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Reico Vital Karriereplan / Marketingplan: Was verdient man in welcher Stufe wirklich?

Der Reico Vital Marketingplan besteht aus 7 Provisionsstufen und 6 Karrierestufen – von einfachen Leistungsprovisionen bis hin zu Generationsprovisionen über drei Ebenen und einem Weltumsatzpool für die höchsten Ränge. Wer als Gruppen-Leiter beginnt, startet mit 6 % Generationsprovision auf eine qualifizierte Gruppe. Ein Top-Manager hingegen bezieht bis zu 16 % kombinierte Generationsprovisionen plus einen Anteil aus 0,7 % des weltweiten Reico-Umsatzes.

Ich sitze täglich mit Vertriebspartnern aus verschiedensten Network-Marketing-Firmen zusammen – und Reico Vital gehört zu den Unternehmen, bei denen der Marketingplan technisch gut durchdacht ist, aber trotzdem regelmäßig falsch gelesen wird. Die meisten Partner schauen beim Start nur auf die Leistungsprovision und übersehen komplett, dass der wirkliche Hebel in den Generationsprovisionen steckt. Das ist kein Einzelfall – das sehe ich immer wieder.

Was ist der provisionsfähige Umsatz?

Bevor die Zahlen Sinn ergeben, braucht es diesen Begriff. Der provisionsfähige Umsatz (pfU) ist NICHT der Bruttopreis des Produkts. Reico multipliziert den Nettopreis mit einem Provisionsfaktor – je nach Produkt ist das 1,0, 0,9 oder 0,6.

Konkret bedeutet das: Ein 15-kg-Sack Athletic (Bruttopreis 68,60 €) hat einen Nettopreis von 64,11 € und einen Faktor von 0,9 – der provisionsfähige Umsatz beträgt also 57,70 €. Werbematerial, Muster und Versandkosten fließen dabei gar nicht in den pfU ein. Deshalb weicht dein tatsächlicher Umsatz oft spürbar von deinem pfU ab.

Eigenumsatz und Gruppenumsatz

Der Eigenumsatz umfasst alle Bestellungen deiner direkt geworbenen Kunden plus deine eigenen Käufe. Der Gruppenumsatz addiert dazu noch die Umsätze aller Vertriebspartner, die du direkt oder indirekt eingeschrieben hast. Für die meisten Provisionsarten gilt außerdem: Du brauchst einen Eigenumsatz von mindestens 200 € pfU pro Monat als Voraussetzung.

Die 7 Provisionsstufen im Überblick

Die Leistungsprovision steigt mit deinem monatlichen pfU stufenweise an. Hier siehst du die vollständige Tabelle – beachte, dass die tatsächliche Auszahlung je nach Produktmix variiert, weil Produkte unterschiedliche Provisionsfaktoren tragen:

Monatlicher pfUProvision
Bis 499,99 €15 %
Ab 500 €18 %
Ab 1.000 €21 %
Ab 1.500 €24 %
Ab 3.000 €26 %
Ab 4.500 €28 %
Ab 6.000 €30 %

Ich empfehle, diese Tabelle nicht allein als Einkommenstabelle zu lesen. Sie zeigt deinen Prozentsatz auf den Eigenumsatz – und der Eigenumsatz ist nur EIN Teil deines Einkommens. Der weitaus größere Hebel liegt bei Partnern, die du aufgebaut hast.

Das häufigste Missverständnis, das ich zu diesem Thema immer wieder korrigiere: Viele Partner glauben, dass sie erst bei 6.000 € pfU wirklich gut verdienen – und bis dahin lohne es sich nicht.

Das stimmt so nicht. Denn bei 1.500 € pfU bist du bereits bei 24 % – das sind 360 € Leistungsprovision. Wenn du gleichzeitig zwei Vertriebspartner aufgebaut hast, die je 800 € pfU machen, erhältst du zusätzlich die Differenz zu deiner eigenen Stufe als Betreuungsprovision.

