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Vegas Cosmetics Vergütungsplan: der wahre Verdienst im Vertrieb?

Der Vegas Cosmetics Vergütungsplan basiert auf drei Einkommensquellen: Handelsspanne beim Verkauf, monatlicher Bonus auf den Gesamtumsatz sowie Sonder- und Tiefenboni beim Teamaufbau. Wie viel du dabei konkret verdienst, hängt direkt von der Bonusstufe ab – die du durch deinen monatlichen Eigen- und Gruppenumsatz erreichst. Dieser Artikel zeigt dir alle Stufen, alle Boni und die realen Verdienstbeispiele aus dem offiziellen Business Guide.

Ich begleite seit über 16 Jahren Menschen im Network Marketing – und Vegas Cosmetics begegnet mir dabei immer wieder. Nicht weil die Produkte besonders laut vermarktet werden, sondern weil der Vergütungsplan eine Frage auslöst, die sich hartnäckig hält: Was verdiene ich wirklich? Viele sehen die Prozentzahlen – und rechnen dann trotzdem falsch. Dieser Artikel räumt damit auf.

Was sind Umsatzpunkte (UP)?

1 Umsatzpunkt (UP) entspricht 1 Euro Einkaufspreis netto. Der gesamte Vergütungsplan baut auf diesem Wert auf – deshalb ist das Verständnis dieser Einheit die Grundlage für alles Weitere.

Das Umsatzvolumen ergibt sich aus Eigen- und Gruppenumsatz zusammen, wobei der monatliche Bonusanspruch eine Grundvoraussetzung hat: mindestens 50 UP Eigenumsatz im entsprechenden Monat. Erst dann erhältst du Zugang zu allen Bonuszahlungen. Erfüllst du diese Mindestanforderung nicht, entfällt der Bonus für diesen Monat vollständig.

Die Bonusstufen im Überblick

Der Bonus steigt linear mit dem Gesamtumsatz, da Vegas einen sogenannten linearen Marketingplan nutzt. Die folgende Tabelle zeigt alle Stufen aus dem offiziellen Business Guide:

Ich habe diese Tabelle schon mit Dutzenden Partnern durchgerechnet – und fast immer verwechseln sie Gesamtumsatz mit Eigenbonus. Deshalb die klare Trennung unten:

Monatlicher Gesamtumsatz (UP)Bonusstufe
ab 100 UP3 %
ab 250 UP6 %
ab 500 UP9 %
ab 750 UP11 %
ab 1.000 UP14 %
ab 2.000 UP17 %
ab 4.000 UP19 %
ab 6.000 UP21 %
ab 8.000 UP23 %
ab 10.000 UP25 %
ab 10.000 UP + 10 direkte Linien auf mind. 6 %26 %

Die Stufe 26 % ist eine Sonderstufe, denn sie verlangt nicht nur den Umsatz, sondern auch die Struktur mit 10 direkten qualifizierten Linien. Das ist der einzige Sprung im Plan, bei dem eine strukturelle Bedingung hinzukommt.

Wie funktioniert die Handelsspanne?

Als Vertriebspartner kaufst du Vegas Produkte zum Einkaufspreis und verkaufst sie zum empfohlenen Verkaufspreis. Die Handelsspanne beträgt 40 % im Kosmetik- und Nahrungsergänzungsbereich, im Schmuckbereich 30 %. Das bedeutet: Auf 100 Euro Einkaufspreis erzielst du beim Verkauf 40 Euro Marge – noch bevor irgendein Bonus ins Spiel kommt.

Alternativ bietet Vegas den E-Commerce-Shop an. Dabei kaufen Endkunden direkt über deinen persönlichen Shop bei Vegas, und du erhältst deine Handelsspanne als Provision. Lagerhaltung und Versand übernimmt Vegas dabei vollständig.

Der größte Rechenfehler beim Bonus

Der häufigste Irrtum, den ich bei diesem Thema immer wieder korrigiere: Viele Partner addieren Handelsspanne und Bonus einfach zusammen – als würden sie auf denselben Betrag gezahlt. Das stimmt so nicht.

