Beide Firmen zahlen Provisionen nach einem ähnlichen Grundprinzip: Rabattstaffel plus Großhandelsgewinn plus Royalty auf die Downline. Herbalife arbeitet mit einer Rabattspanne von 25 % bis 50 % auf die Einkommensbasis, während Nu Skin ein Punktesystem mit Selling Bonus und Building Bonus nutzt. Der wichtigste Unterschied liegt also nicht im „Wer zahlt mehr“, sondern in der Berechnungslogik dahinter.
In meiner täglichen Arbeit mit Partnern aus unterschiedlichen Firmen sehe ich, dass genau diese zwei Vergütungspläne regelmäßig verglichen werden, weil beide Unternehmen seit Jahrzehnten im Markt sind und ihre Pläne öffentlich dokumentieren. Ich selbst war nie bei Nu Skin oder Herbalife aktiv, kenne aber die Struktur solcher Pläne aus meiner Zeit bei PM International sehr genau, denn dort habe ich über Jahre mit Rabattstufen, Organisationsvolumen und Royalty-Berechnungen gearbeitet. Diese Erfahrung hilft mir dabei, Vergütungspläne fremder Firmen schnell zu lesen und Fehlinterpretationen zu erkennen, die bei Partnern immer wieder auftauchen. Genau darum ordne ich dir in diesem Artikel beide Pläne Stück für Stück ein, damit du die Unterschiede sachlich einordnen kannst.
Wie die Grundstruktur bei beiden Firmen aussieht
Beide Vergütungspläne bauen auf einem mehrstufigen Rangsystem auf, wobei jede Stufe einen höheren Rabatt oder Bonus-Prozentsatz freischaltet. Herbalife nutzt dafür Volumenpunkte (VP), während Nu Skin mit einem Punktesystem arbeitet, das Selling Bonus und Building Bonus getrennt berechnet. Beide Firmen zahlen zusätzlich zur eigenen Verkaufsmarge eine Override-Provision auf die Umsätze der persönlich aufgebauten Organisation, sobald ein bestimmter Rang erreicht ist.
Herbalife: Rabattstaffel von 25 % bis 50 %
Bei Herbalife startet jeder Berater mit einem Rabatt von 25 % auf die sogenannte Einkommensbasis, die Berechnungsgrundlage für alle Provisionen. Sobald 250 Volumenpunkte in ein bis drei Monaten erreicht sind, steigt der Rabatt auf 35 % (Senior-Berater). Ab 1.000 Volumenpunkten erhöht sich der Satz auf 42 % (Success Builder), und ab 2.500 bis 4.000 Volumenpunkten erreicht ein Berater die Stufe Supervisor mit 50 % Rabatt – dem höchsten Satz im gesamten Plan.
Nu Skin: Selling Bonus und Building Bonus getrennt
Nu Skin zahlt ab dem ersten Kundenverkauf einen Selling Bonus zwischen 4 % und 21 %, abhängig vom monatlichen Direktverkaufsvolumen. Zusätzlich gibt es den Building Bonus, der zwischen 5 % und 40 % liegt und sich aus dem Aufbau von sogenannten 500-Punkte-Blöcken im Team ergibt. Während Herbalife also einen einzigen Rabattsatz für Einzelhandel und Großhandel gemeinsam nutzt, trennt Nu Skin diese beiden Einkommensquellen bewusst voneinander.
Der Blick über mehrere Firmen und viele Jahre zeigt mir immer wieder dasselbe Muster: Jede Firma nennt ihre Bonusarten anders, aber die Grundmechanik bleibt fast identisch.
Herbalife spricht von Rabattstaffel und Royalty Override, Nu Skin nennt es Selling Bonus und Building Bonus, PM International wiederum Sharing Bonus und Team-Boni. Am Ende steckt hinter fast jedem Network-Marketing-Plan dasselbe Prinzip: Ein Prozentsatz auf den eigenen Verkauf, ein weiterer Prozentsatz auf die Organisation darunter. Wer das einmal verstanden hat, liest jeden neuen Vergütungsplan viel schneller und erkennt sofort, wo die eigentlichen Stellschrauben liegen.
