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PM International Vergütungsplan: 9 unbekannte Stolperfallen von Ex-Berater erklärt

Der PM International Vergütungsplan klingt auf den ersten Blick logisch aufgebaut – aber er enthält mehrere Mechanismen, die viele Partner erst dann verstehen, wenn sie bereits Geld verloren haben. Wer die 9 wichtigsten Stolperfallen kennt, trifft bessere Entscheidungen – sofort und auf jeder Karrierestufe.

Ich war selbst bei PM International und habe den Vergütungsplan jahrelang aus der Innenperspektive erlebt. Ich kenne den Moment, in dem man denkt, man hat den Monat gut gemacht – und dann fällt der Auszahlungsbetrag völlig anders aus als erwartet. Das ist kein Zufall. Dahinter stecken ganz konkrete Regeln, die im Vergütungsplan stehen, aber selten offen erklärt werden. Genau das ändere ich hier.

Was den Vergütungsplan so komplex macht

Der PM International Vergütungsplan kombiniert sieben verschiedene Einkommensquellen gleichzeitig. Das klingt nach Vorteilen – und das ist es auch. ABER: Jede dieser Quellen hat eigene Qualifikationsregeln, eigene Berechnungsgrundlagen und eigene Fallstricke.

Die Quellen im Überblick:

EinkommensquelleGrundlageVerfügbar ab
Retail IncomeEigene Verkäufe an EndkundenTeam Partner (TP)
Team Rabatt-Bonus (TRB)Persönliches VolumenTP
Firstline Bonus (FB)Umsatz direkt gesponserter PartnerTP
Pool Bonus (PB)Pool Set-Käufe in der StrukturTP
Royalties Bonus (RB)PGV aktiver Manager bis 6 GenerationenManager (M)
Top-Management Bonus (TMB)Differenz deiner Stufe zu DownlineVice President (VP)
Einarbeitungsbonus (EAB)Neuer aktiver PartnerM

Ich sehe immer wieder, dass Partner diese Tabelle kennen, aber nicht begreifen, welche Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein müssen, damit alle Quellen tatsächlich fließen. Genau da liegen die Fallen.

Stolperfalle 1: Die Check Assurance

Was passiert, wenn du sie nicht erfüllst?

Die Check Assurance ist die monatliche Mindestanforderung, die du als aktiver Partner erfüllen musst, damit du Boni aus deiner Downline erhältst. Erfüllst du sie nicht, verfallen alle Teamprovisionen für diesen Monat vollständig.

Konkret heißt das: Dein Retail Income aus eigenen Verkäufen bleibt erhalten. ABER alle Boni aus deiner Struktur – Royalties Bonus, Firstline Bonus, Pool Bonus – zahlt PM International in diesem Monat nicht aus. Du verlierst also exakt die Einkommensquellen, für die du deinen Teamaufbau betrieben hast.

Die Check Assurance lässt sich entweder durch ein aktives Autoship oder durch bestimmte monatliche Umsatzzahlen erfüllen. Welche Variante für dich günstiger ist, hängt vom eigenen Volumen und der Teamstruktur ab – und das kalkulieren viele Partner nie durch.

Die am häufigsten falsch verstandene Regel

Der häufigste Irrtum, den ich zu dieser Frage korrigiere: Viele Partner glauben, die Check Assurance betrifft nur den eigenen Einkauf. Tatsächlich geht es um die Kombination aus eigenem Volumen UND dem Nachweis aktiver Vertriebstätigkeit.

Es reicht also nicht, einmal im Monat ein großes Paket zu bestellen. PM International prüft beide Kriterien separat. Wer nur eine Seite abdeckt, qualifiziert sich nicht – auch wenn das Paketvolumen stimmig wäre.

Das führt dazu, dass Partner in manchen Monaten ein hohes persönliches Volumen haben, trotzdem aber keine Teamprovisionen erhalten. Denn der Bestellrhythmus passte nicht. Das Autoship-Modell löst dieses Problem strukturell, weil es beide Anforderungen gleichzeitig abdeckt.

