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PM International Abo kündigen

Das Thema Kündigungen ist für jeden Vertriebspartner unangenehm – aber es gehört zum Business dazu. Nach über 20 Jahren Network Marketing und tausenden betreuten Partnern kann ich dir sagen: Wie du mit Kündigungen umgehst, unterscheidet Profis von Amateuren. Die meisten Vertriebspartner gehen in Panik, wenn ein Kunde sein Abo beenden will. Dabei liegt genau in diesem Moment die Chance, echte Professionalität zu zeigen. Lass mich dir zeigen, wie du das Thema strategisch angehst.

Die verschiedenen Abo-Modelle bei PM International

Bevor wir über Kündigungen sprechen, müssen wir verstehen, welche Abo-Formen es überhaupt gibt. Viele Vertriebspartner kennen die Unterschiede nicht – und das führt zu Missverständnissen.

VitalAbo (früher auch Autoship genannt):
Das klassische monatliche Lieferabo. Der Kunde legt fest, welche Produkte er in welchem Intervall automatisch geliefert bekommen möchte. Typischerweise 30 oder 90 Tage. Die Zahlung erfolgt automatisch per Lastschrift oder Kreditkarte.

Manuelle Wiederholungsbestellungen:
Kein echtes Abo, sondern regelmäßige Einzelbestellungen, die der Kunde selbst auslöst. Hier gibt es nichts zu kündigen, der Kunde hört einfach auf zu bestellen.

Vertriebspartner-Eigenverbrauch:
Als aktiver Vertriebspartner bestellst du selbst regelmäßig für deinen Eigenkonsum. Auch das läuft oft über automatisierte Bestellungen. Hier geht es nicht nur um Produktbezug, sondern auch um Qualifikationspunkte.

Der fundamentale Unterschied: Bei einem VitalAbo existiert ein echtes Vertragsverhältnis mit automatischen Lieferungen. Bei manuellen Bestellungen nicht.

Der rechtliche Rahmen: Was gilt in Deutschland

Hier wird es wichtig für dich als Vertriebspartner. Deine Kunden haben in Deutschland klare Rechte, die du kennen musst.

Keine Mindestlaufzeit:
PM International Abos haben keine Mindestlaufzeit. Dein Kunde kann jederzeit kündigen. Punkt. Es gibt keine 12-Monats-Bindung, keine Kündigungsfrist von drei Monaten. Diese Flexibilität ist ein Verkaufsargument, kein Nachteil.

Jederzeit kündbar:
Die Kündigung ist zum Ende des aktuellen Lieferzyklus möglich. Wenn dein Kunde am 10. Januar kündigt und seine nächste Lieferung für den 15. Januar geplant ist, bekommt er diese letzte Lieferung noch – und danach endet das Abo.

Textform ausreichend:
Dein Kunde muss nicht persönlich vorbeikommen oder anrufen. Eine E-Mail reicht völlig aus. Das macht es einfach für den Kunden – aber auch für dich als Partner, weil der Prozess klar strukturiert ist.

Die wichtigsten Kontaktdaten für Kündigungen

KündigungswegKontaktdatenBearbeitungszeitEmpfehlung
E-Mailservice@pm-international.de1-3 WerktageSchnellste Methode
Fax+49 6232 2961002-5 WerktageVeraltet, aber möglich
PostPM-International AG, Hauptstraße 3, 67150 Niederkirchen5-10 WerktageBei wichtigen Dokumentationen
Online-FormularÜber persönlichen AccountSofortIdeal für Kunden mit Login

Als Vertriebspartner solltest du diese Daten griffbereit haben. Nichts ist peinlicher, als wenn dich ein Kunde fragt, wie er kündigen kann, und du stammeln musst.

Der Kündigungsprozess Schritt für Schritt

Jetzt wird es praktisch. Wie läuft eine Kündigung konkret ab? Das zu verstehen hilft dir, Kunden professionell zu beraten und Missverständnisse zu vermeiden.

