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Young Living Aussteiger: Negative Aussagen, die nicht stimmen

Wer aus einer Firma aussteigt, ist oft enttäuscht. Das ist menschlich. Und wer enttäuscht ist, erzählt anderen davon. Was dabei entsteht, sind Aussagen, die sich im Internet verbreiten, weitererzählt werden – und irgendwann als Wahrheit gelten, obwohl sie faktisch falsch sind.

In diesem Artikel schauen wir uns die häufigsten negativen Behauptungen über Young Living an, die von Aussteigern kommen. Nicht um zu urteilen, sondern um die Fakten klar darzustellen. Denn wer eine fundierte Entscheidung treffen will – ob er einsteigt, bleibt oder geht – verdient sachliche Informationen statt Gerüchte.


Was Aussteiger oft sagen

Aus meiner 16-jährigen Erfahrung im Network Marketing sehe ich in meiner Facebook-Gruppe Momentum Macher täglich Menschen, die aufgehört haben – und manche davon streuen anschließend Behauptungen, die einer Überprüfung nicht standhalten. Das ist kein Vorwurf. Es ist ein Muster, das in jeder MLM-Firma vorkommt.

Die meisten negativen Aussagen entstehen durch drei Dinge:

  • Falsche Erwartungen vor dem Einstieg
  • Fehlgeschlagene Methoden beim Teamaufbau
  • Mangelndes Wissen über das Geschäftsmodell selbst

Das ist wichtig zu verstehen, bevor wir die einzelnen Behauptungen durchgehen.


„Young Living ist ein Pyramidensystem“

Das ist die verbreitetste Aussage überhaupt. Sie ist faktisch falsch.

Ein illegales Pyramidensystem hat ein zentrales Merkmal: Es gibt kein echtes Produkt. Die einzige Einnahmequelle ist das Rekrutieren neuer Mitglieder. Geld fließt nur durch neue Einzahlungen von unten nach oben.

Young Living erfüllt dieses Kriterium nicht.

Young Living verkauft physische Produkte – ätherische Öle, Wellnessprodukte, Haushaltsprodukte. Diese Produkte haben einen echten Marktwert. Kunden kaufen sie, weil sie sie wollen – nicht um ins Geschäft einzusteigen.

Das Vertriebsmodell ist Multi-Level-Marketing (MLM), auch bekannt als Network Marketing. Es ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz vollständig legal und unterliegt dem Handels- und Vertragsrecht. Unternehmen wie Vorwerk (Thermomix), Avon und Tupperware nutzen strukturell ähnliche Modelle seit Jahrzehnten.

MerkmalIllegales PyramidensystemYoung Living
Echtes Produkt vorhanden❌ Nein✅ Ja
Umsatz durch Produktverkauf❌ Nein✅ Ja
Kunden ohne Geschäftsinteresse❌ Kaum✅ Ja
In DACH legal❌ Nein✅ Ja
Einkommen ohne Rekrutierung möglich❌ Nein✅ Ja

Der Unterschied liegt genau dort: Young Living zahlt Provisionen auf Produktumsatz, nicht auf bloße Einstiegsgebühren neuer Mitglieder.


„Die Öle sind überteuert und nichts wert“

Diese Aussage kommt häufig von Menschen, die entweder nie versucht haben, Produkte zu verkaufen, oder die falsche Preisvergleiche anstellen.

Ätherische Öle unterscheiden sich massiv in ihrer Qualität. Qualitätsunterschiede entstehen durch:

  • Die Pflanzenart und deren Herkunft
  • Den Erntezeitpunkt und die Anbaubedingungen
  • Den Destillationsprozess
  • Lagerung und Abfüllung
  • Reinheitstests durch unabhängige Labore

Young Living nutzt den sogenannten Seed to Seal-Prozess. Das bedeutet: Von der Saat bis zum versiegelten Produkt unterliegt jeder Schritt definierten Standards. Jedes ätherische Öl wird im eigenen Labor getestet. Zusätzlich führen zwei unabhängige externe Labore Qualitätsprüfungen durch.