Was das für dich bedeutet: Prüfe jeden Monat, ob deine Check Assurance aktiv ist – VOR dem Ende des Monats, nicht danach. Wer das zur Routine macht, hat diese Stolperfalle dauerhaft entschärft. Der Kalender ist hier dein wichtigstes Werkzeug.

Stolperfalle 2: Punkte vs. Euro

Warum dein Umsatz in Punkten gerechnet wird – nicht in Euro

PM International berechnet alle Boni und Karrierestufen ausschließlich in Punkten, nicht in Euro. 1 Punkt entspricht dabei ungefähr 0,51 Euro. Die tatsächlichen Produktpreise in Euro weichen davon jedoch ab.

Das bedeutet: Ein Produkt für 50 Euro ergibt nicht zwingend 50 Punkte. Manche Produkte haben höhere Punktwerte als ihr Euro-Preis vermuten lässt, andere liegen darunter. Das Optimal Set 1 und 2 hat je 103 Punkte, das Health Set hat 50 Punkte, und die Pool Sets A1/A2 haben je 250 Punkte.

Wer diese Unterschiede nicht kennt, plant seine monatlichen Umsatzziele falsch. Ein Berater rechnet in Euro und denkt, er hat seine Stufe erreicht – tatsächlich fehlen ihm noch 200 Punkte, weil er Produkte mit niedrigem Punktfaktor verkauft hat.

Stolperfalle 3: Titelerhalt ≠ Bonuserhalt

Kann ich meinen Karrieretitel verlieren?

Nein. Den Titel verlierst du nicht rückwirkend. ABER: Die Boni, die zu diesem Titel gehören, erhältst du nur dann, wenn du die Anforderungen im aktuellen Monat erfüllst.

Stell dir vor, du bist Vice President und hast drei Sales Manager in deiner Erstlinie. Im Folgemonat qualifiziert sich einer dieser Sales Manager nicht mehr. Damit fehlt dir ein Pflichtpartner für deine VP-Qualifikation. Dein VP-Titel bleibt bestehen – deine VP-Boni aber nicht. Du erhältst nur die Boni der Stufe, die du tatsächlich erreicht hast.

Dieser Mechanismus überrascht sehr viele Partner, weil er gegen die intuitive Erwartung läuft: „Ich habe den Titel – also bekomme ich die Boni.“ Das stimmt nur, solange du die Anforderungen monatlich neu erfüllst.

Was ich als Trainer täglich sehe

In meiner täglichen Arbeit mit Partnern fällt mir auf, dass der Großteil der Frustration im Vergütungsplan nicht aus dem Plan selbst entsteht – sondern aus einer einzigen falschen Grundannahme.

Die meisten Partner glauben, dass ein einmal erreichter Karrieretitel automatisch auch dauerhaft die damit verbundenen Einnahmen sichert. Diese Annahme ist im PM-System strukturell falsch. Jeder Monat ist ein neuer Qualifikationsmonat. Was im Vormonat gestimmt hat, zählt im aktuellen Monat nicht mehr.

Ein typisches Beispiel: Jemand steigt im April zur Sales Manager-Stufe auf. Im Mai erwartet er automatisch SM-Boni. Tatsächlich fehlt ihm aber ein Manager in der Erstlinie, weil dieser im Mai krank war und kein Volumen erzeugt hat. Das Ergebnis: April war SM, Mai war de facto Manager-Level.

Was das für dich bedeutet: Führe eine einfache monatliche Checkliste. Welche Partner in deiner Erstlinie müssen welches Volumen erzeugen, damit du deine Stufe qualifizierst? Wer diese Liste aktiv pflegt, erlebt keine unangenehmen Überraschungen. Wer sie nicht pflegt, rechnet am Ende des Monats mit Zahlen, die so nicht eintreffen.

Stolperfalle 4: Das Strukturprinzip des Royalties Bonus

Wie viele Ebenen zahlt der Royalties Bonus wirklich aus?

Der Royalties Bonus zahlt auf bis zu 6 Generationen aktiver Manager – aber nicht gleichmäßig. Die erste Generation bringt 5 %, die Generationen 2 bis 4 bringen je 3 %, und die Generationen 5 und 6 erschließen sich erst ab höheren Karrierestufen.