Der Bonus bezieht sich auf das Umsatzvolumen (Einkaufspreis netto), nicht auf den Verkaufspreis. Das macht einen erheblichen Unterschied in der Berechnung. Wer 500 Euro Einkaufspreis erzielt und auf Stufe 14 % ist, erhält 70 Euro Bonus – nicht 14 % vom Verkaufspreis.

Außerdem funktioniert der Gruppenbonus als Differenzbonus. Das bedeutet: Du erhältst nicht deinen vollen Bonusprozentsatz auf den Umsatz deiner Partner. Du erhältst nur die Differenz zwischen deiner Stufe und der Stufe deines Partners. Ist dein Partner auf 14 % und du auf 25 %, bekommst du 11 % Differenzbonus auf dessen Umsatz.

Das klingt kleiner, als es ist. Denn sobald die Organisation wächst, summieren sich viele Differenzprozente auf vielen Partnern. Genau deshalb lohnt sich der Tiefenaufbau so stark – weil jede neue Stufe in der Tiefe automatisch zur eigenen Einkommensquelle wird.

Das Verdienstbeispiel Berater

Ein Muster, das ich so oder ähnlich schon viele Male begleitet habe: Jemand startet, macht erste Eigenverkäufe, gewinnt 2–3 Partner – und fragt sich dann, ob sich das wirklich lohnt. Die Antwort steckt in den Zahlen:

Das offizielle Verdienstbeispiel aus dem Business Guide zeigt einen Berater auf Stufe 14 % mit einem Gesamtumsatz von 1.000 UP:

  • Eigenumsatz: 500 UP
  • Direkte E-Commerce-Kunden (EK1 + EK2): 250 UP
  • Partner Berater 1: 250 UP auf Stufe 6 %
EinkommensartBerechnungBetrag
Handelsspanne40 % auf 500 UP200,00 €
Eigenbonus14 % auf 500 UP70,00 €
Bonus auf EK1 + EK214 % auf 250 UP35,00 €
Gruppenbonus Berater 1 (Differenz)8 % auf 250 UP20,00 €
Gesamtverdienst (vor Steuern)325,00 €

Das zeigt klar: Der größte Anteil kommt aus der Handelsspanne. Der Bonus ergänzt – er ersetzt den Direktverkauf nicht.

Das Verdienstbeispiel Teamleiter

Was braucht man für den Teamleiter-Status?

Ab 4.000 UP Gesamtumsatz erreicht man die Teamleiter-Qualifikation (TL), wobei dieser Umsatz ohne eigene Teamleiter und Organisationsleiter in der Linie zustande kommen muss. Zusätzlich erhält der Teamleiter einen Autobonus von 200 Euro netto monatlich – auszahlbar, kein Fahrzeug-Leasing.

Das offizielle Beispiel zeigt einen Teamleiter auf Stufe 19 % mit 4.200 UP Gesamtumsatz:

EinkommensartBerechnungBetrag
Handelsspanne40 % auf 500 UP200,00 €
Eigenbonus19 % auf 500 UP95,00 €
Bonus auf EK1 + EK219 % auf 200 UP38,00 €
Gruppenbonus Berater 1 (Differenz 5 %)5 % auf 1.000 UP50,00 €
Gruppenbonus Berater 2 + 3 (Differenz 8 %)8 % auf 1.500 UP120,00 €
Gruppenbonus Berater 4 + 5 (Differenz 10 %)10 % auf 1.000 UP100,00 €
TL-Autobonuspauschal200,00 €
Gesamtverdienst (vor Steuern)803,00 €

Was der Sprung zum Teamleiter bedeutet

In meiner täglichen Arbeit mit Partnern sehe ich immer wieder, dass die meisten die Teamleiter-Stufe unterschätzen – nicht wegen des Autobonus, sondern wegen dem, was danach kommt.

Bis zur Teamleiter-Stufe bewegt sich das Einkommen noch stark mit dem persönlichen Eigenverkauf. Wer krank ist oder eine Woche Urlaub macht, spürt das direkt. Das ändert sich strukturell, sobald Partner in der Organisation stabil auf eigenen Bonusstufen sind.

