Wer als Partylite Beraterin starten möchte, unterzeichnet einen selbstständigen Beratervertrag mit der Partylite GmbH – und erhält damit Zugang zum internen Portal „My Business“. Dieser Artikel zeigt dir alle relevanten Fakten: vom Starter-Kit über Provisionen bis zum Login-Prozess und den Karrierestufen.
Ich begleite seit vielen Jahren Menschen, die neu ins Network Marketing einsteigen – quer durch verschiedene Firmen und Vergütungsmodelle. Partylite gehört dabei zu den Direktvertriebsunternehmen, bei denen ich immer wieder sehe, dass die Einstiegsfragen nahezu identisch sind. Wie viel kostet der Start? Was passiert nach der Registrierung? Und was sehe ich eigentlich nach dem ersten Login? Genau diese Fragen beantwortet dieser Artikel, damit du weißt, worauf du dich einlässt – BEVOR du unterschreibst.
Was ist Partylite überhaupt?
Partylite ist ein internationales Direktvertriebsunternehmen mit Schwerpunkt auf Kerzen, Duftprodukte und Wohnaccessoires. Die rechtlich verantwortliche Gesellschaft für den deutschsprachigen Raum ist die Partylite GmbH mit Sitz in Heidelberg (Amtsgericht Mannheim, HRB 335061). Weltweit agieren über 50.000 BeraterInnen für das Unternehmen, da das Geschäftsmodell auf dem klassischen Direktvertrieb basiert.
Als BeraterIn bist du selbstständig tätig – also keine Angestellte, kein Minijob, keine GmbH. Partylite bezeichnet dich als unabhängige Händlerin, die Produkte auf eigene Rechnung verkauft.
Der Einstieg: So wird man Beraterin
Schritt 1: Kontaktaufnahme und Registrierung
Der Einstieg läuft über zwei Wege: Entweder nimmst du direkt Kontakt mit Partylite auf – über die offizielle Website partylite.at oder partylite.de – oder du meldest dich über eine bereits aktive Beraterin an. Den Beratervertrag füllst du anschließend aus, unterzeichnest ihn und sendest ihn an die Partylite GmbH.
Im Vertragsantrag gibst du an: Vorname, Nachname, Adresse, Geburtsdatum, E-Mail, Telefon und Ausweisnummer. Außerdem legst du deine Bankverbindung fest, damit spätere Provisionen per Überweisung auf dein Konto landen. Die Tätigkeit startet offiziell, sobald Partylite den Vertrag annimmt.
Schritt 2: Das Starter-Kit wählen
Direkt mit dem Vertragsantrag wählst du dein Einstiegs-Kit. Aktuell gibt es mehrere Optionen:
| Kit-Bezeichnung | Warenwert (ca.) | Preis für Beraterin |
|---|---|---|
| FastKIT / Business Builder Kit | ca. 160–320 € | ab ca. 99 € |
| SmartKIT / Party M Kit | ca. 375 € | Sonderkonditionen lt. AGB |
| Sign Me Up Kit | Basisausstattung | ab 9,95 € |
Hinweis: Die genauen Konditionen variieren je nach aktuellem Angebot und Region. Die Tabelle zeigt Richtwerte aus dem Partylite Karriereplan.
Konkret bedeutet das: Du investierst beim Einstieg in Produktmuster, Kataloge und Arbeitsmaterialien – und kannst damit sofort deine erste Party veranstalten.
Was viele vor dem Start falsch verstehen
Ein Irrtum, den ich immer wieder korrigiere: Viele glauben, das Starter-Kit sei so etwas wie eine „Einschreibegebühr“. Das ist es nicht. Das Kit enthält echte Produkte und Werbematerialien – es ist dein Arbeitswerkzeug, kein Eintrittsgeld.
Der Unterschied klingt klein, hat aber Folgen für deine Einstellung. Wer das Kit als Investition in sein Arbeitswerkzeug versteht, geht die erste Party anders an – nämlich mit dem Ziel, dass sich die Investition durch eigene Verkäufe trägt.