Entscheidend ist dabei der Begriff „aktiver Manager“. Nur Manager, die im jeweiligen Monat die Check Assurance erfüllen, zählen als Generation. Inaktive Manager unterbrechen die Generationenkette – das bedeutet, du erhältst keine Royalties auf die Struktur unterhalb eines inaktiven Managers, auch wenn dort aktive Manager in der Tiefe existieren.

Ein Muster, das ich so schon viele Male begleitet habe: Jemand hat eine tiefe Struktur mit aktiven Managern ab der dritten Generation, aber der Manager in der zweiten Generation ist in diesem Monat inaktiv. Das Ergebnis: Die komplette Tiefe ab Generation zwei wird für den Royalties Bonus diesen Monat nicht berücksichtigt. Der Verlust an Royalties kann dabei erheblich ins Gewicht fallen – ohne dass der Partner das bemerkt, weil er die Aktivitätsstatus seiner Downline-Manager nicht verfolgt.

Stolperfalle 5: Der Top-Management Bonus und seine Logik

Was genau ist der TMB, und wann zahlt er aus?

Der Top-Management Bonus berechnet sich aus der Differenz zwischen deiner eigenen Bonusprozentstufe und der Bonusprozentstufe deines nächstqualifizierten Downline-Managers. Du „verdienst“ also die Differenz – nicht einen fixen Betrag.

Das klingt technisch. In der Praxis bedeutet es: Je näher ein Downline-Manager deiner eigenen Stufe kommt, desto geringer wird dein TMB auf diese Linie. Das motiviert zwar den Strukturaufbau in die Breite, überrascht aber viele Partner, die erwarten, dass stärkere Downline-Manager ihnen mehr Geld bringen. Das Gegenteil ist der Fall – sie bringen dir weniger TMB, dafür aber potenziell mehr Royalties.

Was 16 Jahre Branchenperspektive zeigen

Nach 16 Jahren in dieser Branche ist mir klar, dass der TMB einer der am häufigsten missverstandenen Mechanismen in Vergütungsplänen dieser Bauart ist. Und zwar branchenübergreifend.

Das liegt nicht daran, dass die Regel kompliziert formuliert ist. Sie ist sogar recht präzise beschrieben. Das eigentliche Denkproblem liegt woanders: Viele Partner denken in absoluten Beträgen, nicht in prozentualen Differenzen. Wer im linearen Denken verhaftet ist – „mehr Umsatz in der Downline = mehr Geld für mich“ – rechnet den TMB zwangsläufig falsch.

Ein Beispiel, das ich viele Male beobachtet habe: Jemand sponsert einen hochaktiven Partner, der innerhalb von drei Monaten zur gleichen Karrierestufe aufsteigt. Der Sponsor freut sich über die starke Performance. Dann fällt auf, dass der TMB auf diese Linie auf fast null gesunken ist. Die Royalties kompensieren das teilweise – aber nur, wenn die Generationenkette stimmt.

Was daraus folgt: Plane deinen Strukturaufbau nie eindimensional. Wer versteht, wie TMB und Royalties zusammenspielen, baut seine Erstlinie bewusst – und nicht nur schnell. Das ist kein Hindernis, sondern eine Planungsaufgabe.

Stolperfalle 6: Pool Sets und ihre Auszahlungslogik

Wie funktioniert der Pool Bonus konkret?

Für jedes Pool Set A (250 Punkte), das ein Partner in deiner Struktur kauft, erhältst du 30 Euro Pool Bonus. Für Pool Set B (500 Punkte) sind es 60 Euro. Diese Beträge klingen klar – aber es gibt eine entscheidende Einschränkung.

Als normaler Team Partner erhältst du den Pool Bonus nur auf Käufe in deiner direkten Erstlinie. Erst ab der Manager-Stufe erschließt sich der Pool Bonus auch auf tiefere Ebenen. Wer also in der Erstlinie keine aktiven Pool-Set-Käufer hat, erhält keinen Pool Bonus – egal wie aktiv seine Downline in der Tiefe ist.