Das Beispiel mit 803 Euro klingt überschaubar. Doch dabei sind gerade mal 5 Partner mit kleinen Umsätzen eingerechnet. Was passiert, wenn einer dieser Partner selbst aktiver wird und seine eigene Linie aufbaut? Dann steigt der Differenzbonus – ohne dass du dazu aktiv mehr tun musst.

Ich sehe es regelmäßig: Der entscheidende Moment ist nicht die Qualifikation selbst, sondern das erste Mal, wenn der Bonus steigt, obwohl du selbst nichts Neues gemacht hast. Das verändert das Verständnis vom Einkommensmodell.

Das Verdienstbeispiel Organisationsleiter

Was braucht man für den OL-Status?

Ab 10.000 UP Gesamtumsatz (ohne eigene TL und OL in der Linie) erreicht man die Organisationsleiter-Qualifikation (OL) – die Stufe 25 % im Plan. Der Autobonus auf dieser Stufe beträgt 450 Euro netto monatlich.

Das offizielle Beispiel zeigt einen OL auf Stufe 25 % mit 10.350 UP Gesamtumsatz:

EinkommensartBerechnungBetrag
Handelsspanne40 % auf 100 UP40,00 €
Eigenbonus25 % auf 100 UP25,00 €
Bonus auf EK1–EK325 % auf 500 UP125,00 €
Gruppenbonus Berater 1 + 7 (Differenz 11 %)11 % auf 2.000 UP220,00 €
Gruppenbonus Berater 2 + 3 (Differenz 8 %)8 % auf 5.500 UP440,00 €
Gruppenbonus Berater 4–6 (Differenz 14 %)14 % auf 2.250 UP315,00 €
OL-Autobonuspauschal450,00 €
Gesamtverdienst (vor Steuern)1.615,00 €

Auffällig hier: Der eigene Direktverkauf macht nur noch einen kleinen Teil aus. Das Einkommen trägt sich zunehmend durch den Differenzbonus auf die Umsätze der Partner.

Sonderbonus: was nach dem OL-Status kommt

Sobald du als Organisationsleiter direkte Partner mit OL-Status in deiner Linie hast, greift der Sonderbonus. Dieser zahlt zwischen 10 % und 12,5 % zusätzlich auf den Restumsatz dieser OL-Linien.

Direkte OLSonderbonus
1 direkter OL10 %
3 direkte OL11 %
5 direkte OL12 %
10 direkte OL12,5 %
15 direkte OLFirmenwagen

Dabei gilt die Qualifikation: mindestens 4.000 UP Restgruppenumsatz für anteiligen Sonderbonus, mindestens 10.000 UP für den vollständigen Sonderbonus. Ab 5 direkten OL entfällt die Restqualifikation.

Ein wichtiges Detail: Der Differenzsonderbonus zahlt ebenfalls. Das bedeutet, auch wenn ein direkter OL selbst schon OL-Linien tiefer hat, verlierst du keinen Sonderbonusanteil – du erhältst den Differenzbetrag zwischen den jeweiligen Stufen.

Der Sonderbonus in der Praxis

Nach 16 Jahren in dieser Branche weiß ich: Der Sonderbonus ist der Teil des Plans, der am meisten unterschätzt wird – und am langsamsten verstanden.

Viele Partner fokussieren sich beim Aufbau ausschließlich auf die Breite – möglichst viele direkte Partner. Dabei entsteht das echte Einkommen auf dieser Stufe durch die Tiefe. Wer drei solide OL-Linien aufbaut, die jeweils 10.000 UP Restumsatz tragen, erhält 11 % Sonderbonus auf diese 30.000 UP – also 3.300 Euro zusätzlich zum laufenden Differenzbonus.

Das offizielle Beispiel im Business Guide zeigt für eine Organisation mit 55.000 UP Gesamtumsatz und drei direkten OL-Linien einen Verdienst von 5.105 Euro monatlich (vor Steuern). Dabei fließen Differenzbonus, Sonderbonus und Tiefenbonus zusammen – drei verschiedene Hebel, die gleichzeitig laufen.

