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Was ist mit Younique passiert? Warum ist Younique so teuer?

Younique hat sich im Laufe der Zeit stark verändert – vom klassischen MLM-Modell hin zu einem neuen Plattformansatz namens „Curated“. Gleichzeitig liegen die Produktpreise deutlich über dem Drogerie-Niveau, weil das Vergütungsmodell mehrere Provisionsebenen finanziert. Wer beides verstehen will, bekommt hier die vollständige Antwort.

Ich begleite seit über 16 Jahren Menschen im Network Marketing – und Younique gehört zu den Firmen, die mir in dieser Zeit immer wieder begegnet sind. Nicht weil ich selbst dort gearbeitet habe, sondern weil in meiner Community ständig Fragen dazu auftauchen. Gerade die Preisfrage und die Modellwechsel sorgen regelmäßig für Verwirrung. Ich erkläre dir beides so, wie ich es verstehe – sachlich, klar und ohne Drama.

Die Geschichte: Wie alles begann

Younique gründeten Derek Maxfield und Melanie Huscroft im September 2012 im US-Bundesstaat Utah. Das Geschwisterpaar baute von Beginn an auf Social Media als Vertriebskanal – damals eine echte Neuheit in der Branche. Statt klassischer Homepartys setzten die Presenter auf virtuelle Partys über Facebook und andere Plattformen.

Das Modell wuchs rasant, sodass das Unternehmen schnell über eine Million Presenter weltweit zählte. Younique positionierte sich dabei stark im Bereich Frauenermächtigung und emotionaler Wertevermittlung – „Uplift. Empower. Validate.“ lautete das firmeneigene Motto.

Der Coty-Deal und der Rückkauf

Anfang 2017 kaufte der Kosmetikkonzern Coty Inc. 60 Prozent der Anteile an Younique – zum Preis von rund 600 Millionen Dollar. Das war damals eine der größten Transaktionen im Network-Marketing-Bereich überhaupt. Coty erhoffte sich dadurch einen direkten Zugang zum Social-Selling-Kanal und zur jungen, weiblichen Zielgruppe.

Die Partnerschaft endete jedoch bereits im August 2019. Coty gab bekannt, dass das klassische Kosmetikgeschäft und das MLM-Vertriebsmodell sich zu unterschiedlich entwickeln, um dauerhaft zusammenzupassen. Laut einem Forbes-Bericht verkauften die Gründer die Anteile für rund 84,5 Millionen Dollar zurück – ein Deal, bei dem Coty einen rechnerischen Verlust von circa 515 Millionen Dollar verzeichnete.

Damit kehrte Younique vollständig in die Hände von Derek Maxfield und Melanie Huscroft zurück.

Was ist jetzt passiert – der Wechsel zu „Curated“

In der Momentum-Macher-Gruppe taucht diese Frage seit Anfang 2026 regelmäßig auf – und dabei zeigt sich ein deutliches Muster: Viele Presenter haben Posts gesehen, die klangen, als würde Younique komplett verschwinden. Die Verwirrung war riesig.

Was wirklich passiert ist: Younique verabschiedet sich vom klassischen MLM-Modell und wird Teil der Plattform Curated. Das ist kein Zusammenbruch des Unternehmens. Curated ist ein Multi-Brand-Ansatz – vergleichbar mit einem digitalen Einkaufszentrum für Beauty-Produkte, in dem verschiedene Marken unter einem Dach zusammenwachsen.

Bestehende Presenter heißen dort „Ambassadors“ und wechseln in ein Affiliate-ähnliches Modell, das sich vom klassischen Teambuilding-Vergütungsplan unterscheidet. Younique als Marke bleibt dabei erhalten – die Art, wie das Geschäft betrieben wird, verändert sich grundlegend.

Das bedeutet konkret: Wer bisher Teams aufgebaut und Generationsprovisionen verdient hat, arbeitet künftig auf einer anderen Grundlage. Während einer Übergangsphase erhalten bestehende Ambassadors weiterhin Vergütungen für ihre aufgebauten Teams.

