Wer beim Tecis-Karriereplan auf die Provisionstabelle schaut, sieht auf den ersten Blick fünf Dinge, die nach echten Einschränkungen aussehen. Dabei handelt es sich in fast allen Fällen um Mechanismen, die das System bewusst so gebaut hat – und die, sobald man sie versteht, keine Einschränkung mehr darstellen. Dieser Artikel erklärt, was hinter jedem dieser fünf vermeintlichen Probleme steckt.
Ich habe in meiner Arbeit mit Vertriebspartnern aus verschiedenen Strukturvertrieben immer wieder eine sehr ähnliche Reaktion auf Vergütungspläne beobachtet. Der erste Blick auf eine Provisionstabelle löst Fragezeichen aus. Manche sehen Deckel, andere sehen Lücken – und beides stimmt oft einfach nicht. Das gilt für Tecis genauso wie für viele andere Systeme in diesem Bereich.
Was ist der Tecis-Karriereplan überhaupt?
Tecis ist ein Strukturvertrieb und Teil der Swiss Life Deutschland Gruppe. Das Unternehmen hat über 3.000 angebundene Finanzberater deutschlandweit, die Kunden in Altersvorsorge, Vermögensaufbau, Absicherung und Immobilienfinanzierung begleiten.
Der Karriereplan bei Tecis gliedert sich in zwei grundlegende Wege:
- Profiberaterkarriere – Spezialisierung auf eine konkrete Produktsparte, Vertiefung des Fachwissens, vertriebliche Mitgestaltung
- Führungskarriere – Aufbau und Entwicklung eines eigenen Teams, sukzessive steigende Verantwortung, Verdienst aus Teamleistung
Beide Wege folgen einem hierarchischen Stufensystem. Jede Stufe bringt andere Provisionsanteile, andere Anforderungen und andere Möglichkeiten mit sich. Die Vergütung basiert dabei vollständig auf Provisionen – es gibt bei Tecis kein Fixgehalt.
Die Provisionstabelle: Was steht drin?
Die Provisionstabelle zeigt, welcher Anteil der jeweiligen Produktprovision auf welcher Karrierestufe ausgeschüttet wird. Dabei gilt grundsätzlich: Je höher die Karrierestufe, desto größer der persönliche Provisionsanteil.
Ein Muster, das ich so oder ähnlich schon viele Male begleitet habe: Partner lesen die Tabelle, addieren die Prozentzahlen und kommen zu einem Ergebnis, das sie dann frustriert – weil sie den Rechenweg falsch angesetzt haben. Die Provisionstabelle zeigt Anteile an der Bruttoprovision des jeweiligen Produkts. Die tatsächlichen Zahlen variieren je nach Produkt, Volumen und Stufe erheblich.
| Karrierestufe | Provisionsanteil (Richtwert) | Teampartizipation |
|---|---|---|
| Trainee / Juniorberater | niedriger Einstiegssatz | keine |
| Berater | mittlerer Satz | keine |
| Teamleiter | höherer Satz | ja, aus Teamleistung |
| Niederlassungsleiter | deutlich erhöhter Satz | ja, aus mehreren Ebenen |
| Repräsentant | höchster Satz | ja, weitreichend |
Hinweis: Die exakten Prozentwerte variieren je nach Produktsparte und geltendem Partnervertrag. Diese Tabelle zeigt das strukturelle Prinzip, keine absoluten Zahlen.
Was Partner an der Tabelle fast immer falsch lesen
Das häufigste Missverständnis bei Provisionstabellen im Strukturvertrieb ist nicht eine einzelne Zahl – es ist die Grundannahme, mit der jemand die Tabelle liest.
Viele Partner gehen davon aus, dass ihr Provisionsanteil automatisch mit der Zeit steigt. Das stimmt bei Tecis so nicht. Die Stufenentwicklung hängt an Leistung und Qualifikation, nicht an Betriebszugehörigkeit. Wer auf Stufe 1 stagniert, bleibt auf dem Provisionssatz von Stufe 1 – auch nach drei Jahren.