Genau dieses Zusammenspiel sehen die meisten erst dann, wenn die erste Abrechnung mit Sonderbonus ins Backoffice kommt. Und dann ändert sich das Verständnis für dieses Modell grundlegend.

Tiefenbonus: Verdienen an indirekten OL

Der Tiefenbonus greift, sobald du als OL direkte OL hast, die ihrerseits wieder OL-Linien aufgebaut haben. Auf diese indirekten OL zahlst du bis zum nächsten gleichwertigen Qualifikanten deinen Tiefenbonus.

Direkte OLTiefenbonus
1 direkter OL1 %
3 direkte OL2 %
5 direkte OL3 %

Qualifikation: Du selbst benötigst 10.000 UP Restgruppenumsatz, und jeder direkte OL muss sich mit mindestens 4.000 UP Restgruppenumsatz qualifiziert haben. Ab 5 direkten OL entfällt auch hier die eigene Restqualifikation.

Der Differenztiefenbonus gilt ebenfalls – sodass auch auf tiefere Strukturen kein Anteil verloren geht.

Die OL-Garantie erklärt

Vegas enthält im Plan eine spezielle Mechanik: die OL-Garantie mit Auffüllprinzip. Sie verhindert, dass du durch einen direkt untergeordneten OL mit niedrigem Restumsatz Sonderbonus verlierst.

Konkret: Hat dein direkter OL nur 4.000 UP Restumsatz, füllt Vegas dessen Restumsatz virtuell mit dem Umsatz des darunter liegenden OL auf, bis 10.000 UP erreicht sind. Auf den so errechneten aufgefüllten Restumsatz erhältst du deinen vollen Sonderbonus.

Das schützt dich, damit du nicht durch fehlende Aktivität in einer Linie benachteiligst – und gibt dir gleichzeitig einen Anreiz, tief in der Organisation aufzubauen.

Jahresbonus: die vergessene Einkommensquelle

Wer über das Jahr hinaus denkt, profitiert vom Jahresbonus – einem zusätzlichen Bonus auf den gesamten Jahresumsatz der Organisation.

Jahresumsatz (UP)Jahresbonus
ab 500.000 UP1 %
ab 1.000.000 UP1,5 %
ab 2.000.000 UP2 %
ab 3.000.000 UP2,5 %
ab 5.000.000 UP3 %

Qualifikation: mindestens 4.000 UP Restgruppenumsatz monatlich ohne TL und OL.

Ein Beispiel aus dem Business Guide: Bei 660.000 UP Jahresumsatz ergibt der Jahresbonus von 1 % eine einmalige Auszahlung von 6.600 Euro. Das zeigt, dass der Jahresbonus bei wachsender Organisation eine substanzielle Rolle spielen kann – obwohl er im monatlichen Fokus oft untergeht.

Autobonus: welche Stufen zahlen wie viel?

Das Autokonzept ist ein auszahlbarer Bonus – kein Leasing, kein Firmenwagen (außer auf der höchsten Stufe). Das Fahrzeug wählt der Partner frei.

QualifikationAutobonus netto/Monat
Teamleiter (4.000 UP)200 €
Organisationsleiter (10.000 UP)450 €
5 direkte OL1.000 €
15 direkte OLFirmenwagen

Der Autobonus ab TL-Status wird sofort nach Qualifikation ausgezahlt – ohne Qualifikationszeitraum. Die Stufe mit 5 direkten OL und 1.000 Euro hat einen Qualifikationszeitraum von 3 Monaten, die Firmenwagen-Stufe mit 15 direkten OL benötigt 12 Monate durchgehende Qualifikation.

Wie Partner den Autobonus einschätzen

Ein Muster, das ich so oder ähnlich schon viele Male begleitet habe: Partner auf dem Weg zur Teamleiter-Qualifikation sehen den Autobonus als nettes Extra – nicht als strategisches Ziel.

