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Sind Doterra Öle wirklich rein?

doTERRA ätherische Öle durchlaufen bis zu 34 Einzeltests pro Charge – intern und durch unabhängige Drittlabore. Ob das ausreicht, um die Frage nach der Reinheit wirklich zu beantworten, schauen wir uns hier genau an.


Wer sich mit ätherischen Ölen beschäftigt, stößt schnell auf eine zentrale Frage: Wie rein ist das, was im Fläschchen landet? Gerade bei doTERRA, einem der bekanntesten Anbieter im Network-Marketing-Bereich, taucht diese Frage regelmäßig auf. Aus meiner Erfahrung mit tausenden Vertriebspartnern im Network Marketing weiß ich: Diese Frage entscheidet oft über Kaufentscheidungen – und sie verdient eine ehrliche, sachliche Antwort.


Was bedeutet „rein“ bei ätherischen Ölen?

Reinheit bei ätherischen Ölen bedeutet: Das Öl enthält ausschließlich die natürlichen, flüchtigen aromatischen Verbindungen der jeweiligen Pflanze. Keine Füllstoffe, keine synthetischen Zusätze, keine Verfälschungen durch billigere Pflanzenextrakte.

Das klingt einfach – ist es aber nicht. Denn der Markt für ätherische Öle ist weitgehend unreguliert. Es gibt keinen einheitlichen gesetzlichen Standard, der vorschreibt, wann ein Öl als „rein“ oder „therapeutisch“ eingestuft werden darf. Jeder Hersteller kann theoretisch schreiben, was er möchte.

Genau hier setzt das Qualitätssystem von doTERRA an.


Das CPTG-Verfahren erklärt

CPTG steht für Certified Pure Tested Grade – auf Deutsch: Garantiert reine, geprüfte Qualität. Dieses Verfahren ist der zentrale Qualitätsstandard, den doTERRA seit der Unternehmensgründung im Jahr 2008 entwickelt und kontinuierlich ausgebaut hat.

Wichtiger Hinweis: CPTG ist ein von doTERRA selbst entwickeltes und eingetragenes Markenzeichen. Es handelt sich um keine externe, staatliche oder neutrale Zertifizierung, sondern um ein unternehmenseigenes Prüfprotokoll – ergänzt durch Tests unabhängiger Labore.

Wie viele Tests durchläuft ein Öl?

Das CPTG-Protokoll umfasst insgesamt 34 Tests pro Charge. Diese Tests beginnen direkt nach der Destillation und ziehen sich durch die gesamte Prozesskette bis zur abgefüllten Flasche.

Das Prüfverfahren läuft in drei Phasen ab:

  1. Phase 1 – direkt nach der Destillation: Das frisch destillierte Öl wird am Ort der Gewinnung auf seine chemische Zusammensetzung geprüft.
  2. Phase 2 – in der Produktionsstätte: Ein zweiter Test stellt sicher, dass das in der Fabrik angekommene Öl identisch mit dem vor Ort geprüften Öl ist.
  3. Phase 3 – bei der Abfüllung: Vor dem Versand an Endkunden wird ein dritter Test durchgeführt.

Die 8 Testmethoden im Detail

doTERRA setzt auf acht wissenschaftliche Verfahren, um Reinheit und Wirksamkeit zu verifizieren:

TestmethodeWas wird geprüft?
Organoleptische PrüfungGeruch, Farbe, Konsistenz – durch erfahrene Destillateur*innen
Gaschromatographie (GC)Identifizierung und Quantifizierung der chemischen Verbindungen
Massenspektrometrie (MS)Bestimmung der molekularen Masse einzelner Verbindungen
FTIR-SpektroskopieStrukturanalyse der Ölverbindungen per Infrarotlicht
ChiralitätsprüfungErkennung synthetischer Spiegelbildverbindungen
IsotopenanalyseUnterscheidung natürlicher von synthetischer Herkunft
Mikrobielle PrüfungNachweis von Bakterien oder anderen Mikroorganismen
SchwermetalltestÜberprüfung auf Blei, Arsen, Quecksilber und andere Metalle

Besonders die Chiralitätsprüfung und Isotopenanalyse gelten als besonders anspruchsvolle Verfahren. Sie können feststellen, ob eine Verbindung tatsächlich natürlichen Ursprungs ist oder synthetisch hergestellt wurde – selbst wenn die chemische Formel identisch wäre.


Unabhängige Drittlabore: Was steckt dahinter?