Das klingt hart. Ist es aber nicht. Das System belohnt nämlich jeden, der Ergebnisse produziert – unabhängig vom Alter, Bildungsgrad oder Herkunft. Der Mechanismus funktioniert transparent: Leistung rauf, Stufe rauf, Provision rauf.
Ich sehe immer wieder, dass genau diese Logik anfangs als Nachteil interpretiert wird. Der Gedanke dahinter ist aber: Das System gibt jedem denselben Startpunkt. Wer schnell aufsteigt, verdient schnell mehr. Wer langsam aufsteigt, verdient langsam mehr – aber nie weniger als die aktuelle Stufe verspricht.
Das bedeutet in der Praxis: Die Tabelle ist kein Deckelsystem. Sie ist ein Anreizsystem.
Problem 1: „Am Anfang ist die Provision zu niedrig“
Der Einstiegssatz bei Tecis liegt deutlich unter dem, was höhere Karrierestufen einbringen. Das stimmt. Und genau darin liegt das erste vermeintliche Problem.
Wer von extern kommt – aus einem klassischen Beruf, ohne Branchenerfahrung – verdient in der Anfangsphase wenig. Das liegt aber nicht daran, dass das System unfair aufgebaut ist. Der niedrigere Satz spiegelt das Ausbildungs- und Entwicklungsstadium wider. Tecis investiert in dieser Phase in Schulungen, Mentoring und Zertifizierungen. Der Partner zahlt dafür keinen fixen Beitrag – der „Preis“ liegt im niedrigeren Provisionsanteil.
Der wichtige Punkt: Diese Phase dauert nicht ewig. Wer die Qualifikationsanforderungen für die nächste Stufe erfüllt, hebt seinen Satz automatisch an. Zeitrahmen und Anforderungen legen dabei klare Kriterien fest – kein Ermessen, kein Wohlwollen des Vorgesetzten.
Problem 2: „Ich verliere Provision ans Team“
Das ist der Punkt, der bei vielen die meisten Fragezeichen auslöst – denn im Strukturvertrieb teilen sich mehrere Ebenen die Gesamtprovision eines Vertragsabschlusses. Wer neu ist, sieht zunächst nur: Da oben nimmt jemand etwas weg.
Das stimmt strukturell so nicht. Die Gesamtprovision teilt sich in verschiedene Anteile auf, die an verschiedene Ebenen ausgezahlt werden. Der eigene Provisionsanteil basiert auf der eigenen Abschlussleistung. Der übergeordnete Anteil des Teamleiters oder Niederlassungsleiters stammt aus einem separaten Topf – dem sogenannten Stornoreserve- und Strukturanteil.
Konkret bedeutet das: Ein Abschluss erzeugt nicht eine Provision, die dann zerstückelt wird. Der Produktanbieter vergütet das Gesamtpaket – und aus diesem Paket erhält jede Ebene ihren definierten Anteil. Wer selbst höher aufsteigt, profitiert dann auf dieselbe Weise aus den Abschlüssen seines eigenen Teams.
Wie Partner auf die Strukturlogik reagieren
In meiner täglichen Arbeit mit Partnern aus dem Finanzvertrieb sehe ich immer wieder, dass die Strukturlogik im ersten Anlauf fast identisch interpretiert wird: als Verlust.
Das Wort „aufteilen“ löst in fast jedem Kopf das Bild einer Portion aus, die kleiner wird. Das ist der falsche Rahmen. Richtiger wäre: Das System schüttet aus einem größeren Topf an mehrere Beteiligte aus – wobei der eigene Anteil am eigenen Ergebnis hängt, nicht am Wohlwollen der Ebene darüber.
