Als Fitline Berater darfst du Vorher-Nachher-Bilder von Cell Reset deshalb nicht frei auf Social Media posten, weil solche Darstellungen bei Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetikprodukten unter die Health-Claims-Verordnung (HCVO) und das Irreführungsverbot des UWG fallen. Zusätzlich verlangt PM International vertraglich, dass du ausschließlich freigegebene Werbematerialien verwendest. Beide Ebenen greifen gleichzeitig – die gesetzliche und die vertragliche.
Was mir in der täglichen Arbeit mit Partnern immer wieder auffällt: Die Frage nach Vorher-Nachher-Bildern kommt fast immer erst dann, wenn ein Partner schon ein Foto gepostet hat und danach eine Nachricht von PM International oder von Facebook selbst bekommen hat. Vorher denkt kaum jemand darüber nach, weil ein Bauch-vorher-nachher-Bild auf den ersten Blick einfach wie ein starker Beweis wirkt.
Genau darin liegt der Denkfehler. Ein Foto zeigt nämlich nie, welche Ursache hinter einer Veränderung steckt – Ernährung, Sport, Stress, Wasserhaushalt oder eben ein Produkt können gleichzeitig wirken, während das Bild suggeriert, nur das Produkt sei verantwortlich.
Ein Muster, das sich ständig wiederholt: Ein Partner postet ein Bild mit „10 Wochen mit Cell Reset“, darunter Kommentare wie „Wow, das will ich auch!“ – und schon ist eine Wirkaussage entstanden, die weder das Produkt noch der Partner belegen kann.
Für dich bedeutet das ganz konkret: Bevor du irgendein Bild mit einem zeitlichen Bezug zu einem Produkt veröffentlichst, prüfe, ob du damit eine Wirkung behauptest, die du nicht wissenschaftlich nachweisen kannst. Genau das ist der Kern des gesamten Themas.
Was genau ist rechtlich das Problem bei Cell Reset Bildern?
Cell Reset besteht aus einem Nahrungsergänzungsmittel (den Cell Kapseln) und einem Kosmetikprodukt (der Cell Lotion), und beide Produktkategorien unterliegen unterschiedlichen, aber ähnlich strengen Regeln [26]. Sobald ein Vorher-Nachher-Bild eine Gewichts- oder Figurveränderung zeigt und diese zeitlich mit der Anwendung des Produkts verknüpft, greift Artikel 12 der europäischen Health-Claims-Verordnung.
Health-Claims-Verordnung und Gewichtsangaben
Artikel 12 Buchstabe b der HCVO verbietet ausdrücklich „Angaben über Dauer und Ausmaß der Gewichtsabnahme“ bei Lebensmitteln, wozu auch Nahrungsergänzungsmittel zählen [18][21]. Das gilt unabhängig davon, ob diese Angabe als Text oder als Bild erfolgt, denn ein Vorher-Nachher-Foto mit Datumsangaben („Woche 1“ und „Woche 10“) transportiert exakt diese verbotene Information visuell.
Der Bundesgerichtshof und mehrere Oberlandesgerichte haben diese Linie mehrfach bestätigt: Sobald ein Bild eine messbare Veränderung in einem bestimmten Zeitraum suggeriert, fällt es unter das Verbot – unabhängig davon, ob explizit „10 kg in 4 Wochen“ geschrieben steht oder das Bild allein diesen Eindruck erweckt [8][22]. Deshalb reicht es bereits, zwei Fotos mit einer Wochenangabe nebeneinanderzustellen, damit die Aussage als unzulässige Wirkaussage gilt.