Ein Lavendelöl aus dem Discounter für 3,99 Euro ist nicht dasselbe Produkt wie ein Young Living Lavendelöl. Wer das behauptet, vergleicht apples with oranges.

Die Frage lautet nicht: Ist es teuer? Die Frage lautet: Für wen ist der Preis gerechtfertigt?

Und da gibt es eine klare Antwort: Für Menschen, denen Reinheit, Herkunft und Qualität wichtig sind, hat das Produkt einen entsprechenden Wert. Das ist eine Kaufentscheidung – kein Beweis für Betrug.


„Man verdient damit kein Geld“

Diese Aussage stimmt für die meisten – und sie ist trotzdem irreführend.

Die meisten Young Living Partner verdienen wenig oder gar nichts. Das ist kein Geheimnis. Das sagt Young Living selbst in seinen Einkommensdisclosures. Aber das liegt nicht am Geschäftsmodell. Es liegt daran, wie Menschen das Geschäft betreiben.

Wer kein System hat, wer die falschen Methoden einsetzt, wer zu früh aufgibt – der verdient nichts. Das gilt in jedem Business.

Der Vergütungsplan von Young Living hat zehn Rangstufen:

  1. Associate – Einstieg, keine Bedingungen außer Registrierung
  2. Star – 500 OGV, verdient auf 2 Ebenen
  3. Senior Star – 2.000 OGV, verdient auf 3 Ebenen
  4. Executive – 4.000 OGV, verdient auf 5 Ebenen
  5. Silver – 10.000 OGV, Generationsprovisionen beginnen
  6. Gold – 35.000 OGV
  7. Platinum – 100.000 OGV
  8. Diamond – 250.000 OGV
  9. Crown Diamond – 750.000 OGV
  10. Royal Crown Diamond – 1.500.000 OGV

OGV = Organization Group Volume, also der Gesamtumsatz des Teams.

Ab Platin-Rang, also ab Ebene 7, lebt ein Großteil der Partner hauptberuflich von Young Living. Wer Crown Diamond oder Royal Crown Diamond erreicht, spricht von fünf- bis sechsstelligen Monatseinkommen.

Die Aussage „man verdient damit kein Geld“ beschreibt eine Realität für Partner, die nicht die notwendigen Schritte unternommen haben – nicht eine Eigenschaft des Systems.


„Young Living ist eine Sekte“

Das ist die emotionalste aller Aussagen – und gleichzeitig die am leichtesten widerlegbare.

Was macht eine Sekte aus? Definiert sind es diese Merkmale:

  • Isolation von der Außenwelt und sozialen Kontakten
  • Kontrolle über das tägliche Leben der Mitglieder
  • Manipulation des Bewusstseins durch psychologische Techniken
  • Finanzieller Zwang – Mitglieder geben ihr Vermögen ab
  • Kritikverbot – Fragen werden bestraft, Zweifler sanktioniert

Keines dieser Merkmale trifft auf Young Living zu.

Isolation: Young Living-Partner haben normale soziale Kontakte. Es gibt keine Anforderung, Freundschaften oder Familienbande aufzugeben.

Kontrolle: Es gibt keine Kontrolle über das Privatleben. Partner sind selbstständige Unternehmer – nicht Angestellte, nicht Abhängige.

Manipulation: Die Events sind Motivationsveranstaltungen und Produkttrainings. Das findet sich in jeder Verkaufsbranche.

Finanzieller Zwang: Es gibt kein Mindestumsatzgebot unter Zwang. Der monatliche PV (persönliches Volumen) ist eine Voraussetzung für bestimmte Provisionen – nicht für die Mitgliedschaft selbst.

Kritikverbot: Aussteiger veröffentlichen ihre Meinungen frei auf YouTube, Blogs und in sozialen Netzwerken. Niemand wird daran gehindert. Es gibt keine Geheimhaltungspflichten gegenüber Kritik.

