Als LR Präsident liegt das Jahreseinkommen laut offizieller LR-Karriereleiter bei bis zu 1.200.000 Euro. Das ist die Zahl, die LR selbst kommuniziert – aber was steckt wirklich dahinter? Aus welchen Einkommensquellen setzt sich das zusammen, welche Qualifikationen brauchst du dafür, und was zeigt die Realität jenseits der Hochglanzbroschüren?
Ich begleite seit über 16 Jahren Menschen in dieser Branche, und die Präsidentenstufe bei LR taucht in meinen Gesprächen regelmäßig als Zielbild auf. Was ich dabei immer wieder merke: Die meisten, die diese Stufe anpeilen, kennen die große Zahl – aber nicht die einzelnen Bestandteile dahinter. Wer hingegen versteht, wie sich das Einkommen auf dieser Ebene zusammensetzt, kann viel klarer planen, welche Teamstrukturen tatsächlich nötig sind.
Was der Rang bedeutet
Der Präsident ist der Einstieg in die Phase 5 des LR Karriereplans – die oberste Karrierephase überhaupt. Darunter liegen Vize-Präsident, Platin-, Gold-, Silber- und Bronze-Orgaleiter sowie die Manager-Stufen. Oberhalb des Präsidenten gibt es noch die Sterne-Präsident-Stufen von 1* bis 5*, die den Rang weiter verfeinern.
Damit LR dir den Bonustitel „Präsident“ offiziell anerkennt, musst du die Qualifikationskriterien drei Monate in Folge erfüllen. Einmaliges Erreichen reicht nicht – der Karrieretitel ergibt sich erst durch dreimalige aufeinanderfolgende Qualifikation.
Die Qualifikationsvoraussetzungen im Detail
Für die Präsidentenstufe gelten zwei mögliche Qualifikationswege:
Weg 1 – über Platin-Orgaleiter-Linien:
- Mindestens 100 PW Eigenumsatz pro Monat
- 10 aktive Linien (mindestens 500 PW Gesamtumsatz je Linie)
- 10 x 21%-Linien (mindestens 12.000 PW Gesamtumsatz je Linie)
- Davon mindestens 2 Platin-Orgaleiter-Linien in der Tiefe
Weg 2 – über Gesamtumsatz:
- Mindestens 100 PW Eigenumsatz pro Monat
- 10 aktive Linien
- 10 x 21%-Linien
- Mindestens 2.000.000 PW Gesamtumsatz im Monat
Eine Platin-Orgaleiter-Linie lässt sich dabei durch drei Silber-Orgaleiter-Linien ersetzen – wobei immer mindestens eine echte Platin-Orgaleiter-Linie Pflicht bleibt. Diese Flexibilität im Karriereplan ist wichtig zu kennen, weil dadurch der Aufbau in manchen Teamstrukturen realistischer wird.
Was ist eine 21%-Linie?
Eine 21%-Linie ist jede deiner direkten Erstlinien, die in einem Monat einen Gesamtumsatz von mindestens 12.000 PW erreicht. Das klingt zunächst technisch – bedeutet aber konkret, dass jede dieser Linien selbst ein aktives, wachsendes Team braucht, das diesen Umsatz generiert.
Die Einkommensquellen auf Präsidentenebene
Das Einkommen auf Präsidenten-Niveau setzt sich aus mehreren kumulativen Bonusquellen zusammen. Das ist entscheidend: Es handelt sich nicht um einen einzigen Bonus, sondern um viele Schichten gleichzeitig.