Folgende Tabelle zeigt, welche Bildarten bei Cell Reset besonders kritisch sind und welche rechtlich weniger Risiko bergen. Ich habe selbst am Anfang meiner Trainertätigkeit angenommen, ein Bild ohne Text sei automatisch unproblematisch – das ist ein Irrtum, den ich seither immer wieder korrigiere.
| Bildart | Zeitbezug erkennbar? | Rechtliches Risiko |
|---|---|---|
| Zwei Fotos mit „Tag 1“ und „Tag 90“ | Ja, klar erkennbar | Sehr hoch |
| Foto mit Gewichtsangabe in kg | Ja, direkt genannt | Sehr hoch |
| Zwei Fotos ohne Datum, aber erkennbar unterschiedliche Kleidung | Indirekt erkennbar | Hoch |
| Einzelfoto ohne Vergleich, ohne Produktbezug | Nein | Gering |
| Produktfoto ohne Person | Nein | Gering |
UWG-Irreführungsverbot als zweite Ebene
Neben der HCVO greift zusätzlich das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), weil Vorher-Nachher-Bilder fast immer eine Einzelperson zeigen, während die tatsächliche Wirkung individuell stark schwankt [16]. Eine Aussage, die nur für eine Person gilt, aber als allgemeine Wirkung dargestellt wird, gilt als irreführend, sobald ein durchschnittlicher Verbraucher daraus schließen könnte, dass dieses Ergebnis für ihn genauso eintritt.
Zusätzlich verlangt die HCVO, dass gesundheitsbezogene Angaben wissenschaftlich abgesichert und in der EU-Liste zugelassener Claims eingetragen sein müssen [19][20]. Ein Vorher-Nachher-Bild, das implizit eine Körperveränderung als Produktwirkung darstellt, erfüllt diese Voraussetzung so gut wie nie, weil Einzelfälle keine wissenschaftliche Absicherung liefern.
Welche vertraglichen Regeln von PM International zusätzlich gelten
Neben der gesetzlichen Lage bindet dich als Berater ein Vertrag mit klaren Vorgaben zu Werbematerialien, und diese Vorgaben gehen oft weiter als das reine Gesetz. Wer beide Ebenen kennt, versteht, warum ein Bild schon aus zwei unabhängigen Gründen problematisch werden kann.
Nur freigegebene Werbematerialien
Laut den Distributor Rules von PM International darf ein Vertriebspartner „nur die von PM herausgegebenen Produktinformationen, Verkaufsmaterialien und Verkaufshilfen“ verwenden, wenn er für FitLine-Produkte wirbt [25]. Das bedeutet, dass selbst ein rechtlich einwandfreies Vorher-Nachher-Bild vertraglich unzulässig sein kann, sofern es nicht offiziell von PM International freigegeben wurde.
Diese Regelung erklärt auch, weshalb PM International in den Policies & Procedures ausdrücklich festhält: „Only post and share company approved photos, promotional videos and marketing materials“ [15]. Damit gilt die Vorgabe unabhängig davon, ob dein selbst erstelltes Bild inhaltlich korrekt wäre – entscheidend ist allein, ob es aus offiziellem Material stammt.
Aktives Monitoring von Social Media
PM International überprüft laut eigenen Angaben stichprobenartig, ob sich Vertriebspartner an vertragliche und gesetzliche Vorgaben halten, „especially in the context of online advertising measures, including social media marketing“ [27]. Damit ist Social Media kein Nebenschauplatz, sondern ein Bereich, den das Unternehmen gezielt beobachtet, weil genau dort die meisten Verstöße gegen Werberecht entstehen.
Was mir Menschen aus meiner Community regelmäßig zu diesem Thema zeigen: In der Momentum-Macher-Gruppe taucht die Frage nach erlaubten Produktbildern in schöner Regelmäßigkeit auf, und dabei zeigt sich fast immer dasselbe Muster. Jemand hat ein Bild gepostet, bekommt viele positive Reaktionen – und stellt erst danach die Frage, ob das eigentlich erlaubt war.
Interessant dabei ist, dass die Unsicherheit selten am fehlenden Wissen über HCVO oder UWG liegt. Sie liegt daran, dass Vertriebspartner nicht wissen, dass es überhaupt ein offizielles Freigabe-System für Bilder und Texte gibt.
