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Muss man als Fitline Teampartner ein Gewerbe anmelden?

Kurz und direkt: Ja. Als Fitline Teampartner bist du laut den Vertriebspartnerregeln von PM International selbstständiger Gewerbetreibender – und das zieht in Österreich, Deutschland und der Schweiz eine Gewerbeanmelde- bzw. Gewerbemeldepflicht nach sich. Egal ob du nur nebenberuflich tätig bist oder Fitline hauptberuflich betreibst.

In meiner über 16-jährigen Erfahrung im Network Marketing sehe ich immer wieder, dass genau diese Frage am Anfang für Unsicherheit sorgt. Dabei ist der Ablauf klarer und einfacher, als die meisten denken. Dieser Artikel erklärt dir Schritt für Schritt, was du wissen und tun musst.

Dein rechtlicher Status als Teampartner

Laut den offiziellen Vertriebspartnerregeln der PM-International AG bist du als Fitline Teampartner kein Angestellter, sondern ein selbstständiger Gewerbetreibender. Du arbeitest auf eigene Rechnung und Gefahr. Es gibt kein Arbeitsverhältnis, keine Weisungsgebundenheit und keine arbeitsrechtlichen Ansprüche wie Urlaubsgeld oder Lohnfortzahlung.

Das bedeutet: Du bist dein eigener Chef – und trägst damit auch die rechtlichen und steuerlichen Pflichten eines Unternehmers.

Was bedeutet „selbstständig“ konkret?

Du bist selbstständig tätig, wenn du:

  • auf eigene Rechnung handelst (du trägst das wirtschaftliche Risiko selbst)
  • regelmäßig tätig bist (auch wenn das anfangs nur ein paar Stunden pro Woche sind)
  • eine Gewinnerzielungsabsicht hast (also vorhast, Einnahmen zu erzielen)

Alle drei Punkte treffen auf die Tätigkeit als Fitline Teampartner zu. Damit gilt die Gewerbemeldepflicht – unabhängig davon, wie hoch deine tatsächlichen Einnahmen am Anfang sind.

Gewerbeanmeldung in Österreich

In Österreich erfolgt die Gewerbeanmeldung bei der örtlich zuständigen Gewerbebehörde – das ist je nach Wohnort die Bezirkshauptmannschaft oder der Magistrat.

Als Fitline Teampartner erhältst du in Österreich die Gewerbeberechtigung für „Direktvertrieb“ – das ist ein freies Gewerbe und erfordert keinen Befähigungsnachweis.

So läuft die Anmeldung ab

Die Anmeldung kann auf drei Wegen erfolgen:

  1. Persönlich bei der zuständigen Behörde
  2. Schriftlich per Post mit ausgefülltem Formular
  3. Elektronisch über das GISA-System oder mit ID Austria über das Unternehmensserviceportal (USP) im Rahmen der eGründung

Diese Unterlagen brauchst du:

  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • Bei Nicht-EU-Bürgern: Aufenthaltstitel
  • Bestätigung über das Nichtvorliegen gerichtlicher Verurteilungen (max. 3 Monate alt)

Nach der Anmeldung wird die Betriebsaufnahme automatisch an die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) gemeldet. Wichtig: Die automatische Weiterleitung gilt nicht für das Finanzamt. Das Finanzamt musst du selbst über die Aufnahme deiner unternehmerischen Tätigkeit informieren.

Was passiert nach der Anmeldung?

Das Finanzamt schickt dir einen steuerlichen Erfassungsbogen zu. Diesen füllst du aus und sendest ihn zurück. Danach erhältst du deine Steuernummer. In diesem Schritt kannst du auch die Kleinunternehmerregelung beantragen (mehr dazu weiter unten).

Gewerbeanmeldung in Deutschland

In Deutschland meldest du dein Gewerbe beim Gewerbeamt deiner Stadt oder Gemeinde an. Das ist persönlich vor Ort möglich, viele Städte bieten aber auch Online-Formulare an.