Ich habe selbst schon Partner erlebt, die bei einem Firmenwechsel dachten, ein völlig neues System lernen zu müssen, obwohl die Mechanik zu 80 % identisch war – nur die Begriffe waren andere. Genau deshalb lohnt sich der strukturierte Vergleich zweier Pläne wie hier bei Nu Skin und Herbalife, denn er zeigt, wie ähnlich die Prinzipien in Wahrheit sind, sobald man die Fachbegriffe einmal übersetzt hat.
Provisionsarten im direkten Vergleich
Um die beiden Pläne wirklich zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die einzelnen Provisionsarten, denn jede Firma kombiniert mehrere Bausteine zu einem Gesamteinkommen. Sowohl Herbalife als auch Nu Skin unterscheiden zwischen direktem Verkaufsgewinn und Provisionen aus der Organisation, wobei die genauen Prozentsätze und Bezeichnungen variieren.
| Provisionsart | Herbalife | Nu Skin |
|---|---|---|
| Einstiegs-Rabatt/Bonus | 25 % Rabatt auf Einkommensbasis | 4 % Selling Bonus |
| Maximaler Einstiegssatz | 50 % Rabatt (Supervisor) | 21 % Selling Bonus |
| Bonus auf Team-Volumen | Royalty Override 1–5 % (3 Ebenen) | Building Bonus 5–40 % |
| Zusatzbonus für Führungsränge | Produktionsbonus 2–7 % | Zusätzlicher Bonus je nach Titel |
| Höchste dokumentierte Ebene | Mark Hughes Leadership Bonus | Blue Diamond / Team Elite |
Diese Tabelle zeigt nur die Grundstruktur, denn viele Partner verwechseln in der Praxis den Großhandelsgewinn mit dem Royalty Override, obwohl beide auf unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen beruhen. Ein Fehler, den ich selbst bei der ersten Beschäftigung mit fremden Vergütungsplänen gemacht habe: die Rabattprozente einfach zu addieren, statt sie als gestaffeltes System zu verstehen.
Wie der Großhandelsgewinn bei Herbalife funktioniert
Der Großhandelsgewinn bei Herbalife entsteht aus der Differenz zwischen dem eigenen Rabattsatz und dem Rabattsatz der Downline. Ein Supervisor mit 50 % Rabatt, dessen Downline-Berater nur 35 % Rabatt hat, erhält demnach 15 Prozentpunkte Differenz auf die Einkommensbasis der Bestellung dieses Downline-Beraters. Diese Differenz wird als Kommission bezeichnet und ist von der Royalty-Provision zu unterscheiden, die erst ab dem Supervisor-Rang zusätzlich hinzukommt.
Ein Muster, das ich so schon oft gesehen habe: Ein Beispiel mit konkreten Zahlen verdeutlicht das Prinzip gut, wobei die tatsächlichen Beträge je nach Produkt und Einkommensbasis variieren. Kauft ein Supervisor ein Produkt mit einer Einkommensbasis von 51,19 Euro, ergibt sich sein Rabattbetrag aus 50 % davon, also rund 25,60 Euro. Verkauft eine Downline-Beraterin mit 35 % Rabatt dasselbe Produkt, entsteht für den Supervisor ein Großhandelsgewinn von 15 Prozentpunkten auf die Einkommensbasis, also etwa 7,68 Euro pro verkaufter Einheit.
Wie der Building Bonus bei Nu Skin funktioniert
Der Building Bonus bei Nu Skin basiert auf sogenannten 500-Punkte-Blöcken, die durch den Gesamtumsatz der persönlichen Organisation entstehen. Je mehr dieser Blöcke ein Brand Affiliate in einem Monat erreicht, desto höher steigt der Bonusprozentsatz, beginnend bei 5 % für den ersten Block bis zu 40 % bei 16 Blöcken. Dieses Blocksystem unterscheidet sich strukturell vom Royalty-Override-System bei Herbalife, weil es nicht auf Organisationsebenen, sondern auf Volumenblöcken beruht.