Ein typisches Beispiel, das ich so beobachtet habe: Jemand schließt auf Beraterstufe einen Vertrag ab, rechnet nach, was sein Teamleiter dafür bekommt – und fragt sich dann, warum er nicht den gleichen Satz erhält. Die Antwort: weil sein Teamleiter gerade dabei ist, sein Team zu führen, zu entwickeln und zu schulen. Dieser Anteil vergütet nicht den Abschluss selbst, sondern die Führungsleistung.
Sobald jemand diese Logik einmal wirklich versteht, dreht sich die Perspektive um. Dann sieht man: Das System belohnt jeden dafür, was er gerade wirklich tut. Nicht was er irgendwann tun will.
Und wer selbst Teamleiter wird, profitiert auf dieselbe Weise aus dem Engagement seines Teams.
Problem 3: „Das Einkommen ist deckelt durch die Produktpalette“
Manche Partner schlussfolgern aus der Provisionstabelle, dass das Einkommenspotenzial durch die verfügbare Produktpalette begrenzt ist. Tecis arbeitet als Mehrfachagent mit rund 250 Produktpartnern.
Das ist faktisch kein Deckelsystem. Ein Mehrfachagent hat Zugang zu einem breiten Produktspektrum aus mehreren Anbietern – im Unterschied zu einem gebundenen Vermittler, der ausschließlich für einen Anbieter tätig ist. Die Produktpalette bei Tecis umfasst Bereiche wie:
- Altersvorsorge und Rentenversicherung
- Krankenversicherung und Absicherung
- Investmentfonds und Vermögensaufbau
- Immobilienfinanzierung und Baufinanzierung
- Betriebliche Altersvorsorge
Weil die Beratung verschiedene Lebensbereiche abdeckt, entstehen pro Kundenkontakt mehrere Abschlussmöglichkeiten. Das Einkommenspotenzial hängt damit nicht an einem einzelnen Produkt, sondern an der Tiefe der Kundenbeziehung und der Qualität der Beratung.
Problem 4: „Ohne Fixgehalt gibt es keine Planungssicherheit“
Tecis zahlt kein Fixgehalt. Das Einkommen entsteht ausschließlich über Provisionen. Das klingt für viele, die aus einem klassischen Angestelltenverhältnis kommen, nach dem fehlenden Sicherheitsnetz.
Dieser Punkt ist real – und trotzdem kein echtes Problem im System. Er ist ein Strukturmerkmal der Selbstständigkeit als Handelsvertreter nach § 84 HGB. Das bedeutet: Wer bei Tecis tätig ist, ist nicht Angestellter, sondern selbstständiger Unternehmer. Die fehlende Planungssicherheit durch kein Fixgehalt ist die Kehrseite der unbegrenzten Einkommensmöglichkeit.
Das Bild verändert sich nach Jahren
Nach 16 Jahren in dieser Branche ist mir klar, dass die Frage nach der Planungssicherheit sich im Verlauf einer Karriere komplett anders stellt als am Anfang.
Am Anfang – kein Kundenstamm, keine Routine, kein Empfehlungsnetzwerk – fühlt sich das Provisionssystem unsicher an. Das ist nachvollziehbar. Nach drei, vier Jahren mit einem aufgebauten Kundenstamm sieht die Welt anders aus. Dann kommt ein erheblicher Teil der Einnahmen aus Bestandskunden, Policenverlängerungen und Empfehlungen.
Das bedeutet: Die Planungssicherheit im provisionsbasierten System baut sich über Zeit auf. Sie entsteht nicht durch einen Vertrag, sondern durch Ergebnisse und Beziehungen. Wer diesen Unterschied früh versteht, steuert darauf hin – anstatt auf ein Fixgehalt zu warten, das es hier nicht gibt.
Ich habe genug Partner begleitet, die in Jahr drei oder vier deutlich ruhiger geschlafen haben als in einem klassischen Angestelltenverhältnis – weil sie gewusst haben, dass ihr Kundenstamm monatlich liefert. Das ist eine Art Sicherheit, die sich aufbaut. Sie steht nicht im Arbeitsvertrag, aber sie ist real.