Ein Beispiel aus der Praxis, das ich so oder so ähnlich schon oft gesehen habe: Ein Partner nutzt ein Bild von der offiziellen FitLine-Website, verändert es aber leicht mit eigenem Text darüber – und genau dieser eigene Text erzeugt dann die verbotene Wirkaussage, nicht das Originalbild selbst.
Für dich als Leser heißt das: Der sicherste Weg führt über offizielle Materialien, die du unverändert übernimmst, statt eigene Kombinationen aus Bild und Text zu erstellen. Sobald du selbst Text hinzufügst, trägst du die volle Verantwortung für die rechtliche Einordnung dieser Aussage.
Welche Alternativen zu Vorher-Nachher-Bildern bestehen
Statt eigener Bildvergleiche gibt es mehrere Wege, wie du über Cell Reset kommunizieren kannst, ohne gegen Health-Claims-Verordnung oder Vertragsbedingungen zu verstoßen. Diese Alternativen unterscheiden sich deutlich im Risiko, weshalb sich ein genauer Blick lohnt.
- Offizielle Produktbilder von PM International ohne eigene Textzusätze zu Wirkung oder Zeitraum verwenden
- Persönliche Erfahrungsberichte in Textform ohne konkrete Zahlen zu Gewicht, Umfang oder Zeitraum formulieren
- Allgemeine Produktinformationen aus dem offiziellen Katalog teilen, etwa zu Inhaltsstoffen wie CLA oder L-Carnitin [26]
- Fragen zur persönlichen Beratung stellen, statt Ergebnisse zu versprechen
- Rückfrage beim PM International Support vor der Veröffentlichung neuer Inhalte, wenn Unsicherheit besteht
Was zwischen Kosmetik und Nahrungsergänzung unterschiedlich gilt
Die Cell Lotion gilt als Kosmetikprodukt, während die Cell Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel eingestuft sind [26], und diese Unterscheidung wirkt sich auf die rechtliche Bewertung aus. Bei Kosmetikprodukten sind Vorher-Nachher-Bilder nicht grundsätzlich verboten wie bei operativen Eingriffen, müssen jedoch „authentisch und sachangemessen“ sein und dürfen Verbraucher nicht in die Irre führen [5].
Bei Nahrungsergänzungsmitteln bleibt das Verbot aus Artikel 12 HCVO bestehen, sobald eine Angabe zu Dauer und Ausmaß einer Gewichtsveränderung entsteht [18]. Da Cell Reset beide Produktarten kombiniert, betrifft ein einziges Vorher-Nachher-Bild in der Praxis meist beide Regelwerke gleichzeitig, weil ein Körperbild selten eindeutig nur der Lotion oder nur den Kapseln zugeordnet werden kann.
Der häufigste Irrtum, den ich zu diesem Thema immer wieder korrigiere: Viele Partner glauben, ein Bild ohne konkrete Zahl sei automatisch sicher, solange nur „vorher“ und „nachher“ nicht wörtlich im Text stehen. Das stimmt so nicht, denn Gerichte bewerten den Gesamteindruck einer Darstellung, nicht nur einzelne Wörter.
Selbst wenn du niemals das Wort „Vorher“ oder „Nachher“ schreibst, reicht es aus, dass zwei Bilder in einer erkennbaren zeitlichen Abfolge stehen und der Betrachter daraus eine Wirkung ableiten kann. Genau das hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main im Fall aufeinanderfolgender Instagram-Stories bestätigt, bei denen kein direkter Bildvergleich nötig war, um als unzulässige vergleichende Werbung zu gelten [17].
Ein Beispiel, das dieses Missverständnis gut zeigt: Ein Partner postet am Montag ein Foto mit dem Text „Start mit Cell Reset“ und drei Wochen später ein zweites Foto mit „So fühle ich mich jetzt“. Obwohl beide Beiträge einzeln harmlos wirken, entsteht durch die Abfolge derselbe verbotene Gesamteindruck wie bei einem direkten Bildvergleich.
