Nein, Chogan Produkte gelten als tierversuchsfrei, vegan und parabenfrei – und ihre Inhaltsstoffe entsprechen den Anforderungen der EU-Kosmetikverordnung. Einige Duftstoffkomponenten unterliegen jedoch einer gesetzlichen Deklarationspflicht, weil sie bei empfindlichen Menschen Kontaktallergien auslösen können. Das bedeutet: gefährlich im Sinne von giftig oder verboten sind diese Stoffe nicht – aber wer zu Allergien neigt, sollte die INCI-Liste kennen.
Ich schaue mir im Network Marketing seit vielen Jahren an, welche Fragen rund um Produktsicherheit wirklich brennen – und diese hier taucht bei Chogan besonders häufig auf. Nicht weil die Antwort kompliziert wäre, sondern weil das Thema online oft mit Halbwissen bedient wird. Dieser Artikel räumt das auf – faktenbasiert, ohne Schönfärberei und ohne Panikmache.
Was Chogan über seine Produkte kommuniziert
Chogan stellt offiziell fest, dass alle Produkte tierversuchsfrei, vegan und ohne Parabene formuliert sind. Zusätzlich trägt die Produktlinie das HACCP-Zertifikat, das für geprüfte Sicherheit im Herstellungsprozess steht. Die Kosmetik- und Pflegeprodukte sind laut Unternehmensangaben glutenfrei, nickelgeprüft und zu 100 % als Bio-Produkte eingestuft.
Das sind keine Werbeversprechen ohne Grundlage, sondern Angaben, die sich mit den gesetzlichen Anforderungen in der EU decken – denn jedes Kosmetikprodukt, das in Europa verkauft wird, durchläuft eine Sicherheitsbewertung.
Der rechtliche Rahmen: Tierversuche in der EU
Tierversuche für kosmetische Fertigprodukte sind in der EU seit 2004 verboten. Für Inhaltsstoffe gilt das Verbot seit 2009. Seit März 2013 gilt darüber hinaus ein Vermarktungsverbot: Produkte, deren Inhaltsstoffe zur Absicherung nach diesem Datum an Tieren getestet wurden, dürfen in der EU nicht verkauft werden – auch dann nicht, wenn die Tests außerhalb der EU stattfanden.
Das heißt konkret: Jedes in der EU erhältliche Kosmetikprodukt – einschließlich Chogan – unterliegt diesem Rahmen, weil die EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 das so vorschreibt. Chogan bestätigt darüber hinaus ausdrücklich, keine Tierversuche durchzuführen oder in Auftrag zu geben.
Was „cruelty-free“ wirklich bedeutet
Ein Produkt gilt dann als „cruelty-free“, wenn weder das fertige Produkt noch seine einzelnen Rohstoffe in irgendeiner Phase an Tieren getestet wurden – weder direkt noch durch beauftragte Dritte. Das PETA-Approved-Programm ist das einzige internationale Programm, das Tierversuche unter keinen Umständen und an keinem Ort der Welt erlaubt. Chogan taucht aktuell nicht in der offiziellen PETA-Datenbank auf, gibt aber unternehmensseitig an, keine Tierversuche durchzuführen.
Was viele falsch einschätzen: „Tierversuchsfrei“ und die Realität
Der häufigste Irrtum, den ich zu dieser Frage korrigiere: Viele Menschen denken, dass „tierversuchsfrei“ und „cruelty-free“ dasselbe bedeuten – und dass ein Zertifikat automatisch vorhanden sein muss, damit eine Aussage stimmt. Das ist nicht so.
In der EU ist Tierversuchsfreiheit für Kosmetik gesetzlicher Standard. Das bedeutet, dass JEDES in der EU zugelassene Kosmetikprodukt technisch gesehen tierversuchsfrei sein muss, weil das Gegenteil illegal wäre. Wenn eine Firma also kommuniziert, tierversuchsfrei zu sein, entspricht das dem rechtlichen Minimum – nicht einer besonderen Auszeichnung.