Schritt 1: Kündigungswunsch formulieren
Dein Kunde schreibt eine E-Mail mit klarer Kündigungsabsicht. Notwendig sind: Vollständiger Name, Kundennummer, Vertragsnummer (falls vorhanden), gewünschter Kündigungszeitpunkt.

Schritt 2: Versand an PM International
Die Kündigung geht direkt an service@pm-international.de. Nicht an dich als Vertriebspartner, sondern an die Zentrale. Das ist wichtig zu verstehen: Du bist nicht die kündigende Instanz.

Schritt 3: Eingangsbestätigung
PM International bestätigt den Eingang der Kündigung innerhalb von 1-3 Werktagen per E-Mail. Ohne diese Bestätigung gilt die Kündigung technisch nicht als vollzogen.

Schritt 4: Letzte Lieferung
Wenn zum Kündigungszeitpunkt bereits eine Lieferung versendet wurde, kann diese nicht mehr storniert werden. Sie wird noch berechnet und geliefert. Das führt häufig zu Diskussionen, ist aber vertraglich klar geregelt.

Schritt 5: Kündigungsbestätigung
Die finale Bestätigung mit dem genauen Beendigungsdatum folgt meist innerhalb von 7-14 Tagen. Erst dann ist die Kündigung rechtswirksam abgeschlossen.

Warum Kunden kündigen: Die häufigsten Gründe

Hier kommt die brutale Wahrheit, die du als Vertriebspartner kennen musst. Die meisten Kündigungen sind vermeidbar – wenn du die Ursachen verstehst.

Grund 1: Finanzielle Situation (40-50% der Kündigungen)
Der Kunde kann sich die monatliche Belastung nicht mehr leisten. Jobverlust, unerwartete Ausgaben, veränderte Prioritäten. Das ist legitim und oft nicht deine Schuld.

Grund 2: Keine spürbaren Ergebnisse (25-30%)
Der Kunde nimmt die Produkte, sieht aber keine Veränderung. Energie bleibt gleich, Gewicht bewegt sich nicht, Wohlbefinden verbessert sich nicht. Hier liegt oft das Problem in falscher Erwartungshaltung oder inkonsequenter Anwendung.

Grund 3: Zu kompliziert (10-15%)
Bestellung zu umständlich, zu viele verschiedene Produkte, Unsicherheit bei der Einnahme. Der Kunde fühlt sich überfordert.

Grund 4: Wechsel zu Konkurrenz (5-10%)
Ein anderer Anbieter hat ihn überzeugt. Passiert selten, wenn deine Kundenbetreuung stimmt.

Grund 5: Produktüberschuss (5-10%)
Der Kunde hat zu viel bestellt, die Vorräte stapeln sich. Das monatliche Abo war zu groß dimensioniert.

Die Erkenntnis: Bei mindestens 60% der Kündigungen hättest du durch proaktive Betreuung gegensteuern können.

Alternativen zur Kündigung: Dein Beratungsgespräch

Hier zeigt sich deine Professionalität. Wenn ein Kunde kündigen will, ist das nicht das Ende – es ist der Beginn eines Beratungsgesprächs.

Option 1: Abo-Anpassung statt Kündigung

Viele Kunden wissen nicht, dass sie ihr Abo flexibel anpassen können. Hier deine Argumentationshilfen:

Lieferintervall verlängern:
Statt monatlich auf 60 oder 90 Tage umstellen. Bei 30-Tage-Abos kommen oft Überschüsse zustande, weil der Verbrauch geringer ist als geplant.

Produktmenge reduzieren:
Statt 3 Dosen FitLine PowerCocktail nur noch 1 Dose. Statt großes Produktpaket nur die absoluten Lieblingsprodukte.

Temporäre Pausierung:
Für 1-3 Monate aussetzen, ohne komplett zu kündigen. Das ist bei PM International möglich und wird oft übersehen.

Produktwechsel:
Vielleicht passt das aktuelle Produkt nicht, aber ein anderes würde funktionieren. FitLine Restorate statt Activize, PowerCocktail statt Omega 3+E.