Ein wichtiges Element des CPTG-Prozesses: Nicht alle Tests führt doTERRA intern durch. Externe, zertifizierte Drittlabore prüfen jede Charge zusätzlich.

Das Ergebnis dieser Prüfungen ist öffentlich einsehbar. Auf der Plattform sourcetoyou.com kann jeder Käufer mithilfe der auf dem Fläschchen aufgedruckten Chargen-ID die GC/MS-Testergebnisse des unabhängigen Labors direkt abrufen. Diese Transparenz ist in der Branche nicht selbstverständlich.

Was sind GC/MS-Tests?

Die Kombination aus Gaschromatographie und Massenspektrometrie gilt als Goldstandard in der Analyse ätherischer Öle. Mit diesen zwei kombinierten Methoden lässt sich das chemische „Fingerabdruckprofil“ eines Öls präzise erstellen und mit dem erwarteten Profil der jeweiligen Pflanze abgleichen.


Herkunft der Rohstoffe: Co-Impact Sourcing

Die Reinheit eines Öls beginnt nicht im Labor – sie beginnt auf dem Feld. doTERRA bezieht seine Rohstoffe aus über 45 Ländern, davon mehr als die Hälfte aus Entwicklungsländern.

Das Prinzip dahinter nennt sich Co-Impact Sourcing: doTERRA arbeitet direkt mit Kleinbauern und Erntearbeitern vor Ort zusammen, anstatt über Zwischenhändler zu kaufen. Ziel ist es, sowohl die Qualität der Rohstoffe als auch die Arbeitsbedingungen der Anbauer zu sichern.

Die wichtigsten Aspekte des Sourcing-Ansatzes:

  • Rohstoffe werden in ihrer natürlichen Wachstumsregion angebaut (klimatische Optimalbedingungen)
  • Direkte Partnerschaften mit Bauern in über 45 Ländern
  • Eigene Experten besuchen die Anbauregionen vor Ort
  • Keine oder minimale Verwendung von Pestiziden, da viele Rohstoffe aus Wildsammlungen stammen

„96 % der doTERRA-Einzelöle und Ölmischungen sind einzigartig – diese Exklusivität ist ein direktes Ergebnis des Sourcing-Ansatzes.“


Warum ist doTERRA nicht Bio-zertifiziert?

Diese Frage taucht häufig auf – und sie ist berechtigt. Viele doTERRA-Öle tragen keine offizielle Bio-Zertifizierung, obwohl die Rohstoffe oft unter vergleichbaren oder sogar strengeren Bedingungen als EU-Bio-Produkte angebaut werden.

Die Erklärung ist pragmatisch:

  1. Bio-Zertifizierungen gelten national oder regional – für Bauern in Madagaskar, Nepal oder Äthiopien ist eine EU-Bio-Zertifizierung bürokratisch und finanziell kaum umsetzbar.
  2. Viele Öle stammen aus Wildsammlungen – dort gibt es schlicht keine Anbaufläche, die zertifiziert werden könnte.
  3. doTERRA argumentiert, dass das CPTG-Verfahren mit seinen 34 Tests umfassendere Qualitätsnachweise liefert, als eine Bio-Zertifizierung allein es könnte.

Das bedeutet: Ein Bio-Siegel fehlt, aber das ist kein Hinweis auf geringere Qualität – sondern auf strukturelle Unterschiede in der Lieferkette.


Verfälschungen in der Branche: Wie realistisch ist das Risiko?

Die Ölbranche kennt zahlreiche Verfälschungsmethoden. Häufige Praktiken am Markt:

  • Strecken mit billigeren Trägerölen oder günstigeren Extrakten ähnlicher Pflanzen
  • Synthetische Zusätze zur Verstärkung von Geruch oder Wirkung
  • Falsche Deklaration der botanischen Herkunft
  • Qualitätsmischungen: Hochwertige Öle werden mit minderwertigen Chargen gemischt

Beim Lavendelöl etwa wird regelmäßig Lavandinöl beigemischt – eine günstigere Hybridpflanze mit ähnlichem Geruchsprofil, aber anderem Wirkungsspektrum. Genau solche Verfälschungen sind durch die Chiralitätsprüfung und Isotopenanalyse im CPTG-Verfahren nachweisbar.


Was kann der Käufer selbst überprüfen?