Ein Muster, das ich in meiner täglichen Arbeit regelmäßig sehe: Partner bei 1.500 € Eigenumsatz mit zwei kleinen Erstlinien erzielen locker 500–600 € Gesamtprovision – obwohl ihre Leistungsprovision allein nur 360 € zeigt. Die Betreuungsprovision verdoppelt das Ergebnis faktisch.

Was das für dich bedeutet: Den Marketingplan immer als Gesamtbild lesen. Leistungsprovision plus Betreuungsprovision plus Generationsprovision ergeben zusammen das reale Monatseinkommen – nicht nur die eine Zahl aus der Stufentabelle.

Wie die Betreuungsprovision funktioniert

Die Betreuungsprovision ist das erste Mal, dass der Marketingplan wirklich spannend wird. Du erhältst die Differenz zwischen deiner eigenen Provisonsstufe und der Provisionsstufe deines Vertriebspartners – auf dessen Eigenumsatz.

Beispielrechnung Betreuungsprovision

Ein Muster, das ich so schon viele Male begleitet habe: Du selbst hast 5.500 € pfU Eigenumsatz (28 %) und einen Gruppenumsatz von 7.580 € pfU – damit springst du auf die 30 %-Stufe.

Deine Partnerin Eva hat 1.400 € pfU (21 %). Die Differenz zu deinen 30 % beträgt 9 %. Du erhältst also 9 % × 1.400 € = 126 € Betreuungsprovision auf Eva.

Dein Partner Franz hat 680 € pfU (18 %). Die Differenz zu deinen 30 % beträgt 12 %. Das ergibt 12 % × 680 € = 81,60 € Betreuungsprovision auf Franz.

EinkommensquelleBetrag
Leistungsprovision (30 % auf 5.500 €)1.650,00 €
Betreuungsprovision Eva (9 % auf 1.400 €)126,00 €
Betreuungsprovision Franz (12 % auf 680 €)81,60 €
Gesamte Provisionsauszahlung1.857,60 €

Die tatsächlichen Beträge variieren je nach Produktwahl deiner Partner, da die Provisionsfaktoren produktabhängig sind.

Die 6 Karrierestufen und ihre Voraussetzungen

Ab einer qualifizierten Gruppe (mindestens 6.000 € pfU Gruppenumsatz in deiner Erstlinie) betritt du die Karriereleiter. Jede weitere qualifizierte Gruppe in deiner Erstlinie hebt dich eine Stufe höher.

KarrierestufeErstlinien ≥ 6.000 € pfUEigener Restgruppenumsatz
Gruppen-Leiter16.000 €
Team-Leiter26.000 €
Team-Manager45.000 €
Organisations-Leiter84.000 €
Organisations-Manager123.500 €
Top-Manager143.000 €

Diese Tabelle zeigt das strukturelle Gerüst – aber der Verdienst ergibt sich erst aus den Generationsprovisionen, die auf jeder Stufe dazu kommen.

Nach 16 Jahren in dieser Branche weiß ich, wie sich Karrierepläne in der Praxis von ihrer Darstellung auf dem Papier unterscheiden.

Die Tabelle mit den 6 Karrierestufen sieht übersichtlich aus. In der Realität merken viele Partner erst beim zweiten oder dritten Jahr, dass die Anzahl der qualifizierten Erstlinien das Entscheidende ist – nicht der eigene Umsatz allein. Du kannst 30.000 € pfU Eigenumsatz haben und trotzdem auf der niedrigsten Karrierestufe stehen, wenn du keine qualifizierten Gruppen entwickelt hast.

Das ändert die gesamte Strategie. Denn Generationsprovision bekommst du nicht für deinen eigenen Verkauf – sondern für die Gruppen unter dir. Wer das früh versteht, baut anders auf.