| Einkommensquelle | Beschreibung | Prozentsatz |
|---|---|---|
| Handelsspanne | Beim Direktverkauf an Kunden | ca. 40 % auf Einkaufspreis |
| Bonus auf Eigenumsatz | Abhängig von eigener Bonusstufe | bis zu 21 % |
| Differenzbonus | Differenz zwischen eigener und Erstlinienstufe | bis zu 21 % |
| Führungskräftebonus | 3 % auf den Restumsatz | 3 % |
| Sonderbonus | Auf Umsatz der 21%-Linien | bis zu 10 % |
| Tiefenbonus (Silberbonus) | Ab 4 direkten 21%-Linien | 2 % |
| Tiefenbonus (Platinbonus) | Ab 10 direkten 21%-Linien | 1 % |
| Top-Tiefenbonus (Top-Silber) | Auf tiefere 21%-Linien in Downline | 1,25 % |
| Top-Tiefenbonus (Top-Platin) | Auf tiefere 21%-Linien in Downline | 0,75 % |
| Präsidentenbonus | Exklusiv ab Präsidentenstufe | 0,2 % |
| Jahresbonus | Bei Jahresumsatz ab 1 Mio. PW | 1,0 % bis 2,5 % |
| Autobonus | Monatlicher Leasingzuschuss | bis zu 1.300 € netto |
Wer die Tabelle zum ersten Mal sieht, unterschätzt oft die mittleren Positionen – besonders Silberbonus, Platinbonus und Sonderbonus. Ich habe Partner begleitet, die genau diese Schichten zu wenig im Blick hatten und ihre eigene Einkommensentwicklung damit systematisch unterschätzten.
Der Präsidentenbonus – der exklusive Zusatzbaustein
Der Präsidentenbonus ist der einzige Bonusbaustein, den ausschließlich Präsidenten und Sterne-Präsidenten erhalten. Er beträgt auf der Präsidentenstufe 0,2 % auf das Gruppenvolumen, auf das noch kein Präsidentenbonus in der Tiefe berechnet wurde. Mit jeder Sterne-Präsident-Stufe steigt er um weitere 0,2 % an – bis zum 5*-Präsident, der insgesamt 1,2 % Präsidentenbonus erhält.
Das klingt nach einer kleinen Prozentzahl, aber auf einem Gesamtumsatz von 2 Millionen PW ergibt allein der Präsidentenbonus bei 0,2 % bereits einen relevanten Betrag – besonders dann, wenn er sich mit allen anderen Tiefen- und Sonderboni addiert.
Wie das Jahreseinkommen von bis zu 1,2 Millionen Euro entsteht
Eine Musterrechnung zur Einordnung
Ein Muster, das ich so oder ähnlich schon viele Male in der Analyse von Vergütungsplänen gesehen habe: Die Zahl „bis zu 1.200.000 Euro Jahreseinkommen“ klingt nach einer einzigen Bonuszahlung, entsteht aber ausschließlich durch das Zusammenspiel aller Bonusschichten auf einem sehr großen Gesamtvolumen.
Wenn du als Präsident 10 direkte 21%-Linien hast – von denen jede selbst wiederum 10 eigene 21%-Linien aufgebaut hat – dann reden wir im Monat potenziell über ein Gruppenvolumen von mehreren Millionen PW. Auf dieses Volumen greifen gleichzeitig Sonderbonus (bis zu 10 %), Silberbonus (2 %), Platinbonus (1 %), Top-Tiefenbonus (bis 1,25 % + 0,75 %) und Präsidentenbonus (0,2 %) zu.
Als Beispielrechnung – die tatsächlichen Zahlen variieren je nach Teamstruktur, Produktwahl und Eigenumsatz:
- Monatlicher Gesamtumsatz deiner Gruppe: 3.000.000 PW
- Sonderbonus (9 % auf 21%-Linien-Volumen): ca. 13.500 €
- Silberbonus (2 % Tiefenbonus): ca. 6.000 €
- Platinbonus (1 % Tiefenbonus): ca. 3.000 €
- Top-Tiefenbonus Silber + Platin: ca. 4.500 €
- Präsidentenbonus (0,2 %): ca. 600 €
- Jahresbonus (anteilig monatlich, 2 % p.a.): ca. 5.000 €
- Handelsspanne + Eigenumsatzbonus: individuell variabel
Das Ergebnis pro Monat (Beispiel): Diese Schichten ergeben zusammen Beträge im fünfstelligen Bereich. Hochgerechnet auf ein Jahr – inklusive Jahresbonus, Autobonus und Handelsspanne – entsteht daraus das kommunizierte Jahreseinkommen von bis zu 1,2 Millionen Euro.
Was die meisten über diese Einkommenszahl falsch verstehen
Der häufigste Irrtum, den ich zu dieser Zahl korrigiere: Menschen lesen „bis zu 1.200.000 Euro“ und denken, das sei ein Zielgehalt, das man auf Präsidentenstufe automatisch erreicht. Das ist nicht so – es ist die theoretische Obergrenze, die sich aus maximaler Teamstruktur und maximaler Qualifikation ergibt.