Royalty Override bei Herbalife im Detail
Ab dem Supervisor-Rang verdient ein Herbalife-Berater bis zu 5 % Royalty Override auf das Organisationsvolumen von bis zu drei Supervisor-Ebenen in der eigenen Downline. Der genaue Prozentsatz richtet sich nach dem monatlichen Gesamtvolumen und steigt in Fünf-Stufen-Schritten von 0 % bis 5 %. Diese Royalty-Provision zählt zu den wichtigsten Einkommensquellen für erfahrene Herbalife-Berater, weil sie unabhängig vom eigenen Verkauf allein aus dem Organisationsvolumen entsteht.
Folgende Staffel gilt für die Royalty-Berechnung bei Herbalife:
- 0 bis 499 Volumenpunkte: 0 % Royalty
- 500 bis 999 Volumenpunkte: 1 % Royalty
- 1.000 bis 1.499 Volumenpunkte: 2 % Royalty
- 1.500 bis 1.999 Volumenpunkte: 3 % Royalty
- 2.000 bis 2.499 Volumenpunkte: 4 % Royalty
- Ab 2.500 Volumenpunkten: 5 % Royalty auf drei Ebenen
Diese Staffel wirkt auf den ersten Blick simpel, doch in der Praxis übersehen viele Berater, dass die Royalty nur auf das Volumen von Supervisor-Ebenen gezahlt wird, während Nicht-Supervisor-Volumen bereits im eigenen Großhandelsgewinn enthalten ist.
Was in diesem Thema fast alle falsch einschätzen: dass Royalty Override und Großhandelsgewinn dasselbe Geld doppelt auszahlen. Das ist nicht der Fall.
Beide Provisionsarten greifen an unterschiedlichen Stellen des Organisationsvolumens. Der Großhandelsgewinn entsteht ausschließlich aus der Differenz zwischen zwei Rabattsätzen innerhalb einer direkten Kauf-Kette, während die Royalty Override erst nach der vollen Supervisor-Qualifikation auf das Volumen ganzer Ebenen berechnet wird. Sobald ein Berater Supervisor wird, verschiebt sich sein Einkommen strukturell weg vom reinen Großhandelsgewinn hin zur Royalty, weil die Downline dann selbst höhere Rabatte bekommt.
Immer wieder korrigiere ich in Gesprächen die Annahme, ein Supervisor würde automatisch beides in voller Höhe parallel verdienen. Tatsächlich sinkt der Großhandelsgewinn pro Ebene, sobald die Downline selbst aufsteigt, während die Royalty genau in diesem Moment als Ausgleich einsetzt. Wer diesen Mechanismus einmal verstanden hat, kann seinen eigenen Vergütungsplan viel präziser einschätzen, egal bei welcher Firma.
Rangsystem und Titel im Vergleich
Beide Firmen verwenden ein mehrstufiges Titelsystem, wobei die Bezeichnungen unterschiedlich sind, aber die Funktionsweise ähnlich bleibt. Bei Herbalife führt der Weg über Berater, Senior-Berater, Success Builder, Supervisor bis hin zu World Team und President’s Team. Bei Nu Skin heißt die Reihenfolge Brand Affiliate, Brand Representative, Gold Partner, Lapis Partner, Ruby Partner, Emerald Director, Diamond Director und Blue Diamond Director.