Wer ein unabhängiges Zertifikat wie PETA Approved oder Leaping Bunny sucht, prüft zusätzlich, ob auch die Lieferanten keine Tierversuche durchführen. Dieses Extra-Level an Transparenz bieten nicht alle Marken an. Chogan kommuniziert Tierversuchsfreiheit aktiv, ohne dabei auf ein solches externes Zertifikat zu verweisen.
Das ist kein Widerspruch in sich – aber ein Unterschied, den du kennen solltest, wenn du als Vertriebspartner Fragen zu diesem Thema bekommst. Kenne die Grenze zwischen gesetzlichem Standard und zertifizierter Zusatzsicherheit, dann kannst du fundiert antworten.
Die INCI-Liste: Was steht wirklich drin?
INCI steht für International Nomenclature of Cosmetic Ingredients – das ist das standardisierte Bezeichnungssystem für alle Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten. Die EU schreibt vor, dass alle Inhaltsstoffe in dieser Nomenklatur auf der Verpackung aufgeführt sind, damit Verbraucher sie vergleichen können.
Bei den Chogan Parfums zeigt die INCI-Liste typischerweise folgende Hauptbestandteile:
| Inhaltsstoff (INCI) | Funktion | Anmerkung |
|---|---|---|
| Alcohol denat. | Lösungsmittel, Träger | Standardkomponente aller Parfums |
| Parfum | Duftkomplex | Enthält die eigentlichen Duftmoleküle |
| Linalool | Duftstoff | Deklarationspflichtiges Allergen |
| Limonene | Duftstoff | Deklarationspflichtiges Allergen |
| Coumarin | Duftstoff | Deklarationspflichtiges Allergen |
| Geraniol | Duftstoff | Deklarationspflichtiges Allergen |
| Benzyl Benzoate | Duftstoff/Fixateur | Deklarationspflichtiges Allergen |
| Citronellol | Duftstoff | Deklarationspflichtiges Allergen |
| Eugenol | Duftstoff | Deklarationspflichtiges Allergen |
| Isoeugenol | Duftstoff | Deklarationspflichtiges Allergen |
Diese Tabelle zeigt ein typisches Bild von Chogan Parfums – die genaue Zusammensetzung variiert je nach Duft. Was auffällt: Viele der aufgeführten Inhaltsstoffe sind deklarationspflichtige Allergene, aber kein einziger davon ist in der EU verboten oder als gesundheitsschädlich eingestuft.
Was „deklarationspflichtig“ bedeutet
Deklarationspflichtig heißt: Ab einer bestimmten Konzentration muss dieser Stoff ausdrücklich in der INCI-Liste aufgeführt werden, damit Allergiker ihn erkennen können. Die Deklarationspflicht ist seit 2005 in Kraft und schützt Menschen mit bekannten Kontaktallergien.
Aktuell sind in der EU über 80 Duftstoffe als potenzielle Allergene anerkannt und müssen entsprechend kenntlich gemacht werden. Stoffe wie Linalool oder Limonene kommen in der Natur häufig vor – Linalool etwa in Lavendel, Limonene in Zitrusfrüchten – und sind für die Mehrheit der Menschen völlig unbedenklich.
Was ich in meiner Arbeit mit Partnern immer wieder sehe
In meiner täglichen Arbeit mit Vertriebspartnern fällt mir auf, dass das Lesen einer INCI-Liste oft Unbehagen auslöst – nicht weil die Inhaltsstoffe tatsächlich bedenklich sind, sondern weil die Fachbegriffe unvertraut wirken.
Wenn jemand Isoeugenol oder Benzyl Benzoate auf einer Verpackung sieht, denkt er automatisch an Chemie im negativen Sinne. Dabei sind diese Stoffe natürlichen Ursprungs und gehören zum Grundbestand der Parfümerie seit Jahrhunderten. Eugenol zum Beispiel stammt aus Nelken und Zimtrinde – ein Stoff mit jahrhundertelanger Verwendungsgeschichte.
Das Missverständnis entsteht, weil die INCI-Nomenklatur absichtlich neutral und international einheitlich formuliert ist – also nicht Nelkenöl schreibt, sondern Eugenol. Wer das weiß, liest die Liste anders.