Die starke Community-Kultur bei Young Living wird von außen oft mit sektenhaftem Verhalten verwechselt. Begeisterung ist kein Beweis für Manipulation.


„Man muss ständig Freunde ansprechen und nervt sein Umfeld“

Das stimmt – wenn man die falschen Methoden anwendet.

Viele Aussteiger haben genau das erlebt: Sie haben Freunde, Familienmitglieder und Bekannte angesprochen. Das Ergebnis war Ablehnung, Distanz, manchmal Konflikte. Und dann kam die Schlussfolgerung: Young Living ist schuld.

Aber das ist eine Methodenfrage, keine Firmenfrage.

Young Living selbst schreibt nicht vor, wie Partner ihr Geschäft aufbauen. Es gibt keine Verpflichtung zur Namensliste, zur Homeparty oder zum Ansprechen fremder Menschen auf der Straße.

Das sind Methoden, die in der Network-Marketing-Kultur über Jahrzehnte weitergegeben wurden – und die einfach nicht mehr zu dieser Zeit passen.

Wer heute sein Young Living-Geschäft aufbaut, hat Möglichkeiten, die es vor zehn Jahren noch nicht gab. Das ändert nichts an der Qualität der Produkte oder der Struktur des Vergütungsplans.


„Die Einkommensaussichten sind falsch dargestellt“

Das ist eine Aussage, die einen wahren Kern hat – und trotzdem pauschal falsch ist.

Es gibt im Network Marketing Personen, die unrealistische Versprechen machen. Das ist eine Eigenschaft einzelner Partner, nicht des Unternehmens.

Young Living veröffentlicht offiziell die Income Disclosure Statements. Diese Dokumente zeigen transparent, wie viele Partner auf welchen Rängen sind und was sie durchschnittlich verdienen. Jeder kann diese Zahlen einsehen.

Was dort steht, ist ernüchternd für manche – aber es ist die Wahrheit. Die meisten Partner sind auf niedrigen Rängen und verdienen wenig. Eine kleine Gruppe auf den oberen Rängen verdient sehr gut.

Das ist keine Fehlinformation – das ist das reale Ergebnis unterschiedlicher Einsatzgrade.

Die Unterscheidung ist wichtig:

  • Young Living als Firma stellt Einkommen falsch dar – das lässt sich mit den offiziellen Disclosure Statements widerlegen
  • Einzelne Partner machen übertriebene Versprechen – das ist ein Verhalten einzelner Personen, nicht der Firma

„Man ist verpflichtet, monatlich einzukaufen“

Diese Aussage ist teils richtig, teils falsch – und braucht eine genaue Erklärung.

Als Kunde (Retail Customer) gibt es keinerlei Kaufverpflichtung. Man kauft, wenn man will.

Als Brand Partner (Vertriebspartner) gilt: Um bestimmte Provisionen zu erhalten, muss ein monatliches persönliches Volumen (PV) erreicht werden. Das sind typischerweise 100 PV.

Das ist eine Voraussetzung für Vergütungen – keine Pflicht zur Mitgliedschaft.

Wer keine Provisionen will, braucht nicht zu kaufen. Wer Provisionen will, muss das Volumen erfüllen. Das ist transparent im Vergütungsplan dokumentiert.

Aussteiger stellen das häufig als versteckte Pflicht dar. Dabei handelt es sich um eine bekannte und von Anfang an kommunizierte Bedingung des Vergütungsplans.


„Das Business funktioniert nur für die, die früh dabei waren“

Das ist ein weit verbreiteter Mythos – nicht nur bei Young Living, sondern im Network Marketing allgemein.

Das Argument lautet: Die Upline hat den Vorteil, weil sie früher eingestiegen ist. Wer spät kommt, kann nicht mehr aufschließen.

Diese Logik stimmt nicht.