Problem 5: „Die höheren Stufen sind unerreichbar“
Das fünfte vermeintliche Problem betrifft die Karrierestufen selbst. Wer die Anforderungen für Teamleiter, Niederlassungsleiter oder Repräsentant liest, denkt oft: Das klingt nach sehr viel Aufwand für sehr wenige Menschen.
Stimmt. Und das ist so gewollt. Diese Stufen sind nicht für jeden gedacht – sie sind die Spitze eines leistungsorientierten Systems. Das bedeutet aber nicht, dass sie unerreichbar sind. Sie sind an Kriterien geknüpft, keine Gate-Keeper. Wer die Leistungsanforderungen erfüllt, steigt auf. Wer sie nicht erfüllt, steigt nicht auf.
Der entscheidende Punkt: Tecis unterscheidet bewusst zwischen der Profiberaterkarriere und der Führungskarriere. Wer keine Führungsaufgabe will, muss nicht auf höchste Stufen. Die Profiberaterkarriere bietet einen eigenen Entwicklungsweg – mit entsprechend steigenden Provisionen auf der Fachebene. Damit existiert kein Entweder-oder. Beide Wege sind eigenständige Karrierepfade mit eigenen Verdienstmöglichkeiten.
Wie sich der Blick auf die Provisionsstufen verändert
Früher – also in meinen ersten Jahren, bevor mir wirklich klar war, wie Strukturvertriebe funktionieren – habe ich Provisionstabellen genau so gelesen wie die meisten Menschen sie heute lesen: als Hierarchie der Bevorzugten.
Oben verdienen die Grossen viel. Unten verdienen die Kleinen wenig. Und das Gefühl dahinter: Das System bevorzugt die, die schon lange dabei sind.
Dann habe ich angefangen, die Tabellen anders zu lesen: als Versprechen. Jede Stufe ist ein Versprechen des Systems. Wenn du hier stehst, bekommst du das. Die Frage ist nicht, ob das System fair ist. Die Frage ist: Was muss ich tun, um auf die nächste Stufe zu kommen?
Dieser Perspektivwechsel hat mein Verständnis von Vergütungsplänen dauerhaft verändert. Ich sehe sie seitdem nicht mehr als Deckel, sondern als Landkarte.
Eine Landkarte zeigt dir, wo du bist. Und sie zeigt dir, wo du hinmusst. Ob du gehst, liegt bei dir.
Die 5 vermeintlichen Probleme auf einen Blick
| Vermeintliches Problem | Was wirklich dahintersteckt |
|---|---|
| Niedrige Einstiegsprovision | Ausbildungsphase mit strukturierter Entwicklung |
| Provision „geht ans Team“ | Separater Strukturanteil, keine Kürzung des eigenen Satzes |
| Einkommenslimit durch Produktpalette | 250+ Produktpartner, mehrere Produktbereiche pro Kunde |
| Kein Fixgehalt | Selbstständigkeit nach § 84 HGB, unbegrenztes Potenzial |
| Höhere Stufen unerreichbar | Leistungsbasierte Kriterien, zwei eigenständige Karrierewege |
Wer diese Tabelle zum ersten Mal sieht, erkennt ein Muster: Jedes vermeintliche Problem ist ein Systemdesign-Entscheidung, keine Schwachstelle. Das System funktioniert für Menschen, die Leistung mit Aufstieg verbinden – und es funktioniert nicht für Menschen, die Aufstieg ohne Leistungsnachweis erwarten.
Tecis im Kontext anderer Strukturvertriebe
Der Blick über mehrere Strukturvertriebe und viele Jahre hinweg zeigt ein interessantes Muster. Fast alle großen Anbieter in Deutschland – DVAG, OVB, MLP, Tecis – bauen ihre Karrierepläne nach demselben Grundprinzip: Stufensystem, provisionsbasiert, Teampartizipation bei Führungskarriere.