Als Partner bedeutet das: Du brauchst keine Angst vor diesen Begriffen zu haben, wenn ein Interessent die Verpackung dreht und stirnrunzelt. Ein einfaches Erklären des Systems reicht aus, um Klarheit zu schaffen. Das schafft Vertrauen – sofort und ohne langen Umweg.
Parabene: Sind sie enthalten?
Nein. Chogan kommuniziert ausdrücklich, dass alle Produkte parabenfrei sind. Parabene sind Konservierungsstoffe, die in der Vergangenheit wegen möglicher Wechselwirkungen mit dem Hormonsystem diskutiert wurden. In der EU regelt die Kosmetikverordnung, welche Parabene in welcher Konzentration zulässig sind – einige sind inzwischen verboten, andere gelten bei Einhaltung der Grenzwerte als sicher.
Chogan verzichtet darauf vollständig und setzt auf alternative Konservierungsansätze. Das ist ein klares Produktmerkmal, das für Partner und Kunden relevant ist.
Was das HACCP-Zertifikat aussagt
HACCP steht für Hazard Analysis and Critical Control Points – ein Managementsystem zur Lebensmittel- und Produktsicherheit, das Risiken im Herstellungsprozess systematisch identifiziert und kontrolliert. Chogan hält diese Zertifizierung für seine Naturprodukte, was auf geprüfte Herstellungsstandards hinweist.
Dieses Zertifikat bezieht sich auf den Produktionsprozess, nicht auf die einzelnen Inhaltsstoffe selbst. Wer also wissen möchte, ob ein Stoff sicher ist, schaut auf die INCI-Liste und die Sicherheitsbewertung – wer wissen möchte, ob der Herstellungsprozess kontrolliert abläuft, schaut auf HACCP.
Was 16 Jahre Branchenerfahrung zu Produktsicherheit sagen
Nach 16 Jahren in dieser Branche sehe ich eines sehr klar: Zertifikate und Siegel sind wichtig, aber sie ersetzen keine eigene Urteilsfähigkeit. Wer im Network Marketing Produkte vertreibt, ist gut beraten, die wichtigsten Sicherheitsmerkmale seiner Produkte wirklich zu verstehen – nicht nur auswendig aufzusagen.
Ich habe in dieser Zeit viele Firmen und Produktlinien begleitet und beobachtet. Dabei zeigt sich ein Muster: Die Firmen, die langfristig Vertrauen aufbauen, sind diejenigen, deren Partner erklären können, warum ein Produkt sicher ist – nicht nur dass es sicher ist. Das ist ein riesiger Unterschied in der Überzeugungskraft.
Bei Chogan ist die Produktsicherheitskommunikation klar strukturiert: tierversuchsfrei, vegan, parabenfrei, HACCP-zertifiziert. Das sind vier handfeste Punkte, die sich belegen und erklären lassen. Wer diese vier Punkte wirklich verinnerlicht hat, beantwortet eine kritische Frage von Kunden nicht defensiv, sondern selbstverständlich.
Was ich dabei immer sage: Die Sicherheit eines Produkts liegt nicht im Marketingtext. Sie liegt in der gesetzlichen Grundlage, in der Sicherheitsbewertung und im Herstellungsprozess. Wer das als Partner versteht, kommuniziert glaubwürdig – und das spüren Kunden sofort.
Vegan: Was das bei Chogan konkret bedeutet
Vegan bedeutet bei Kosmetikprodukten, dass keine Bestandteile tierischen Ursprungs enthalten sind und keine tierischen Nebenprodukte genutzt wurden. Typische nicht-vegane Inhaltsstoffe in Kosmetik wären etwa Lanolin (aus Wolle), Bienenwachs (Cera Alba), Karmin (aus Cochenille-Schildläusen) oder Kollagen aus Tierhäuten.
Chogan gibt an, vegan zu formulieren. Das bedeutet, dass diese Stoffe nicht in den Produkten enthalten sind. Glycerin, das in manchen Analysetools als potenziell tierisch markiert wird, lässt sich sowohl pflanzlich als auch tierisch gewinnen – bei veganen Produkten stammt es aus pflanzlichen Quellen.