Was ist „Curated“ genau?

Curated ist eine Multi-Brand-Plattform für Beauty-Produkte, auf der Younique als eine von mehreren Marken vertreten ist. Das Modell funktioniert ähnlich wie Affiliate-Marketing – Creators empfehlen Produkte, erhalten dafür eine Provision, bauen aber kein klassisches Downline-Team mehr auf.

Dieses Modell ist für Younique insofern ein Richtungswechsel, als das jahrelange Kerngeschäft – Teamaufbau plus Generationsprovisionen – damit wegfällt. Für die bestehende Presenter-Community bedeutet das eine grundlegende Neuausrichtung.

Der Vergütungsplan: Wie Younique Provisionen aufgebaut hat

Der Blick über mehrere Firmen und Jahre hinweg zeigt mir: Das Prinzip hinter hohen MLM-Produktpreisen ist immer dasselbe – nur die Details variieren. Bei Younique ist es besonders gut sichtbar, weil das Vergütungsmodell sehr detailliert dokumentiert ist.

Younique zahlt auf jeder Stufe Provisionen, die sich direkt im Produktpreis widerspiegeln. Ein White-Status-Presenter startet mit 20 Prozent Retail-Provision auf jede eigene Verkaufstransaktion. Mit steigendem Rang – von Yellow über Pink, Blue, Teal, Green, Orange, Purple bis Black – steigen auch die Provisionen, Circle-Royalties und Company-Royalties.

Auf den höchsten Ebenen, sprich Black Status I bis III, kommen Generationsprovisionen bis zur fünften Ebene dazu. Das bedeutet: Von jedem Produktverkauf irgendwo tief im Netzwerk erhält jemand auf einer oberen Rangstufe ebenfalls einen prozentualen Anteil.

Das ist rechnerisch relevant, weil all diese Provisionsprozentsätze zusammen bezahlt werden müssen. Das einzige Geld, das dafür zur Verfügung steht, kommt aus dem Produktpreis. Daher ist der Preis für Mascara, Lidschatten oder Serum bei Younique zwangsläufig höher als bei einem Produkt ohne Vertriebsnetz.

Die Rangstruktur im Überblick

RangRetail-ProvisionZusatzboni
White20 %
Yellow25 %ab $1.000 kumulativem Umsatz
Pink/Coral25 % + Circle Royaltyab definiertem Teamumsatz
Blue/Teal25 % + höhere Circle Royaltyab $4.000 Firmenvolumen
Green/Orange25–30 % + Company RoyaltyGeneration 1 inklusive
Purple30 % + Company RoyaltyGenerationsprovisionen bis Ebene 2
Black I–IIIbis 40 % + Maintenance BonusGenerationsprovisionen bis Ebene 5

Ich sehe immer wieder, dass Presenter diese Tabelle kennen, aber nicht wirklich nachrechnen – wer auf oberen Rängen Generationsprovisionen erhält, hat keinen Einfluss auf den Endpreis, zahlt ihn aber mit.

Warum die Produkte teurer sind als im Drogeriemarkt

Der Preis trägt die Vergütungsstruktur

Hier kommt der direkte Zusammenhang: Jeder Euro, den ein Younique-Kunde zahlt, finanziert gleichzeitig mehrere Ebenen an Provisionen. Dazu kommen die Herstellungskosten, Verpackung, Logistik, das Presenter-Supportsystem und die Unternehmensmarge.

Ein Beispiel, das ich so schon viele Male in der Praxis gesehen habe: Eine Mascara kostet bei Younique rund 62 Euro. Ein vergleichbares Premium-Produkt im Handel liegt bei 15 bis 25 Euro. Die Differenz erklärt sich nicht allein durch bessere Inhaltsstoffe – sie erklärt sich vor allem durch die Provisionsstruktur, die auf jeder Ebene anteilig bezahlt wird.