Die Unterschiede liegen in den Details: welche Produktpartner verfügbar sind, wie schnell man aufsteigen kann, ob es Fixanteile gibt und wie das Ausbildungssystem strukturiert ist. Tecis zahlt kein Fixgehalt, bietet dafür über 250 Produktpartner und ermöglicht auch nebenberuflichen Einstieg – das ist im direkten Vergleich mit MLP, das ein Fixum zahlt, ein deutlicher struktureller Unterschied.
Wer also die Tecis-Provisionstabelle als „schlechter“ oder „besser“ einordnen will, braucht zunächst einen klaren Vergleichspunkt. Besser oder schlechter – verglichen womit? Gegenüber einem Makler verdient ein Tecis-Berater möglicherweise weniger pro Abschluss. Dafür bekommt er Zugang zu einem erprobten System, Ausbildung, Mentoring und einer Organisationsstruktur, die er sich als Einzelmakler selbst aufbauen müsste.
Das ist kein Qualitätsurteil. Das ist ein Austausch: Freiheit gegen Infrastruktur.
Wer diese Rechnung für sich richtig aufstellt, trifft danach klarere Entscheidungen.
Wann lohnt der Tecis-Karriereplan?
Die Antwort auf diese Frage hängt an drei Faktoren – und die stehen nicht in der Provisionstabelle:
- Bereitschaft zur Selbstständigkeit – provisionsbasiert, ohne Fixum, mit vollem Unternehmerrisiko
- Interesse an Führungsaufbau – wer ausschließlich selbst beraten will, wählt die Profiberaterkarriere
- Langfristiger Horizont – das System belohnt Aufbau und Bestandsentwicklung, nicht kurzfristige Einzelabschlüsse
Wer diese drei Faktoren mit Ja beantwortet, findet im Tecis-Karriereplan ein transparent aufgebautes System mit klaren Aufstiegskriterien. Wer einen oder mehrere Punkte mit Nein beantwortet, sollte sich die Stufenstruktur genau ansehen – denn die Tabelle alleine sagt nichts über die persönliche Eignung aus.
FAQ
Was verdient man bei Tecis als Einsteiger?
Das Einkommen im Einstieg basiert vollständig auf Provisionen – es gibt kein Fixgehalt. Der Provisionsanteil liegt auf der Einstiegsstufe unter dem, was höhere Karrierestufen erzielen.
Tecis vergütet Einsteiger über Anteile an den Bruttoabschlussprovisionen der jeweiligen Produkte. Die tatsächliche Höhe hängt davon ab, welche Produkte vermittelt werden, wie viele Abschlüsse zustande kommen und in welcher Produktkategorie. Wer viele Beratungsgespräche führt und dabei hochvolumige Produkte platziert – etwa in der Altersvorsorge oder Baufinanzierung – erzielt deutlich andere Ergebnisse als jemand mit wenigen Kleinverträgen. Erfahrungsberichte zeigen monatliche Einkommen in der Anfangsphase, die stark schwanken. Ein Muster, das ich schon viele Male begleitet habe: Im ersten Quartal liegt das Einkommen niedrig, im zweiten Jahr beginnt es durch Empfehlungen und Bestandskunden zu stabilisieren.
Wie funktioniert die Karrierestufen-Entwicklung bei Tecis?
Der Aufstieg hängt an definierten Leistungskriterien, nicht an Betriebszugehörigkeit. Wer die Anforderungen der nächsten Stufe erfüllt, steigt auf – unabhängig davon, wie lange er schon dabei ist.
In meiner täglichen Arbeit mit Partnern aus Strukturvertrieben sehe ich immer wieder, dass genau dieser Punkt anfangs unterschätzt wird. Die Anforderungen pro Stufe umfassen typischerweise Abschlussvolumen, ggf. Teamaufbaukriterien und Qualifikationsnachweise. Das Besondere dabei: Es gibt keine subjektive Bewertung. Die Kriterien sind messbar. Wer sie erfüllt, hebt seinen Provisionsanteil automatisch auf das nächste Niveau. Das gibt dem System eine Verlässlichkeit, die bei rein ergebnisoffenen Verhandlungssystemen fehlt.