Du musst den Angaben nicht blind vertrauen. Folgende Schritte ermöglichen eine eigenständige Überprüfung:

  1. Chargen-ID lokalisieren: Die ID ist auf jedem doTERRA-Fläschchen aufgedruckt.
  2. sourcetoyou.com aufrufen: Die ID auf dieser Plattform eingeben.
  3. GC/MS-Bericht abrufen: Das Dokument zeigt die Testergebnisse des unabhängigen Labors für genau diese Charge.
  4. Chemisches Profil prüfen: Das Profil kann mit bekannten Referenzwerten für das jeweilige Öl verglichen werden.

Diese Möglichkeit der Rückverfolgung per Chargen-ID ist ein konkretes Transparenzinstrument – und für die meisten Mitbewerber in diesem Segment nicht verfügbar.


CPTG vs. andere Standards: Ein Überblick

StandardArtExtern geprüft?Öffentlich einsehbar?
CPTG (doTERRA)Eigenmarke + Drittlabore✅ Ja✅ Ja (sourcetoyou.com)
Bio-Zertifizierung (EU)Extern, staatlich✅ Ja⚠️ Nur Zertifikat
ISO 9001Prozesszertifizierung✅ Ja❌ Keine Chargenberichte
Keine AngabenEigenkontrolle❌ Nein❌ Nein

Der entscheidende Unterschied bei CPTG: Nicht nur das Unternehmen ist zertifiziert, sondern jede einzelne Charge wird geprüft und das Ergebnis ist öffentlich zugänglich.


Was die Forschung sagt

GC/MS-Testverfahren für ätherische Öle gelten wissenschaftlich als anerkannte Analysestandards. Die Kombination aus internen und externen Labortests, wie sie doTERRA beschreibt, entspricht gängigen Prüfpraktiken der pharmazeutischen und kosmetischen Industrie.

Allerdings gilt: Keine externe Institution zertifiziert das CPTG-Gütesiegel selbst – die Kontrolle über Namensgebung und Kriterien liegt bei doTERRA. Die Tests durch Drittlabore sind davon unabhängig und geben den relevanten objektiven Nachweis.


Fazit

doTERRA hat ein mehrstufiges Testsystem entwickelt, das über den Branchenstandard hinausgeht. Die Kombination aus 34 Tests, drei Prüfphasen und öffentlich abrufbaren Drittlabor-Ergebnissen gibt Käufern konkrete Möglichkeiten zur Überprüfung. Das CPTG-Siegel selbst bleibt ein unternehmenseigenes Konzept – die dahinterliegenden Laborberichte sind es, die objektiv nachprüfbar sind.


FAQ

Sind doTERRA Öle wirklich 100% rein?

doTERRA gibt an, dass alle Öle keine Füllstoffe, synthetischen Zusätze oder Verunreinigungen enthalten. Jede Charge wird durch unabhängige Drittlabore geprüft und die GC/MS-Ergebnisse sind öffentlich einsehbar. Eine unabhängige staatliche Zertifizierung des CPTG-Siegels selbst existiert nicht.

Das Unternehmen hat seit der Gründung ein Prüfprotokoll mit 34 Einzeltests aufgebaut. Die Tests umfassen Gaschromatographie, Massenspektrometrie, Chiralitätsprüfung und Schwermetallanalysen. Käufer können die Ergebnisse per Chargen-ID auf sourcetoyou.com selbst abrufen.


Was bedeutet CPTG bei doTERRA?

CPTG steht für Certified Pure Tested Grade und ist ein von doTERRA entwickeltes Qualitätsprotokoll. Es umfasst 34 Tests, die intern und durch unabhängige Drittlabore durchgeführt werden.

Das Kürzel ist eine geschützte Eigenmarke von doTERRA und keine externe Zertifizierung durch eine staatliche oder neutrale Institution. Die eigentliche Qualitätssicherung erfolgt durch die konkreten Labortests, nicht durch das Siegel selbst.


Kann ich die Testergebnisse meines doTERRA Öls selbst einsehen?

Ja. Die Chargen-ID auf jedem doTERRA-Fläschchen kann auf sourcetoyou.com eingegeben werden. Dort sind die GC/MS-Ergebnisse des unabhängigen Drittlabors für genau diese Charge abrufbar.

Diese Transparenz ist ein konkreter Nachweis und für Käufer ohne Laborausrüstung die einfachste Möglichkeit zur Überprüfung. Das Dokument zeigt das chemische Profil des Öls, das mit bekannten botanischen Referenzwerten verglichen werden kann.


Warum hat doTERRA kein Bio-Siegel?