Gesprächsleitfaden für Kündigungssituationen

Phase 1: Verstehen, nicht verkaufen
„Ich verstehe, dass du kündigen möchtest. Darf ich fragen, was der Hauptgrund ist?“

Jetzt ZUHÖREN. Nicht unterbrechen, nicht sofort Lösungen anbieten. Erst verstehen.

Phase 2: Validieren
„Das kann ich nachvollziehen. Viele Kunden hatten ähnliche Situationen.“

Zeige, dass der Grund legitim ist. Keine Verteidigungshaltung.

Phase 3: Alternativen aufzeigen
„Bevor du kündigst, lass uns kurz schauen, ob es vielleicht eine andere Lösung gibt. Hättest du 2 Minuten?“

Nur wenn der Kunde zustimmt, gehst du in die Beratung. Sonst respektierst du die Kündigung.

Phase 4: Konkrete Optionen
„Was hältst du davon, das Abo auf 90 Tage umzustellen statt zu kündigen? Dann hast du ein Drittel der monatlichen Belastung.“

Konkret, nicht theoretisch. Direkt umsetzbare Lösungen.

Phase 5: Entscheidung respektieren
Wenn der Kunde dennoch kündigen will: „Absolut verständlich. Ich helfe dir gern beim Kündigungsprozess. Die Kontaktdaten sind…“

Professionalität zeigt sich im Umgang mit Ablehnung.

Die strategische Perspektive für Vertriebspartner

Jetzt kommen wir zur Business-Ebene. Kündigungen beeinflussen dein Einkommen direkt. Du musst verstehen, wie.

Auswirkung auf deine Qualifikationspunkte:
Wenn ein Kunde mit 100 Bonuspunkten monatlich kündigt, verlierst du diese 100 BP für deine Teamqualifikation. Bei knappen Karrierestufen kann das den Unterschied zwischen Sales Manager und Marketing Manager bedeuten.

Churn-Rate als Schlüsselkennzahl:
Die Churn-Rate (Kündigungsquote) ist die wichtigste Kennzahl für nachhaltiges Business. Wenn du monatlich 10 neue Kunden gewinnst, aber 8 verlierst, wächst du nur um 2. Wenn du 10 neue Kunden gewinnst und nur 2 verlierst, wächst du um 8.

Berechnung deiner Churn-Rate:
(Anzahl Kündigungen im Monat ÷ Anzahl aktive Kunden zu Monatsbeginn) × 100 = Churn-Rate in %

Beispiel: 5 Kündigungen bei 50 aktiven Kunden = 10% Churn-Rate

Benchmark für gesunde Strukturen:

  • Unter 5% monatlich: Exzellent
  • 5-10% monatlich: Gut, aber Optimierungspotential
  • 10-15% monatlich: Kritisch, Betreuungsqualität überprüfen
  • Über 15% monatlich: Alarmierend, fundamentale Probleme

Die meisten Vertriebspartner kennen ihre Churn-Rate nicht. Profis tracken sie monatlich.

Präventive Kundenbindung: Kündigungen verhindern

Die beste Kündigung ist die, die nie stattfindet. Hier deine Strategien für langfristige Kundenbindung.

Der 30-60-90-Tage-Check

Tag 30: Der erste kritische Moment
Nach 4 Wochen zeigen sich erste Ergebnisse – oder eben nicht. Proaktiv nachfassen: „Wie läuft es mit den Produkten? Merkst du schon Veränderungen?“

Wenn die Antwort zögerlich ist, sofort gegensteuern. Einnahme überprüfen, Dosierung anpassen, Erwartungen abgleichen.

Tag 60: Die Routine-Phase
Die Anfangseuphorie ist vorbei. Jetzt entscheidet sich, ob die Produkte zur Gewohnheit werden oder zum Ballast. Motivationsboost geben, Erfolge feiern, neue Ziele setzen.

Tag 90: Die Verlängerungsentscheidung
Viele psychologische Schwellen liegen bei 3 Monaten. „Soll ich weitermachen?“ Check-in: Zufriedenheit abfragen, eventuell Abo anpassen, langfristige Perspektive aufzeigen.