Trotzdem sehe ich oft, dass Menschen das Kit bestellen, es zwei Monate ungeöffnet im Schrank lassen und dann enttäuscht sind. Der Grund dafür liegt nicht am Kit, sondern daran, dass unklar war, wie der nächste Schritt konkret aussieht. Deshalb ist es sinnvoll, schon vor der Bestellung zu klären: Wann halte ich meine erste Party? Wen lade ich ein? Wie viele Partys plane ich pro Monat?
Nach der offiziellen Annahme des Vertrags erhältst du deine persönliche ID-Nummer. Diese ID ist deine Identifikation innerhalb des Partylite Systems – damit läuft alles ab: Partys, Provisionsgutschriften, Teamstruktur.
Das Login-Portal „My Business“
Wie funktioniert der Zugang?
Nach der Registrierung als Beraterin erhältst du Zugang zu „My Business“ – dem internen Online-Portal von Partylite. Der Login läuft über die Adresse my.partylite.com. Beim erstmaligen Zugang gibst du deine Beraterin-E-Mail-Adresse ein und setzt ein Passwort (mindestens 8 Zeichen, Großbuchstabe, Kleinbuchstabe, Zahl und Sonderzeichen erforderlich).
Falls du bereits ein älteres Konto hattest, klickst du auf „Passwort vergessen“, damit du auf das neue Plattform-System migrieren kannst. Das System heißt intern auch „VibeOffice“ und löst ältere Portale ab.
Was du im Portal siehst
My Business enthält alle relevanten Tools für deine Beratertätigkeit:
- Umsatzübersicht: Deine persönlich anrechenbaren Verkäufe, Partyabrechnungen und monatliche Zusammenfassungen
- Provisionsgutschriften: Übersicht aller ausbezahlten und ausstehenden Beträge
- Teamübersicht: Deine persönlich rekrutierten BeraterInnen und deren Status
- Produktkatalog & Bestellsystem: Für Eigenbestellungen und Beratereinkäufe
- Eigene Berater-URL: Deine persönliche Webseite, über die Kunden direkt bestellen
- Trainingsmaterialien und Neuigkeiten: Updates von Partylite zu Produkten, Aktionen und Events
Die persönliche Webseite und Online-Shop
Jede Beraterin erhält mit der Aktivierung ihres Accounts eine eigene persönliche Website mit integriertem Online-Shop. Kunden bestellen dort direkt, die Bestellung läuft unter deiner ID – du erhältst die Provision. Diese Website bezeichnet Partylite als Consultant on Web und sie läuft rechtlich unter dem Eigentum von Partylite Gifts, Inc., während du sie als Beraterin betreibst.
Wofür das Portal wirklich entscheidend ist
Was mir als Trainer in der Arbeit mit Direktvertriebspartnern täglich auffällt: Der erste Login ins Backoffice bestimmt oft, wie jemand die ersten Wochen angeht. Wer das Portal sofort versteht, agiert schnell. Wer damit kämpft, verliert die ersten Wochen in Technik-Frustration.
Das liegt daran, dass die meisten BeraterInnen keine Erfahrung mit Business-Software haben. Sie sehen ein Dashboard voller Zahlen, Menüpunkte und Berichte – und wissen nicht, wo sie anfangen sollen. Dabei ist das Portal an sich übersichtlich, wenn man weiß, welche drei Bereiche wirklich täglich relevant sind: die Umsatzübersicht, die Partyabrechnung und die Teamübersicht.
Ein Muster, das ich wiederholt begleitet habe: Neue BeraterInnen loggen sich ein, klicken alles an, fühlen sich überfordert – und loggen sich danach wochenlang nicht mehr ein. Das kostet sie Überblick, weil sie Abrechnungen übersehen oder wichtige Statusvoraussetzungen nicht im Blick behalten.