Welche Umsatzzahlen zu welchem Rang gehören
Nu Skin veröffentlicht für den europäischen Markt konkrete Durchschnittswerte je Titel, wodurch sich die Rangstruktur direkt mit Zahlen unterlegen lässt. Diese Werte zeigen die durchschnittliche monatliche Vergütung vor Abzug von Ausgaben, nicht den tatsächlichen Gewinn eines einzelnen Brand Affiliate.
| Titel bei Nu Skin | Ø monatliche Vergütung (USD) | Anteil aktiver Partner |
|---|---|---|
| Brand Affiliate | 55 | 15,73 % |
| Qualifying Brand Representative | 217 | 0,92 % |
| Brand Representative | 573 | 3,28 % |
| Gold Partner | 902 | 1,28 % |
| Lapis Partner | 1.453 | 0,82 % |
| Ruby Partner | 2.932 | 0,32 % |
| Emerald Director | 4.656 | 0,26 % |
| Diamond Director | 9.301 | 0,10 % |
| Blue Diamond Director | 23.637 | 0,09 % |
Bei dieser Tabelle mache ich selbst früher den Fehler gemacht, die Prozentzahlen in der letzten Spalte mit einer Erfolgsquote zu verwechseln, obwohl sie lediglich den Anteil der jeweils aktiven Partner an einem bestimmten Rang beschreiben. Wer diese Zahlen richtig liest, erkennt sofort, dass die meisten Brand Affiliates in den unteren Rängen aktiv sind, während die oberen Titel nur von einem kleinen Prozentsatz erreicht werden.
Qualifikationsbedingungen für höhere Ränge
Damit ein Berater bei Herbalife oder Nu Skin in eine höhere Vergütungsstufe aufsteigt, muss er bestimmte Volumenanforderungen innerhalb festgelegter Zeiträume erfüllen. Diese Anforderungen unterscheiden sich zwischen den beiden Firmen sowohl in der Berechnungslogik als auch in den konkreten Zahlen.
Was braucht man für den Herbalife Supervisor-Rang?
Für die Supervisor-Qualifikation bei Herbalife gibt es zwei Wege: entweder 2.500 Volumenpunkte in ein bis drei Monaten, wovon mindestens 1.000 Punkte unbelegt sein müssen, oder 4.000 Volumenpunkte in drei bis zwölf Monaten, wovon mindestens 1.000 Punkte aus dem persönlich gekauften Volumen stammen. Sobald diese Schwelle erreicht ist, gilt der Berater zunächst als Supervisor-Anwärter mit temporär 50 % Rabatt, bevor er zum Monatsersten des Folgemonats vollqualifizierter Supervisor wird.
Was braucht man für einen Aufstieg bei Nu Skin?
Bei Nu Skin richtet sich der Aufstieg nach der Anzahl der erreichten Punkteblöcke, wobei sowohl persönliches Verkaufsvolumen als auch Teamvolumen zählen. Da die genauen Punkteschwellen je nach Markt und Produktlinie variieren können, veröffentlicht Nu Skin die vollständigen Details im regional gültigen Sales Performance Plan.
Steuerliche Behandlung der Provisionen
Sowohl bei Herbalife als auch bei Nu Skin gelten Provisionen, Boni und Rabattgewinne als selbstständiges Einkommen, sofern der Berater als eigenständiger Unternehmer registriert ist. In Österreich unterliegen diese Einkünfte damit der Einkommensteuer sowie, ab Überschreiten bestimmter Umsatzgrenzen, der Umsatzsteuerpflicht. Da die konkrete steuerliche Einordnung je nach Rechtsform, Umsatzhöhe und individueller Situation unterschiedlich ausfällt, empfiehlt sich für die exakte Berechnung immer eine Abstimmung mit dem Steuerberater.
In der täglichen Arbeit mit Partnern aus unterschiedlichen Firmen zeigt sich immer wieder derselbe blinde Fleck: Viele unterschätzen, dass auch der Einzelhandelsgewinn aus dem Weiterverkauf zum steuerpflichtigen Einkommen zählt, nicht nur die ausgezahlten Provisionen und Boni der Firma selbst.
Was das für die Wahl der Firma praktisch bedeutet
Der direkte Vergleich zwischen Nu Skin und Herbalife zeigt vor allem eines: Beide Firmen zahlen nach einem gestaffelten System, bei dem der Prozentsatz mit dem persönlichen und dem Team-Volumen steigt. Während Herbalife den Rabatt als zentrale Stellschraube nutzt und darauf sowohl Einzelhandelsgewinn als auch Großhandelsgewinn aufbaut, trennt Nu Skin Selling Bonus und Building Bonus in zwei separate Berechnungswege.