Hochwertige Inhaltsstoffe als Teil der Preisformel

Younique kommuniziert aktiv, dass die Produkte auf hochwertige Inhaltsstoffe setzen, ohne Phthalate, Parabene oder synthetische Duftstoffe. Das rechtfertigt einen Teil des Preisaufschlags gegenüber Einstiegsmarken aus der Drogerie – aber eben nur einen Teil.

Dazu kommt die 14-Tage-Rückgabegarantie, die Younique auch auf bereits verwendete Produkte ausdehnt. Solche Kulanzmodelle sind im Einzelhandel selten und erzeugen Verwaltungsaufwand, der sich ebenfalls im Preis niederschlägt.

Was das für Presenter bedeutet

Ein Muster, das ich so oder ähnlich schon viele Male begleitet habe: Eine Presenter beginnt enthusiastisch, kauft das Starter-Kit, zeigt die Produkte ihrem Umfeld – und stellt nach ein paar Wochen fest, dass Kundinnen den Preis immer wieder kommentieren. Das ist kein Fehler der Person. Das ist die Struktur des Vergütungsmodells, die sich im Preis zeigt.

Wer als Presenter erfolgreich verkaufen will, muss den Preisunterschied aktiv kommunizieren können. Der reine Produktvorteil reicht oft nicht aus, wenn der Preis im direkten Vergleich mit Drogeriprodukten oder Amazon-Angeboten deutlich höher liegt.

Das lösen erfolgreiche Presenter durch eine klare Positionierung: nicht als „günstige Alternative“, sondern als kuratierte Premiumempfehlung von einer Person, der man vertraut. Das funktioniert – aber nur, wenn die Presenter ihre eigene Überzeugung vom Produkt wirklich lebt, weil Kunden das spüren.

Wer das nicht kann oder will, bleibt auf den Produkten sitzen – und das Modell funktioniert dann nicht. Das ist keine Kritik an Younique. Es ist einfach die Realität von premiumpreisigem Direct Selling.

Das Qualifikationssystem: Aktiv bleiben

Um als Presenter den Status aktiv zu halten, gelten Mindestvolumina. Wer innerhalb von drei Monaten nicht den Schwellenwert von 125 Euro in persönlichen Retail-Sales erreicht, verliert den aktiven Status. Das bedeutet: Presenter haben einen regelmäßigen eigenen Kaufbedarf oder einen stabilen Kundenstamm, damit das Modell trägt.

Dieser Mechanismus ist in der Branche weit verbreitet, weil er die Aktivität der Presenter sicherstellt. Gleichzeitig erklärt er, warum manche Presenter regelmäßig selbst Produkte kaufen, um im System zu bleiben – was ebenfalls den Preisdruck im Alltag sichtbar macht.

Younique vs. klassischer Kosmetikmarkt

Der häufigste Irrtum, den ich zu dieser Preisfrage korrigiere: Viele denken, der hohe Preis bei MLM-Kosmetik bedeutet automatisch bessere Inhaltsstoffe als im Handel. Das stimmt so nicht. Der Preisunterschied entsteht zu einem erheblichen Teil durch die Vertriebsstruktur – nicht durch die Formulierung im Labor.

Es gibt hochwertige Produkte bei Younique. Aber es gibt auch im Fachhandel oder in der Apotheke Produkte mit gleichwertigen oder identischen Wirkstoffen, die deutlich weniger kosten. Der Unterschied liegt dann wirklich nur in der Herkunft und im Verkaufsweg.

Wer Younique-Produkte kauft, zahlt also auch für die Person, die empfohlen hat. Das ist kein Makel – es ist das Geschäftsmodell. Und wer das versteht, bewertet den Preis anders. Nicht als „zu teuer“, sondern als „so kalkuliert, dass alle beteiligten Ebenen verdienen“.

Das ändert sich gerade mit dem Wechsel zu Curated, weil dort das Affiliate-Modell schlanker ist. Ob das zu günstigeren Produktpreisen führt, zeigt sich erst, wenn die Plattform vollständig im Markt etabliert ist.