Was das für dich bedeutet: Nimm dir nach dem ersten Login 30 Minuten Zeit, nur für diese drei Bereiche. Versteh die Umsatzübersicht. Lerne, wie du eine Party einreichst. Schau, wo du deinen Teamstatus siehst. Alles andere kommt danach.
Provisionen und Verdienst im Überblick
Die Basisvergütung als Beraterin
Partylite zahlt eine Verkaufsprovision von 20 % auf alle persönlich anrechenbaren Verkäufe. Ab einem monatlichen Umsatz von 2.000 € kommen zusätzlich 5 % Bonus dazu – macht bis zu 25 % auf eigene Verkäufe als einfache Beraterin.
Aktiv als Beraterin gilt, wer monatlich mindestens 250 € persönlich anrechenbarer Verkäufe erzielt. Qualifiziert bist du, sobald du insgesamt 1.250 € an eigenen Verkäufen erreicht hast – diese Summe darf sich zeitlich unbegrenzt aufbauen.
Provisionsbeispiel als einfache Beraterin
Ein Muster, das ich so oder ähnlich schon viele Male gesehen habe: Eine neue Beraterin hält zwei Partys pro Monat, jede mit einem Durchschnittsumsatz von ca. 600 €. Das ergibt 1.200 € eigene Verkäufe monatlich.
| Einkommensart | Berechnung | Betrag |
|---|---|---|
| 20 % Verkaufsprovision | auf 1.200 € | 240 € |
| 5 % Bonus | erst ab 2.000 € – hier nicht aktiv | 0 € |
| Monatlicher Verdienst | 240 € |
Die tatsächlichen Zahlen variieren je nach Partyumsatz und Produktauswahl.
Partylite zahlt Provisionen wöchentlich aus – das ist gegenüber vielen anderen Direktvertriebsunternehmen ein klarer struktureller Unterschied.
Was Provisionsplan-Lesen wirklich bedeutet
Nach 16 Jahren in dieser Branche weiß ich, dass ein Vergütungsplan auf dem Papier immer überzeugend aussieht. Die Frage ist nicht, ob die Zahlen stimmen – die stimmen. Die Frage ist, welche Annahmen dahinterstecken.
Bei Partylite bedeutet 20 % Provision: du verkaufst, du verdienst. Das ist simpel und direkt. Komplizierter wird es beim Thema Statuserhalt, wenn du als Leader arbeitest. Denn dort brauchst du monatlich mindestens 1.000 € eigene Verkäufe und 4 aktive BeraterInnen – sonst rutscht du im Statuserhaltfenster. Das steht im Karriereplan, aber viele lesen es erst, wenn es relevant wird.
Konkret bedeutet das: Plane nie deinen Verdienst auf Basis der Hochrechnungen im Karriereplan, sondern auf Basis von realistischen Monatspartys. Zwei bis drei Partys pro Monat sind ein solides Fundament. Vier oder mehr ergeben echte Vollzeit-Einnahmen.
Was ich aus der Begleitung vieler Menschen weiß: Diejenigen, die den Vergütungsplan VOR dem Start in Ruhe durchlesen – Seite für Seite – treffen bessere Entscheidungen. Sie wissen, warum Rekrutieren zum Karriereaufstieg nötig ist. Und sie überraschen sich nicht selbst, wenn der erste Rückstufungsmonat kommt.
Der Karriereplan: Von der Beraterin zur ERVP
Die sieben Karrierestufen als Leader
Wer ein Team aufbaut und eigene BeraterInnen rekrutiert, steigt ins Karrieresystem ein. Die Stufen lauten:
| Stufe | Lineage-Umsatz (mind.) | Gruppen (1. Ebene) | Karriere-Bonus (einmalig) |
|---|---|---|---|
| Unit Leader (UL) | – | – | 250 € |
| Senior Unit Leader (SUL) | 7.000 € | 1 | 500 € |
| Area Leader (AL) | 11.000 € | 2 | 750 € |
| Regional Leader (RL) | 25.000 € | 4 | 1.500 € |
| Regional Vice President (RVP) | 50.000 € | 6 | 2.500 € |
| Senior Regional Vice President (SRVP) | 125.000 € | 8 | 5.000 € |
| Executive Regional Vice President (ERVP) | 300.000 € | 12 | 10.000 € |
Jede Stufe setzt zusätzlich voraus: mindestens 1.000 € eigene Verkäufe monatlich, mindestens 3.500 € Gesamtumsatz der persönlichen Gruppe und mindestens 4 aktive BeraterInnen.