Was mir in der täglichen Arbeit mit Partnern auffällt, wenn ein Vergütungsplan-Vergleich ansteht: Die Frage „Welcher Plan zahlt mehr?“ lässt sich ohne konkrete persönliche Zahlen fast nie seriös beantworten.
Zwei Vergütungspläne mit unterschiedlicher Struktur lassen sich nämlich nicht 1:1 vergleichen, ohne die eigene Verkaufsleistung und Teamgröße einzubeziehen. Ein Berater mit hohem persönlichem Verkauf profitiert bei Herbalife stärker vom Rabattsystem, während ein Berater mit großem, aktivem Team beim Nu Skin Building Bonus mehr Hebelwirkung erzielt. Diese Unterscheidung erkläre ich Partnern regelmäßig, weil pauschale Aussagen wie „Firma A zahlt besser“ die tatsächliche Rechengrundlage komplett ignorieren.
Konkret bedeutet das für dich: Bevor du zwei Vergütungspläne bewertest, lohnt sich immer eine Beispielrechnung mit deinen eigenen, realistischen Verkaufs- und Teamzahlen. Erst dann zeigt sich, welches System für deine persönliche Situation die passendere Struktur bietet.
Wo die Unterschiede in der Berechnungslogik liegen
Herbalife berechnet fast alle Provisionen auf Basis der sogenannten Einkommensbasis, einem festen Wert pro Produkt, von dem der jeweilige Rabattsatz abgezogen wird. Nu Skin hingegen arbeitet mit einem Punktesystem, bei dem jedes Produkt einen bestimmten Punktewert hat, der unabhängig vom Verkaufspreis in die Bonusberechnung einfließt. Diese unterschiedliche Berechnungsgrundlage erklärt, warum sich die beiden Pläne trotz ähnlicher Grundlogik in der Praxis unterschiedlich anfühlen.
Was 16 Jahre in dieser Branche an Perspektive mitbringen: Vergütungspläne verändern sich über Zeit, auch wenn die Grundstruktur einer Firma über Jahrzehnte stabil bleibt.
Sowohl Herbalife als auch Nu Skin haben ihre Pläne im Lauf der Jahre mehrfach angepasst, etwa bei den Qualifikationsschwellen oder den Prozentsätzen einzelner Boni. Wer heute einen Vergütungsplan liest, sollte deshalb immer prüfen, aus welchem Jahr die Quelle stammt, denn ältere Versionen enthalten teils andere Zahlen als die aktuell gültigen. Nu Skin hat beispielsweise seine Selling-Bonus-Struktur überarbeitet, sodass ältere Vergleichsartikel im Netz teils veraltete Prozentsätze zeigen.
Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, bei jedem Vergleich auf das Ausstellungsdatum der offiziellen Firmendokumente zu achten. Nur die aktuell gültige Version des jeweiligen Vergütungsplans liefert eine verlässliche Rechengrundlage für die eigene Entscheidung.
Auszahlung und Häufigkeit der Provisionen
Beide Firmen zahlen ihre Provisionen in regelmäßigen Zyklen aus, wobei sich die genaue Taktung unterscheidet. Herbalife rechnet in sogenannten Volumenmonaten ab, die dem Kalendermonat entsprechen, sodass Royalty Overrides und Großhandelsgewinne monatlich ausgezahlt werden. Nu Skin zahlt den Selling Bonus nach eigenen Angaben teils täglich aus, während der Building Bonus an den monatlichen Abschluss der Punkteblöcke gekoppelt ist.
Was mir Menschen aus meiner Community zu diesem Thema zeigen: Die Frage nach der Auszahlungshäufigkeit taucht fast genauso oft auf wie die Frage nach der Höhe der Provision selbst.