Ein Muster, das ich so öfter begleitet habe: Ein Partner kämpft zwei Jahre lang um seinen eigenen Umsatz, wechselt dann die Perspektive, entwickelt gezielt drei Partner zu qualifizierten Gruppen – und verdoppelt damit sein Einkommen, obwohl sein eigener Umsatz gleich bleibt.

Was das bedeutet: Die Karrierestufe ist keine Ehrenauszeichnung. Sie ist ein Multiplikator. Und dieser Multiplikator zählt nur, wenn Gruppen tatsächlich qualifiziert sind.

Generationsprovision: Der eigentliche Hebel

Ab der Stufe Gruppen-Leiter erhältst du Generationsprovisionen auf die qualifizierten Gruppen in deiner Struktur. Diese Provision bezieht sich jeweils auf den Restgruppenumsatz – also den Gruppenumsatz einer qualifizierten Gruppe minus die Umsätze ihrer eigenen qualifizierten Untergruppen.

Generationsprovisionen nach Karrierestufe

Karrierestufe1. Ebene2. Ebene3. EbeneGesamt
Gruppen-Leiter6 %6 %
Team-Leiter7 %3 %1 %11 %
Team-Manager8 %3 %1 %12 %
Organisations-Leiter9 %4 %2 %15 %
Organisations-Manager9 %4 %3 %16 %
Top-Manager9 %4 %3 %16 %

Diese Tabelle macht deutlich, dass zwischen Gruppen-Leiter (6 % Gesamt) und Organisations-Leiter (15 % Gesamt) fast der Faktor 2,5 liegt – bei gleichem Eigenumsatz. Deshalb ist die Karrierestufe so direkt einkommenswirksam.

Rechenbeispiel Team-Leiter

Als Beispielrechnung mit dem Hinweis, dass die tatsächlichen Zahlen je nach Produktwahl variieren: Du hast 7.200 € pfU Eigenumsatz (30 % Leistungsprovision = 2.160 €). Zwei qualifizierte Erstlinien haben je 6.000 € pfU Restgruppenumsatz. Als Team-Leiter erhältst du 7 % auf 12.000 € = 840 € Generationsprovision.

Gesamte Provisionsauszahlung in diesem Beispiel: 3.000 €.

Was verdient man als Organisations-Manager?

Auf dieser Stufe wird das Bild nochmals größer. Ein Beispiel aus dem offiziellen Reico-Marketingplan, als Muster das ich in ähnlicher Form schon mehrfach beobachtet habe:

Du selbst hast 3.500 € pfU Eigenumsatz (30 % = 1.050 € Leistungsprovision). Du hast 12 qualifizierte Gruppen aufgebaut:

EbeneProvisionUmsatzbasisBetrag
1. Ebene9 %72.000 €6.480 €
2. Ebene4 %72.000 €2.880 €
3. Ebene3 %72.000 €2.160 €
Leistungsprovision30 %3.500 €1.050 €
Gesamt12.570 €

Dazu kommt der Anteil aus dem Weltumsatzprogramm (0,3 % des weltweiten Reico-Umsatzes), der anteilig nach Gruppenumsatz verteilt und einmal jährlich im April ausbezahlt wird – allerdings nur, wenn du dich mindestens 3 Monate hintereinander qualifiziert hast.

In meiner täglichen Arbeit mit Partnern aus dem Direktvertrieb sehe ich immer wieder, dass Zahlen wie „12.570 €“ aus dem offiziellen Marketingplan etwas auslösen – nämlich eine Mischung aus Begeisterung und stiller Skepsis.

Die Begeisterung ist berechtigt. Die Struktur ist möglich. Die Skepsis ist ebenfalls berechtigt, weil diese Zahl auf 12 qualifizierten Gruppen basiert – jede mit 6.000 € pfU Restgruppenumsatz. Das bedeutet: 12 Strukturen, die je selbst wieder Partner und Kunden aufgebaut haben. Das ist kein Ergebnis aus drei Monaten.