Der Vergütungsplan belohnt aktuellen Umsatz, nicht Eintrittszeitpunkt. Wer heute einsteigt und ein aktives Team aufbaut, qualifiziert sich für exakt dieselben Ränge und Provisionen wie jemand, der vor zehn Jahren gestartet ist – sofern er das gleiche Volumen generiert.

Young Living ist in vielen Märkten noch im Wachstum. Neue Märkte werden erschlossen. Neue Produkte kommen auf den Markt. Ein frühes Eintrittsdatum gibt keine Erfolgsgarantie – und ein spätes Eintrittsdatum ist kein Nachteil.


„Man kann nicht einfach kündigen“

Auch das ist faktisch falsch.

Als Brand Partner kann man das Konto jederzeit inaktiv werden lassen. Eine formelle Kündigung ist in der Regel möglich. Es gibt keine langfristige Vertragsbindung. Es gibt keine Kündigungsfristen, die über eine kurze Frist hinausgehen.

Wer aufhören möchte, hört auf. Keine Strafe, keine Schulden, kein Zwang zur Weiterzahlung.

Die Empfehlung: Den Vergütungsplan und die Nutzungsbedingungen vor dem Einstieg lesen. Dann gibt es keine Überraschungen.


Warum entstehen diese Aussagen überhaupt?

Das ist die eigentlich interessante Frage.

In meiner Erfahrung entstehen die meisten negativen Aussagen nicht aus böser Absicht. Sie entstehen aus echten Enttäuschungen. Und Enttäuschungen entstehen fast immer, wenn Erwartungen und Realität auseinanderklaffen.

Wer einsteigt mit der Vorstellung:

  • In drei Monaten verdiene ich 3.000 Euro
  • Ich muss nur ein paar Freunde fragen
  • Das Produkt verkauft sich von selbst

… der wird enttäuscht sein. Nicht weil das Unternehmen schlecht ist. Sondern weil diese Erwartungen unrealistisch waren.

Danach sucht das menschliche Gehirn nach einer Erklärung. Und die lautet oft: Das Unternehmen ist schuld.

Das ist ein psychologischer Mechanismus, kein sachliches Urteil.


Was tun, wenn dir jemand diese Aussagen entgegenwirft?

Das passiert. Wenn du Young Living Brand Partner bist und über dein Geschäft sprichst, wirst du früher oder später mit diesen Behauptungen konfrontiert.

Hier ist ein sachlicher Umgang damit:

  1. Nicht defensiv werden. Eine emotionale Reaktion verstärkt den Eindruck, du hast etwas zu verbergen.
  2. Fakten nennen. „Young Living veröffentlicht das Income Disclosure Statement. Das kannst du nachlesen.“
  3. Unterscheidung machen. „Das ist die Erfahrung dieser Person mit diesen Methoden – nicht das Geschäftsmodell.“
  4. Quellen anbieten. Vergütungsplan, Seed to Seal, Unternehmenswebsite – alles ist öffentlich zugänglich.
  5. Das Gespräch beenden, wenn nötig. Du musst niemanden überzeugen. Sachliche Information reicht.

Ein Aussteiger mit negativer Erfahrung wird selten durch Argumente überzeugt. Das ist nicht dein Ziel. Dein Ziel ist, dass Dritte, die das Gespräch beobachten oder lesen, die sachliche Version kennen.


Was wirklich zu einem schlechten Ergebnis führt

Der Fairness halber: Es gibt Gründe, warum Menschen aussteigen, die nichts mit falschen Aussagen zu tun haben.

  • Falsche Erwartungen beim Einstieg
  • Fehlende Begleitung durch die Upline
  • Einsatz von Methoden, die keine Ergebnisse bringen
  • Zu kurzer Zeithorizont
  • Persönliche Lebensumstände, die sich ändern

Das sind legitime Gründe, das Geschäft zu beenden. Sie machen aber aus Young Living kein schlechtes Unternehmen.