Warum CodeCheck manchmal anders bewertet
Analysetools wie CodeCheck markieren manche Inhaltsstoffe mit dem Hinweis „kann tierischen Ursprungs sein“ – darunter fällt auch Glycerin. Das ist ein algorithmischer Sicherheitshinweis, kein Beweis dafür, dass tatsächlich tierisches Glycerin enthalten ist. Wenn ein Produkt explizit als vegan deklariert ist, stammt das Glycerin aus pflanzlicher Quelle.
Diese Unterscheidung ist wichtig, weil Code-Check-Bewertungen gelegentlich als Gegenargumentation auftauchen. Wer das System versteht, kann damit souverän umgehen.
Deklarationspflichtige Allergene: Eine Liste
Folgende Duftstoffe tauchen in Chogan Parfums häufig auf und unterliegen der Deklarationspflicht nach EU-Kosmetikverordnung. Das bedeutet nicht, dass sie für alle Menschen problematisch sind – sondern dass sie bei bekannter Kontaktallergie gemieden werden sollten:
- Linalool – natürlich in Lavendel, Bergamotte
- Limonene – natürlich in Zitrusfrüchten
- Coumarin – natürlich in Tonkabohne, Zimt
- Geraniol – natürlich in Rosenöl, Palmarosa
- Citronellol – natürlich in Rosenöl, Zitronengras
- Eugenol – natürlich in Nelken, Zimtrinde
- Isoeugenol – strukturverwandt mit Eugenol
- Benzyl Benzoate – natürlich in Peru-Balsam, Jasmin
- Farnesol – natürlich in Rosenöl, Lindenblüten
Alle diese Stoffe sind in der EU zugelassen. Die gesetzliche Deklarationspflicht schützt Menschen mit diagnostizierter Kontaktallergie, damit sie gezielt ausweichen können.
Wie Partner mit diesen Fragen typischerweise umgehen
Ein Muster, das ich so oder ähnlich schon viele Male begleitet habe: Ein Vertriebspartner startet begeistert mit Chogan, empfiehlt die Parfums an seinen Bekanntenkreis und erhält plötzlich eine kritische Rückfrage zu Isoeugenol oder einem anderen Allergen aus der INCI-Liste. In diesem Moment entsteht eine kurze Unsicherheitspause – nicht weil die Antwort fehlt, sondern weil sie noch nie laut formuliert wurde.
Das hat nichts mit dem Produkt zu tun. Es hat damit zu tun, dass das Wissen vorhanden ist, aber noch nicht in eigene Sprache übersetzt wurde. Dieser Übersetzungsschritt ist der einzige, der fehlt.
Was sich bei den Partnern zeigt, die diesen Schritt machen: Sie beantworten Produktfragen ruhig, präzise und souverän. Das Vertrauen, das dabei entsteht, überzeugt mehr als jede Hochglanzpräsentation. Wer erklären kann, warum Limonene in einem Parfum steht und was das für normale Haut bedeutet, wirkt kompetent – und das ist das, was Kunden spüren.
Meine Beobachtung: Die Partner, die sich einmal eine Stunde Zeit nehmen, um die INCI-Logik zu verstehen, haben danach nie wieder ein Fragezeichen bei Produktgesprächen. Eine Stunde Vorbereitung, dauerhafter Nutzen.
Was passiert bei empfindlicher Haut oder Allergie?
Wer eine diagnostizierte Kontaktallergie gegen einen oder mehrere der oben aufgeführten Duftstoffe hat, sollte Parfumprodukte mit diesen Stoffen meiden – unabhängig vom Hersteller. Das ist keine Chogan-spezifische Aussage, sondern eine allgemeine Empfehlung der Dermatologie.
Für Menschen ohne bekannte Parfumallergie gelten Chogan Produkte als gut verträglich. Die Konzentration von 30 % Duftessenz bedeutet, dass der Duft intensiver und langanhaltender ist als bei herkömmlichen Eau de Toilette-Produkten – das ist ein Qualitätsmerkmal, bedeutet aber auch, dass Allergiker diese höhere Konzentration berücksichtigen sollten.