Das ist nachvollziehbar, denn 200 Euro monatlich klingen zunächst nicht nach viel. Doch der eigentliche Wert liegt nicht im Betrag, sondern im Signal: Wer den Autobonus erhält, hat 4.000 UP Gesamtumsatz ohne eigene TL- und OL-Linien aufgebaut. Das bedeutet, eine echte Struktur aktiver Partner ist vorhanden.

Sobald diese Struktur stabilisiert ist, geht es nicht mehr ums Fahrzeug. Es geht darum, dass monatlich wiederkehrender Umsatz in der Organisation entsteht – unabhängig davon, wie viel der Sponsor selbst gerade macht. Der Autobonus ist also weniger ein Bonus auf Leistung als ein Indikator dafür, dass das Modell trägt.

Ich sehe das regelmäßig bei Partnern, die nach der TL-Qualifikation das erste Mal merken: Das läuft auch ohne täglichen Einsatz weiter. Genau das ist der Moment, in dem das Verständnis für den Plan wirklich ankommt.

Was steuerpflichtig ist

Alle Einnahmen aus der Tätigkeit als Vertriebspartner – Handelsspanne, Bonus, Autobonus, Jahresbonus – gelten als gewerbliche oder selbstständige Einnahmen und unterliegen der Einkommensteuer. Die Bonusabrechnungen zeigen die Beträge vor Steuern. Umsatzsteuer-Pflicht hängt von deiner persönlichen Situation und deinem Jahresumsatz ab, da Kleinunternehmer-Regelungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedliche Schwellen haben.

In meiner Arbeit mit Partnern erlebe ich es regelmäßig, dass der Autobonus als steuerfreies Extra betrachtet wird – was er nicht ist. Er erscheint auf der Bonusabrechnung und zählt zum steuerpflichtigen Einkommen.

Was in der Community dazu immer wieder auftaucht

In der Momentum-Macher-Gruppe taucht genau diese Frage regelmäßig auf, und dabei zeigt sich ein klares Muster: Die meisten verstehen die monatlichen Boni – aber die Kumulierung aus Differenzbonus, Sonderbonus und Tiefenbonus auf höheren Stufen bleibt unklar.

Konkret: Wenn jemand auf der Organisationsleiter-Stufe ist und mehrere direkte OL-Linien hat, laufen gleichzeitig drei verschiedene Prozentsätze auf dieselbe Organisation. Der Differenzbonus auf Linien ohne OL-Status, der Sonderbonus auf die OL-Linien und der Tiefenbonus auf indirekte OL – alles in einer Abrechnung.

Das klingt komplex, ist es aber nicht, sobald man es einmal mit echten Zahlen durchgerechnet hat. Das Problem ist, dass viele Partner die Abrechnung nie aktiv lesen – sie schauen nur auf die Endsumme, ohne zu verstehen, welcher Teil von wo kommt.

Wer das ändert, trifft bessere Entscheidungen darüber, wo er in seiner Organisation aktiv Zeit investiert – und wo nicht. Denn Tiefenbonus auf eine indirekte OL-Linie zu verdienen ist strukturell wertvoller als ein zusätzlicher Direktpartner auf der Breite.

FAQ

Wie viel verdiene ich als Vegas Cosmetics Berater am Anfang?

Als Einsteiger ohne Team liegt dein Verdienst bei Handelsspanne plus monatlichem Eigenbonus. Mit 500 UP Eigenumsatz auf Stufe 9 % ergibt das: 200 Euro Handelsspanne plus 45 Euro Bonus – also 245 Euro vor Steuern.

Der Eigenbonus wächst mit dem Umsatz, da jede höhere Stufe rückwirkend auf den gesamten Eigenumsatz des Monats gilt. Wer zum Beispiel von 500 UP auf 1.000 UP steigert, springt von 9 % auf 14 % – und erhält damit 14 % auf die vollen 1.000 UP, nicht nur auf die zusätzlichen 500 UP. Das bedeutet, der Sprung von einer Stufe zur nächsten bringt einen überproportionalen Effekt im Monat des Übergangs.