Diese Unterlagen brauchst du in Deutschland:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Ausgefülltes Gewerbeanmeldungsformular
  • In der Regel keine weiteren Unterlagen für einfache Handelstätigkeiten

Die Kosten für eine Gewerbeanmeldung liegen in Deutschland üblicherweise zwischen 20 und 40 Euro. Das Gewerbeamt leitet deine Anmeldung automatisch an das Finanzamt weiter. Du erhältst anschließend einen steuerlichen Erfassungsbogen.

Die Anmeldepflicht gilt unabhängig davon, ob du haupt- oder nebenberuflich tätig bist. Maßgebend ist ausschließlich die Art der Tätigkeit – nicht der Umfang.

Die Kleinunternehmerregelung – was ist das?

Wer am Anfang noch geringe Umsätze hat, kann von der Kleinunternehmerregelung profitieren. Das bedeutet: Du stellst keine Umsatzsteuer in Rechnung und musst keine Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben.

Die Grenzen im Überblick

LandUmsatzgrenze (brutto)Regelung
Österreich55.000 € pro Jahr (ab 2025)Keine USt. auf Rechnungen, keine Voranmeldungen
Deutschland25.000 € im Vorjahr / 100.000 € im laufenden Jahr (ab 2025)Befreiung nach § 19 UStG
Schweiz100.000 CHF pro JahrBefreiung nach MWSTG

In Österreich kannst du die Kleinunternehmerregelung direkt beim steuerlichen Erfassungsbogen beantragen. Wenn du beim Start darauf verzichtest, bist du für fünf volle Jahre an die Regelbesteuerung gebunden.

Wann lohnt sich die Kleinunternehmerregelung?

Die Regelung ist sinnvoll, wenn:

  • Du deine Produkte hauptsächlich an Endkunden verkaufst (nicht an andere Unternehmer)
  • Deine Kunden keine Vorsteuer geltend machen können
  • Deine Jahresumsätze die jeweilige Grenze voraussichtlich nicht überschreiten

Bei steigenden Umsätzen kann ein Wechsel zur Regelbesteuerung langfristig steuerlich günstiger sein – das solltest du mit einem Steuerberater besprechen.

Sozialversicherung als Fitline Teampartner

Neben der Gewerbeanmeldung und der Steuerpflicht gibt es einen weiteren wichtigen Bereich: die Sozialversicherung.

Österreich: SVS-Pflicht

In Österreich sind Gewerbetreibende bei der Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen (SVS) pflichtversichert – allerdings erst ab bestimmten Einkommensgrenzen. Wer die Versicherungsgrenze überschreitet, muss das der SVS selbst melden. Wer die Meldung versäumt, riskiert einen Strafzuschlag.

Wenn du bereits als Angestellter sozialversichert bist und Fitline nebenberuflich betreibst, bist du in der Regel doppelt versichert – zahlt aber in vielen Fällen keine zusätzlichen Beiträge, solange ein bestimmter Grenzbetrag nicht überschritten wird.

Deutschland: Krankenversicherung prüfen

In Deutschland bleiben nebenberufliche Selbstständige häufig in ihrer bestehenden gesetzlichen Krankenversicherung. Bei hauptberuflicher Selbstständigkeit wechselst du in die freiwillige gesetzliche oder private Krankenversicherung. Auch hier gilt: Informiere dich vor dem Start bei deiner Krankenkasse.

Nebenberuflich oder hauptberuflich – macht das einen Unterschied?

Für die Gewerbeanmeldungspflicht selbst macht es keinen Unterschied. Du musst das Gewerbe in beiden Fällen anmelden, sobald du deine Tätigkeit aufnimmst.

Unterschiede gibt es bei:

  • Sozialversicherung: Nebenberuflich Tätige mit bestehendem ASVG-Schutz (Österreich) können unter bestimmten Grenzen von Mehrfachzahlungen befreit sein
  • Einkommensteuer: Einkünfte aus dem Gewerbe werden zur gesamten Steuerlast addiert – du rutschst möglicherweise in eine höhere Steuerklasse
  • Steuerlicher Erfassungsbogen: Hier gibst du an, ob es sich um eine neben- oder hauptberufliche Tätigkeit handelt

Was du von der Steuer absetzen kannst

Als selbstständiger Fitline Teampartner hast du das Recht, Betriebsausgaben steuerlich geltend zu machen. Das senkt deinen steuerpflichtigen Gewinn.