Viele Partner, die aus einer Firma mit monatlicher Abrechnung kommen, empfinden ein System mit täglicher Auszahlung zunächst als Umstellung, weil sich die Buchhaltung dadurch verändert. Umgekehrt berichten Partner, die von schnellerer Auszahlung zu einem monatlichen Rhythmus wechseln, von einer gewöhnungsbedürftigen ersten Phase bei der eigenen Liquiditätsplanung. Weder die eine noch die andere Taktung ist grundsätzlich vorteilhafter, weil beide letztlich denselben Gesamtbetrag über den Monat verteilt auszahlen.
Für dich als Leser bedeutet das vor allem: Plane deine eigene Buchhaltung nach dem Rhythmus der jeweiligen Firma, damit du bei Umsatzsteuer und Einkommensteuer keine Überraschungen erlebst.
FAQ
Was ist der Unterschied zwischen Herbalife Rabatt und Nu Skin Selling Bonus?
Der Herbalife Rabatt wird direkt vom Listenpreis abgezogen und liegt zwischen 25 % und 50 %, während der Nu Skin Selling Bonus als separater Bonus zwischen 4 % und 21 % zusätzlich zum Verkauf ausgezahlt wird. Beide Modelle führen am Ende zu einem ähnlichen Ergebnis, nämlich einer Gewinnspanne pro verkauftem Produkt, jedoch über unterschiedliche Berechnungswege.
Herbalife rechnet die Marge in den Verkaufspreis ein, weil der Berater das Produkt bereits vergünstigt einkauft und die Differenz zum Endkundenpreis behält. Nu Skin dagegen trennt Einkaufspreis und Bonus, sodass der Selling Bonus unabhängig von der individuellen Preisgestaltung gegenüber dem Kunden ausgezahlt wird. Diese Trennung sorgt bei Nu Skin für mehr Transparenz in der Nachverfolgung, während Herbalife durch die kombinierte Marge eine einfachere Rechnung pro Produkt ermöglicht.
Wie hoch ist die Royalty Override Provision bei Herbalife?
Die Royalty Override Provision bei Herbalife liegt zwischen 0 % und 5 %, gestaffelt nach dem monatlichen Organisationsvolumen von bis zu drei Supervisor-Ebenen. Ab 2.500 Volumenpunkten im Monat erreicht ein Supervisor den vollen Satz von 5 % auf allen drei Ebenen.
Diese Provision berechnet sich ausschließlich aus dem Volumen von Supervisoren in der eigenen Downline, nicht aus dem Volumen von Beratern unterhalb der Supervisor-Schwelle. Wer also viele Berater unterhalb dieser Schwelle in seiner Organisation hat, verdient an diesen zunächst über den Großhandelsgewinn, bis sie selbst zum Supervisor aufsteigen. Sobald das passiert, wechselt die Provisionsart automatisch zur Royalty-Berechnung auf Basis des vollen Organisationsvolumens dieser neuen Supervisor-Ebene.
Ab welchem Rang verdient man bei Nu Skin den Building Bonus?
Den Building Bonus bei Nu Skin gibt es bereits ab dem ersten erreichten 500-Punkte-Block im Team, unabhängig vom offiziellen Titel. Der Bonusprozentsatz startet bei 5 % und steigt mit jedem weiteren Block bis auf maximal 40 % bei 16 Blöcken.
Dieses System unterscheidet sich von einem klassischen Rangsystem, weil die Bonushöhe nicht direkt an einen Titel wie Gold Partner oder Ruby Partner gekoppelt ist, sondern rein an die Anzahl der erreichten Volumenblöcke. Ein Partner kann also theoretisch mehrere Blöcke erreichen, bevor er offiziell einen höheren Titel trägt, weil Titel und Bonushöhe bei Nu Skin über unterschiedliche Mechanismen berechnet werden. In der Praxis überschneiden sich beide Systeme meistens, weil höhere Titel in der Regel auch mehr Punkteblöcke voraussetzen.
Muss ich als Herbalife Berater auf meine Provisionen Umsatzsteuer zahlen?