Die Zahl 1,2 Millionen Euro Jahreseinkommen setzt voraus, dass deine gesamte Downline tief und breit entwickelt ist, dass alle Tiefenbonus-Schichten gleichzeitig aktiviert sind und dass du monatlich entsprechende Gesamtvolumina generierst. Wer auf Präsidentenstufe qualifiziert ist, aber eine flachere Teamstruktur hat, wird weniger als dieses Maximum verdienen.
Was das konkret bedeutet: Der Titel „Präsident“ öffnet die Tür zum Präsidentenbonus und zu allen Phase-5-Incentives – das reale Einkommen hängt jedoch immer davon ab, wie viele der Bonusschichten gleichzeitig aktiviert sind. Ein Präsident mit 2 Millionen PW Gesamtumsatz und einem tief entwickelten Team verdient grundlegend anders als jemand, der gerade die Mindestqualifikation erfüllt hat.
Das ist kein Fehler im System – das ist der Mechanismus, der dafür sorgt, dass weiteres Wachstum der Struktur sich auch nach Erreichen der Präsidentenstufe direkt im Einkommen abbildet. Wer auf dieser Stufe angekommen ist, hat also noch erheblichen Spielraum nach oben – bis hin zu den Sterne-Präsident-Stufen, die das Einkommenspotenzial weiter steigern.
So erklärt sich auch, warum es innerhalb der Präsidentenstufe so große Einkommensunterschiede geben kann: Zwei Partner mit demselben Karrieretitel können monatlich sehr unterschiedliche Summen verdienen, weil ihre Teamstrukturen verschieden tief sind.
Der Autobonus auf Präsidentenebene
Als Präsident steht dir der maximale LR Autobonus von bis zu 1.300 € netto pro Monat zu. Die Auswahl reicht auf dieser Stufe bis hin zu Modellen wie Audi R8, Mercedes GT, Porsche Panamera und Porsche Cayenne. Dieser Leasingzuschuss ist monatlich und gilt als anerkannter Nachweis der Karrierestufe nach außen.
Wichtig dabei: Der Autobonus setzt einen abgeschlossenen Leasingvertrag voraus, und die monatliche Leasingrate kann je nach Modell, Ausstattung und Laufzeit über dem Bonuszuschuss liegen. Der Autobonus ist daher ein Zuschuss – kein vollständiger Kostenausgleich.
Der Jahresbonus als unterschätzter Bestandteil
Wer als Präsident mindestens 1.000.000 PW Jahresumsatz erreicht, erhält zusätzlich einen Jahresbonus – gestaffelt von 1,0 % bis 2,5 % auf das Gesamtjahresvolumen. Auf Präsidentenebene mit typischerweise weit über 1 Mio. PW monatlich bedeutet das, dass der Jahresbonus zu einem bedeutenden Einkommensbestandteil wird.
Die Voraussetzung: Die stärkste Linie darf maximal 60 % des Gesamtjahresumsatzes ausmachen, und der Restumsatz des Jahres muss mindestens 250.000 PW betragen. Außerdem muss der Partner am 31. März des Folgejahres noch aktiver LR Partner sein.
Was 16 Jahre Branchenbegleitung über Präsident-Level-Einkommen zeigen
Nach 16 Jahren in dieser Branche ist mir klar, dass das Einkommen auf Präsidentenebene im Network Marketing eine andere Qualität hat als auf den mittleren Karrierestufen – nicht nur in der Höhe, sondern in der Struktur. Es ist schichtweise und tief verankert.
Was ich über die Jahre beobachtet habe: Wer die Präsidentenstufe wirklich erreicht, hat nicht einfach ein großes Team aufgebaut – er oder sie hat mehrere Ebenen von Führungskräften entwickelt, die ihrerseits Führungskräfte aufgebaut haben. Das ist strukturell etwas völlig anderes als zehn Erstlinien, die alle selbst aktiv verkaufen. Die Tiefenbonus-Schichten (Silberbonus, Platinbonus, Top-Tiefenbonus) werden erst dann wirklich wirksam, wenn diese mehrstufige Entwicklung stattgefunden hat.