Was bei Hautpflegeprodukten anders ist
Bei Chogan Körperpflege- und Haarpflegeprodukten kommen weitere Inhaltsstoffe hinzu, die ebenfalls einer Sicherheitsbewertung unterlagen. Pflanzenöle wie Arganöl (Argania Spinosa Kernel Oil), Mandelöl (Prunus Amygdalus Dulcis Oil) oder Sonnenblumenöl (Helianthus Annuus Seed Oil) gehören zu den gut verträglichen, hautpflegenden Basisinhaltsstoffen. Diese Öle stehen für den natürlichen Charakter der Produkte.
Was diese Frage in der Community auslöst
In der Momentum-Macher-Gruppe taucht genau diese Frage regelmäßig auf – und dabei zeigt sich jedes Mal das gleiche Muster: Der erste Impuls vieler Partner ist Verteidigung, dabei braucht es gar keine Verteidigung.
Die Frage „Sind die Inhaltsstoffe gefährlich?“ ist keine Angriffsfrage. Sie ist eine Informationsfrage. Wer das versteht, antwortet entspannt – und entspannte Antworten wirken kompetent.
Was in der Community außerdem häufig passiert: Jemand postet einen Screenshot aus einer App wie CodeCheck, die einen Inhaltsstoff als „potenziell problematisch“ markiert. Daraus entsteht eine kurze Diskussion, bis jemand erklärt, dass diese Bewertungen algorithmisch sind und nicht mit einem EU-Verbot gleichzusetzen sind. Danach ist die Luft raus.
Das zeigt: Die Verunsicherung entsteht nicht durch die Produkte selbst, sondern durch den Kontext, in dem Informationen präsentiert werden. Wer den Unterschied zwischen einem Algorithmus-Flag und einer gesetzlichen Einstufung erklären kann, hat einen echten Informationsvorsprung. Und der zahlt sich aus – bei jedem Gespräch mit einem skeptischen Interessenten.
FAQ
Sind die Inhaltsstoffe von Chogan Parfums giftig?
Nein. Alle in der EU verkauften Chogan Produkte entsprechen der EU-Kosmetikverordnung, die eine Sicherheitsbewertung jedes Inhaltsstoffs vorschreibt. Giftige oder in der EU verbotene Stoffe dürfen in Kosmetikprodukten nicht enthalten sein.
Einige Duftstoffe wie Linalool, Limonene oder Coumarin unterliegen einer Deklarationspflicht, weil sie bei Menschen mit diagnostizierter Kontaktallergie Reaktionen auslösen können. Diese Deklarationspflicht existiert seit 2005 und schützt Allergiker. Für Menschen ohne entsprechende Allergie gelten diese Stoffe als unbedenklich und kommen natürlicherweise in Pflanzen wie Lavendel, Zitronen oder Tonkabohnen vor. Die Einstufung „deklarationspflichtig“ bedeutet also nicht „gefährlich“, sondern „transparent kennzeichnen“ – das ist ein wichtiger Unterschied.
Macht Chogan Tierversuche?
Nein. Chogan gibt offiziell an, keine Tierversuche durchzuführen oder in Auftrag zu geben. Zudem sind in der EU Tierversuche für kosmetische Fertigprodukte seit 2004 verboten, für Inhaltsstoffe seit 2009. Seit 2013 gilt zusätzlich ein Vermarktungsverbot für Produkte, deren Inhaltsstoffe nach diesem Datum an Tieren getestet wurden.
Ein externes Zertifikat wie PETA Approved oder Leaping Bunny, das auch die Lieferantenkette umfasst, weist Chogan derzeit nicht vor. Das Unternehmen kommuniziert Tierversuchsfreiheit auf Basis der gesetzlichen Anforderungen und eigener Unternehmensangaben.
Was bedeutet HACCP-Zertifikat bei Chogan?
HACCP steht für Hazard Analysis and Critical Control Points und beschreibt ein systematisches Managementsystem zur Risikoanalyse im Herstellungsprozess. Chogan hält dieses Zertifikat für seine Naturprodukte, was auf geprüfte und dokumentierte Sicherheitsstandards in der Produktion hinweist.