Ja, sobald du als selbstständiger Berater die jeweils geltende Umsatzsteuer-Kleinunternehmergrenze überschreitest, unterliegen deine Provisionen der Umsatzsteuerpflicht. Zusätzlich zählen alle Einkünfte aus dem Herbalife-Geschäft zur Einkommensteuererklärung.
Der häufigste Irrtum, den ich zu dieser Frage korrigiere: dass nur die ausbezahlten Boni und Royalty-Provisionen steuerpflichtig sind, nicht aber der Gewinn aus dem eigenen Weiterverkauf an Endkunden. Tatsächlich zählt jeder Euro Gewinn, egal ob aus Einzelhandelsverkauf, Großhandelsgewinn oder Royalty Override, zum steuerpflichtigen Einkommen des Beraters. Da sich die genauen Schwellenwerte und Regelungen je nach Wohnsitzland unterscheiden, lohnt sich für die exakte Berechnung immer ein Gespräch mit dem eigenen Steuerberater.
Was bedeutet Einkommensbasis bei Herbalife genau?
Die Einkommensbasis ist der Wert, auf den Herbalife alle Rabatte und Provisionen berechnet, und liegt meist unter dem tatsächlichen Listenpreis eines Produkts. Sie dient als feste Rechengrundlage, unabhängig davon, zu welchem Preis der Berater das Produkt tatsächlich an den Kunden verkauft.
Der Grund für diesen niedrigeren Wert liegt darin, dass der Listenpreis in manchen Märkten bereits Versand- oder Bearbeitungskosten enthält, auf die keine Rabatte gewährt werden. Dadurch bleibt die Einkommensbasis als Berechnungsgrundlage stabil, selbst wenn sich Versandkosten oder lokale Steuersätze ändern. Wer die Provisionsberechnung bei Herbalife nachvollziehen möchte, sollte deshalb immer mit der Einkommensbasis rechnen und nicht mit dem Verkaufspreis, den der Kunde letztlich bezahlt.
Wie viele Ebenen zahlt Nu Skin beim Building Bonus aus?
Nu Skin zahlt den Building Bonus grundsätzlich auf das gesamte Team-Volumen innerhalb der erreichten Punkteblöcke aus, unabhängig von einer festen Ebenenzahl wie bei Herbalife. Der genaue Auszahlungsmechanismus richtet sich nach dem regional gültigen Sales Performance Plan.
In der Momentum-Macher-Gruppe taucht genau diese Frage regelmäßig auf, weil viele Partner aus Ebenen-basierten Systemen wie Herbalife kommen und ein ähnliches Modell bei Nu Skin erwarten. Tatsächlich funktioniert die Nu-Skin-Struktur eher blockbasiert als ebenenbasiert, wodurch sich die Vergleichbarkeit zwischen beiden Systemen erschwert. Für eine exakte Einordnung der eigenen Organisation empfiehlt sich deshalb immer der Blick in den aktuell gültigen, offiziellen Vergütungsplan des jeweiligen Marktes.
Was passiert mit meinem Rabatt bei Herbalife, wenn ich weniger verkaufe?
Dein Rabattsatz bei Herbalife bleibt so lange bestehen, wie du aktiv Berater bist und die jährliche Bearbeitungsgebühr fristgerecht zahlst. Ein einmalig niedrigerer Umsatz in einem Monat führt nicht automatisch zu einem Rückstufen des erreichten Rabattsatzes.
Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen dem einmal erreichten Status, etwa Senior-Berater oder Success Builder, und der monatlichen Volumenpunktzahl, die für neue Qualifikationen zählt. Der Rabattsatz bleibt an den Status gekoppelt, nicht an das Volumen des jeweils aktuellen Monats, solange die jährliche Verlängerung erfolgt. Lediglich der Supervisor-Status erfordert eine jährliche Requalifikation, während die unteren Ränge dauerhaft bestehen bleiben, sobald sie einmal erreicht wurden.