Für deine Praxis bedeutet das: Achte nicht nur auf einzelne Beiträge, sondern auf die gesamte Abfolge deiner Postings über mehrere Wochen. Diese Betrachtungsweise unterscheidet sich fundamental von der Annahme, nur ein einzelnes Bild könnte rechtlich relevant sein.
Was passiert, wenn ein Bild bereits veröffentlicht wurde?
Wenn du bereits ein Vorher-Nachher-Bild von Cell Reset gepostet hast, kannst du es umgehend löschen und durch konforme Inhalte ersetzen. Zusätzlich lohnt sich eine kurze Prüfung, ob weitere ältere Beiträge denselben Aufbau aufweisen, weil einzelne Beiträge oft übersehen werden.
Folgende Schritte helfen bei der Überprüfung deines eigenen Profils:
- Durchsuche dein Profil nach Beiträgen mit Wörtern wie „vorher“, „nachher“, „Tag X“, „Woche X“ in Kombination mit Produktbezug
- Prüfe, ob Bilder eine erkennbare zeitliche Abfolge zu Cell Reset zeigen, auch ohne explizite Beschriftung
- Lösche oder überarbeite betroffene Beiträge, sodass keine Wirkaussage mehr erkennbar ist
- Ersetze eigene Bildkombinationen durch offizielle, freigegebene Materialien von PM International
- Kontaktiere bei Unsicherheit den Support von PM International, bevor du neue Inhalte veröffentlichst
Was 16 Jahre in dieser Branche an Perspektive mitbringen, zeigt sich besonders deutlich bei diesem Thema. Als ich selbst bei PM International aktiv war, gab es viele der heutigen Social-Media-Funktionen noch nicht, und die Regeln zu Bildmaterial waren weniger im Fokus als heute.
Seitdem hat sich vor allem eines verändert: Die Kontrolle durch Plattformen wie Facebook und durch Unternehmen selbst ist deutlich engmaschiger geworden, weil automatisierte Systeme Beiträge heute viel schneller erkennen und einordnen können als früher. Was vor Jahren vielleicht unbemerkt blieb, fällt heute innerhalb kürzester Zeit auf.
Damals wie heute gilt jedoch derselbe Grundsatz: Wer sich an offizielle Materialien und offizielle Aussagen hält, bewegt sich immer auf sicherem Boden – unabhängig davon, wie streng die Kontrolle gerade ist. Diese Konstanz über all die Jahre hat mir gezeigt, dass die Regel selbst nie das eigentliche Risiko war, sondern die Unsicherheit darüber, was genau erlaubt ist.
Für dich bedeutet das: Informiere dich lieber einmal zu viel bei offizieller Stelle, als ein Bild zu posten und danach auf eine Reaktion zu warten. Diese Herangehensweise hat sich über all die Jahre als der zuverlässigere Weg erwiesen.
FAQ
Darf ich überhaupt Fotos von mir mit Cell Reset posten?
Ja, ein einfaches Foto von dir mit dem Produkt ohne Zeitangabe und ohne Wirkaussage ist grundsätzlich möglich. Problematisch wird es erst, sobald du eine Veränderung deines Körpers zeitlich mit der Anwendung verknüpfst.
Ein reines Produktfoto, auf dem du zufrieden mit der Verpackung von Cell Reset zu sehen bist, enthält keine Angabe zu Dauer oder Ausmaß einer Wirkung und fällt damit nicht unter Artikel 12 HCVO. Sobald du jedoch einen Text wie „seit 6 Wochen“ oder „endlich sichtbare Ergebnisse“ hinzufügst, entsteht daraus eine Wirkaussage, obwohl das Bild selbst unverändert bleibt. Deshalb entscheidet weniger das Bild an sich, sondern die Kombination aus Bild und begleitendem Text über die rechtliche Einordnung.