Strukturprovisionen als Leader
Ab der Stufe Unit Leader verdienst du zusätzlich 6 % Gruppenprovision auf den Gesamtumsatz deiner persönlichen Gruppe. Steigst du höher, kommen Strukturprovisionen auf mehreren Ebenen dazu:
- 1. Ebene: 3 %
- 2. Ebene: 1,25 % (ab Area Leader) bis 2,5 % (ab Regional Leader)
- 3. Ebene: 0,75 % bis 1,5 %
- 4. Ebene: 0,5 % bis 1 %
- Ab 5. Ebene: Infinity Provision (0,25 % bzw. 0,5 % ab ERVP)
Statuserhalt – was du wissen musst
Jeder Leader muss innerhalb von drei aufeinanderfolgenden Monaten mindestens einmal provisionsberechtigt als Unit Leader abschließen – sonst erfolgt eine Rückstufung. Ab Senior Unit Leader gelten längere Statuserhaltfenster: Zwischen 4 Monaten (SUL) und 18 Monaten (ERVP).
Ein Freistellungsmonat pro Kalenderjahr ist möglich: Dann zahlt Partylite die Gruppenprovisionen zu 50 %, sofern der Lineage-Umsatz und die Gruppenanzahl stimmen.
Wer am Statuserhalt scheitert – und warum
Ein Verlauf, den ich so oder ähnlich schon viele Male begleitet habe: Jemand erreicht den Unit Leader im dritten Monat, ist stolz, freut sich über den 250-Euro-Karriere-Bonus. Dann folgen zwei schwache Monate – wenige Partys, wenige Umsätze. Im dritten Monat kommt die Rückstufung zur Beraterin.
Das ist kein Einzelfall. Das passiert deshalb, weil der Aufstieg im Karriereplan viel mehr Sichtbarkeit bekommt als der Statuserhalt. Der Karriereplan zeigt dir groß und bunt, was du bekommst. Die Statuserhalt-Tabellen stehen auf Seite 26 – und viele lesen sie erst, nachdem die Rückstufung passiert ist.
Was dahintersteckt: Als Leader bist du nicht nur für deinen eigenen Umsatz verantwortlich, sondern auch für den Teamumsatz und die Aktivität deiner BeraterInnen. Das ist eine andere Verantwortungsebene als als einfache Beraterin. Wer den Wechsel mental nicht vollzieht, wundert sich über den Rückstufungsbrief.
Die gute Nachricht: Partylite erlaubt eine Requalifizierung innerhalb von vier Monaten, und wer sich rechtzeitig requalifiziert, bekommt die frühere Geschäftsstruktur zurück. Dieses Wissen allein – dass es einen Weg zurück gibt – nimmt viel Druck aus dieser Situation.
Rechtliches und Steuern als Beraterin
Selbstständigkeit als Grundvoraussetzung
Als Partylite Beraterin bist du selbstständig tätig. Das bedeutet: Du bist selbst für Steuererklärungen, Steuerabführungen, Sozialversicherungsbeiträge und alle weiteren Abgaben verantwortlich. Partylite weist im Karriereplan und in den AGB ausdrücklich darauf hin, dass diese Eigenverantwortung beim Berater selbst liegt.
Konkret heißt das: Einnahmen aus Provisionen sind steuerlich relevant, sobald du die Freigrenze für Kleinunternehmer überschreitest. In Österreich und Deutschland gelten unterschiedliche Grenzen – wende dich dazu an einen Steuerberater, bevor du startest.