In meiner täglichen Arbeit mit Partnern sehe ich immer wieder, dass das HACCP-Zertifikat bei Produktpräsentationen erwähnt, aber selten erklärt wird. Dabei ist die Erklärung simpel: HACCP stellt sicher, dass im Produktionsprozess alle kritischen Kontrollpunkte überwacht werden, sodass Kontaminationen oder Qualitätsabweichungen frühzeitig erkannt und behoben werden. Das ist ein Standard, den Lebensmittel- und Kosmetikbetriebe mit hohem Qualitätsanspruch anwenden.
Sind Chogan Produkte wirklich 100 % vegan?
Chogan gibt an, dass alle Produkte vegan sind, also keine tierischen Inhaltsstoffe enthalten. Das schließt Stoffe wie Bienenwachs, Lanolin, Karmin oder tierisches Kollagen aus.
Nach meiner Langzeiterfahrung in dieser Branche ist mir klar, dass die Vegankommunikation von Marken unterschiedlich tief geht. Einige Firmen lassen ihre vegane Formulierung extern zertifizieren, andere kommunizieren sie auf Basis interner Standards. Chogan kommuniziert Veganismus ohne externe Zertifizierung durch spezialisierte Vegan-Siegel-Organisationen. Das bedeutet, dass Partner und Kunden sich auf Unternehmensangaben stützen. Wer höchste Verlässlichkeit sucht, achtet zusätzlich auf Siegel wie das V-Label oder die Vegan Society Zertifizierung.
Was macht den Duftessenz-Anteil von 30 % besonders?
Der Duftessenz-Anteil von 30 % klassifiziert Chogan Parfums als Extrait de Parfum oder parfümähnliche Konzentration – die intensivste Kategorie in der Parfümerie. Zum Vergleich: Eau de Toilette enthält typischerweise 5–15 %, Eau de Parfum 15–20 %.
| Typ | Duftessenz-Anteil | Haltbarkeit auf der Haut |
|---|---|---|
| Eau de Cologne | 3–5 % | 2–3 Stunden |
| Eau de Toilette | 5–15 % | 3–5 Stunden |
| Eau de Parfum | 15–20 % | 6–8 Stunden |
| Extrait / Parfum | 20–40 % | 8–12 Stunden |
| Chogan Parfum | 30 % | bis 10+ Stunden |
Diese hohe Konzentration bedeutet, dass wenige Sprühstöße ausreichen, und das Produkt dadurch im Verhältnis zur Menge länger hält. Für Menschen mit Duftstoffallergie bedeutet eine höhere Konzentration jedoch auch ein erhöhtes Expositionsrisiko – daher ist die INCI-Prüfung bei dieser Kategorie besonders relevant.
Warum zeigt CodeCheck manche Inhaltsstoffe als problematisch?
CodeCheck verwendet eigene Bewertungsalgorithmen, die auf einer Kombination aus Datenbanken und Risikostufungen basieren. Wenn eine App einen Inhaltsstoff als „potenziell problematisch“ markiert, heißt das nicht automatisch, dass dieser Stoff in der EU als unsicher eingestuft oder verboten ist.
Der häufigste Irrtum, den ich zu dieser Frage korrigiere: Menschen verwechseln algorithmische App-Bewertungen mit gesetzlichen Einstufungen. Ein App-Flag bedeutet „dieser Stoff wird diskutiert“ – kein EU-Verbot. Die verbindliche Grundlage für die Sicherheit von Kosmetikinhaltsstoffen in Europa ist die EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 und die Positivlisten des Wissenschaftlichen Ausschusses für Verbrauchersicherheit (SCCS). Solange ein Stoff dort nicht verboten ist und die Grenzwerte eingehalten werden, ist er legal und sicher eingesetzt. Apps wie CodeCheck bieten einen nützlichen Einstieg, ersetzen aber keine fachliche Einordnung.
Sind Parabene in Chogan Produkten enthalten?