Konkret sieht das so aus: Jemand, der auf Präsidentenebene steht, hält selbst kaum den direkten Kundenkontakt aufrecht – das Einkommen kommt zu einem großen Teil aus den 21%-Linien der Tiefe, also aus Strukturen, die zwei, drei oder mehr Ebenen tief liegen. Das erklärt auch, warum dieser Aufbau Zeit braucht und warum der Jahresbonus auf dieser Stufe so relevant ist: Er honoriert genau diese Konsistenz über Monate hinweg.
Was ich außerdem regelmäßig beobachte: Die tatsächlich höchsten Präsidenten-Einkommen entstehen nicht durch breiten, sondern durch tiefen Teamaufbau. Wer viele Erstlinien hat, die alle flach bleiben, aktiviert weit weniger Bonusschichten als jemand, der weniger Erstlinien konsequent in die Tiefe entwickelt.
Das bedeutet für dich als Leser: Die Qualifikationsvoraussetzungen allein – 10 x 21%-Linien und 2 POL-Linien – beschreiben die Mindestvoraussetzung. Das Einkommen entfaltet sich jedoch erst, wenn die Tiefe der Struktur zur Breite dazukommt.
Sterne-Präsident: Die Stufen oberhalb
Wer nach der Präsidentenstufe weiterwächst, erreicht die Sterne-Präsident-Stufen. Jede Stufe erhöht den Präsidentenbonus um weitere 0,2 % und stellt gleichzeitig höhere Qualifikationsanforderungen:
| Stufe | Qualifikationsweg 1 (PW) | Qualifikationsweg 2 (POL-Linien) | Präsidentenbonus gesamt |
|---|---|---|---|
| Präsident | 2 Mio. PW | 2 POL | 0,2 % |
| 1*-Präsident | 4 Mio. PW | 3 POL | 0,4 % |
| 2*-Präsident | 6 Mio. PW | 4 POL | 0,6 % |
| 3*-Präsident | 8 Mio. PW | 5 POL | 0,8 % |
| 4*-Präsident | 10 Mio. PW | 6 POL | 1,0 % |
| 5*-Präsident | 12 Mio. PW | 7 POL | 1,2 % |
Für die Sterne-Präsident-Stufen gilt weiterhin die Mindestbedingung von 10 aktiven 21%-Linien, wobei jeweils mindestens eine echte Platin-Orgaleiter-Linie Pflicht bleibt. Auf dem 5*-Präsident-Niveau kommuniziert LR ein unbegrenztes Jahreseinkommen – da auf dieser Ebene kein Deckel im Vergütungsplan greift.
Wo der Denkfehler in der Karriereplanung entsteht
In meiner täglichen Arbeit mit Partnern sehe ich immer wieder, dass der Sprung von Vize-Präsident zu Präsident systematisch unterschätzt wird – nicht im Aufwand, sondern im Qualifikationsunterschied.
Vize-Präsident bedeutet: 10 x 21%-Linien, davon 1 Platin-Orgaleiter-Linie oder 3 Silber-Orgaleiter-Linien. Das ist bereits eine hohe Stufe. Doch der Präsident verlangt schon 2 Platin-Orgaleiter-Linien – was bedeutet, dass nicht nur du selbst auf Platin-Orgaleiter-Niveau agieren musst, sondern dass mindestens zwei deiner direkten Erstlinien die Platin-Orgaleiter-Qualifikation ebenfalls tragen. Das ist strukturell ein enormer Unterschied.
Was ich konkret beobachte: Viele Partner auf Vize-Präsident-Niveau haben eine starke erste POL-Linie, bauen die zweite aber nicht mit derselben Intensität. Daraus folgt, dass sie technisch die Vize-Präsident-Qualifikation halten, aber an der Präsident-Schwelle monatelang verweilen – obwohl das Einkommen schon erheblich ist. Der Unterschied zwischen Vize-Präsident (bis zu 850.000 € Jahreseinkommen laut LR) und Präsident (bis zu 1.200.000 €) liegt also strukturell in der Tiefe einer zweiten Linie.