Content-Strategie für Kundenbindung

Kunden, die nur Produkte bekommen, kündigen häufiger. Kunden, die Mehrwert bekommen, bleiben länger.

Monatliche Mehrwert-Touchpoints:

  • Ernährungstipps passend zur Jahreszeit
  • Erfolgsgeschichten anderer Kunden (anonymisiert)
  • Produktkombinations-Empfehlungen
  • Persönliche Check-ins per Messenger
  • Exklusive Rabattaktionen für Bestandskunden

Das kostet dich 30 Minuten pro Woche, reduziert aber deine Churn-Rate um 30-50%.

Technische Besonderheiten bei der Vertragskündigung

Hier kommen Details, die rechtlich relevant sind und die du als professioneller Partner kennen solltest.

Die Lieferzyklus-Falle:
Wenn die nächste Lieferung bereits kommissioniert oder versendet wurde, kann sie nicht mehr storniert werden. Der Kunde zahlt diese Lieferung noch, auch wenn die Kündigung bereits ausgesprochen wurde.

Praxisfall: Kunde kündigt am 20. Januar. Nächste Lieferung ist für den 21. Januar geplant. Wahrscheinlich ist die Kommissionierung am 18./19. bereits erfolgt. Diese Lieferung wird noch berechnet und verschickt.

Das führt zu Frust und schlechten Bewertungen. Deine Aufgabe: Kunden VOR der Kündigung aufklären. „Wenn du jetzt kündigst, bekommst du die Lieferung vom 21. noch. Willst du eventuell bis nach dieser Lieferung warten mit der Kündigung?“

Rückgaberecht bei der letzten Lieferung:
Wenn die letzte Lieferung noch ungeöffnet ist, kann der Kunde diese innerhalb von 14 Tagen zurückgeben. Das ist gesetzliches Widerrufsrecht. Als Vertriebspartner solltest du das proaktiv ansprechen, um Kulanz zu zeigen.

Automatische Zahlungen und Timing:
Die automatische Abbuchung erfolgt meist 2-3 Tage vor der Lieferung. Wenn der Kunde kündigt, aber die Abbuchung bereits erfolgt ist, entstehen Diskussionen. Erkläre: „Die Zahlung ist für die Lieferung, die du noch bekommst. Danach erfolgt keine weitere Abbuchung.“

Die E-Mail-Vorlage: Was dein Kunde schreiben sollte

Als Service für deine Kunden kannst du eine Kündigungs-Vorlage bereitstellen. Das zeigt Professionalität und verhindert falsch formulierte Kündigungen.

Muster-Kündigungsmail:

Betreff: Kündigung VitalAbo – [Kundennummer]

Sehr geehrtes PM International Team,

hiermit kündige ich mein VitalAbo mit der Kundennummer [XXXXX] zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Bitte bestätigen Sie mir den Eingang dieser Kündigung sowie das Datum der letzten Lieferung.

Mit freundlichen Grüßen
[Vorname Nachname]
[Adresse]

Diese Formulierung ist eindeutig, enthält alle notwendigen Informationen und ist höflich. Nichts kann falsch interpretiert werden.

Vertriebspartner-Kündigung: Ein anderes Thema

Jetzt wird es wichtig: Die Kündigung deiner eigenen Partnerschaft ist etwas komplett anderes als eine Abo-Kündigung.

Unterschied Kunde vs. Vertriebspartner:
Als Kunde kündigst du dein Produkt-Abo. Als Vertriebspartner kündigst du deine selbstständige Tätigkeit und beendest damit deine Geschäftsbeziehung zu PM International.

Konsequenzen einer Vertriebspartner-Kündigung:

  • Verlust aller Teamprovisionen
  • Verlust der Karrierestufe
  • Verlust der Downline-Partner (sie werden neu zugeordnet oder bleiben verwaist)
  • Kein Zugriff mehr auf die Vertriebsplattform
  • Rückkehr zum normalen Kundenpreis ohne Rabatte

Das ist ein massiver Schritt. Viele Vertriebspartner verwechseln „Ich will eine Pause machen“ mit „Ich will kündigen“. Eine Pause bedeutet: Du bleibst Partner, bestellst weiter deinen Mindesteigenverbrauch, akquirierst aber keine neuen Kunden.