Zusätzlich gilt: Pool Sets sind keine günstigen Einstiegsprodukte. Sie richten sich an Partner, die ernsthaft strukturieren und ein hohes Volumen anstreben. Wer sie einzig wegen des Pool Bonus kauft, ohne die eigene Volumenstrategie dahinter zu kennen, zahlt möglicherweise mehr ein als er herausbekommt.

Stolperfalle 7: Inaktivität und Vertragsbeendigung

Was passiert, wenn ich 12 Monate gar nichts kaufe oder verkaufe?

Wer 12 Monate lang keinerlei Aktivität nachweist, verliert seinen Teampartner-Vertrag bei PM International. Das betrifft nicht nur den Titel, sondern auch alle Strukturverknüpfungen.

Das bedeutet konkret: Dein gesamter aufgebauter Downline-Baum unter dir löst sich nicht einfach auf – aber deine direkte Verbindung dazu endet. Die Partner unterhalb rücken im System nach oben und verbinden sich mit deiner Upline. Du verlierst damit dauerhaft die Auszahlungsverbindung zu einer Struktur, die du möglicherweise jahrelang aufgebaut hast.

Diese Regel steht in den PM International Vertriebspartnerregeln, wird aber selten aktiv kommuniziert. Wer ein paar Monate pausiert, nimmt das nicht als Risiko wahr. Wer 12 Monate nicht aktiv ist, riskiert tatsächlich den kompletten Verbindungsverlust.

Ein Muster, das ich immer wieder sehe

Ein Verlauf, den ich so oder ähnlich schon viele Male begleitet habe: Jemand baut ein solides Team auf, wechselt dann in eine andere Lebensphase – Elternzeit, Jobwechsel, Auszeit – und reduziert die Aktivität schrittweise auf null.

Nach sechs Monaten denkt diese Person: „Ich starte bald wieder.“ Nach elf Monaten ist der Plan immer noch da. Im dreizehnten Monat ist der Vertrag weg.

Das Bittere daran: Die Struktur unterhalb lebt oft noch weiter. Andere Partner kaufen, andere verkaufen. Nur diese eine Person hat keine Verbindung mehr dazu. Dabei hätte ein einziger kleiner Kauf im zwölften Monat den Vertrag erhalten.

Die praktische Konsequenz daraus ist simpel: Setze dir eine Kalender-Erinnerung. Nicht für den zwölften Monat, sondern für den sechsten. So bleibt genug Pufferzeit, um mit einer kleinen Aktivität den Vertrag ohne Stress zu sichern. Das kostet wenig – und rettet im schlimmsten Fall alles.

Stolperfalle 8: Steuerliche Einordnung der Boni

Welche Boni muss ich als Einkommen versteuern?

Alle Boni, die PM International auszahlt, gelten in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit. Das umfasst Retail Income, Royalties Bonus, Firstline Bonus, Pool Bonus und den Top-Management Bonus gleichermaßen.

Es gibt dabei keine Bagatellgrenze, ab der Boni steuerfrei wären – auch kleine Monatsboni müssen in der Steuererklärung erfasst werden. Wer als Gewerbe eingetragen ist, unterliegt zusätzlich der Gewerbesteuerpflicht ab dem jeweiligen nationalen Freibetrag.

Besonders relevant: Die Einarbeitungsbonus-Einmalprämien für neue aktive Partner gelten ebenfalls als steuerpflichtiges Einkommen. Die Einstufung als „Einmalzahlung“ ändert nichts an der Steuerpflicht. Das wird häufig übersehen, weil Partner diese Prämien intuitiv als „Bonus“ und nicht als reguläres Einkommen betrachten.

Fast alle Partner, die ich dazu begleite, klären die steuerliche Seite zu spät – nämlich erst, wenn das Finanzamt nachfragt. Dabei ist die Anmeldung eines Kleingewerbes oder Einzelunternehmens oft der einfachste Schritt, den man von Anfang an setzt.

Stolperfalle 9: Der Fast Achievement Bonus und seine Zeitfenster

Wie lange habe ich Zeit, den Fast Achievement Bonus zu erhalten?

Der Fast Achievement Bonus ist eine einmalige Sonderprämie für das Erreichen neuer Karrierestufen innerhalb eines definierten Zeitfensters. Wer die Stufe außerhalb dieses Fensters erreicht, erhält den Bonus nicht – obwohl er dieselbe Stufe erreicht hat.