Was ist der Unterschied zwischen Vorher-Nachher-Bildern und normalen Produktfotos?
Ein Vorher-Nachher-Bild zeigt einen Vergleich zwischen zwei Zeitpunkten und impliziert damit eine Wirkung, während ein normales Produktfoto lediglich das Produkt oder eine Person mit dem Produkt zeigt, ohne einen zeitlichen Vergleich herzustellen. Diese Unterscheidung ist rechtlich entscheidend.
In meiner täglichen Arbeit mit Partnern sehe ich immer wieder, dass genau dieser Unterschied unterschätzt wird, weil beide Bildarten auf den ersten Blick ähnlich aussehen können. Ein Vorher-Nachher-Bild erzeugt beim Betrachter automatisch die Annahme, das Produkt habe die gezeigte Veränderung verursacht – unabhängig davon, ob tatsächlich andere Faktoren wie Ernährung oder Sport eine Rolle gespielt haben. Ein normales Produktfoto hingegen macht keine Aussage über Wirkung, Dauer oder Ausmaß und bleibt deshalb rechtlich deutlich unproblematischer.
| Merkmal | Vorher-Nachher-Bild | Normales Produktfoto |
|---|---|---|
| Zeitlicher Vergleich | Ja | Nein |
| Wirkaussage enthalten | Meist ja, auch implizit | Nein |
| Rechtliches Risiko | Hoch | Gering |
| PM International Freigabe nötig | Praktisch immer | Bei Eigenkreation ebenfalls empfehlenswert |
Warum ist das bei Nahrungsergänzungsmitteln strenger als bei anderen Produkten?
Weil Nahrungsergänzungsmittel unter die europäische Health-Claims-Verordnung fallen, die speziell Angaben zu Gewichtsveränderungen verbietet. Andere Produktkategorien wie reine Kosmetik unterliegen zwar auch Regeln, jedoch nicht demselben spezifischen Verbot aus Artikel 12 HCVO.
Die HCVO wurde eingeführt, um Verbraucher vor unbelegten Gesundheitsversprechen bei Lebensmitteln zu schützen, wozu Nahrungsergänzungsmittel ausdrücklich zählen [19]. Da Cell Reset sowohl ein Nahrungsergänzungsmittel als auch ein Kosmetikprodukt umfasst, wirkt die Kapsel-Komponente unter der strengeren Lebensmittel-Regel, während die Lotion unter etwas offeneren kosmetikrechtlichen Vorgaben steht. In der Praxis führt diese Kombination dazu, dass Berater am sichersten fahren, wenn sie beide Produktteile grundsätzlich gleich vorsichtig behandeln, statt zwischen den Regelwerken zu unterscheiden.
Wie streng kontrolliert PM International Social-Media-Postings wirklich?
PM International führt laut eigenen Vertragsunterlagen stichprobenartige Kontrollen durch, speziell im Bereich Online-Werbung und Social Media. Diese Kontrolle erfolgt nicht bei jedem einzelnen Beitrag, sondern im Rahmen eines allgemeinen Monitoring-Systems.
Ein Muster, das ich so oder ähnlich schon viele Male begleitet habe: Ein Partner postet über längere Zeit unauffällig, bis irgendwann ein einzelner Beitrag auffällt – meist, weil er besonders viele Reaktionen erhält und dadurch stärker sichtbar wird. Genau diese erhöhte Sichtbarkeit erhöht gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit, dass ein Beitrag im Rahmen des Monitorings entdeckt wird. Deshalb lohnt sich Vorsicht besonders bei Inhalten, die viral gehen könnten, weil diese automatisch mehr Aufmerksamkeit erzeugen – auch die von Kontrollsystemen.
Gilt das Verbot auch für Bilder in geschlossenen Facebook-Gruppen?