Was ich dabei beobachte: Partner, die mit dem Marketingplan arbeiten, statt ihn nur zu lesen, kommen schneller durch die ersten drei Stufen als sie selbst gedacht hätten. Wer die Betreuungsprovision als täglichen Hebel versteht und gezielt Partner entwickelt, die die 6.000-€-Qualifikation anstreben, baut exponentiell – nicht linear.

Das macht einen konkreten Unterschied: Wer drei Partner hat, die je 6.000 € pfU qualifizieren, steht plötzlich als Team-Manager da – mit 12 % Generationsprovisionen auf drei Restgruppenumsätze. Das ist ein anderes Einkommen als drei Partner mit je 2.000 € pfU, obwohl der Gesamtumsatz der Gruppe ähnlich sein kann.

Das Autoprogramm

Ab einem Restgruppenumsatz von 6.000 € pfU (eigene qualifizierte Gruppe) qualifizierst du dich für den Autobonus, sofern du diese Qualifikation drei Monate hintereinander erreichst.

Autobonus-Stufen im Überblick

StufeMonatlicher NettobetragVoraussetzung
Vorstufe188 €1 qual. Gruppe mit 6.000 € Restgruppe
Stufe 1280 €1 qual. Gruppe mit 7.500 € Restgruppe
Stufe 2350 €2 qual. Gruppen mit 7.500 € + Eigenqualifikation
Stufe 3480 €4 qual. Gruppen mit 7.500 € + Eigenqualifikation
Stufe 4650 €8 qual. Gruppen mit 7.500 € + Eigenqualifikation
Stufe 51.000 €12 qual. Gruppen mit 7.500 € + Eigenqualifikation

Den Autobonus zahlt Reico monatlich direkt aus. Für Vertriebspartner in Deutschland besteht zusätzlich die Möglichkeit, über das Autohaus Singer ein Fahrzeug auf eigene Kosten zu Sonderkonditionen zu leasen – inklusive Steuer und Versicherung. Als Nachweis schickt Reico ein Foto des beklebten Fahrzeugs an, denn die Anbringung von Reico-Aufklebern ist Pflicht. Wer die Qualifikation nicht bestätigt, fällt in die nächste Stufe zurück – bei Unterschreitung der Vorstufe entfällt der Autobonus ab dem ersten Monat komplett.

Roll-Up und Roll-Down

Zwei Mechanismen, die viele Partner erst kennenlernen, wenn sie sie brauchen.

Roll-Up: Fällt eine Gruppe in deiner Struktur unter die 6.000-€-Qualifikation, erhalten die darüber liegenden Vertriebspartner für 6 Monate weiterhin ihre Provision auf die qualifizierten Gruppen darunter. Ab dem 7. Monat zählt diese Gruppe zum Restgruppenumsatz der nächsten qualifizierten Upline. Voraussetzung: Die betroffene Gruppe war vorher mindestens 3 Monate qualifiziert.

Roll-Down: Erfüllt die ehemalige qualifizierte Gruppe 6 Monate hintereinander wieder die Qualifikation, rollt sie in ihre ursprüngliche Struktur zurück – maximal jedoch in ihre ursprüngliche Position. Reico gewährt dafür 12 Monate Zeit ab dem ursprünglichen Roll-Up. Wichtig dabei: Ein Roll-Up und Roll-Down ist pro Vertriebspartner nur einmal möglich.

In der Momentum-Macher-Gruppe taucht genau diese Frage zum Roll-Up regelmäßig auf – und dabei zeigt sich ein klares Muster: Die meisten Partner kennen Roll-Up und Roll-Down gar nicht, bis ihnen ein erster Vertriebspartner wegbricht.

Dann entsteht Verwirrung. Sie sehen plötzlich eine veränderte Abrechnung und verstehen nicht, was passiert ist. Das liegt nicht daran, dass der Mechanismus komplex wäre – sondern daran, dass kaum jemand den Marketingplan wirklich durchliest, bevor der erste Ausnahmefall eintritt.