Die Prämien variieren nach Stufe: Für den Sales Manager-Aufstieg gibt es 100 Euro, für höhere Stufen bis zu 5.000 Euro beim Platinum President’s Team. Das klingt nach einem Bonus on top – tatsächlich aber lohnt es sich, den Zeitplan bewusst zu steuern, damit das Zeitfenster nicht abläuft.

Das Zeitfenster startet in der Regel mit dem Datum des Partner-Einstiegs oder des letzten Stufenaufstiegs. Wer zu langsam vorgeht, verliert den Anspruch still und leise – ohne Benachrichtigung, ohne Erinnerung. Die Prämie entfällt einfach.

Was in der Momentum-Macher-Gruppe dazu auftaucht

In der Momentum-Macher-Gruppe taucht genau dieses Thema regelmäßig auf, und dabei zeigt sich ein klares Muster: Die meisten Partner erfahren vom Fast Achievement Bonus erst dann, wenn das Zeitfenster bereits geschlossen ist.

Jemand erzählt stolz, dass er die Sales Manager-Stufe erreicht hat. Dann kommt die Frage: „Hattest du den Fast Achievement Bonus auf dem Radar?“ Meistens folgt Stille. Denn diese Prämie steht zwar im Vergütungsplan, aber niemand in der Upline hat aktiv darauf hingewiesen.

Das liegt nicht an böser Absicht. Es liegt daran, dass viele Uplines selbst nicht genau wissen, wie das Zeitfenster funktioniert. Die Information existiert – sie wandert aber nicht automatisch nach unten.

Was das bedeutet: Lies den Vergütungsplan selbst. Nicht nur den Teil, der erklärt, wie Boni berechnet werden – sondern auch die Abschnitte zu Zeitbedingungen und Einmalprämien. Wer einmal alle Zeitfenster kennt, kann sie gezielt nutzen, statt sie zu verpassen.

Die 9 Stolperfallen im direkten Vergleich

Ich habe viele Partner erlebt, die einzelne dieser Regeln kannten – aber nie alle neun zusammen. Erst im Gesamtbild zeigt sich, wie eng sie miteinander verknüpft sind.

StolperfalleKernanforderungHäufiger Irrtum
1. Check AssuranceMonatliche Aktivitätsvoraussetzung„Einmal qualifiziert = dauerhaft aktiv“
2. Punkte vs. EuroBerechnung in Punkten, nicht EuroPlanung in Euro statt in Punkten
3. Titelerhalt ≠ BonuserhaltMonatliche NeuqualifikationTitel = automatische Boni
4. Royalties-GenerationenketteNur aktive Manager zählenInaktive Manager „pausieren“ nur
5. TMB-DifferenzlogikDifferenz Bonusproz., nicht VolumenMehr Downline = mehr TMB
6. Pool Bonus EbenenErstlinie für TP, Tiefe ab ManagerPool Bonus auf alle Ebenen ab TP
7. InaktivitätsregelVertragsbeendigung nach 12 MonatenKurze Pause ist harmlos
8. Steuer auf alle BoniVollständige Steuerpflicht ab Euro 1Einmalprämien sind steuerfrei
9. Fast Achievement ZeitfensterZeitgebundene EinmalprämieBonus kommt automatisch mit Stufenaufstieg

Ein Muster, das ich immer wieder sehe: Wer Stolperfalle 1 und 3 gleichzeitig trifft – also Check Assurance verpasst und gleichzeitig die monatliche Stufenqualifikation nicht schafft – verliert in diesem Monat fast alle Teamprovisionen auf einmal. Das fühlt sich wie ein komplettes Nullmonat an, obwohl die Struktur weiter aktiv ist.

FAQ

Wie viele Karrierestufen gibt es bei PM International?

PM International hat zwölf Karrierestufen – vom Team Partner bis zur Champions League. Jede Stufe definiert ein Mindest-Gesamtvolumen in Punkten sowie eine Mindestanzahl qualifizierter Partner auf einer definierten Stufe in der Erstlinie.