Außerdem gilt: Das 14-tägige Widerrufsrecht nach Vertragsunterzeichnung lässt sich nutzen, falls du dich vor dem ersten Start umentscheidest. Der Widerruf erfolgt schriftlich an die Partylite GmbH, Im Breitspiel 7, 69126 Heidelberg.
In meiner täglichen Arbeit mit Partnern beobachte ich immer wieder, dass das Thema Steuern erst dann auf den Tisch kommt, wenn die erste Steuererklärung fällig ist. Dann kommen die Fragen, was als Betriebsausgabe gilt, ob das Starter-Kit absetzbar ist und ab wann ein Gewerbe angemeldet gehört. Diese Fragen vor dem Start zu klären, erspart nachher viel Aufwand.
Partylite und das Homeparty-Modell
Wie das Grundgeschäft funktioniert
Das klassische Geschäftsmodell von Partylite basiert auf Partys – Produktpräsentationen im privaten Umfeld, bei denen Gastgeberinnen Gäste einladen und die Beraterin Produkte vorstellt. Partylite hat dafür ein eigenes Gastgeberinnen-Programm entwickelt, das Gastgeberinnen attraktive Vorteile und vergünstigte Produkte bietet.
Jede eingereichte Party läuft unter der persönlichen ID-Nummer der Beraterin. Damit zählt der Partyumsatz zu den persönlich anrechenbaren Verkäufen, die für Provision, Bonus und Statuserhalt relevant sind. Als erste Party gilt die Party, die nach der offiziellen Vertragsannahme unter der eigenen ID eingereicht wird.
Online-Partys als Option
Partys müssen nicht zwingend im physischen Wohnzimmer stattfinden. Partylite ermöglicht auch Online-Partys, bei denen die Beraterin per Video-Call dazugeschaltet oder die gesamte Party digital abgehalten wird. Bestellungen laufen weiterhin über die persönliche Beraterin-Webseite.
Eine Frage, die immer wieder kommt
In meiner Momentum-Macher-Gruppe taucht genau diese Frage regelmäßig auf – und dabei zeigt sich ein klares Muster: Viele, die über Partylite nachdenken, fragen sich, ob das Homeparty-Modell noch zeitgemäß ist. Ob man nicht einfach alles online machen kann, ohne jemals ein Wohnzimmer zu betreten.
Die Antwort: Ja, Online-Partys sind möglich. Nein, das Grundprinzip bleibt dasselbe – du brauchst Gastgeberinnen, die Gäste einladen, die Produkte kaufen. Das Modell selbst ist orts- und zeitflexibel, aber die Grundstruktur – Beziehung, Party, Bestellung – bleibt das Herzstück.
Was ich dabei beobachte: Menschen, die das klar verstehen und damit einverstanden sind, starten mit mehr Energie. Menschen, die auf eine vollständig passive oder rein digitale Lösung gehofft haben, stoßen früher an Grenzen. Deshalb lohnt es sich, vor dem Start ehrlich zu klären: Liegt mir das Party-Modell? Bin ich bereit, regelmäßig Gastgeberinnen zu gewinnen?
Das ist keine Frage der Fähigkeit, sondern der persönlichen Passung. Und diese Frage beantwortet dir kein Login-Portal der Welt.
FAQ
Wie werde ich Partylite Beraterin?
Du nimmst Kontakt mit Partylite über die offizielle Website auf, füllst den Beratervertrag aus und wählst ein Starter-Kit. Sobald Partylite den Vertrag annimmt, startet deine Tätigkeit offiziell.
Der Weg läuft alternativ auch über eine aktive Beraterin, die dich rekrutiert. Im Vertragsantrag trägst du dann deren Name und ID-Nummer im Abschnitt für die rekrutierende Beraterin ein. Nach der Annahme des Vertrags erhältst du deine persönliche ID, mit der alle deine Partys, Provisionen und Teamaktivitäten verknüpft sind.