Roll-Up ist eigentlich ein Schutz. Er gibt dir sechs Monate Zeit, bis eine weggebrochene Gruppe die Auszahlung verändert. Das ist ein fairer Puffer, solange man ihn kennt und nutzt.

Was das konkret für den Aufbau bedeutet: Eine Gruppe, die nur knapp über 6.000 € pfU liegt, ist strukturell anfällig. Deshalb lohnt es sich, Gruppen auf 7.500 € pfU zu stabilisieren – denn das ist auch die Schwelle für den Autobonus und schafft einen Sicherheitsabstand zur Qualifikationsgrenze.

Was bleibt nach Steuern?

Der Reico-Marketingplan zahlt alles als Nettobetrag vor Steuer aus. Als selbstständiger Vertriebspartner trägst du die Einkommensteuer, ggf. Umsatzsteuer (wenn du über der Kleinunternehmergrenze liegst) sowie Kranken- und Rentenversicherung selbst.

Die Portalgebühr von 84 € jährlich ist steuerlich als Betriebsausgabe absetzbar – ebenso wie Fahrtkosten, Muster, Werbematerial und ähnliche geschäftliche Aufwendungen. Die Provisionsabrechnung erstellt Reico spätestens am 20. Arbeitstag des Folgemonats und zahlt dann aus.

Ein Hinweis aus der Praxis: Ich begegne immer wieder Partnern, die die Umsatzsteuer im ersten Jahr schlicht vergessen – weil die ersten Monate klein sind und das Thema erst real wird, wenn die Auszahlungen merklich ansteigen. Wer frühzeitig mit einem Steuerberater spricht, vermeidet dort unnötige Überraschungen.

Wenn ich heute auf meine ersten Jahre in dieser Branche zurückschaue, fällt mir auf, wie anders ich Vergütungspläne damals gelesen habe.

Früher habe ich einen Marketingplan aufgeschlagen und sofort nach der höchsten Zahl gesucht. Was verdient man ganz oben? Das war die Frage, die mich interessiert hat. Die mittleren Stufen wirkten wie Zwischenstationen auf dem Weg nach oben – nicht wie eigenständige Ziele.

Heute lese ich Marketingpläne anders. Die interessanteste Frage ist für mich: Ab wann beginnt der echte Einkommenshebel? Bei Reico ist das die erste qualifizierte Gruppe, also der Einstieg in die Generationsprovision. Denn dort verändert sich die Struktur des Einkommens – weg vom reinen Verkauf, hin zu einem Einkommensmodell mit mehreren Ebenen.

Das verändert auch die Planung. Wer früh versteht, dass der Gruppen-Leiter-Status der erste echte Kipppunkt ist, investiert seine Energie gezielter. Denn dieser Schritt ist näher, als die oberen Karrierestufen vermuten lassen.

Was verdient man auf welcher Stufe realistisch?

Zahlen ohne Kontext verwirren mehr als sie helfen. Daher hier eine realistische Übersicht – mit der klaren Kennzeichnung, dass die tatsächlichen Beträge je nach Produktmix und Gruppenstruktur variieren:

SituationEigenumsatz pfUGenerationsprovisionRealistisches Monatseinkommen
Einsteiger500 €90 €
Wachstumsphase1.500 €360 €
Gruppen-Leiter (1 qualif. Gruppe)6.000 €6 % auf Restgruppeca. 1.800–2.200 €
Team-Leiter (2 qualif. Gruppen)6.000 €11 % kombiniertca. 2.800–3.500 €
Organisations-Manager (12 qualif. Gruppen)3.500 €16 % kombiniert10.000–15.000 € + Weltumsatz

Die erste Spalte zeigt die Stufe, die zweite den jeweils nötigen Eigenumsatz – und interessanterweise sinkt der erforderliche Eigenumsatz mit steigender Karrierestufe leicht, weil das Einkommen zunehmend aus der Tiefe der Struktur kommt.