Das ist keine Kritik am Vergütungsplan – ganz im Gegenteil. Es ist der Mechanismus, der sicherstellt, dass das Einkommen auf Präsidentenebene nicht zufällig entsteht, sondern eine wirklich tiefe und breite Teamstruktur voraussetzt. Wer das einmal verstanden hat, plant seinen Aufbau anders: nicht mit dem Ziel, möglichst viele Erstlinien zu gewinnen, sondern mit dem Ziel, möglichst viele Erstlinien in die Tiefe zu entwickeln.
Für die Praxis bedeutet das: Der Weg zum Präsidenten führt fast ausschließlich über die konsequente Entwicklung von Führungskräften in der zweiten und dritten Ebene – nicht über die erste Ebene allein.
Was der Top-Tiefenbonus zur Einkommenstiefe beiträgt
Auf Präsidentenebene erhältst du auch den Top-Tiefenbonus – und zwar in der höheren Version. Beim Präsidenten gilt für den Top-Silberbonus 1,25 % und für den Top-Platinbonus 0,75 %. Voraussetzung: mindestens 10 direkte 21%-Linien und die entsprechende Qualifikation.
Dieser Bonus honoriert das Volumen aus Linien, die so tief in deiner Downline liegen, dass deine eigenen Führungskräfte bereits den Tiefenbonus auf diese Linien erhalten. Wer als Präsident eine breite Struktur aufgebaut hat, profitiert damit also auch noch von der vierten oder fünften Ebene seiner Organisation.
Steuerliche Einordnung des Einkommens
Wie wird das Präsidenten-Einkommen versteuert?
In der Momentum-Macher-Gruppe taucht genau diese Frage regelmäßig auf, und dabei zeigt sich ein klares Muster: Die meisten verstehen die verschiedenen Einkommensarten nicht sofort richtig zugeordnet.
Das LR-Einkommen setzt sich aus mehreren unterschiedlichen Einkommensarten zusammen, die steuerlich verschieden behandelt werden können. Die Handelsspanne aus dem Direktverkauf gilt als Einnahme aus selbstständiger Tätigkeit oder Gewerbebetrieb – je nach Anmeldung. Die Bonus- und Provisionszahlungen von LR sind ebenfalls Einkünfte aus selbstständiger oder gewerblicher Tätigkeit.
Als Präsident mit einem Einkommen von mehreren Zehntausend Euro monatlich liegst du klar im gewerblichen Bereich. Das bedeutet Gewerbesteuerpflicht, Einkommensteuer und in den meisten Fällen Umsatzsteuerpflicht – sofern du die Kleinunternehmergrenze überschreitest, was auf Präsidentenniveau immer der Fall ist.
Wichtig: LR zahlt die Boni ohne Abzug von Steuern aus. Du erhältst Bruttobeiträge und bist selbst für die korrekte steuerliche Behandlung verantwortlich. Der Jahresbonus kommt in der Regel im ersten Quartal des Folgejahres zur Auszahlung – was steuerlich für das Vorjahr oder das laufende Jahr relevant sein kann.
In meiner Arbeit mit Partnern auf höheren Karrierestufen erlebe ich regelmäßig, dass gerade der Jahresbonus steuerlich unterschätzt wird, weil er zeitlich versetzt kommt. Wer die Liquidität für die Steuerzahlung nicht rechtzeitig plant, erlebt beim Jahresabschluss eine unangenehme Überraschung.
Unterschied zwischen Bonus-Titel und Karriere-Titel
LR unterscheidet offiziell zwischen drei Titeln:
- Bonustitel: Wird jeden Monat neu ermittelt – ausschließlich für die Bonusberechnung relevant.
- Karrieretitel: Dein persönliches All-Time-High – der höchste Bonustitel, den du dreimal in Folge erreicht hast. Damit darfst du dich nach außen präsentieren.
- Active-Titel: Wird auf Basis deiner laufenden Leistung ermittelt – bei Teamleiter und höher aus den drei besten Bonustiteln der letzten sechs Monate.
Für das monatliche Einkommen zählt ausschließlich der Bonustitel. Wer im Karrieretitel Präsident ist, aber in einem Monat die Qualifikation nicht erfüllt, erhält in diesem Monat keinen Präsidenten-Bonus, sondern den Bonus der tatsächlich erreichten Stufe.