Preisvergleich in der Praxis

ProduktYounique (ca.)Vergleichsprodukt Handel (ca.)
Mascara62 €10–25 €
Lidschattenstift33 €10–15 €
Foundation48–55 €15–35 €
Nachtcreme50–70 €20–50 €
Lippenstift22–30 €8–20 €

Die tatsächlichen Preise variieren je nach Produkt und Aktionsangebot. Diese Tabelle zeigt Richtwerte – keinen verbindlichen Preisvergleich. Was ich dabei immer wieder sehe: Die Differenz ist bei Mascara und Stiften am deutlichsten sichtbar, während die Pflege-Produkte preislich näher an Premium-Apothekenmarken heranrücken.

Younique und der Wandel des Social Selling

Nach 16 Jahren in dieser Branche ist mir klar: Jede Firma, die groß genug wird, steht irgendwann vor derselben Frage. Wie bleibt das Modell am Leben, wenn der Markt sich verändert? Younique hat diese Frage mit dem Wechsel zu Curated beantwortet – nicht mit einem Ausstieg, sondern mit einer Neuausrichtung.

Social Selling hat sich grundlegend gewandelt. Als Younique 2012 startete, war Facebook der dominierende Kanal für virtuelle Partys und Produktempfehlungen. Heute verteilen sich Zielgruppen auf TikTok, Instagram, YouTube und andere Plattformen – und die rein Facebook-basierte Strategie, die Younique groß gemacht hat, funktioniert nicht mehr gleich.

Das macht Younique nicht schlechter. Es zeigt, dass auch ein etabliertes Unternehmen den Markt beobachtet und sich strukturell anpasst. Für Presenter bedeutet das: Das, was früher funktioniert hat, reicht allein nicht mehr aus.

Der Wechsel zu Curated ist ein Versuch, das Modell zukunftsfähig zu machen. Ob er gelingt, entscheidet letztlich der Markt – und die Frage, ob Ambassadors das Affiliate-Modell für sich zum Laufen bringen.

Was mit bestehenden Teams passiert

Während der Übergangsphase zu Curated gilt: Presenter, die Teams aufgebaut haben, erhalten für eine definierte Zeit weiterhin Vergütungen für ihre Downlines. Danach arbeiten alle Ambassadors im Curated-Modell, das auf Affiliate-Provisionen statt Teambuilding-Boni basiert.

Das bedeutet für aktive Presenter: Die Einnahmequelle „Generationsprovisionen aus dem Team“ verändert sich grundlegend, während die direkte Verkaufsprovision erhalten bleibt.

FAQ

Was ist mit Younique passiert?

Younique hat sein Geschäftsmodell verändert. Das klassische MLM-System mit Teambuilding-Vergütung läuft aus, weil das Unternehmen zur Plattform Curated gewechselt hat – einem Multi-Brand-Affiliate-Modell für Beauty.

Das Unternehmen existiert weiterhin mit CEO und klarer Führungsstruktur. Younique bleibt als Marke erhalten, operiert aber künftig innerhalb von Curated statt als eigenständige MLM-Struktur. Bestehende Presenter durchlaufen eine Übergangsphase, in der bestehende Teamvergütungen noch ausbezahlt werden, bevor alle vollständig auf das neue Modell wechseln.

Warum sind die Produkte so viel teurer als in der Drogerie?

Der höhere Preis entsteht durch die mehrstufige Provisionsstruktur. Presenter auf jeder Rangebene erhalten prozentuale Anteile vom Produktumsatz – und all diese Anteile finanziert letztlich der Endkundenpreis.

Hinzu kommen die Herstellungskosten für Inhaltsstoffe, Verpackung und Logistik sowie die Kosten für das Presenter-Supportsystem, Rückgabeprozesse und Unternehmensinfrastruktur. Ein Drogerie-Produkt ohne Vertriebsnetz zahlt diese Provisionsebenen nicht – daher ist der Preis direkter kalkulierbar. Bei Younique fließen nach Branchenbeobachtung zwischen 30 und 50 Prozent des Endkundenpreises in Provisionen und Vertriebsstrukturkosten.