Wie unterscheidet sich der Einzelhandelsgewinn bei Nu Skin und Herbalife?
Bei Herbalife entspricht der Einzelhandelsgewinn der Differenz zwischen dem rabattierten Beraterpreis und dem tatsächlichen Verkaufspreis an den Kunden. Bei Nu Skin fließt der Verkaufsgewinn direkt in den Selling Bonus ein, der prozentual auf den Kundenumsatz berechnet wird.
Diese unterschiedliche Herangehensweise bedeutet in der Praxis, dass ein Herbalife-Berater seine eigene Preisgestaltung stärker beeinflussen kann, weil er den Verkaufspreis gegenüber dem Kunden selbst festlegt. Bei Nu Skin ist der Selling Bonus dagegen an feste Prozentsätze gekoppelt, unabhängig davon, wie der Endkunde den Kaufpreis wahrnimmt. Beide Modelle führen zu einem vergleichbaren Ergebnis in Euro, unterscheiden sich aber in der Flexibilität der eigenen Preisgestaltung.
Wie oft ändern Nu Skin und Herbalife ihre Vergütungspläne?
Beide Firmen passen ihre Vergütungspläne in unregelmäßigen Abständen an, meist im Rahmen größerer strategischer Updates. Die jeweils aktuell gültige Version findet sich immer im offiziellen Vertriebs- und Marketingplan der Firma für das eigene Land.
Nu Skin hat beispielsweise seine Bonusstruktur mit dem sogenannten Selling Bonus überarbeitet und dabei den vorherigen Sharing Bonus ersetzt. Herbalife wiederum aktualisiert regelmäßig die genauen Volumenpunktwerte einzelner Produkte, während die grundsätzliche Rabattstaffel über Jahre stabil bleibt. Ein Muster, das ich so schon oft gesehen habe: Wer seine Informationen aus älteren Blogartikeln oder Foreneinträgen bezieht, arbeitet häufig mit veralteten Prozentsätzen, weshalb der Blick in die aktuell datierte, offizielle PDF-Version jeder Firma unverzichtbar bleibt.
Kann ich bei beiden Firmen gleichzeitig als Berater aktiv sein?
Das hängt von den jeweiligen Vertragsbedingungen beider Firmen ab und lässt sich nicht pauschal beantworten. Die genauen Regelungen zu Mehrfachpartnerschaften stehen im jeweiligen Vertriebspartnervertrag, den jeder Berater bei der Anmeldung akzeptiert.
Da sich diese Klauseln je nach Land und Vertragsversion unterscheiden können, empfiehlt sich vor einer möglichen Doppel-Tätigkeit immer die genaue Prüfung der aktuell gültigen Vertragsunterlagen beider Unternehmen. Manche Verträge schließen eine gleichzeitige Tätigkeit für einen direkten Mitbewerber explizit aus, während andere Klauseln dazu offener formuliert sind. Für eine rechtssichere Einschätzung der eigenen Situation lohnt sich in solchen Fällen immer ein Blick in den vollständigen Vertragstext oder eine Rückfrage bei der jeweiligen Firmenzentrale.
Zwei Pläne, zwei Rechenwege, ein Prinzip
Nu Skin und Herbalife zahlen am Ende beide nach demselben Grundgedanken: Wer mehr verkauft und mehr Team aufbaut, verdient mehr. Der Unterschied liegt in der Rechenmaschine dahinter – Rabattstaffel hier, Punkteblöcke dort.
Was mich nach all den Jahren in dieser Branche wirklich überrascht hat: Sobald man einen einzigen Vergütungsplan bis ins Detail verstanden hat, liest man jeden anderen Plan doppelt so schnell. Die Begriffe wechseln, das Prinzip bleibt.
Genau das macht Network Marketing als Modell so spannend, egal für welche Firma du dich entscheidest oder gerade aktiv bist. Nimm dir die Zeit, deinen eigenen Plan wirklich zu verstehen, denn dieses Wissen zahlt sich über Jahre aus.
Rock it!
Dein Willi
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