Was nach dem ersten Monat auf Präsidentenniveau passiert
Ein Muster, das ich so oder ähnlich schon viele Male begleitet habe: Der erste Monat auf Präsidentenniveau fühlt sich wie eine Ausnahme an, nicht wie der Beginn eines neuen Standards.
Wer zum ersten Mal die Präsidentenqualifikation erreicht, erlebt oft einen Monat mit ungewöhnlich hohem Teamvolumen – ausgelöst durch eine besondere Aktion, einen Bonus-Sprint oder einen außergewöhnlichen Monat in einer der POL-Linien. Daraufhin hält das Volumen nicht automatisch im nächsten Monat. Weil der Karrieretitel aber dreimalige Erfüllung in Folge braucht, rutschen manche Partner wieder auf Vize-Präsident zurück – und sind trotzdem schon sehr nah am Karrieretitel.
Was dabei passiert: Der Bonustitel schwankt, während die Struktur wächst. Das bedeutet, dass das monatliche Einkommen in dieser Phase nicht konstant auf Präsidentenniveau bleibt, sondern zwischen Vize-Präsident- und Präsidenten-Bonus variiert. Das ist kein Rückschritt – das ist der normale Verlauf beim Festigen einer neuen Strukturebene.
Was ich in diesen Phasen immer kommuniziere: Nicht der Monat entscheidet, sondern der Aufbau der Konsistenz. Wer versteht, dass der Karrieretitel Präsident erst durch drei aufeinanderfolgende Qualifikationsmonate entsteht, geht fokussierter in den zweiten und dritten Monat – anstatt nach dem ersten Monat in Erwartungshaltung zu verfallen.
Das konkrete Lernfeld liegt meist in der zweiten POL-Linie: Diese braucht selbst drei Monate Stabilisierung auf Platin-Orgaleiter-Niveau, bevor dein Präsidentenbonus-Titel gesichert ist. Deshalb lohnt es sich, diese Linie frühzeitig zu priorisieren.
LR Anerkennungskultur auf Präsidentenebene
Neben dem monetären Einkommen bietet LR auf Präsidentenebene eine Reihe offizieller Anerkennungsleistungen:
- Walk of Fame: Permanente Aufnahme auf dem LR Walk of Fame
- Hall of Fame: Bild und Erfolgsgeschichte im Karrieremagazin
- LR Elite Trip: Exklusive Incentive-Reisen für die Top-Führungskräfte
- Success Dinner: Exklusive Veranstaltungen
- Special Annual Awards: Auszeichnungen auf Jahresbasis
- Karrieremagazin: Veröffentlichung der Erfolgsgeschichte
- Pin und Zertifikat: Offizielle Urkundenübergabe
Diese Anerkennungsebene ist Teil des LR-Vergütungskonzepts – nicht nur als psychologische Motivation, sondern auch als öffentliche Markenkommunikation für das Unternehmen.
FAQ
Was verdient ein LR Präsident pro Monat?
Das monatliche Einkommen hängt direkt von der Teamstruktur und dem aktivierten Gruppenvolumen ab. Laut offizieller LR-Karriereleiter liegt das Jahreseinkommen auf Präsidentenniveau bei bis zu 1.200.000 Euro – also theoretisch bis zu 100.000 Euro pro Monat.
Diese Zahl ist das Maximum, das bei voller Aktivierung aller Bonusschichten und einem entsprechenden Teamvolumen entsteht. Das tatsächliche Monatseinkommen variiert stark und hängt davon ab, wie viele der kumulativen Bonusarten gleichzeitig wirksam sind. Wer gerade die Mindestqualifikation für den Präsidententitel erfüllt, verdient deutlich weniger als jemand, der tief entwickelte POL-Linien in der zweiten und dritten Ebene hat.
Wie viele 21%-Linien braucht man als LR Präsident?
Mindestens 10 direkte 21%-Linien – davon mindestens 2 Platin-Orgaleiter-Linien. Eine 21%-Linie ist jede Erstlinie, die monatlich mindestens 12.000 PW Gesamtumsatz generiert. Diese Voraussetzung muss drei Monate in Folge erfüllt sein, damit der Karrieretitel anerkannt wird.