Die untersten Stufen lassen sich auch ohne eigenes Team erreichen, da ausschließlich das persönliche Volumen zählt. Ab der Manager-Stufe hingegen wird zwingend ein qualifizierter Partner in der Erstlinie benötigt. Die höchsten Stufen wie Vice President oder International Marketing Manager setzen mehrere qualifizierte Downline-Manager auf definierten Stufen voraus – und das monatlich neu.

Was bedeutet „aktiver Manager“ im Royalties Bonus?

Ein aktiver Manager ist ein Partner auf Manager-Stufe oder höher, der im jeweiligen Monat die Check Assurance erfüllt. Nur diese Partner zählen als Generation im Royalties Bonus.

Nach meiner Langzeiterfahrung zeigt sich hier oft das unbemerkte Leck: Die Struktur wächst, aber ein inaktiver Manager in der zweiten Generation unterbricht den Royalties-Fluss für alle tiefer liegenden Generationen. Das erkennt man nicht am Monatsumsatz – sondern erst, wenn man die Auszahlungsaufstellung genau liest.

Muss ich bei PM International monatlich einkaufen?

Es gibt keine Pflicht zu monatlichen Mindesteinkäufen. ABER: Wer Teamprovisionen erhalten möchte, muss die Check Assurance erfüllen – entweder über ein aktives Autoship oder über bestimmte monatliche Eigenvolumina.

Das Autoship ist dabei die einfachste Variante, weil es die Check Assurance automatisch sichert. Wer kein Autoship hat, muss jeden Monat manuell prüfen, ob die Voraussetzungen erfüllt sind. Über 12 Monate ohne jegliche Aktivität löst sich der Vertrag auf – unabhängig von der Karrierestufe.

Wie wird der Pool Bonus genau berechnet?

In der Momentum-Macher-Gruppe taucht genau diese Frage regelmäßig auf, und dabei zeigt sich, dass viele Partner den Pool Bonus mit dem Royalties Bonus verwechseln. Der Pool Bonus ist ein fixer Euro-Betrag pro Pool Set-Kauf: 30 Euro für Pool Set A (250 Punkte) und 60 Euro für Pool Set B (500 Punkte).

Als Team Partner erhältst du den Pool Bonus ausschließlich auf direkte Erstlinienkäufe. Erst ab Manager-Qualifikation erschließt sich der Bonus auch auf tiefere Strukturebenen. Die Höhe variiert zudem nach Karrierestufe – höhere Stufen erhalten den Pool Bonus auf mehr Ebenen und teils mit anderen Multiplikatoren.

Was passiert mit meiner Downline, wenn ich meinen Vertrag verliere?

Wenn ein Vertrag durch Inaktivität beendet wird, löst sich die direkte Verbindung zur Downline auf. Die Partner unterhalb rücken in der Struktur nach oben und verbinden sich mit der übergeordneten Upline.

Der Trainer-Beobachtung nach ist dieser Punkt einer der am wenigsten beachteten Passagen der Vertriebspartnerregeln. Wer seinen Vertrag verliert, verliert nicht nur zukünftige Boni – er verliert auch die strukturelle Verbindung zu einer bereits aufgebauten Organisation dauerhaft. Das lässt sich im Nachhinein nicht rückgängig machen.

Wie hoch ist der Fast Achievement Bonus bei der Sales Manager-Stufe?

Der Fast Achievement Bonus für den Sales Manager-Aufstieg beträgt 100 Euro. Die Prämie steigt mit höheren Stufen deutlich an – bis zu 5.000 Euro beim Platinum President’s Team.

Entscheidend ist, dass du die Stufe innerhalb des definierten Zeitfensters erreichst. Dieses Fenster startet mit dem Einstieg oder dem letzten Stufenaufstieg. PM International kommuniziert das Ablaufdatum nicht aktiv per Hinweis – es liegt daher an dir, das Zeitfenster im Blick zu behalten.

Muss ich auf meinen PM International Bonus Umsatzsteuer zahlen?