Ein Verlauf, den ich so ähnlich schon viele Male begleitet habe: Jemand startet bei Reico nebenberuflich, baut in den ersten sechs bis acht Monaten einen soliden Kundenstamm auf – kommt auf 1.500 bis 2.500 € pfU – und verdient damit 360 bis 600 € Provision.

Dann beginnt die spannende Phase. Dieser Partner gewinnt die ersten Vertriebspartner, entwickelt eine Erstlinie auf 6.000 € pfU Gruppenqualifikation – und steht plötzlich als Gruppen-Leiter da. Das Einkommen springt, obwohl der eigene Umsatz sich kaum verändert hat.

Der nächste Schritt ist eine zweite qualifizierte Gruppe, also Team-Leiter. Und hier beginnt der Marketingplan sein ganzes Potenzial zu zeigen – weil nun drei Provisionsarten gleichzeitig fließen: Leistungsprovision, Betreuungsprovision und Generationsprovision über zwei Ebenen.

Was ich dabei beobachte: Wer diesen Verlauf kennt und gezielt plant, kommt deutlich schneller durch die ersten drei Karrierestufen als erwartet. Wer den Marketingplan nicht kennt, optimiert an der falschen Stelle – nämlich am eigenen Umsatz statt an der Entwicklung qualifizierter Gruppen.

FAQ

Was sind die Voraussetzungen für die erste Karrierestufe?

Als Gruppen-Leiter brauchst du mindestens eine qualifizierte Gruppe in deiner Erstlinie – also eine direkt von dir gesponserte Gruppe mit mindestens 6.000 € provisionsfähigem Gruppenumsatz. Dazu kommt ein eigener Restgruppenumsatz von ebenfalls 6.000 € pfU sowie der Pflicht-Eigenumsatz von 200 € pfU.

Eine qualifizierte Gruppe entsteht nicht durch dich allein, sondern durch alle Umsätze des gesamten Asts – dein eingeschriebener Vertriebspartner plus dessen Kunden und seine weiteren Partner. Der Gruppen-Leiter ist die erste Stufe, auf der Generationsprovision fließt – und damit das erste Einkommen, das nicht mehr allein von deinem persönlichen Verkauf abhängt. Wer den 6.000-€-Gruppengrenzwert zum ersten Mal übersteigt, spürt im Folgemonat einen deutlichen Sprung in der Provisionsabrechnung.

Wie viel Provision bekommt man als einfacher Vertriebspartner ohne Team?

In meiner täglichen Arbeit mit Partnern sehe ich immer wieder, dass die Einsteigerstufe unterschätzt wird – dabei liefert sie solide erste Ergebnisse. Als reiner Einzelvertriebspartner ohne eigene Vertriebspartner verdienst du ausschließlich Leistungsprovision auf deinen pfU.

Bei 500 € pfU sind das 18 % = 90 €. Bei 1.500 € pfU sind es 24 % = 360 €. Bei 6.000 € pfU klettert die Provision auf 30 % = 1.800 €. Diese Beträge sind brutto und vor Abzug von Steuern und Sozialabgaben. Für ein ernsthaftes Nebeneinkommen braucht es üblicherweise einen pfU-Kundenstamm von 1.500 € aufwärts – das entspricht etwa 20 bis 25 regelmäßig bestellenden Kunden.

Was ist der Unterschied zwischen Betreuungsprovision und Generationsprovision?

Beides sind Provisionen auf Umsätze deiner Struktur, aber sie funktionieren nach unterschiedlichen Mechanismen. Die Betreuungsprovision zahlt die Differenz zwischen deiner Provisionsstufe und der Stufe deines Vertriebspartners – also solange dein Vertriebspartner noch keine qualifizierte Gruppe hat.