Wie funktioniert der Differenzbonus genau?

Du erhältst auf den Umsatz deiner direkt eingeschriebenen Partner nicht deinen vollen Bonusprozentsatz, sondern nur die Differenz zwischen deiner Stufe und der Stufe deines Partners. Ist dein Partner auf 14 % und du auf 25 %, bekommst du 11 % Differenzbonus auf dessen Umsatz.

In meiner täglichen Arbeit mit Partnern sehe ich immer wieder, dass dieser Mechanismus zunächst wie eine Benachteiligung klingt – dabei ist er das genaue Gegenteil. Wer Partner fördert, die in höhere Stufen aufsteigen, verliert zwar Differenzbonus auf diese Linie – gewinnt aber durch den Sonderbonus eine neue, oft höhere Einkommensquelle. Der Vergütungsplan belohnt es aktiv, wenn Partner in der eigenen Linie wachsen. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu Plänen, die Wachstum in der Tiefe nicht vergüten.

Was brauche ich, um Organisationsleiter zu werden?

Du brauchst mindestens 10.000 UP Gesamtumsatz im Monat – ohne eigene Teamleiter (TL) oder Organisationsleiter (OL) in deiner Linie. Das heißt, dieser Umsatz muss von Beratern kommen, die noch keinen TL- oder OL-Status haben.

Die Qualifikation gilt monatlich. Wer sie in einem Monat erreicht, qualifiziert sich als OL – es gibt keinen separaten Qualifikationszeitraum für den OL-Status selbst. Der Autobonus von 450 Euro wird ab dem ersten qualifizierten Monat ausgezahlt.

Wie berechnet sich der Sonderbonus auf direkte OL?

Der häufigste Irrtum, den ich zu dieser Frage korrigiere: Viele Partner denken, der Sonderbonus greift automatisch, sobald ein direkter Partner OL-Status hat. Das stimmt nur bedingt. Du als übergeordneter OL musst dich ebenfalls qualifizieren – mit mindestens 4.000 UP Restgruppenumsatz für den anteiligen Sonderbonus, oder 10.000 UP Restgruppenumsatz für den vollständigen.

Restgruppenumsatz bedeutet der Umsatz deiner gesamten Organisation, abzüglich der Umsätze deiner direkt eingeschriebenen OL-Linien. Erst wenn dieser Restumsatz die Schwelle erreicht, zahlt Vegas den Sonderbonus. Die Ausnahme ist ab 5 direkten OL: Dann entfällt die eigene Restqualifikation vollständig, und der Sonderbonus zahlt unabhängig vom eigenen Restgruppenumsatz.

Ist der Vegas Autobonus ein echtes Auto oder Geld?

Nein – außer auf der Stufe mit 15 direkten OL. Auf den Stufen Teamleiter, Organisationsleiter und 5-OL-Qualifikation erhältst du einen monatlichen Geldbetrag, den du für ein Fahrzeug verwenden kannst oder auch nicht. Die Wahl ist frei.

Der Firmenwagen bei 15 direkten OL ist ein echtes Fahrzeug, das über Vegas gestellt wird – mit einem Qualifikationszeitraum von 12 Monaten. Alle anderen Autobonus-Stufen haben keinen Fahrzeug-Bezug, sondern zahlen netto auf dein Konto: 200 Euro (TL), 450 Euro (OL) oder 1.000 Euro (5 direkte OL). Der Betrag mit 5 direkten OL benötigt einen 3-monatigen Qualifikationszeitraum, bevor die Auszahlung beginnt.

Welche Voraussetzung brauche ich monatlich, um Bonus zu erhalten?

Mindestens 50 UP Eigenumsatz im entsprechenden Bonusmonat – das entspricht 50 Euro Einkaufspreis netto. Dieser Wert gilt als Aktivstatus. Wer ihn nicht erreicht, bekommt für diesen Monat keinen Bonus ausgezahlt, auch wenn die Organisation umsatzaktiv war.

