden kann.

Was bleibt, wenn alle Positionen auf dem Tisch liegen

Das LR Autokonzept funktioniert – wenn die Qualifikation stabil läuft, alle einmaligen Startkosten eingeplant sind und die monatliche Kilometerleistung im Rahmen des Vertrags bleibt. Die tatsächliche monatliche Gesamtbelastung liegt deutlich über der beworbenen Nettorate, ist aber bei dauerhafter Qualifikation im Vergleich zu einem herkömmlichen Leasingvertrag weiterhin attraktiv.

Wer das Fahrzeug also nicht als Marketinginstrument, sondern als realen Kostenposten betrachtet, trifft eine bessere Entscheidung – weil er alle Zahlen kennt.

Das Interessante ist: Wer einmal die volle Kostensicht auf das Auto hat, trifft danach bessere Entscheidungen in allen anderen Bereichen seines Business auch. Nicht weil das Auto der Maßstab ist – sondern weil das Denken in Gesamtkosten statt in Teilbeträgen eine Denkweise ist, die überall trägt.

Wer seinen Zahlen auf den Grund geht, verliert keine Kontrolle – er gewinnt sie.

Rock it!
Dein Willi

PS: So gewann ich +800 Erstlinien bei Fitline.