Sobald dein Vertriebspartner eine qualifizierte Gruppe aufgebaut hat (6.000 € pfU Gruppenumsatz), wechselt dieser Umsatz von der Betreuungsprovision in die Generationsprovision. Dort gelten andere Prozentsätze – je nach Karrierestufe 6 bis 9 % auf die erste Ebene. Das bedeutet: Mit wachsender Struktur verschiebt sich die Einkommenszusammensetzung automatisch – weg von der Betreuungsprovision, hin zur Generationsprovision.

Ab wann gibt es den Autobonus?

Den Autobonus erhältst du ab einer eigenen qualifizierten Gruppe mit 6.000 € pfU Restgruppenumsatz – allerdings erst nach drei aufeinanderfolgenden Qualifikationsmonaten. Der Betrag startet bei 188 € netto monatlich (Vorstufe) und steigt bis auf 1.000 € netto monatlich bei 12 qualifizierten Autobonus-Gruppen.

Nach meiner Beobachtung ist der häufige Irrtum: Nach dem Autohaus Singer zu fragen, bevor die dreimonatige Bestätigung gesichert ist. Der Autobonus ist eine zusätzliche freiwillige Leistung von Reico und setzt eben genau diese Kontinuität voraus. In Deutschland besteht die Option, ein Fahrzeug über das Autohaus Singer zu Sonderkonditionen zu leasen – dabei trägt der Vertriebspartner Kosten und Leasing selbst, der Autobonus dient als Zuschuss.

Wie funktioniert die Weltumsatzprovision?

Die Weltumsatzprovision steht Organisations-Managern (0,3 %) und Top-Managern (0,7 %) zu – bezogen auf den weltweiten provisionsfähigen Direktvertriebsumsatz von Reico. Der Anteil verteilt sich anteilig nach Gruppenumsatz auf alle qualifizierten Manager.

Dabei gibt es eine besondere Auszahlungslogik: Reico berechnet die Weltumsatzprovision monatlich, zahlt sie aber einmal jährlich im April für das gesamte vergangene Jahr aus. Nur qualifizierte Monate fließen ein – und qualifiziert ist ein Monat nur dann, wenn mindestens drei aufeinanderfolgende Monate die Qualifikationsbedingungen erfüllt wurden. Ein isolierter Einzelmonat oder ein isoliertes Monatspaar zählt nicht. Wenn du die Qualifikation unterbrichst, startet die Dreimonats-Pflicht neu.

Wie hoch ist der pfU bei verschiedenen Produkten wirklich?

Nach 16 Jahren in dieser Branche ist mir klar, dass genau diese Frage entscheidend für realistische Planung ist – und trotzdem kommt sie selten. Nicht jedes Reico-Produkt hat den gleichen Provisionsfaktor.

Produkte ohne Kennzeichnung tragen Faktor 1,0, Produkte mit ^ tragen Faktor 0,9 und Produkte mit * tragen Faktor 0,6. Das bedeutet: Ein 15-kg-Sack Athletic mit 64,11 € Nettopreis bringt nur 57,70 € pfU, während ein Supplement wie Cellmin (42,26 € Nettopreis) den vollen pfU von 42,26 € bringt. Wer ausschließlich Kernfutter verkauft, erzielt strukturell einen niedrigeren pfU als sein tatsächlicher Umsatz vermuten lässt.

Was passiert, wenn ein Vertriebspartner seine Qualifikation verliert?

Dann greift der Roll-Up-Mechanismus. Verliert eine Gruppe in deiner Struktur ihre Qualifikation (Gruppenumsatz fällt unter 6.000 € pfU), erhältst du für 6 Monate weiterhin deine Provision auf die darunter liegenden qualifizierten Gruppen – sofern die betroffene Gruppe zuvor mindestens 3 Monate qualifiziert war.