Typische absetzbare Kosten im Network Marketing:

  • Produktkosten, die du selbst nutzt und beruflich notwendig sind
  • Schulungen und Weiterbildungen (Online-Kurse, Coachings)
  • Büromaterial und technische Ausstattung (Laptop, Drucker, Headset)
  • Fahrtkosten für berufliche Zwecke
  • Internetkosten (anteilig)
  • Steuerberatungskosten
  • Mitgliedsbeiträge bei beruflichem Bezug

Wichtig: Alle Ausgaben müssen beruflich veranlasst sein und du benötigst entsprechende Belege. Eine ordentliche Buchführung von Anfang an spart später Zeit und Nerven.

Buchführungspflicht – was musst du aufzeichnen?

Als Kleinunternehmer mit überschaubaren Umsätzen reicht in der Regel eine einfache Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (EAR). Du notierst alle Einnahmen und Ausgaben chronologisch mit Beleg. Eine doppelte Buchführung ist erst ab deutlich höheren Umsätzen oder bestimmten Rechtsformen Pflicht.

Was du aufbewahren musst:

  • Alle Ausgangsrechnungen (an Kunden)
  • Alle Eingangsrechnungen (von PM International und anderen Lieferanten)
  • Kontoauszüge
  • Verträge

Die Aufbewahrungspflicht beträgt in Österreich und Deutschland in der Regel 7 Jahre.

Steuererklärung – was kommt jährlich auf dich zu?

Als Selbstständiger bist du verpflichtet, jährlich eine Steuererklärung abzugeben. Das gilt auch dann, wenn du im ersten Jahr noch keinen Gewinn erzielt hast.

In Österreich gibst du die Einkommensteuererklärung (E1 + E1a für Einkünfte aus Gewerbebetrieb) ab. In Deutschland das Formular G (Gewerbebetrieb) gemeinsam mit der Einkommensteuererklärung.

Wer die Kleinunternehmerregelung nutzt, gibt keine Umsatzsteuervoranmeldungen ab – aber die Jahressteuererklärung bleibt in jedem Fall Pflicht.

Wann genau musst du das Gewerbe anmelden?

Die Anmeldung muss vor oder spätestens mit Aufnahme der Tätigkeit erfolgen – also bevor du die ersten Produkte verkaufst oder die ersten Provisionen erhältst. In Deutschland schreibt § 14 GewO vor, dass das Gewerbe bei Aufnahme der Tätigkeit angezeigt wird.

Wer das versäumt, betreibt das Gewerbe ohne Berechtigung – das kann zu Bußgeldern führen.

Faustregel: Melde das Gewerbe an, bevor du deinen ersten Kunden bedienst oder deinen ersten Partner einschreibst.

Schritt-für-Schritt-Checkliste zur Anmeldung

Damit du keinen Schritt vergisst, hier alles kompakt zusammengefasst:

  1. Personalausweis/Reisepass bereitlegen
  2. Zuständige Behörde ermitteln (Bezirkshauptmannschaft/Magistrat in Österreich, Gewerbeamt in Deutschland)
  3. Gewerbeanmeldung für „Direktvertrieb“ (freies Gewerbe) einreichen – persönlich, schriftlich oder online
  4. Finanzamt informieren (in Österreich: selbst melden, in Deutschland: automatische Weiterleitung durch Gewerbeamt)
  5. Steuerlichen Erfassungsbogen ausfüllen und zurücksenden
  6. Entscheidung zur Kleinunternehmerregelung treffen und im Bogen eintragen
  7. SVS-Meldung prüfen (Österreich) bzw. Krankenversicherung klären (Deutschland)
  8. Buchhaltung einrichten – auch wenn es nur eine einfache Excel-Tabelle am Anfang ist
  9. Steuerberater kontaktieren – besonders empfehlenswert beim Einstieg

Ein Steuerberater – ja oder nein?