Wie viel kostet das Starter-Kit?
Das günstigste Einstiegspaket liegt bei rund 9,95 €, das populärste bei ca. 99 €. Welches Paket aktuell verfügbar ist, hängt vom jeweiligen Angebot ab.
Der Beratervertrag enthält direkt die verfügbaren Kit-Optionen mit Preisen. Da Partylite diese Angebote regelmäßig aktualisiert, empfehle ich, die genaue Übersicht direkt beim aktuellen Vertragsantrag zu prüfen. Die Kits enthalten Produktmuster, Kataloge und Arbeitsmaterialien für deine ersten Partys.
Was ist der Unterschied zwischen aktivem und qualifiziertem Beraterstatus?
Aktiv bist du mit mindestens 250 € persönlich anrechenbaren Verkäufen pro Monat. Qualifiziert bist du, sobald du insgesamt 1.250 € angesammelt hast – das darf sich zeitlich unbegrenzt aufbauen.
In meiner täglichen Arbeit mit Partnern sehe ich immer wieder, dass dieser Unterschied am Anfang unklar ist. Aktiv-Status bedeutet: Du bekommst Provisionen. Qualifiziert-Status bedeutet: Du erfüllst die Grundvoraussetzung für weitere Karriereschritte. Wer in einem Monat keine 250 € erzielt, verliert seinen aktiv-Status für diesen Monat – und damit auch den Anspruch auf Gruppenprovisionen, falls du bereits Leader bist. Der qualifiziert-Status hingegen bleibt bestehen, sobald du die 1.250 € einmal erreicht hast.
Wie komme ich nach dem Start ins Login-Portal?
Nach der offiziellen Vertragsannahme erhältst du Zugang zu „My Business“ unter my.partylite.com. Beim ersten Login gibst du deine Beraterin-E-Mail ein und setzt ein Passwort.
Das Portal läuft auf der VibeOffice-Plattform, die das ältere Partylite Backoffice ersetzt hat. Falls du schon ein altes Konto hattest, nutzt du die Funktion „Passwort vergessen“ beim ersten Login auf der neuen Plattform. Danach siehst du dein Dashboard mit Umsatzübersicht, Partyabrechnungen, Teamstruktur und deiner persönlichen Beraterin-URL.
Wann und wie zahlt Partylite die Provision aus?
Partylite zahlt Verkaufsprovisionen wöchentlich aus. Voraussetzung ist, dass du ein gültiges Bankkonto im SEPA-Lastschriftverfahren hinterlegt hast.
Der Häufigste Irrtum, den ich zu dieser Frage korrigiere: Viele glauben, Provisionen werden monatlich abgerechnet wie ein Gehalt. Das ist nicht der Fall – Partylite rechnet wöchentlich ab, sobald eine Party eingereicht und angenommen wurde. Das bedeutet auch: Wer regelmäßig Partys einreicht, sieht regelmäßig Geld. Wer Partys auf Ende des Monats schiebt, bekommt alles auf einmal. Das beeinflusst die persönliche Cashflow-Planung stärker, als die meisten am Anfang erwarten.
Wie hoch ist die Provision als Beraterin wirklich?
Als einfache Beraterin verdienst du 20 % auf eigene Verkäufe, ab 2.000 € monatlichem Umsatz kommen 5 % Bonus dazu – also bis zu 25 % insgesamt. Als Unit Leader kommt 6 % Gruppenprovision auf den Gesamtumsatz deiner Gruppe hinzu.
Die maximale Provisionsstufe auf eigene Verkäufe beträgt 31 % – das erreicht man kombiniert durch Verkaufsprovision, Bonus und weitere Stufenprovisionen im Karriereplan. Diese 31 % stehen auf dem Papier, setzen aber voraus, dass du aktiv als Leader tätig bist und dein Team regelmäßig Umsatz generiert. Als Einzel-Beraterin ohne Team liegt die Obergrenze bei 25 %.