Wie viel gibt Tecis ans Team ab?
Der eigene Provisionsanteil sinkt durch die Teamstruktur nicht. Die Gesamtprovision eines Abschlusses enthält separate Anteile für verschiedene Ebenen – die nebeneinander ausgezahlt werden, nicht nacheinander abgezogen.
Strukturvertriebe wie Tecis funktionieren nach dem Prinzip der mehrfachen Provisionsebenen. Das bedeutet: Ein Produktanbieter zahlt eine Gesamtvergütung für den Vertrag. Diese Vergütung enthält Anteile für den abschließenden Berater, seinen Teamleiter und ggf. weitere Führungsebenen. Jeder Anteil ist vorab definiert und hängt an der jeweiligen Funktion. Der Berater erhält seinen Anteil unabhängig davon, was die Führungsebene erhält. Wer selbst zum Teamleiter aufsteigt, erhält zusätzlich Anteile aus den Abschlüssen seines Teams – auf dieselbe Weise.
Kann man bei Tecis auch nebenberuflich starten?
Ja. Tecis ist einer der wenigen großen Finanzvertriebe in Deutschland, der nebenberuflichen Einstieg aktiv ermöglicht – zumindest auf den ersten Karrierestufen.
Der häufigste Irrtum, den ich zu dieser Frage korrigiere: Viele glauben, nebenberuflich bedeute halbherzig oder unverbindlich. Das stimmt nicht. Nebenberuflich bedeutet bei Tecis, dass man für den Einstieg keinen Hauptberuf aufgeben muss. Die Anforderungen an Qualifikation, Kundenpflege und Provisionslogik gelten dabei genauso wie für Hauptberufliche. Wer nebenberuflich startet und die Stufenkriterien erfüllt, steigt genauso auf.
Was ist der Unterschied zwischen Profiberater- und Führungskarriere?
Beide Wege führen zu steigenden Provisionen – aber über unterschiedliche Mechanismen. Die Profiberaterkarriere baut auf Spezialisierung und Fachkompetenz, die Führungskarriere auf Teamaufbau und Organisationsentwicklung.
Bei der Profiberaterkarriere vertieft jemand sein Wissen in einer spezifischen Produktsparte und entwickelt sich zum internen Experten für diesen Bereich. Die Provisionen steigen durch Fachkompetenz und Kundenstamm. Bei der Führungskarriere kommt ein wesentlicher Einkommensanteil aus den Abschlüssen des eigenen Teams – das macht das Einkommen breiter aufgestellt, aber auch abhängiger von Teamleistung und Personalführung. Wer keine Freude an Führungsarbeit hat, fährt mit der Profiberaterkarriere besser – weil er dann nicht an einer Stufe festhängt, für die er eigentlich nicht brennt.
Wann bekommt man den vollen Provisionsanteil bei Tecis?
Den jeweils höchsten Provisionsanteil erhält man auf der jeweiligen Karrierestufe vollständig – sobald man diese Stufe offiziell erreicht hat.
Die Frage „vollen Anteil“ lässt sich daher nur in Bezug auf eine konkrete Stufe beantworten. Es gibt bei Tecis keine verzögerte Auszahlung oder Staffelung innerhalb einer Stufe. Wer auf Beraterstufe ist, erhält den Beratersatz – komplett, ohne Abzüge durch Karrieredauer oder Einstiegsphase. Der Unterschied liegt darin, dass der Beratersatz selbst niedriger ist als der Teamleiterstatus. Der Weg zum höheren Anteil führt also über die Stufenentwicklung, nicht über Wartephasen.
Gibt es ein Einkommenslimit beim Tecis-Karriereplan?
Nein. Das Einkommen bei Tecis ist nach oben nicht gedeckelt. Es hängt an Abschlussvolumen, Kundenstamm und – auf höheren Stufen – an Teamleistung.