Nein. Chogan formuliert ausdrücklich parabenfrei. Parabene sind synthetische Konservierungsstoffe, von denen einige wegen möglicher Auswirkungen auf den Hormonhaushalt diskutiert und in der EU inzwischen teilweise verboten wurden. Da Chogan darauf vollständig verzichtet, ist dieser Punkt für alle Kunden und Partner eindeutig.
Wie lese ich die INCI-Liste richtig?
Die Inhaltsstoffe stehen in absteigender Reihenfolge ihrer Konzentration im Produkt. Was am Anfang der Liste steht, ist am meisten enthalten – also etwa Wasser (Aqua) oder Alkohol (Alcohol Denat.). Was am Ende steht, ist in sehr geringer Konzentration vorhanden, darunter auch die deklarationspflichtigen Allergene.
Das bedeutet praktisch: Ein Allergen wie Isoeugenol am Ende der INCI-Liste liegt in sehr niedriger Konzentration vor. Dennoch gilt: Wer eine dokumentierte Allergie gegen diesen Stoff hat, sollte das Produkt meiden – unabhängig von der Konzentration, da manche Allergiker sehr sensibel reagieren.
Kann ich als Vertriebspartner Produktfragen sicher beantworten?
Ja. Die vier Kernaussagen, die sich factual belegen lassen, lauten: tierversuchsfrei (gesetzlich vorgeschrieben, von Chogan bestätigt), vegan (laut Unternehmensangaben), parabenfrei (formulierungsbedingt) und HACCP-zertifiziert (für den Herstellungsprozess). Damit deckst du die häufigsten Fragen ab.
Ein Muster, das ich so oder ähnlich schon viele Male begleitet habe: Partner, die diese vier Punkte auswendig kennen, geraten bei Kundenfragen selten ins Stocken. Wer zusätzlich weiß, was „deklarationspflichtig“ bedeutet und wie man die INCI-Liste liest, ist für nahezu jede Produktfrage gerüstet. Das reicht – du brauchst kein Chemiestudium, sondern nur ein solides Grundverständnis der wichtigsten Begriffe.
Sind Chogan Nahrungsergänzungsmittel genauso geprüft wie die Kosmetik?
Nahrungsergänzungsmittel unterliegen anderen gesetzlichen Rahmen als Kosmetik – in der EU reguliert die Richtlinie 2002/46/EG diesen Bereich. Chogan kommuniziert auch für seine Nahrungsergänzungsmittel HACCP-Zertifizierung und natürliche Inhaltsstoffe.
Da Nahrungsergänzungsmittel in der Regel keine Tierversuche im kosmetischen Sinne erfordern, gilt die Frage nach Tierversuchsfreiheit hier in einem anderen Kontext. Wer konkrete Fragen zu einzelnen NEM-Produkten hat, sollte direkt die Produktbeschreibung und die Sicherheitsdokumentation von Chogan anfordern, da sich die Zusammensetzung je nach Produkt unterscheidet.
Das Wichtigste auf einen Nenner
Chogan Produkte sind vegan, parabenfrei, HACCP-zertifiziert und tierversuchsfrei – das entspricht dem, was die EU-Kosmetikverordnung vorschreibt, und geht in einigen Punkten darüber hinaus. Deklarationspflichtige Duftstoffallergene sind enthalten, weil sie zur Basis der Parfümerie gehören, aber sie sind nicht gefährlich im Sinne von toxisch oder in der EU verboten. Wer eine Kontaktallergie gegen bestimmte Duftstoffe hat, liest die INCI-Liste – und findet dort alle relevanten Stoffe transparent aufgeführt.
Ich finde es bemerkenswert, wie oft die Frage „Sind die Inhaltsstoffe gefährlich?“ eigentlich bedeutet: „Kann ich diesem Produkt vertrauen?“ Das sind zwei sehr verschiedene Fragen. Die erste beantwortet die INCI-Liste. Die zweite beantwortet das Gespräch, das du als Partner führst.
Wer seine Produkte kennt, muss sie nicht verteidigen. Er erklärt einfach – und das macht den Unterschied.
Rock it!
Dein Willi