Viele Rohstoffe stammen aus Entwicklungsländern, wo EU-Bio-Zertifizierungen für Kleinbauern kaum umsetzbar sind. Zusätzlich werden zahlreiche Öle aus Wildsammlungen gewonnen – dort gibt es keine zertifizierbare Anbaufläche.

doTERRA argumentiert, dass das eigene Testverfahren mit 34 Tests umfassendere Qualitätsnachweise liefert als eine Bio-Zertifizierung allein. Ob ein Rohstoff pestizidbelastet ist, lässt sich durch die Laboranalysen direkt nachweisen – unabhängig von einem Siegel.


Wie erkennt man gefälschte oder gestreckte ätherische Öle?

Gefälschte oder gestreckte Öle lassen sich mit einfachen Mitteln oft nicht erkennen. Ein Lavendelöl, das mit Lavandinöl gestreckt wurde, riecht sehr ähnlich.

Professionelle Nachweisverfahren wie Gaschromatographie und Massenspektrometrie zeigen das genaue chemische Profil. Chiralitätsprüfungen erkennen synthetische Verbindungen, die optisch identisch mit natürlichen sind, aber eine spiegelverkehrte Molekülstruktur haben. Für Endkunden ist der direkteste Weg: die Chargen-Dokumentation des Herstellers abrufen.


Was wird bei doTERRA auf Schwermetalle getestet?

Das CPTG-Protokoll beinhaltet explizit einen Schwermetalltest. Geprüft wird auf Substanzen wie Blei, Arsen, Quecksilber und Kadmium.

Schwermetallbelastungen entstehen, wenn Pflanzen auf belasteten Böden angebaut werden. Da doTERRA Rohstoffe aus über 45 Ländern bezieht – darunter Entwicklungsländer mit unterschiedlichen Bodenqualitäten – ist dieser Test ein relevanter Qualitätsnachweis.


Was ist Co-Impact Sourcing?

Co-Impact Sourcing ist die Beschaffungsstrategie von doTERRA. Das Unternehmen kauft direkt von Kleinbauern und Erntearbeitern in den Anbauregionen, ohne Zwischenhändler.

Diese Direktbeziehungen ermöglichen doTERRA Einblick in Anbaumethoden, Erntezeitpunkte und Bodenqualität. Gleichzeitig soll das Modell sicherstellen, dass Produzenten in Entwicklungsländern fair entlohnt werden. doTERRA beschafft Rohstoffe aus über 45 Ländern, von denen mehr als die Hälfte als Entwicklungsländer eingestuft sind.


Sind doTERRA Öle besser als andere Marken?

Ein direkter Qualitätsvergleich zwischen Marken setzt voraus, dass die Testdaten beider Anbieter vorliegen und nach identischen Kriterien bewertet werden. Das CPTG-Verfahren mit öffentlich einsehbaren Drittlabor-Berichten pro Charge stellt einen konkreten Transparenzstandard dar.

Andere Hersteller nutzen andere Qualitätssicherungsmodelle – von internen Tests bis zu verschiedenen externen Zertifizierungen. Für einen sachlichen Vergleich ist der relevante Faktor: Welche Testverfahren wurden angewendet, und sind die Ergebnisse öffentlich zugänglich?


Können ätherische Öle trotz Tests verunreinigt sein?

Kein Prüfsystem schließt Verunreinigungen zu 100% aus – das gilt für alle Branchen, in denen Qualitätskontrollen stattfinden. Bei doTERRA sind es drei Prüfphasen: nach der Destillation, bei Ankunft in der Produktionsstätte und nach der Abfüllung.

Durch die Mehrfachprüfung und den Einsatz unabhängiger Drittlabore wird das Risiko systematisch minimiert. Käufer haben über die Chargen-ID die Möglichkeit, den Laborbericht für ihr spezifisches Fläschchen direkt abzurufen.


Ist das CPTG-Siegel von einer unabhängigen Stelle anerkannt?

Das CPTG-Siegel ist eine eingetragene Eigenmarke von doTERRA. Die Bezeichnung und die Kriterien werden intern festgelegt. Eine unabhängige staatliche oder internationale Institution, die das Siegel vergibt oder kontrolliert, existiert nicht.

Was unabhängig geprüft wird, sind die Laborergebnisse selbst – durch externe, zertifizierte Drittlabore. Das ist der entscheidende Unterschied: nicht das Siegel ist extern validiert, sondern die Testergebnisse pro Charge sind es.

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