Nach 16 Jahren in dieser Branche ist mir klar, dass die Zahl 10 auf dem Papier kompakt klingt, in der Praxis aber bedeutet: jede dieser Linien ist selbst ein aktiv wachsendes Geschäft mit eigenem Team. Wer zehn solcher Linien aufgebaut hat, führt keine Erstlinien mehr – sondern entwickelt Führungskräfte.
Was ist der Unterschied zwischen Präsident und Vize-Präsident bei LR?
Der Vize-Präsident qualifiziert sich mit 10 x 21%-Linien und 1 Platin-Orgaleiter-Linie (oder 3 Silber-Orgaleiter-Linien) – oder mit 1 Mio. PW Gesamtumsatz. Der Präsident braucht 2 Platin-Orgaleiter-Linien (oder 2 Mio. PW Gesamtumsatz).
Das bedeutet strukturell: Der Sprung von Vize-Präsident zu Präsident erfordert eine zweite vollständig entwickelte Platin-Orgaleiter-Linie – also eine zweite Führungskraft auf höchstem Niveau in der eigenen Downline. Genau deshalb ist dieser Übergang einer der zeitintensivsten auf dem gesamten Karriereweg.
Was ist der Präsidentenbonus bei LR?
In meiner täglichen Arbeit mit Partnern sehe ich immer wieder, dass der Präsidentenbonus als kleiner Prozentsatz unterschätzt wird. Er beträgt auf der Grundstufe 0,2 % auf das Gruppenvolumen, auf das noch kein Präsidentenbonus tiefer in der Struktur gezahlt wurde.
Der Bonus funktioniert analog zu den Tiefenboni: Er wird dort nicht mehr gezahlt, wo in der Downline bereits ein anderer Präsident Anspruch auf denselben Bonus hat. Mit jeder Sterne-Präsident-Stufe erhöht er sich um weitere 0,2 % – bis zum Maximum von 1,2 % auf 5*-Präsident-Ebene. Auf einem Gruppenvolumen von mehreren Millionen PW addieren sich auch kleine Prozentsätze zu erheblichen monatlichen Beträgen.
Wie lange dauert es, LR Präsident zu werden?
Eine pauschale Zeitangabe lässt sich nicht machen, da der Aufbau von Teamstrukturen individuell verläuft. Aus Beobachtung vieler Partner zeigt sich: Der Weg von der Orgaleiterstufe bis zum Präsidenten dauert in der Regel mehrere Jahre – weil jede POL-Linie selbst Zeit zum Aufbau braucht.
Was das konkret bedeutet: Eine Platin-Orgaleiter-Linie braucht ihrerseits mindestens 10 direkte 21%-Linien und entsprechende Teamtiefe. Wer zwei solcher Linien aufbauen möchte, arbeitet nicht nur am eigenen Wachstum, sondern unterstützt zwei weitere Menschen dabei, dieselbe Tiefe zu entwickeln. Dieser Prozess lässt sich durch intensive Führungskräfteentwicklung beschleunigen, aber nicht abkürzen.
Bekommt ein LR Präsident ein Firmenauto?
Ja – der Autobonus liegt auf Präsidentenebene bei bis zu 1.300 € netto pro Monat. Damit qualifizieren sich Partner für Modelle wie Audi R8, Mercedes GT, Porsche Panamera oder Porsche Cayenne.
Der häufigste Irrtum, den ich zu dieser Frage korrigiere: Das ist kein Firmenauto, sondern ein Leasingzuschuss. Du schließt selbst einen Leasingvertrag ab, LR zahlt den monatlichen Zuschuss. Die Leasingrate kann je nach Modellwahl über dem Zuschuss liegen. Der Autobonus ist monatlich neu qualifikationsabhängig – wer in einem Monat die Autobonus-Voraussetzungen nicht erfüllt, erhält entsprechend weniger oder keinen Zuschuss.
Wie viel Steuern zahlt ein LR Präsident auf seinen Bonus?
LR zahlt alle Boni und Provisionen ohne Steuerabzug aus – also als Bruttobetrag. Als Präsident mit diesem Einkommensniveau bist du in der höchsten Einkommensteuerklasse. Zusätzlich fällt Gewerbesteuer an, da das Tätigkeitsvolumen klar gewerblichen Charakter hat.