Eine Kündigung bedeutet: Alles weg.

Alternativen zur Vertriebspartner-Kündigung

Option 1: Inaktivitätsstatus
Du bleibst offiziell Partner, bestellst nur noch deinen persönlichen Bedarf, machst aber keine aktive Teamarbeit mehr. Deine Struktur bleibt erhalten, aber du verlierst Karrierestufen, wenn du die monatlichen Qualifikationen nicht erfüllst.

Option 2: Herabstufung
Statt komplett zu kündigen, lässt du dich auf eine niedrigere Karrierestufe zurückfallen. Das reduziert deine Verpflichtungen, behält aber die Grundstruktur.

Option 3: Team-Übergabe
In manchen Fällen kannst du dein Team an einen Upline übergeben. Das ist individuell zu verhandeln und nicht immer möglich.

Option 4: Reaktivierung nach Pause
Du kündigst, pausierst 6-12 Monate, und reaktivierst dann wieder. Dabei verlierst du aber deine komplette Struktur. Nur in Ausnahmefällen sinnvoll.

Kündigungs-Kommunikation: Dos and Don’ts

Wie du über Kündigungen sprichst, prägt dein Image. Hier die häufigsten Fehler und wie du es besser machst.

DON’T: „Warum willst du uns verlassen?“
Das klingt persönlich beleidigt und setzt den Kunden unter Druck. Er fühlt sich schlecht.

DO: „Ich verstehe. Was war der Hauptgrund für deine Entscheidung?“
Neutral, interessiert, nicht wertend.

DON’T: „Die Produkte sind aber so gut, das kann nicht sein, dass sie nicht wirken!“
Du stellst die Erfahrung des Kunden in Frage. Das führt zu Konfrontation.

DO: „Interessant. Viele Kunden brauchen etwas länger, bis die Wirkung spürbar wird. Hast du sie durchgehend genommen?“
Du validierst seine Erfahrung, bringst aber neue Perspektive ein.

DON’T: „Dann musst du an service@pm-international.de schreiben.“
Wirkt abweisend, als wärst du froh, ihn loszuwerden.

DO: „Kein Problem, ich unterstütze dich gern dabei. Die Kontaktdaten sind XY, und wenn du möchtest, kann ich dir eine Vorlage schicken.“
Service-orientiert, hilfsbereit.

DON’T: Radio silence nach der Kündigung
Der Kunde kündigt, und du meldest dich nie wieder. Das bestätigt nur, dass es dir nur ums Geld ging.

DO: Follow-up nach 2-3 Monaten
„Hey, wie geht’s dir? Ich wollte mich einfach mal melden. Falls du irgendwann wieder Interesse hast, bin ich da.“

Viele Kunden kommen zurück – aber nur zu Partnern, die professionell mit der Kündigung umgegangen sind.

Die Zahlen hinter Kündigungen: Was sie über dein Business sagen

Deine Kündigungsrate ist ein Spiegel deiner Business-Qualität. Hier die Analyse-Ebenen:

Analyse 1: Zeitpunkt der Kündigung

  • Kündigung in Monat 1-3: Falsche Erwartungen beim Onboarding
  • Kündigung in Monat 4-6: Fehlende Betreuung in der kritischen Phase
  • Kündigung in Monat 7-12: Produkte funktionieren nicht oder finanzielle Gründe
  • Kündigung nach 12+ Monaten: Meist externe Faktoren, schwer zu beeinflussen

Analyse 2: Produktkategorie
Welche Produkte werden am häufigsten gekündigt? Wenn 80% der Kündigungen bei FitLine Omega 3+E liegen, liegt das Problem am Produkt oder an deiner Empfehlung?

Analyse 3: Akquisekanal
Kunden aus Facebook-Ads haben andere Kündigungsraten als Kunden aus persönlichen Empfehlungen. Tracke, woher deine instabilsten Kunden kommen.