Ja, aber das ist von der Umsatzsteuer klar zu trennen: Alle ausgezahlten Boni gelten als Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit und unterliegen der Einkommensteuer. Die Umsatzsteuerpflicht hängt davon ab, ob du als Kleinunternehmer registriert bist oder die Umsatzgrenze überschreitest.

Wer in Deutschland die Kleinunternehmerregelung nutzt, stellt keine Umsatzsteuer in Rechnung und zieht auch keine vor. Wer darüber liegt, muss Umsatzsteuer auf seine Provisionsabrechnungen anwenden und abführen. In Österreich gelten vergleichbare Schwellenwerte. Die konkrete Einordnung hängt von deinem nationalen Steuerrecht und deiner Umsatzhöhe ab – hier lohnt sich ein kurzes Gespräch mit einem Steuerberater, der MLM-Erfahrung hat.

Wie viel Retail Income bekommt man als Team Partner?

Als Team Partner liegt das Retail Income zwischen 20 und 28 Prozent auf eigene Verkäufe. Ab der Manager-Stufe steigt es auf 30 bis 37 Prozent.

Wichtig dabei: Das Retail Income ergibt sich aus der Differenz zwischen deinem Einkaufspreis als Partner und dem Verkaufspreis an Endkunden. Es fließt unabhängig von der Check Assurance – auch dann, wenn du keine Teamprovisionen erhältst. Damit ist es die stabilste Einkommensquelle im gesamten Vergütungsplan.

Was ist der Unterschied zwischen Firstline Bonus und Royalties Bonus?

Der Firstline Bonus beträgt 10 Prozent auf den persönlichen Umsatz deiner direkt gesponserten Partner, sofern diese keine Manager-Stufe haben. Der Royalties Bonus dagegen basiert auf dem persönlichen Gruppenvolumen aktiver Manager bis zu sechs Generationen tief.

Beide Boni laufen parallel. Sobald ein direkt gesponserter Partner zum aktiven Manager aufsteigt, fällt er aus der Firstline-Bonus-Berechnung heraus und geht stattdessen in die Royalties-Berechnung ein. Das ist eine automatische Verschiebung – kein Verlust, aber eine strukturelle Veränderung, die du in deiner Monatskalkulation berücksichtigen solltest.

Wie berechnet sich der Top-Management Bonus auf höheren Stufen?

Der Top-Management Bonus berechnet sich als Differenz der Bonusprozentstufungen zwischen dir und dem nächstqualifizierten Downline-Manager deiner Linie. Ab der Vice President-Stufe gibt es zudem einen Überqualifikations-Bonus: Wer einen zusätzlichen qualifizierten Partner auf der geforderten Stufe in seiner Erstlinie hat, erhält plus 0,5 Prozent TMB.

Das bedeutet: Breit aufgebaute Strukturen mit mehreren qualifizierten Downline-Managern auf gleicher oder ähnlicher Stufe reduzieren den TMB pro Linie. Gleichzeitig steigt der Royalties Bonus durch die zunehmende Generationstiefe. Wer beide Mechanismen versteht, baut seine Struktur bewusst – und weiß, warum breiter aufgebaute Strukturen langfristig mehr Royalties produzieren als TMB-fokussierte.

Neun Fallen, eine Erkenntnis

Wer diesen Vergütungsplan wirklich versteht, verändert seinen Blick auf das gesamte Modell. Nicht weil er mehr Fehler sieht – sondern weil er erstmals die Logik dahinter erkennt. Jede dieser neun Fallen ist eigentlich eine verkleidete Regel, die, wenn du sie kennst, zu deinem Vorteil arbeitet.

Der Vergütungsplan ist nicht gegen dich geschrieben. Er ist präzise – und Präzision verlangt, dass du die Spielregeln kennst.

Ich habe selbst Jahre gebraucht, um alle neun Punkte wirklich zu durchdringen. Heute schaue ich auf den PM International Vergütungsplan wie auf ein Schachbrett: Wer die Regeln kennt, spielt das Spiel. Alle anderen spielen – ohne es zu wissen.

Und wer die Regeln kennt, nutzt sie aktiv. Das ist der einzige echte Vorteil im Network Marketing.

Rock it!
Dein Willi

PS: So gewann ich +800 Erstlinien bei Fitline.