Hat Younique Insolvenz angemeldet?

Nein. Younique hat keine Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen ist aktiv und verfügt über eine klare Führungsstruktur.

Die Berichte über ein „Ende von Younique“ beziehen sich auf den Modellwechsel weg vom klassischen MLM hin zur Plattform Curated. Das ist eine strategische Neuausrichtung des Geschäftsmodells, kein Zusammenbruch des Unternehmens.

Was ist der Unterschied zwischen Younique und Curated?

Younique war ein klassisches MLM-Unternehmen mit Farb-Rangsystem, Teambuilding-Boni und Generationsprovisionen. Curated ist eine Multi-Brand-Plattform, auf der Younique als eine von mehreren Marken vertreten ist.

In meiner täglichen Arbeit mit Partnern sehe ich immer wieder, dass diese Unterscheidung unklar ist – viele denken, Curated sei eine neue Firma. Das stimmt nicht. Curated ist ein Plattformmodell, ähnlich wie ein digitales Einkaufszentrum für Beauty, in dem Creator Produkte empfehlen und dafür Affiliate-Provisionen erhalten, ohne ein klassisches Downline-Team aufzubauen. Younique als Marke – also die Produkte, das Logo, die Formulierungen – bleibt bestehen, während das Vergütungsmodell wechselt.

Was passiert mit meinem Younique-Team beim Wechsel zu Curated?

Während der Übergangsphase erhalten Presenter weiterhin Vergütungen für ihre aufgebauten Teams. Danach gilt das Curated-Modell, das auf direkten Affiliate-Provisionen ohne klassische Downline-Struktur basiert.

Wer als Presenter ein Team aufgebaut hat, erhält also eine Übergangsphase, bevor das System vollständig wechselt. Die konkrete Dauer dieser Phase und die genauen Konditionen kommuniziert Younique direkt an die Ambassadors. Für alle, die erst nach dem Modellwechsel einsteigen, startet das Geschäft sofort im Curated-Affiliate-Format.

Wer hat Younique gegründet und wem gehört es heute?

Derek Maxfield und Melanie Huscroft gründeten Younique im September 2012 in Utah, USA. Beide sind Geschwister.

Der Kosmetikkonzern Coty kaufte zwischen 2017 und 2019 eine 60-prozentige Mehrheitsbeteiligung. Nach dem Rückkauf durch die Gründer – dem Bericht nach für rund 84,5 Millionen Dollar – befindet sich das Unternehmen wieder vollständig in den Händen von Maxfield und Huscroft. Die Gründer kontrollierten das Unternehmen also bei der Entscheidung zum Modellwechsel Richtung Curated vollständig.

Wie hoch ist die Provision bei Younique?

Ein typischer Verlauf, den ich schon viele Male begleitet habe: Presenter starten bei 20 Prozent im White-Status und rechnen dann hoch, was das im Monat ergibt – und stellen oft erst später fest, wie viele weitere Provisionsebenen darüber liegen.

Die Provision startet bei 20 Prozent für neue White-Status-Presenter auf jede Retail-Transaktion. Ab Yellow – erreichbar nach 1.000 Euro kumulativem Umsatz – steigt die Provision auf 25 Prozent. Ab Pink und höher kommen Circle Royalties und Company Royalties dazu, die auf dem Teamumsatz basieren. Black-Status-Presenter erreichen bis zu 40 Prozent Retail-Provision plus Generationsprovisionen bis zur fünften Ebene.

Sind Younique-Produkte ihr Geld wert?

Das hängt vom individuellen Nutzungsverhalten ab. Wer regelmäßig Premium-Kosmetik kauft und die direkte Empfehlung durch eine Person schätzt, der sie vertraut, findet bei Younique Produkte mit hochwertigen Inhaltsstoffen und guter Rückgabepolitik.