Dabei zählen neben eigenen Käufen auch Umsätze durch E-Commerce-Kunden (also Endkunden, die direkt über deinen Online-Shop bestellen) als Eigenumsatz. Das erleichtert die Aktivhaltung, da du nicht zwingend selbst Produkte kaufen musst, sofern Endkundenbestellungen über deinen Shop eingehen.

Wie funktioniert der Tiefenbonus und wann greift er?

Der Tiefenbonus zahlt auf Umsätze indirekter OL in deiner Organisation – also auf OL-Linien, die nicht direkt bei dir eingeschrieben sind, sondern tiefer in der Struktur liegen. Er zahlt bis zum nächsten gleichwertigen Qualifikanten nach unten.

Nach 16 Jahren in dieser Branche ist mir klar, dass der Tiefenbonus jener Mechanismus ist, der am spätesten im Plan sichtbar wird – und am längsten wirkt. Wer drei direkte OL hat und jede dieser Linien baut eigene OL in der Tiefe auf, läuft Tiefenboni auf mehreren parallelen Strängen. Der Unterschied zu einem reinen Breitenaufbau zeigt sich auf der Abrechnung oft erst nach 12 bis 18 Monaten konsequentem Aufbau. Dann aber sind die Zahlen nicht mehr zu übersehen.

Was zahlt Vegas jährlich an Provisionen insgesamt aus?

Laut eigenen Angaben des Unternehmens arbeiten rund 50.000 Vertriebspartner für Vegas, an die jährlich etwa 3 Millionen Euro Provisionen ausgezahlt werden.

Diese Zahl gibt einen Richtwert für die Dimension des Plans. Sie sagt nichts darüber aus, wie einzelne Partner verdienen – da die Verteilung stark von Aktivität, Teamgröße und Bonusstufe abhängt.

Kann ich in anderen Ländern tätig sein?

Ja. Vegas ist in über 50 Ländern aktiv, und alle Auslandsumsätze deiner Organisation fließen in deine monatliche Bonusstufe ein. Auf der Bonusabrechnung erkennst du Partnerlinien aus anderen Ländern an der Länderkennung.

Der E-Commerce-Shop ist nicht für alle Länder verfügbar – die Liste der aktiven Versandländer findest du im Backoffice-Verwaltungsbereich. Für den Aufbau eines internationalen Teams gelten dieselben Qualifikationsbedingungen wie im Inland, da alle Umsätze global zusammengezogen werden.

Wie sehe ich meine Umsätze und Boni in Echtzeit?

Vegas stellt ein Online-Backoffice zur Verfügung, das täglich aktuelle Umsatzlisten zeigt. Dort siehst du alle Umsätze deiner Organisation, einschließlich Partnerlinien mit Länderkennung und E-Commerce-Bestellungen.

Die Abrechnung läuft monatlich, wobei der Qualifikationszeitraum jeweils vom 1. bis zum letzten Tag eines Monats gilt. Bonus und Handelsspanne aus dem E-Commerce erscheinen auf der Monatsabrechnung unter einer gesonderten Rubrik, sodass beide Einkommensquellen getrennt nachvollziehbar sind.

Zahlen kennen, Zahlen nutzen

Wer den Vergütungsplan wirklich versteht, trifft andere Entscheidungen – bei der Frage, wo er in der Organisation Zeit investiert, wen er wie tief aufbaut und wann Breite gegenüber Tiefe wichtiger ist.

Die Prozentzahlen allein erzählen die halbe Geschichte. Erst wenn Differenzbonus, Sonderbonus, Tiefenbonus und Jahresbonus zusammenspielen, zeigt sich, wie dieses Einkommensmodell wirklich funktioniert.

Ich sage das immer wieder: Wer seinen Plan nicht auswendig kennt, lässt Geld auf dem Tisch liegen – nicht weil er zu wenig macht, sondern weil er nicht an der richtigen Stelle macht.

Der Vergütungsplan ist kein Mysterium. Er ist ein Mechanismus. Und Mechanismen kann man lernen.

Rock it!
Dein Willi

PS: So gewann ich +800 Erstlinien bei Fitline.