Ab dem 7. Monat zählen die darunter liegenden Gruppen zum Restgruppenumsatz der nächst qualifizierten Upline-Person. Das heißt: Deine Einnahmen verschieben sich, fallen aber nicht sofort weg. Wenn der frühere Vertriebspartner innerhalb von 12 Monaten nach dem Roll-Up wieder 6 Monate hintereinander die 6.000-€-Qualifikation erfüllt, rollt die Gruppe per Roll-Down in ihre ursprüngliche Strukturposition zurück. Dieser Vorgang ist pro Vertriebspartner einmalig.

Kann man bei Reico Vital Vollzeit verdienen?

Ja – der Marketingplan ist so gestaltet, dass Vollzeiteinkommen strukturell möglich sind. Ab der Team-Leiter-Stufe mit zwei qualifizierten Gruppen und einem kombinierten Generationsprovisionssatz von 11 % zeigen sich Monatseinkommen im Bereich von 2.800 bis 3.500 €, je nach Gruppenvolumen.

Reale Vollzeiteinkommen im Sinne von 3.000 € netto aufwärts setzen erfahrungsgemäß mindestens die Team-Manager-Stufe voraus – also vier qualifizierte Erstlinien plus eigenen Restgruppenumsatz von 5.000 € pfU. Wer als Einzelvertriebspartner ohne Teamaufbau Vollzeit verdienen will, braucht einen sehr großen Kundenstamm auf dem 30 %-Niveau, also deutlich über 6.000 € pfU monatlich.

Was kostet die Mitgliedschaft als Vertriebspartner?

Die jährliche Portalgebühr beträgt 84 € und umfasst den Zugang zum Reico-Partnerportal, Schulungen, Seminare sowie ein Starterpaket mit Futterproben, Unterlagen und Flyern. Eine klassische Einstiegsgebühr gibt es nicht.

Die 84 € stellen als gewerbliche Ausgabe eine absetzbare Betriebsausgabe dar. Beim Start ist keine Lagerhaltung erforderlich, da Reico den Versand direkt an den Endkunden übernimmt. Eine Umsatzvorgabe gibt es ebenfalls nicht – wer in einem Monat keinen Umsatz macht, verliert lediglich den Provision-Anspruch für diesen Monat, aber nicht die Partnerstatus selbst.

Wie werden Provisionen abgerechnet und ausgezahlt?

Reico erstellt die Provisionsabrechnung spätestens am 20. Arbeitstag des Folgemonats und zahlt dann aus. Die Berechnungsgrundlage ist immer der provisionsfähige Umsatz – also nur Bestellungen, für die auch eine Zahlung bei Reico eingegangen ist.

Sobald eine Bestellung den Inkassostatus erreicht (d. h. Zahlung ist ausgeblieben), entfällt jeglicher Provisionsanspruch für diese Bestellung. Wer bei Unstimmigkeiten in der Abrechnung Zweifel hat, darf einen neutralen Wirtschaftsprüfer einschalten – die Kosten übernimmt Reico allerdings nur dann, wenn die Abweichung nach unten mehr als 2 % beträgt.

Was du jetzt weißt – und die meisten nicht

Der Reico Vital Marketingplan hat eine klare innere Logik: Am Anfang verdienst du über deinen eigenen Umsatz. Mit der ersten qualifizierten Gruppe beginnt ein zweites Einkommensmodell. Und ab dem Team-Leiter-Status fließen erstmals drei Provisionsarten gleichzeitig – was das Einkommen strukturell stabiler macht.

Wer den Marketingplan einmal wirklich gelesen hat, versteht, warum der Weg zum Gruppen-Leiter der wichtigste Schritt überhaupt ist. Nicht weil dort bereits viel Geld fließt – sondern weil dort die Mechanik beginnt, die weiter oben die großen Zahlen produziert.

Nicht die Höhe der Stufe entscheidet über dein Einkommen. Die Tiefe deiner Struktur tut es.

Rock it!
Dein Willi

PS: So gewann ich +800 Erstlinien bei Fitline.