Wer rein nach Preis-Leistungs-Verhältnis im Sinne von Inhaltsstoffen pro Euro kauft, findet im Fachhandel, in Apotheken oder bei Premiummarken oft vergleichbare Formulierungen zu niedrigeren Preisen. Der Mehrwert bei Younique liegt also weniger im Labor-Vorteil als in der persönlichen Empfehlungsbeziehung zwischen Presenter und Kundin.

Wie viele Presenter hat Younique weltweit?

Younique zählte auf dem Höhepunkt der Wachstumsphase über 1,2 Millionen Presenter weltweit. Das war einer der schnellsten Aufbauverläufe im Social-Selling-Bereich überhaupt.

Nach Branchenangaben und den nachfolgenden Veränderungen durch Algorithmus-Updates auf Facebook sowie den Modellwechsel zu Curated hat sich diese Zahl seitdem reduziert. Aktuelle offizielle Zahlen zur Presenter-Anzahl kommuniziert Younique nicht regelmäßig öffentlich.

Kann ich Younique-Produkte auch ohne Presenter kaufen?

Ja. Younique-Produkte sind über die offizielle Website und über die Replicated Websites individueller Presenter kaufbar – ohne selbst Presenter zu werden.

Nach Branchenbeobachtung kaufen viele Kunden direkt über eine Presenter-Seite, weil sie die Empfehlung einer Person schätzen oder dort schnelleren Support erhalten. Das Modell sieht keine klassischen Ladengeschäfte oder Drogerieregale vor, weil der Direktvertrieb via Social Media das Kernprinzip des Unternehmens ist.

Was verdient man als Younique-Presenter wirklich?

Der häufigste Irrtum, den ich zu dieser Frage korrigiere: Viele Einsteiger rechnen nur mit dem Retail-Provisionssatz und vergessen die Kosten für das Starter-Kit, die Mindestvolumina zur Statuserhaltung und die Zeit für Social-Media-Betreuung.

Für die meisten Presenter liegt das tatsächliche Nettoeinkommen im ersten Jahr deutlich unter dem, was die Provisionsstruktur auf dem Papier verspricht. Wer wirklich verdient, baut einen stabilen Kundenstamm auf oder erreicht Ränge, auf denen Team-Royalties fließen. Black-Status-Presenter auf Ebene II und III erhalten zusätzlich einen monatlichen Maintenance Bonus von 15.000 US-Dollar – vorausgesetzt, sie halten die Rankvoraussetzungen. Diese Elite macht allerdings deutlich weniger als ein Prozent aller Presenter aus.

Was du jetzt weißt – und wie du damit umgehst

Younique ist weder verschwunden noch kollabiert. Das Unternehmen verändert sein Modell – vom mehrstufigen MLM-Vergütungsplan hin zu einem Affiliate-Ansatz über Curated. Die Produkte bleiben, die Marke bleibt, das Geschäftsprinzip wechselt.

Der hohe Preis erklärt sich nicht durch Marketingmagie, sondern durch eine einfache Rechnung: Viele Provisionsebenen plus Herstellungskosten plus Unternehmensstruktur gleich Endkundenpreis. Das ist kein Sonderfall von Younique – das ist die Grundlogik des premiumpreisigen Direct Selling.

Eines hat mich in 16 Jahren Branche immer wieder überrascht: Die Menschen, die eine Firma am lautesten verlassen, waren oft dieselben, die am lautesten eingetreten sind. Nicht weil die Firma falsch war – sondern weil sie nie wirklich verstanden haben, wie das Modell funktioniert. Wer das Modell kennt, trifft bessere Entscheidungen.

Und das gilt für Younique genauso wie für jede andere Firma in dieser Branche. Wer die Struktur kennt, weiß genau, was er tut – und kann das mit vollem Fokus.

Rock it!
Dein Willi

PS: So gewann ich +800 Erstlinien bei Fitline.