Technisch kannst du als Kleinunternehmer mit einfacher EAR deine Steuererklärung selbst machen. Trotzdem lohnt sich ein Steuerberater besonders in folgenden Situationen:

  • Du bist gleichzeitig angestellt und selbstständig
  • Du weißt nicht, ob die Kleinunternehmerregelung für dich sinnvoll ist
  • Deine Umsätze steigen schnell
  • Du machst größere Investitionen, die du absetzen möchtest

Die Kosten für einen Steuerberater sind selbst wiederum als Betriebsausgabe absetzbar.

Fazit

Die Gewerbeanmeldung als Fitline Teampartner ist kein bürokratisches Hindernis, sondern ein klar definierter, einfacher Prozess. Du meldest das Gewerbe „Direktvertrieb“ an, informierst das Finanzamt, entscheidest dich für oder gegen die Kleinunternehmerregelung und richtest eine einfache Buchhaltung ein. Das war’s im Wesentlichen.

Wer das von Anfang an sauber aufsetzt, baut auf einem rechtlich soliden Fundament.

FAQ

Muss ich ein Gewerbe anmelden, wenn ich nur wenig verdiene?

Ja. Die Gewerbeanmeldungspflicht hängt nicht von der Höhe der Einnahmen ab, sondern von der Art der Tätigkeit. Sobald du selbstständig, regelmäßig und mit Gewinnerzielungsabsicht tätig bist, greift die Meldepflicht – auch wenn du am Anfang nur geringe Beträge verdienst.

Der Begriff „regelmäßig“ bedeutet dabei nicht zwingend täglich oder wöchentlich. Es reicht aus, dass du die Tätigkeit auf Dauer ausüben willst. Wer nur einmalig und gelegentlich handelt, kann unter bestimmten Voraussetzungen davon ausgenommen sein – diese Ausnahme trifft auf aktive Fitline Teampartner jedoch in der Regel nicht zu.

Welche Art von Gewerbe muss ich anmelden?

In Österreich meldest du das freie Gewerbe „Direktvertrieb“ an. Dieses Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis und ist damit unkompliziert anmeldbar. In Deutschland wird die Tätigkeit als selbstständiger Handelsvertreter oder Gewerbetreibender im Direktvertrieb angemeldet – ohne spezielle Zulassung.

Ein Meistertitel oder eine Berufsausbildung sind für dieses Gewerbe nicht notwendig. Du bringst lediglich deine Personaldokumente mit und füllst das Anmeldeformular aus.

Was kostet die Gewerbeanmeldung?

In Deutschland liegen die Kosten üblicherweise zwischen 20 und 40 Euro (einmalige Anmeldegebühr). In Österreich variieren die Gebühren je nach Gemeinde – sie bewegen sich ebenfalls im überschaubaren Rahmen von meist unter 50 Euro.

Hinzu kommen laufende Beiträge zur Wirtschaftskammermitgliedschaft in Österreich, die je nach Sparte unterschiedlich hoch sind. Für Direktvertrieb handelt es sich dabei um vergleichsweise geringe Jahresbeträge.

Bin ich als Fitline Teampartner angestellt oder selbstständig?

Du bist selbstständig. Laut den offiziellen Vertriebspartnerregeln von PM International bist du kein Angestellter des Unternehmens. Du erhältst kein fixes Gehalt, keinen Urlaubsanspruch und keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Dein Einkommen ergibt sich ausschließlich aus deinen eigenen Aktivitäten.

Das bedeutet auch: Du trägst das unternehmerische Risiko selbst. Gleichzeitig hast du alle Freiheiten eines Selbstständigen – freie Zeiteinteilung, eigenverantwortliches Handeln, unbegrenzte Einkommensgestaltung.

Muss ich auf meine Fitline-Provisionen Steuern zahlen?

Ja. Provisionen, Boni und Handelsspannen, die du als Teampartner erhältst, gelten als Einkünfte aus Gewerbebetrieb und sind einkommensteuerpflichtig. Du gibst diese jährlich in deiner Steuererklärung an.

Ob und wie viel Steuer du zahlst, hängt von deinem Gesamteinkommen ab. In Österreich und Deutschland gilt ein progressiver Steuertarif – wer mehr verdient, zahlt einen höheren Prozentsatz. Betriebsausgaben mindern die Bemessungsgrundlage.