Die konkrete Steuerlast hängt vom Land, von abzugsfähigen Betriebsausgaben, von der Unternehmensstruktur und von weiteren Faktoren ab. Daher gilt: Die steuerliche Beratung durch einen Steuerberater mit Erfahrung im Network-Marketing-Bereich ist auf dieser Einkommensebene kein optionaler Luxus, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Wer den Jahresbonus nicht als vorgelagerte Steuerschuld einplant, gerät im ersten Quartal des Folgejahres in eine angespannte Liquiditätslage.
Was passiert, wenn man die Präsidentenqualifikation einen Monat nicht erfüllt?
Der Bonustitel ändert sich sofort – er spiegelt immer die aktuelle Monatsqualifikation wider. Wenn du die Präsidentenvoraussetzungen in einem Monat nicht erfüllst, erhältst du den Bonus der tatsächlich erreichten Stufe (z. B. Vize-Präsident oder Platin-Orgaleiter).
Der Karrieretitel bleibt bestehen – er ist dein All-Time-High und ändert sich nicht rückwirkend. Der Active-Titel wird auf Basis der drei besten Bonusmonate der letzten sechs Monate ermittelt, hat also eine glättende Funktion. Wer auf Präsidentenebene einen schwächeren Monat hat, verliert also nicht die gesamte Anerkennung – aber die Boni des betreffenden Monats berechnen sich nach der tatsächlichen Monatsqualifikation.
Kann man als LR Präsident ein passives Einkommen aufbauen?
Ein Muster, das ich so oder ähnlich schon viele Male begleitet habe: Wer auf Präsidentenebene angekommen ist, verändert sich die Art des Einkommens grundlegend. Die Einkommensquellen auf dieser Stufe – insbesondere Tiefenbonus, Top-Tiefenbonus und Präsidentenbonus – entstehen aus dem Volumen der Downline, nicht aus persönlichem Direktverkauf.
Das bedeutet: Je tiefer und autonomer dein Team arbeitet, desto weniger hängt das Einkommen von deiner eigenen täglichen Aktivität ab. Im Network Marketing gibt es kein vollständig passives Einkommen im rechtlichen Sinne – aber es gibt ein strukturell tiefes Einkommen, das aus Teamvolumen stammt, das du nicht selbst täglich generierst. Genau das ist es, was Präsidenten von Orgaleitern unterscheidet: Nicht die Summe, sondern die Herkunft des Einkommens.
Wie viele LR Partner erreichen den Präsidenten-Rang?
Der Präsident-Rang gehört zur Spitze der LR-Karriereleiter, und die Anzahl der aktiven Präsidenten ist im Verhältnis zur Gesamtpartnerzahl sehr klein. LR hat weltweit mehrere Hunderttausend Partner – davon erreichen nur wenige die Phase-5-Stufen.
Das bedeutet jedoch keine Aussage über Wahrscheinlichkeiten im Einzelfall. Der Vergütungsplan definiert klare Qualifikationskriterien, die theoretisch jeder Partner erreichen kann, der die entsprechende Teamstruktur aufbaut. Die geringe absolute Zahl erklärt sich daraus, dass der Aufbau von zwei Platin-Orgaleiter-Linien in der Tiefe den Aufbau zweier vollständig entwickelter, sehr großer Teams voraussetzt.
Zahlen, die einordnen
Das Präsidenten-Jahreseinkommen von bis zu 1.200.000 Euro klingt abstrakt, bis man es in die Bonusstruktur aufschlüsselt. Das Besondere daran: Es gibt keine künstliche Deckelung – wer größer baut, verdient mehr.
Ich finde, das ist einer der selten genannten Aspekte an diesem Vergütungsplan: Die Sterne-Präsident-Stufen zeigen, dass das System auch nach dem Erreichen des „Präsident“-Titels noch Raum für Wachstum lässt. Es ist kein Endziel, sondern ein Zwischenstand auf einem weiter wachsenden Weg.
Und das ist das, was ich in 16 Jahren am meisten beobachte: Wer auf Präsidentenebene angekommen ist, denkt nicht mehr über das Verdienen nach – sondern darüber, wie seine Führungskräfte auf Präsidenten-Niveau kommen.
Rock it!
Dein Willi