Fazit

Negative Aussagen über Young Living von Aussteigern folgen einem Muster. Sie entstehen aus enttäuschten Erwartungen, nicht aus sachlichen Analysen des Unternehmens. Die häufigsten Behauptungen – Pyramidensystem, Sekte, überteuerte Produkte, keine Verdienstmöglichkeiten – lassen sich jeweils mit öffentlich zugänglichen Fakten entkräften.

Wer eine fundierte Entscheidung treffen will, liest den Vergütungsplan, schaut sich die Produkte an und spricht mit Menschen, die das Geschäft aktiv betreiben. Das ist mehr wert als zehn Aussteiger-Posts.


FAQ

Ist Young Living ein illegales Pyramidensystem?

Nein. Ein illegales Pyramidensystem hat kein echtes Produkt und finanziert sich nur durch Rekrutierungsgebühren. Young Living verkauft physische Produkte und zahlt Provisionen auf Produktumsatz. Das Modell ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz vollständig legal.

Young Living ist als Multi-Level-Marketing-Unternehmen strukturiert. Das ist ein anerkanntes und reguliertes Vertriebsmodell. Der Unterschied zu einem Pyramidensystem liegt genau darin: Es gibt echte Kunden, die echte Produkte kaufen – ohne Absicht, selbst ins Geschäft einzusteigen. Wer bei Young Living einsteigt, kann außerdem Provisionen allein durch Produktumsatz verdienen, ohne Rekrutierung.

Kann man bei Young Living wirklich Geld verdienen?

Ja – aber der Verdienst hängt vom Einsatz und den Methoden ab. Die Mehrheit der Partner verdient wenig oder gar nichts, weil sie das Geschäft nicht systematisch aufbauen. Eine kleinere Gruppe auf höheren Rängen verdient gut bis sehr gut.

Young Living veröffentlicht offizielle Einkommensdisclosures, in denen die durchschnittlichen Verdienste je Rangstufe aufgelistet sind. Diese Zahlen sind öffentlich einsehbar. Ab dem Platinum-Rang (Rang 7 von 10) leben viele Partner hauptberuflich von Young Living. Die oberen Ränge Diamond und darüber hinaus stehen für monatliche Einkommen im vier- bis fünfstelligen Bereich.

Warum sagen so viele Aussteiger, Young Living sei schlecht?

Weil die Erfahrungen vieler Aussteiger real sind – aber als Ursache das falsche Ziel identifizieren. Die meisten Enttäuschungen entstehen durch unrealistische Erwartungen beim Einstieg oder durch den Einsatz von Methoden, die keine Ergebnisse bringen.

Das menschliche Gehirn sucht nach Erklärungen für Misserfolge. Wenn das eigene Geschäft nicht läuft, ist die naheliegende Schlussfolgerung oft: „Das Unternehmen ist schuld.“ Dabei ist in den meisten Fällen die Herangehensweise der ausschlaggebende Faktor – nicht die Firma, der Vergütungsplan oder die Produkte.

Muss ich bei Young Living jeden Monat kaufen?

Als Kunde: nein. Als Brand Partner: nur, wenn du Provisionen erhalten möchtest. Dafür brauchst du 100 persönliches Volumen (PV) im Monat. Das ist eine Bedingung des Vergütungsplans, keine allgemeine Pflicht.

Diese Regelung ist im Vergütungsplan von Anfang an transparent kommuniziert. Wer das Konto nur hält, ohne aktiv Provisionen zu verdienen, hat keine monatliche Pflicht. Wer im aktiven Geschäft ist und Provisionen auf alle Ebenen haben will, erfüllt die 100 PV als persönliches Mindestumsatzziel. Das entspricht ungefähr einem monatlichen Produktpaket für den Eigenbedarf.

Ist Young Living wirklich eine Sekte?

Nein. Der Begriff Sekte beschreibt Gruppen mit Isolation, Bewusstseinskontrolle, Kritikverbot und finanzieller Ausbeutung. Keines dieser Merkmale trifft auf Young Living zu.