Analyse 4: Abo-Größe
Kleinere Abos (unter 80 BP) haben oft höhere Retentionsraten als große (über 200 BP), weil die finanzielle Hürde niedriger ist.

Diese Analysen machen nur Sinn ab 20+ Kunden. Aber dann sind sie Gold wert.

FAQ: Die häufigsten Fragen

Kann ich als Vertriebspartner für meinen Kunden kündigen?
Nein. Die Kündigung muss vom Kunden selbst ausgehen. Du kannst unterstützen, aber nicht stellvertretend kündigen. Das ist rechtlich wichtig.

Was passiert, wenn der Kunde einfach nicht mehr zahlt statt zu kündigen?
PM International stellt nach fehlgeschlagenen Abbuchungsversuchen die Lieferungen ein. Das ist faktisch eine automatische Beendigung, aber nicht sauber. Du solltest Kunden ermutigen, aktiv zu kündigen.

Bekomme ich eine Mitteilung, wenn mein Kunde kündigt?
Das hängt von den Einstellungen ab. In deiner Vertriebsplattform siehst du die Veränderung der Bonuspunkte. Eine direkte Kündigungsmitteilung erhältst du meist nicht. Du merkst es an sinkenden BP.

Kann eine Kündigung rückgängig gemacht werden?
Ja, solange die Kündigungsbestätigung noch nicht erfolgt ist. Der Kunde kontaktiert service@pm-international.de und widerruft die Kündigung. Nach finaler Bestätigung ist es komplizierter – dann müsste er sich neu anmelden.

Wie lange dauert die Bearbeitung einer Kündigung?
1-3 Werktage für die Eingangsbestätigung, 7-14 Tage für die finale Kündigungsbestätigung. In Ausnahmefällen länger, besonders bei postalischen Kündigungen.

Verliert der Kunde sein Treuepunkte-Konto bei Kündigung?
Das kommt auf die genauen Bedingungen an. Meist bleiben gesammelte Treuepunkte für einen gewissen Zeitraum erhalten, können aber nicht mehr neu gesammelt werden.

Was ist mit Sonderaktionen und Bonus-Lieferungen?
Laufende Aktionen verfallen bei Kündigung. Wenn der Kunde beispielsweise bei „3 Monate bestellen, 1 gratis“ erst 2 Monate hat, verfällt der Anspruch auf die Gratis-Lieferung.

Gibt es eine Kündigungsfrist für das 90-Tage-Abo?
Nein, auch das 90-Tage-Abo kann jederzeit gekündigt werden. Es läuft dann bis zur nächsten geplanten Lieferung und endet danach. Es ist keine 3-monatige Kündigungsfrist.

Muss ich als Vertriebspartner eine Kündigungsbestätigung aufbewahren?
Für deine eigene Partnerschaft ja. Für Kunden-Kündigungen ist es nicht deine Verantwortung, aber aus Dokumentationsgründen sinnvoll für deine eigenen Unterlagen.

Kann PM International mein Abo einseitig kündigen?
Ja, bei Zahlungsverzug oder Verstößen gegen AGB kann PM International Abos kündigen. Das ist aber selten und wird vorher angekündigt.


Das Thema Kündigungen ist emotional beladen, aber geschäftlich unvermeidbar. Die Art, wie du damit umgehst, definiert deine Professionalität. Sieh jede Kündigung als Lernmöglichkeit: Was kannst du beim nächsten Kunden besser machen? Wie kannst du früher gegensteuern? Welche Systeme brauchst du, um Kündigungen zu reduzieren?

Nach 20 Jahren Network Marketing kann ich dir sagen: Die Partner, die am längsten erfolgreich bleiben, sind nicht die mit den niedrigsten Kündigungsraten – sondern die, die professionell mit Kündigungen umgehen und dabei ihre Integrität behalten. Wenn du mehr darüber erfahren willst, wie du nachhaltige Kundenbeziehungen aufbaust, die gar nicht erst zu Kündigungen führen, dann hör rein in die Folgen über systematischen Beziehungsaufbau – dort zeige ich dir die Strategien, die den Unterschied machen.