Was ist die Kleinunternehmerregelung und lohnt sie sich für mich?

Die Kleinunternehmerregelung bedeutet: Du stellst keine Umsatzsteuer in Rechnung und musst keine Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben. In Österreich gilt sie bis zu einem Jahresumsatz von 55.000 Euro (ab 2025), in Deutschland bis zu 25.000 Euro im Vorjahr.

Sie lohnt sich vor allem, wenn deine Kunden Privatpersonen sind, die keine Vorsteuer geltend machen. Wenn du hauptsächlich an andere Unternehmer verkaufst, kann die Regelbesteuerung günstiger sein – weil du dann Vorsteuer zurückfordern kannst. Der Steuerberater hilft dir, die richtige Entscheidung zu treffen.

Muss ich auch Umsatzsteuer in Rechnung stellen?

Das hängt davon ab, ob du die Kleinunternehmerregelung nutzt oder nicht. Wer die Kleinunternehmerregelung beantragt hat, stellt keine Umsatzsteuer in Rechnung und muss auf seinen Rechnungen darauf hinweisen. Wer die Regelbesteuerung wählt oder über die Umsatzgrenze kommt, stellt Rechnungen mit dem geltenden Steuersatz aus.

In Österreich beträgt der reguläre Umsatzsteuersatz 20 %, in Deutschland 19 %. Als Teampartner trägst du die eingenommene Umsatzsteuer ans Finanzamt ab.

Muss ich als nebenberuflicher Teampartner auch zur Wirtschaftskammer?

In Österreich: Ja. Mit der Gewerbeanmeldung wirst du automatisch Mitglied der Wirtschaftskammer (WKO). Das ist gesetzlich vorgeschrieben und gilt unabhängig davon, ob du nebenberuflich oder hauptberuflich tätig bist. Es fallen jährliche Mitgliedsbeiträge an.

In Deutschland gibt es keine vergleichbare Pflichtmitgliedschaft in einer Kammer für diese Tätigkeit. Du bist jedoch Mitglied im zuständigen Finanzamt-Bereich und unterliegt den dort geltenden Meldepflichten.

Wie melde ich das Gewerbe in Österreich online an?

Die Online-Anmeldung funktioniert über das GISA-System (Gewerbeinformationssystem Austria) oder mit ID Austria über das Unternehmensserviceportal (USP) im Rahmen der eGründung. Beide Wege ermöglichen die vollständige Abwicklung ohne persönliches Erscheinen bei der Behörde.

Nach der Online-Anmeldung erhältst du deine Gewerbeberechtigung digital. Die Meldung an die Wirtschaftskammer erfolgt automatisch. Das Finanzamt musst du – wie erwähnt – separat informieren.

Muss ich mich bei der SVS (Sozialversicherung) anmelden?

In Österreich: Die SVS-Pflichtversicherung greift, sobald du bestimmte Einkommensgrenzen überschreitest. Du hast die Pflicht, das Überschreiten selbst zu melden. Wer bereits über ein ASVG-Dienstverhältnis (z.B. als Angestellter) versichert ist, unterliegt unter bestimmten Bedingungen einer reduzierten oder keiner Zusatzzahlung.

Wer die Meldefrist versäumt, riskiert einen gesetzlichen Strafzuschlag von 9,3 %. Es lohnt sich also, die aktuellen SVS-Grenzen zu kennen und bei Überschreitung sofort zu handeln. Die aktuellen Grenzen findest du direkt auf der Website der SVS.

Kann ich auch ohne Gewerbe mit Fitline starten?

Nein – nicht rechtlich korrekt. Sobald du Produkte verkaufst oder Provisionen erhältst, liegt eine gewerbliche Tätigkeit vor. Das Gewerbe muss angemeldet sein, bevor du die Tätigkeit aufnimmst. Eine nachträgliche Anmeldung ist zwar möglich, kann aber zu rückwirkenden Beitragsnachforderungen und Bußgeldern führen.

Der Aufwand für die Anmeldung ist gering – es gibt keinen sachlichen Grund, sie hinauszuzögern.

PS: So gewann ich +800 Erstlinien bei Fitline.