Partner können jederzeit aussteigen, behalten ihre sozialen Kontakte und haben keinerlei Einschränkungen in ihrer Lebensgestaltung. Kritische Stimmen, Aussteiger-Berichte und negative Reviews existieren öffentlich – ohne dass das Unternehmen dagegen vorgeht. Was von außen als „sektenhaft“ wahrgenommen wird, ist die starke Begeisterung vieler Partner für Produkte und Community. Das findet sich in jeder engagierten Marken-Community – von Apple-Fans bis zu CrossFit-Mitgliedern.

Sind die Young Living Öle tatsächlich besser als andere?

„Besser“ ist eine subjektive Bewertung. Was sich sachlich sagen lässt: Young Living setzt den sogenannten Seed to Seal-Prozess ein, der jede Stufe von der Pflanzenwahl bis zur Abfüllung standardisiert. Jedes Öl wird intern und von zwei externen unabhängigen Laboren getestet.

Ob das ein besseres Produkt macht als ein günstigeres Öl aus dem Reformhaus, hängt davon ab, welche Kriterien dem Käufer wichtig sind. Wer Reinheit, Rückverfolgbarkeit und standardisierte Qualität priorisiert, findet diese bei Young Living dokumentiert. Wer das nicht priorisiert, findet günstigere Alternativen. Beides ist eine gültige Kaufentscheidung.

Kann man bei Young Living einfach kündigen?

Ja. Es gibt keine langfristige Vertragspflicht. Wer das Konto nicht mehr nutzt, lässt es schlicht inaktiv werden. Eine formelle Kündigung ist möglich und wird im Kundenkonto oder per Kontaktformular abgewickelt.

Langfristige Bindungen oder versteckte Gebühren nach Kündigung sind im Young Living Modell nicht vorgesehen. Die genauen Kündigungsbedingungen stehen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die vor der Registrierung zugänglich sind.

Stimmt es, dass man nur erfolgreich wird, wenn man früh einsteigt?

Nein. Der Vergütungsplan belohnt aktuellen Umsatz, nicht Eintrittsdatum. Wer heute einsteigt und ein aktives Team mit entsprechendem Volumen aufbaut, qualifiziert sich für dieselben Ränge wie jemand, der vor Jahren gestartet ist.

Es gibt in jedem Markt Young Living-Partner, die nach Jahren des Nullwachstums plötzlich durchgestartet sind – und umgekehrt Früheinsteiger, die heute kein aktives Geschäft mehr haben. Der Eintrittszeitpunkt hat keinen Einfluss auf die Provisionsstruktur. Was zählt, ist das monatliche Organisationsvolumen zum aktuellen Zeitpunkt.

Warum wird Young Living so oft mit Sekten verglichen?

Das liegt an der Verwechslung von Gemeinschaft mit Kontrolle. Young Living hat eine ausgeprägte Community-Kultur – Events, Team-Chats, gemeinsame Sprache („Oiler“-Community). Das kann von außen seltsam wirken, ist aber kein Anzeichen für eine Sekte.

Ähnliche Community-Kulturen gibt es bei Marken wie CrossFit, Harley-Davidson oder bestimmten Gaming-Communities. Begeisterte Zugehörigkeit ist kein pathologisches Merkmal. Der entscheidende Unterschied zur Sekte: Jeder kann jederzeit ohne Konsequenzen aussteigen und behält seine sozialen Kontakte und seine finanzielle Selbstständigkeit.

Was sollte ich prüfen, bevor ich bei Young Living einsteige?

Die drei sachlichen Überprüfungspunkte vor einem Einstieg:

  • Vergütungsplan lesen: Was sind die Bedingungen für Provisionen? Welche Voraussetzungen gelten für jeden Rang?
  • Income Disclosure Statement einsehen: Was verdienen Partner auf welchem Rang durchschnittlich?
  • Produkte testen: Kaufe als Kunde, bevor du als Brand Partner einsteigst. So weißt du, ob du hinter den Produkten stehst.

Wer diese drei Schritte macht, trifft eine informierte Entscheidung – unabhängig davon, was Aussteiger im Internet schreiben.

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