Muss ich als Beraterin ein Gewerbe anmelden?
Das hängt von deinem Land und deinem Umsatz ab. In Deutschland gilt die Selbstständigkeit als Beraterin rechtlich als gewerbliche Tätigkeit, wenn sie mit Gewinnerzielungsabsicht betrieben wird.
In Österreich gelten ähnliche Grundsätze. Partylite selbst schreibt im Karriereplan ausdrücklich, dass du für Steuererklärungen, Sozialversicherungsbeiträge und alle Abgaben eigenverantwortlich bist. Die Frage, ab wann eine Gewerbeanmeldung nötig ist, beantwortet kein Partylite-Dokument – dafür ist ein Steuerberater oder die Wirtschaftskammer die richtige Anlaufstelle.
Was passiert, wenn ich als Leader den Statuserhalt verpasse?
Wer als Unit Leader in einem Dreimonatsfenster nicht mindestens einmal provisionsberechtigt abschließt, rutscht zurück in den Beraterin-Status. Höhere Leader-Stufen haben entsprechend längere Statuserhaltfenster.
Nach einer Rückstufung auf Beraterin gibt es eine Requalifizierungsoption: Innerhalb von vier aufeinanderfolgenden Monaten lässt sich der Unit-Leader-Status mit vier qualifizierten und aktiven BeraterInnen zurückholen. Wer sich rechtzeitig requalifiziert, bekommt seine frühere Geschäftsstruktur zurück – jedoch nur einmalig. Steigt inzwischen eine Beraterin aus der früheren Gruppe selbst zum Leader auf, zählt diese neue Gruppe zum übergeordneten Leader.
Kann ich als Beraterin auch ohne Partys verkaufen?
Ja. Partylite stellt jeder Beraterin eine persönliche Website mit Online-Shop zur Verfügung, über die Kunden direkt bestellen können. Der Umsatz zählt dabei unter deiner ID als persönlich anrechenbare Verkäufe.
Allerdings bildet das klassische Party-Modell weiterhin die Grundlage des Geschäftskonzepts. Partylite hat das Gastgeberinnen-Programm, das attraktive Produktvorteile für Gastgeberinnen enthält, genau dafür entwickelt. Online-Verkauf und Party-Verkauf schließen sich nicht aus, sondern ergänzen sich. Viele Beraterin nutzen die eigene Webseite auch für Nachbestellungen von Stammkunden, die nach einer Party online weiterkaufen.
Wie kündige ich als Partylite Beraterin?
Der Beratervertrag enthält ein 14-tägiges Widerrufsrecht nach Unterzeichnung. Danach richtet sich die Kündigung nach den Allgemeinen Vertragsbedingungen der Partylite GmbH.
Den Widerruf sendest du schriftlich an: Partylite GmbH, Im Breitspiel 7, 69126 Heidelberg. Nach Vertragsende erlischt der Zugang zum My-Business-Portal und die persönliche Beraterin-URL wird deaktiviert. Offene Provisionen für bereits eingereichte Partys erhalten ihren regulären Auszahlungsweg.
Klarer Blick vor dem ersten Klick
Wer weiß, wie der Einstieg läuft, wählt sein Starter-Kit bewusster. Wer den Vergütungsplan vor der Unterschrift liest, versteht später schneller, warum sein Verdienst in einem Monat höher und im nächsten niedriger ausfällt. Und wer den Login ins My-Business-Portal kennt, verliert keine Zeit beim Start.
Der eigentliche Vorteil liegt nicht im Kit, nicht in der Provision und auch nicht in der Karrierestufe. Der Vorteil liegt darin, dass du weißt, was auf dich zukommt – und dann selbst entscheiden kannst, wie weit du gehst.
Genau das macht den Unterschied zwischen Beraterinnen, die nach drei Monaten aufhören, und solchen, die drei Jahre später Regional Vice President sind. Nicht das Talent. Nicht das Glück. Sondern Klarheit, bevor es losgeht.
Rock it!
Dein Willi