Ja, das Verbot gilt unabhängig davon, ob ein Beitrag öffentlich oder in einer geschlossenen Gruppe erscheint. Sowohl die HCVO als auch die vertraglichen Vorgaben von PM International unterscheiden nicht nach Sichtbarkeitseinstellung.
Rechtlich zählt eine Werbeaussage bereits dann als relevant, wenn sie an einen bestimmbaren Personenkreis gerichtet ist, unabhängig davon, ob dieser Kreis öffentlich oder eingeschränkt zugänglich ist. Selbst in einer geschlossenen Gruppe mit ausschließlich anderen Vertriebspartnern bleibt ein Vorher-Nachher-Bild von Cell Reset problematisch, sobald es eine Wirkaussage enthält, weil auch andere Partner diese Aussage weiterverbreiten könnten. Deshalb sollte die Sichtbarkeitseinstellung niemals als Absicherung gegen die genannten Regeln verstanden werden.
Was mache ich, wenn ich unsicher bin, ob ein Bild erlaubt ist?
Frage im Zweifel direkt bei PM International oder bei deiner Upline nach, bevor du das Bild veröffentlichst. Eine kurze Rückfrage vorab spart dir im Nachhinein deutlich mehr Zeit als eine spätere Korrektur.
Nach 16 Jahren in dieser Branche ist mir klar, dass die meisten Unsicherheiten sich mit einer einzigen Frage klären lassen, die viele Partner aus Zeitdruck einfach überspringen. Am schnellsten funktioniert die Prüfung, wenn du dir selbst zwei Fragen stellst: Enthält das Bild oder der begleitende Text eine Aussage zu Zeitraum oder Ausmaß einer Veränderung? Und stammt das Material aus offiziellen, freigegebenen Quellen von PM International? Wenn du beide Fragen mit „Nein, keine Zeitangabe“ und „Ja, offizielles Material“ beantworten kannst, bewegst du dich auf sicherem Boden.
Betrifft das Verbot auch Kundenberichte, die ich weiterteile?
Ja, sobald du einen Kundenbericht mit Vorher-Nachher-Charakter teilst, trägst du dieselbe Verantwortung, als hättest du den Inhalt selbst erstellt. Die Herkunft des Bildes ändert nichts an der rechtlichen Einordnung.
Viele Partner gehen davon aus, dass sie bei fremden Inhalten weniger Verantwortung tragen, weil der Kunde das Bild ursprünglich selbst erstellt und geteilt hat. Rechtlich betrachtet zählt jedoch die Person, die den Inhalt öffentlich verbreitet, als Werbetreibender – unabhängig davon, wer das Foto ursprünglich aufgenommen hat. Sobald du also einen Kundenbericht mit erkennbarem Zeitbezug zu Cell Reset auf deinem eigenen Profil teilst, gelten für dich dieselben Regeln wie bei einem selbst erstellten Beitrag.
Wie lange dauert es, bis ein unzulässiges Bild Konsequenzen hat?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten, weil sowohl behördliche Kontrollen als auch interne Prüfungen von PM International zu unterschiedlichen Zeitpunkten erfolgen können. Manche Beiträge fallen sofort auf, andere erst nach längerer Zeit.
Die Zeitspanne hängt unter anderem davon ab, wie sichtbar ein Beitrag ist, wie viele Personen ihn sehen und ob er im Rahmen einer stichprobenartigen Kontrolle erfasst wird. Da PM International ausdrücklich festhält, dass Online-Werbung einschließlich Social Media kontrolliert wird, kann grundsätzlich jeder Beitrag zu jedem Zeitpunkt geprüft werden. Deshalb lohnt sich die Vorsicht von Anfang an mehr als die Hoffnung, ein Beitrag würde unbemerkt bleiben.
Darf ich stattdessen über meine persönliche Erfahrung mit Cell Reset schreiben?