Die Community in meiner Momentum-Macher-Gruppe zeigt bei dieser Frage ein interessantes Muster: Menschen suchen nach einem Deckelsatz, weil sie Sicherheit wollen – in beide Richtungen. Sie wollen wissen, was maximal drin ist, genauso wie sie wissen wollen, was minimal abgesichert ist. Beides gibt es bei Tecis nicht als feste Zahl. Das Minimum ist null – kein Fixum, kein garantiertes Grundeinkommen. Das Maximum existiert nicht als Grenze. Das ist kein Fehler im System, sondern sein Kern.
Wie läuft die Stornoreserve bei Tecis?
Bei provisionsbasierten Finanzprodukten reservieren Anbieter typischerweise einen Teil der Provision, um spätere Stornierungen abzusichern. Diese Reserve kommt dem Berater nach einer definierten Haltedauer des Vertrags zu.
Das Stornoreserve-Prinzip gilt branchenweit bei Finanzvertrieben. Bei Tecis gilt es entsprechend. Das bedeutet: Nicht die gesamte Provision eines Abschlusses landet sofort auf dem Konto. Ein Teil bleibt zunächst reserviert. Dieser Anteil fließt aus, sobald der Vertrag über eine bestimmte Laufzeit Bestand hat und nicht storniert wird. Das schützt den Produktanbieter – und motiviert gleichzeitig den Berater, qualitativ hochwertige, zum Kunden passende Produkte zu vermitteln.
Was ist der Repräsentantenstatus bei Tecis?
Der Repräsentantenstatus ist die höchste Karrierestufe bei Tecis und bietet den höchsten Provisionsanteil sowie die weitreichendste Teampartizipation.
Diese Stufe erreichen Menschen, die über mehrere Ebenen hinweg Führungsverantwortung tragen und ein großes, aktives Beraterteam aufgebaut haben. Die Anforderungen umfassen typischerweise hohe Teamvolumina und nachgewiesene Führungsleistung über mehrere Hierarchieebenen. Erfahrungsberichte zeigen, dass Repräsentanten bei Tecis auf Jahreseinkommen über 100.000 Euro kommen können – abhängig von Teamgröße und Aktivität.
Ist Tecis ein Schneeballsystem?
Nein. Tecis ist ein Strukturvertrieb – ein legal anerkanntes und reguliertes Vertriebsmodell, das sich klar von einem Schneeballsystem unterscheidet.
Ein Schneeballsystem generiert Einnahmen durch die reine Anwerbung neuer Teilnehmer, ohne echten Produktvertrieb. Bei Tecis entsteht das Einkommen durch Abschlüsse echter Finanzprodukte bei echten Kunden. Die Teampartizipation vergütet Führungsarbeit – nicht die Rekrutierung selbst. Tecis unterliegt zudem der Aufsicht durch die deutschen Finanzaufsichtsbehörden und muss Qualitätsstandards einhalten. Das unterscheidet das Modell strukturell und rechtlich von Schneeballsystemen.
Das Wichtigste bleibt unter der Tabelle vergraben
Die Provisionstabelle von Tecis zeigt Prozentzahlen. Dahinter steckt ein System, das darauf ausgelegt ist, Menschen mit unternehmerischem Antrieb eine klare Entwicklungslinie zu geben.
Wer die fünf vermeintlichen Probleme einmal wirklich versteht, sieht nicht mehr die Einschränkung – sondern die Logik. Und eine Logik, die du verstehst, kannst du für dich nutzen.
Ich habe in 16 Jahren beobachtet, dass die Menschen, die in solchen Systemen wirklich weit kommen, nie die geworden sind, die die Tabelle am genauesten lesen konnten. Es waren die, die früh verstanden haben: Das System belohnt Bewegung. Nicht Analyse.
Also: Tabelle verstanden. Jetzt geht es ums Tun.
Rock it!
Dein Willi