Ja, ein persönlicher Erfahrungsbericht in Textform ist grundsätzlich möglich, solange er keine konkreten Angaben zu Gewicht, Umfang oder Zeitraum der Veränderung enthält. Allgemeine, subjektive Formulierungen sind weniger riskant als konkrete Zahlen.
Ein Muster, das ich so schon viele Male gesehen habe: Sobald ein Partner Formulierungen wie „ich fühle mich wohler“ statt „ich habe 5 kg verloren“ verwendet, sinkt das rechtliche Risiko erheblich, weil keine messbare Wirkaussage mehr entsteht. Wichtig bleibt dabei, dass auch subjektive Aussagen nicht den Eindruck erwecken dürfen, das Produkt würde eine bestimmte gesundheitliche Wirkung garantieren. Die genaue Formulierung entscheidet also maßgeblich darüber, ob ein Text als zulässiger Erfahrungsbericht oder als unzulässige Wirkaussage gilt.
Gibt es offizielle Materialien von PM International, die ich einfach übernehmen kann?
Ja, PM International stellt Vertriebspartnern eigene Produktinformationen, Verkaufsmaterialien und Verkaufshilfen zur Verfügung, die für die Werbung genutzt werden dürfen. Diese Materialien sind der vertraglich vorgesehene Weg, um rechtssicher zu kommunizieren.
Der Zugriff auf diese Materialien erfolgt in der Regel über den eigenen Partnerbereich oder über die Upline, und die Inhalte sind bereits auf Konformität mit HCVO und weiteren Werberegeln geprüft. Damit entfällt für dich die eigene rechtliche Prüfung, solange du die Materialien unverändert übernimmst und keine eigenen Textzusätze zu Wirkung oder Zeitraum hinzufügst. Diese offiziellen Materialien bilden damit die verlässlichste Grundlage für jede Form der Kommunikation zu Cell Reset auf Social Media.
Cell Reset zeigen, ohne dabei ins Risiko zu laufen
Das Thema Vorher-Nachher-Bilder bei Cell Reset lässt sich auf zwei Ebenen zusammenfassen: Gesetzlich verbietet die Health-Claims-Verordnung Angaben zu Dauer und Ausmaß einer Gewichtsveränderung, und vertraglich verlangt PM International die Nutzung offizieller Materialien. Wer beide Ebenen kennt, weiß genau, wo die Grenze verläuft – und wo nicht.
Was sich bei konsequenter Umsetzung zeigt, beobachtet über viele Partner hinweg, ist ziemlich eindeutig. Wer sich an offizielle Materialien hält und eigene Texte ohne Zeit- oder Wirkaussagen formuliert, bewegt sich seit Jahren völlig unauffällig durch alle Kontrollen.
Diejenigen, die stattdessen eigene Bildvergleiche mit Wochenangaben posten, geraten dagegen immer wieder in denselben Kreislauf: Beitrag online, positive Reaktionen, dann eine Nachfrage oder Aufforderung zur Löschung. Dieser Unterschied zeigt sich über Jahre hinweg erstaunlich konstant, unabhängig davon, wie überzeugend das ursprüngliche Ergebnis tatsächlich war.
Am Ende zählt also weniger, wie stark eine Veränderung tatsächlich ausfällt, sondern wie du darüber kommunizierst. Genau das macht den entscheidenden Unterschied zwischen einem sicheren und einem riskanten Beitrag aus.
Mich überrascht es immer wieder, wie viel Klarheit allein das Verständnis dieser beiden Regelebenen bringt. Sobald du weißt, warum ein Bild problematisch wird, verschwindet die Unsicherheit komplett – und übrig bleibt ein ganz klarer, einfacher Fahrplan für deine Postings.
Du musst dafür nicht auf Wirkung verzichten, sondern nur auf die richtige Art, darüber zu sprechen. Und genau das gibt dir die Freiheit, mit voller Energie über Cell Reset zu kommunizieren, ohne dabei ständig ein schlechtes Gefühl haben zu müssen.
Rock it!
Dein Willi
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